Strom, Erdgas oder Downsizing: Sparsame Kleinwagen

Sparsame Kleinwagen: Mit diesen Autos fährst Du günstig

Wer günstig fahren will, braucht ein preiswertes Modell mit genügsamem Antriebsstrang. Hier sind neun sparsame Kleinwagen, die beide Kriterien erfüllen.

  • Markus Schönfeld
  • Veröffentlicht am 04/09/2020, 07:30 AM
  • Aktualisiert am 11/19/2020, 05:46 PM
SparsameKleinwagen
Quelle: Hersteller Im Stadtverkehr fällt es vielen Autos nicht leicht, mit kleinem Verbrauch zu glänzen. Diesen hier schon: Wir zeigen sparsame Kleinwagen, die ökonomisch wie umweltfreundlich unterwegs sind

Kleinwagen bieten zu fairen Preisen großzügige Platzverhältnisse. Aktuelle Modelle messen rund vier Meter und bieten oft eine gute Ausstattung. Mit den Abmessungen und dem Funktionsumfang steigt allerdings das Gewicht.

Für Käufer bedeutet das: Kleinwagen sind nicht immer sparsam im Verbrauch. Doch es gibt sie, die richtig sparsamen Kleinwagen. Autos, mit denen Du günstig durch den Alltag kommst. Weil sie über Downsizing-Aggregate oder Hybrid-Technik Benzin sparen. Weil sie preiswertes Erdgas tanken oder rein elektrisch fahren. Hier sind neun kleine und lohnende Möglichkeiten für überschaubare Fahrkosten.


Sparsame Kleinwagen: Übersicht

  • Seat Ibiza 1.0 TGI
  • Peugeot e-208
  • Toyota Yaris Hybrid
  • Skoda Fabia 1.0 TSI
  • Opel Corsa-e
  • Fiat Panda Hybrid
  • Suzuki Ignis
  • Skoda Citigo iV
  • Mitsubishi Space Star

Seat Ibiza 1.0 TGI: Sparsamer Kleinwagen mit Erdgasantrieb

Seat bietet den Ibiza als Erdgas-Variante an. Den technisch verwandten Polo bringt Volkswagen ebenfalls mit CNG-Antrieb („Compressed Natural Gas"). Bei der Kostenbilanz steht der Spanier besser da: Der Preis liegt mit 17.895 Euro rund 2.930 Euro unter dem des Polo. Niedrige Kraftstoffkosten garantieren beide. Schließlich kostet ein Kilogramm Erdgas an den Tankstellen derzeit im Schnitt 1,10 Euro. Gut 14 Kilogramm CNG passen in die Tanks des Seat Ibiza TGI. In puncto Reichweite entspricht ein Kilogramm Erdgas in etwa 1,5 Liter Benzin.


Braasch GmbH & Co.KG 222
Seat Ibiza TGI

Seat bringt den Ibiza auch als Erdgas-Variante. Der Einliter-Dreizylinder im Spanier leistet 90 PS.


Rund fünf Euro pro 100 Kilometer kostet der Erdgas-Kraftstoff in der Praxis. Als Reserve dient ein kleiner Benzintank. Ist das Gas aufgebraucht, schaltet der Motor bis zur nächsten Füllung automatisch um. Der bivalente Erdgas-Antrieb mit der Bezeichnung 1.0 TGI leistet 90 PS. Die rein benzinbetriebene Version dieses 1,0-Liter-Motors ist um 5 PS stärker. Beim Fahren merkt man dies Leistungsdifferenz zum Benziner kaum. Der 4,06 Meter lange Spanier verfügt mit einem Drehmoment von 160 Newtonmetern immer noch über genügend Kraft für den Alltagsverkehr. Als Sport-Auto geht der Seat Ibiza 1.0 TGI natürlich nicht durch. Für den Sprint von 0 auf 100 km/h benötigt der Erdgas-Ibiza gut zwölf Sekunden.

Wie sich der Seat Ibiza TGI im Alltag schlägt? Wie weit Du mit einer Tankfüllung im Seat Ibiza 1.0 TGI kommst? Das erfährst Du im ausführlichen Alltagstest.

