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BMW 3er GT

BMW 520d
BMW 3er GT

BMW 3er GT

BMW 3er GT - er ist eigentlich die perfekte Symbiose aus Reiseauto und Sportwagen in der Mittelklasse. Eigentlich - weil sein Design Versprechungen der Oberklasse macht und das Fahren auch für die Passagiere zum Genuss wird. BMW stellt mit dem 3er GT eine zunächst seltsame Mischung auf vier Räder. Doch selten hat ein BMW im Alltag so sehr überzeugt. Mit seinen Qualitäten überzeugt er viele Langstreckenfahrer und wildert erfolgreich im Revier des Audi A5 Sportbacks - dem Platzhirsch unter den Mittelklasse-Gran Tourismos.

Konsequentes Ausbauen der Modellfamilie oder völlig fehl am Platz?
Mit der Einführung der F-Reihe hat BMW in der Mittelklasse einen Weg gefunden, jede noch so kleine Marktlücke zu schließen. Plötzlich können die Kunden zwischen Autos wählen, von denen sie noch nicht einmal wussten, dass sie sie brauchen würden. Neben der klassischen 3er Limousine und dem erwachsen gewordenen 3er Touring stellen die Münchener auch einen Gran Tourismo in die Showräume der Händler. Doch woher nimmt dieser Zwitter seine Daseinsberechtigung? Ganz einfach. 3er Coupé und Cabrio sind inzwischen eine Fahrzeugkategorie höher gewandert und wurden kurzerhand in 4er umgetauft. So bleibt Platz in der Modellpalette. Eine Spurensuche in der DNA von BMW lässt hier klare Schlüsse zu. Die Bayern sind nicht mehr nur der Hersteller feinster Reihensechszylinder und leichter Sportmodelle. Sie sind speziell in den letzten Jahren immer breiter geworden und begeistern mit ihrer Modellpalette auch Fahrer anderer Marken. Hinzu kommt, dass China für die Autohersteller insbesondere im Premiumsegment immer wichtiger wird. Und weil es im Reich der Mitte zum guten Ton gehört, sich fahren zu lassen statt selbst Hand ans Volant zu legen, gibt es selbst bis hinunter in die Kleinwagenklasse Autos mit langem Radstand. Von diesem Umstand profitiert die flexible neue Plattform der aktuellen F30 Generation und damit auch der F34 - der 3er GT. Denn er baut auf der konventionellen 3er Limousine mit langem Radstand auf, die es so nur in Fernost zu kaufen gibt.

Beim Design scheiden sich die Geister
Zehn Zentimeter mehr Außenlänge hören sich erst einmal nicht viel an. Sie kommen aber komplett den Fondpassagieren zugute. Doch BMW schafft das Kunststück, den normalen 3er nicht einfach nur wie einen Luftballon aufzupusten. Von außen sieht das Auto auch durch den Höhenzuwachs und die gestreckte Linie wesentlich eleganter und größer aus, als es tatsächlich ist. Um den GT von seinen Verwandten weiter abzuheben, spendiert BMW ihm auch ein eigenständiges Design. Größere Scheinwerfer ziehen sich weit in die mit sogenannten Airbreathern gespickten Kotflügel. Rahmenlose Fensterscheiben garnieren schwere Türen, die satt ins Schloss fallen. Am berühmten Hofmeisterknick läuft die Seitenlinie einem Heck zu, das wie ein Statement für sich in der Landschaft steht. Etwas verloren wirken dagegen die kleinen Standard-Leichtmetallräder. Auch die Auspufflösung fällt deutlich hinter den optischen Finessen von Audi oder Mercedes zurück, bei denen aktuell mehr Liebe zum Detail im Heckabschluss zu finden ist. Selbst das beliebte M-Optikpaket oder die Ausstattungslinien "Modern", "Luxury" oder "Sport" schaffen nicht unbedingt einen würdevollen Abgang, obwohl die Front- und Seitenansicht mit den Paketen deutlich gewinnt. Aber als Fahrer sitzt man bekanntlich hinter dem Lenkrad und hier bietet BMW im 3er GT keine Überraschungen an.

