Risiko beim Verkauf

Risiko Scheckbetrug

Scheckbetrug: Erst erhalten, dann verfallen

Der Käufer hat Ihnen den Kaufpreis per Scheck zukommen lassen, sogar im Voraus. Dann sollte doch eigentlich alles in Ordnung sein. Oder?

Nein, vermutlich läuft es anders. Denn bei der Abwicklung von Fahrzeugverkäufen kommt es verstärkt zu Betrügereien mit ungedeckten Schecks.

So funktioniert der Betrug:
Die Täter geben sich meist als ausländische Kaufinteressenten aus und akzeptieren Ihren Kaufpreis oft ohne weitere Verhandlungen. Zur Bezahlung wird Ihnen ein Scheck – auch fast immer aus dem Ausland – zugesandt. In der Regel hält der Scheck einer ersten Überprüfung stand; erst später stellt sich heraus, dass der Scheck keine Deckung aufweist oder gestohlen wurde.
Eine Variante dieser Masche: Sie erhalten einen Scheck, dessen Betrag deutlich über dem vereinbarten Kaufpreis liegt. Angeblich geschieht dies aus Versehen. Nun sollen Sie den Differenzbetrag per Bargeldüberweisung (meist über Western Union; siehe Risiko Bargeldtransfer) zurück transferieren. Nach dieser Überweisung platzt der Scheck, und der angebliche Käufer löst sich in Luft auf.
Meist wird der Verkäufer "nur" um diesen Differenzbetrag geschädigt. Es ist allerdings möglich, dass er auf diese Weise auch um sein Fahrzeug gebracht wird.

mobile.de rät:
Auch wenn der Scheck einer ersten Überprüfung standhält, kann sich zu einem späteren Zeitpunkt herausstellen, dass der Scheck keine Deckung aufweist oder gestohlen wurde. Wickeln Sie daher die Zahlung bar und an einem sichern Ort ab. Zudem sollten Sie nie Geld per Bargeldüberweisung transferieren. Denn Ihr Geld wird mit gefälschten Papieren abgehoben, und keine Versicherung kommt für Ihren Schaden auf.

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