Ein Cockpit wie aus einem Guss
Öffnet man die portalartigen Türen, stellt sich schnell Vertrautheit ein. Wer beim spannenden Blick rund um das Auto auch ein extravagantes Cockpit erwartet hat, wird schnell auf den Boden der Tatsachen geholt. Hier sieht man, warum BMW seinen 3er GT zu einem relativ moderaten Aufpreis im Vergleich zur Limousine anbieten kann. Denn weder Form noch Materialien oder Farben gibt es exklusiv im 3er GT. Die leicht zum Fahrer orientierte Mittelkonsole ist typisch für BMW. Auch die klassischen Rundinstrumente weichen keiner volldigitalen Einheit, wie sie im größeren 5er optional erhältlich ist. Der Gesamteindruck des Innenraums ist im 3er GT stark von der gewählten Ausstattung abhängig. In der Standardausführung sind die etwas trostlosen Zierleisten und die faden Stoffe der Seriensitze keine Freude für das Auge. Auch die Haptik des Lenkrads und des Cockpits lässt etwas zu wünschen übrig und wird dem stilvollen Äußeren nur mit Einschränkungen gerecht. Denn grundsätzlich ist die Formensprache des Innenraums aller Ehren wert. Wer also mit dem Gedanken spielt, den 3er GT bald sein Eigen zu nennen, sollte einen Extratopf in eine der drei Ausstattungslinien stecken oder gleich das M-Paket bestellen. Das geht zwar ordentlich ins Geld, belohnt den Fahrer aber jeden Tag mit einem wunderschön gezeichneten Lenkrad, exzellenten Sportsitzen mit Alcantara Bezug - auf Wunsch auch aus Leder - und wertet mit feinen Zierleisten das ganze Auto hervorragend auf.

Innen bleibt es beim Alten - bis man auf die Rückbank wechselt
Wer keinen ganz so extrovertierten Auftritt mit seinem 3er GT möchte, sollte eine der BMW Lines bei der Bestellung ankreuzen. Die Sportline spricht eher dynamische Autofahrer an, denen das M-Paket aber zu konsequent auf Härte getrimmt ist. Rote oder schwarze Akzentleisten und strapazierfähiger Bezug auf Sportsitzen geben dem Fahrzeug einen Hauch von Sportlichkeit. Wer es eleganter mag und trendigem Braun und beige nicht abgeneigt ist, macht mit der Modernline einen guten Fang. Feiner Lederbezug auf dem Lenkrad und beruhigende Farben am Cockpit und im Dachhimmel sorgen für echtes Gran Tourismo Gefühl. Die Luxuryline verwöhnt das Auge und die Hände mit Kontrastnähten und exklusiven Materialien, wohin das Auge reicht. Selbst auf der Rückbank lässt es sich dann im 3er GT königlich reisen. Der Fußraum im Raumgleiter ist schlicht überwältigend. Man kann locker die Beine übereinanderschlagen und selbst Großgewachsene müssen sich strecken, um ihre Knie mit den Vordersitzen in Berührung zu bringen. Durch die gestreckte Dachlinie und den insgesamt etwas angehobenen Innenraum ergibt sich ein spektakuläres Raumgefühl. Besonders mit dem optionalen Panoramaglasdach hat der Blick von der Rückbank etwas Loftartiges. Nimmt man also hinten rechts Platz, kann man durchaus vorstellen, sich von einem Chauffeur durch die Lande fahren zu lassen. Beim Umlegen der Rückbank ergibt sich eine 2,10 Meter lange Ladefläche unter der serienmäßig elektrisch schließenden Klappe. Der 520 Liter fassende Kofferraum ist sogar dem des Touring um 100 Liter überlegen. So gerüstet kann man guten Gewissens großes Gepäck mit auf die Reise nehmen. Und auf dem Weg zum Ziel kann der 3er GT richtig Spaß machen und die Mundwinkel mit Fahrfreude nach oben ziehen.

Die Sechszylinder sind ein Traum - mit den Einstiegsmotoren macht man aber (fast) nichts falsch
Wer einmal seinen Motor per Startknopf zum Leben erweckt hat, will nicht mehr vom Fahrerplatz aufstehen. Denn die Triebwerke im 3er GT können sich durchweg zu fast allen Gangarten überreden lassen. Grundsätzlich kann der Raumgleiter auf die gleichen Motoren zurückgreifen, die auch in der Limousine und im Touring erhältlich sind. Die 2.0 Liter Vierzylinder von BMW sind nicht unbedingt für Laufruhe bekannt, bieten aber Fahrfreude und vergleichsweise niedrigen Verbrauch. Die neuen Turbomotoren von Opel, Ford und die ausgereiften TSI Maschinen aus dem VW-Konzern erledigen ihren Dienst aber noch eine spürbare Tonlage sanfter, können aber hinsichtlich Verbrauch nicht ganz mithalten. Angefangen bei den Basismotorisierungen hat BMW den 20i und darüber auch noch den 28i im Portfolio - dann allerdings mit Änderungen im Motormapping und bei den Nebenaggregaten auf 245 PS erstarkt. Beide Turbomotoren lassen sich wunderbar turbinenartig durch das Drehzahlband ziehen und produzieren dabei eine kernige, wenn auch etwas blecherne, Klangkulisse. Den Soundmodulator, der im 4er Coupé aus dem 28i akustisch einen Sechszylinder macht, wäre auch für den 3er GT eine Überlegung wert. Bei den Vierzylinder Dieselmotoren reicht BMW auch ein Hubraum für gleich drei Leistungsstufen: 143PS im 318d, 184PS im 320d und 204PS im BiTurbo 25d. Bäriges Drehmoment und einen sehr wirtschaftlichen Verbrauch machen sie bei Berufsfahrern und Privatkäufern gleichermaßen beliebt. Wer es sich leisten kann, bestellt seinen BMW 3er GT aber nicht mit nur vier Töpfen. Denn was der seidenweich laufende 335i unter der Motorhaube im Zusammenspiel mit der 8-Gang Automatik von ZF veranstaltet, kann man kaum in Worte fassen. In nahezu jeder Drehzahl schiebt der Aluminium Turbomotor souverän an und drückt den 1,7 Tonnen GranTourismo mit Leichtigkeit in unter sechs Sekunden auf Landstraßentempo.

Beim Fahren kommt der 3er GT dem 5er sehr nahe
Begleitet wird das Spektakel von einem Sound, der typisch für BMW ist. Von dumpfem Grollen bei niedertourigem Gleiten bis zum mechanischen Kreischen beherrscht der 35i ein faszinierendes Orchester. Die Kehrseite der Medaille ist allerdings ein Verbrauch, der deutlich über den Werten der Diesel liegt. Einen tollen Kompromiss aus Laufruhe, bäriger Kraft und vertretbarem Verbrauch sind die Diesel Sechszylinder 330d und 335d. Sie schieben gewaltig aus dem Drehzahlkeller und harmonieren perfekt mit der Automatik. Wer das beste Kraft-/Verbrauchsverhältnis haben möchte, greift zum 20d. Die 184PS und vor allem das Drehmoment von 380 NM sind jederzeit in der Lage, auf der linken Autobahnspur mitzuhalten und sind gleichzeitig sehr sittsam mit dem Kraftstoff. Der 25d kommt durch zwei Turbolader sehr lebendig auf Touren, verbraucht aber fast so viel wie der Sechszylinder und strapaziert mit unrunden Manieren im Stadtverkehr die Nerven seiner Passagiere. Anders als der 5er GT, der eher als entspannter Kilometergleiter konzipiert ist und sich auch so sänftenartig fährt, bieten Fahrwerk und Lenkung des 3er GTs ein weniger entkoppeltes Gefühl. Sie teilen dem Fahrer sehr feinfühlig mit, wie weit der Grenzbereich der Reifen noch entfernt ist. In dieser Disziplin ist auch der 3er GT ganz Dreier BMW geblieben. Das Serienfahrwerk ist tendenziell eher für lange Strecken komfortabel ausgelegt, während das Fahrwerk im M-Paket teilweise stößig auf Autobahnquerfugen reagiert, dafür aber sahnig um Kurven geht. Der beste Kompromiss lässt sich mit dem optionalen Adaptivfahrwerk erreichen, das auf Knopfdruck dem geforderten Fahrstil angepasst werden kann. So kommt der 3er dem 5er sehr nahe und lässt seinen Passagieren auf der Rückbank sogar mehr Platz. Er ist das perfekte Reisemobil in der Mittelklasse für alle, die das Besondere suchen.

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer PKW können dem 'Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch, die offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den offiziellen Stromverbrauch neuer PKW' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der 'Deutschen Automobil Treuhand GmbH' unentgeltlich erhältlich ist unter www.dat.de.

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