Peugeot e-208: Sparsamer Kleinwagen mit Elektromotor

Man muss schon genau hinsehen, um den Peugeot e-208 von seinen konventionellen Geschwistern der 208er-Familie zu unterscheiden. Nur der bläulich schimmernde Kühlergrill, das kleine e-Emblem an den C-Säulen sowie blau eloxierte Schriftzüge enttarnen das Elektro-Modell. Bei Platzangebot, Ausstattung und Handling fährt sich der elektrisch angetriebene 208 genauso unkompliziert wie die herkömmlichen Modelle.


Peugeot e 208
Der Peugeot e-208

Peugeots Elektro-Version des 208 wird von einem 136 PS starken Synchronmotor mit Permanentmagnet angetrieben.


Seine Fahrleistungen passen ebenfalls. Der 136 PS (100 kW) starke Motor schiebt den 4,06 Meter langen Franzosen mit bis zu 260 Newtonmetern Drehmoment in 8,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Schneller als 150 km/h Spitzengeschwindigkeit fährt das E-Auto nicht. Der e-208 liegt beim Preis höher als die Verbrenner-Varianten. Peugeots elektrischer Kleinwagen kostet mindestens 30.450 Euro. Dafür verfügt der e-208 immer über einen großen 50-kWh-Akku. Die Energie reicht im realistischen WLTP-Zyklus für 340 Kilometer.

Wie sich der Peugeot e-208 in der Praxis schlägt? Das erfährst Du im ersten Test.

Toyota Yaris Hybrid: Sparsamer Kleinwagen mit Vollhybrid-Antrieb

Mit dem Prius bietet Toyota schon seit 1997 elektrifizierte Antriebe an. Im Kleinwagen-Segment gibt der Yaris Hybrid im Jahr 2012 den Pionier. 2020 kommt die neue Generation des Kleinwagens auf den Markt, erneut steht eine Vollhybrid-Version zur Wahl. Sein Antriebsstrang des Neuen besteht aus einem 1,5-Liter-Dreizylinder-Benziner mit 91 PS und einem 80 PS (59 kW) starken E-Motor. Die Systemleistung liegt bei 116 PS. Ausreichend, um den knapp vier Meter langen Yaris in gut zehn Sekunden von 0 auf 100 km/h zu beschleunigen.


Toyota Yaris Hybrid

Der Hybrid-Kleinwagen glänzt vor allem im Stadtverkehr


Beim ersten Yaris Hybrid (ab 2012) nutzt Toyota noch einen Akku mit Nickel-Metallhydrid-Zellen, nun verwenden die Japaner einen Lithium-Ionen-Akku. Der kompaktere und leichtere Akku bietet Vorteile beim Bauraum-Bedarf. Der Verbrauch von 3,7 Litern Benzin auf 100 Kilometer laut Herstellerangabe ist in der Praxis durchaus realistisch. Ab fairen rund 20.000 Euro bietet Toyota die elektrifizierte Variante der dritten Yaris-Generation an.

Wie der neue Yaris Hybrid fährt? Das erfährst Du im Test.

Skoda Fabia 1.0 TSI: Sparsamer Kleinwagen mit Dreizylinder-Benziner

Skoda setzt beim Fabia auf Downsizing statt auf Elektrifizierung. Diese Technik erlaubt günstige Basispreise. Ab 20.890 Euro bietet Skoda den Fabia 1.0 TSI mit 95 PS starkem Dreizylinder-Turbobenziner. Für diese Summe rollt der geräumige, knapp vier Meter lange Tscheche schon mit gehobenem Ausstattungslevel vor.


Skoda Fabia

Der tschechische Bruder des VW Polo


Der drehfreudige Dreizylinder mit einem Drehmoment von 160 Newtonmetern kommt mit dem 1.120 Kilogramm schweren Kleinwagen problemlos zurecht. Skoda gibt den Verbrauch mit weniger als fünf Litern Benzin auf 100 Kilometer an. Im Alltagstest zeigt unser Bordcomputer einen Wert von knapp sechs Litern.

Was den Fabia 3 abgesehen von seiner Genügsamkeit ausmacht? Das erfährst Du im ausführlichen Testbericht.

Opel Corsa-e: Sparsamer Kleinwagen mit Elektromotor

2019 startet der erste Opel Corsa mit PSA-Plattform auf dem Markt. Dieselbe Architektur (CMP-Plattform) nutzt im Konzern unter anderem der Peugeot 208. Die Elektro-Versionen dieser Kleinwagen sind technisch in vielen Bereichen identisch. 136 PS (100 kW) und ein Drehmoment von 260 Newtonmetern erhält man da wie dort, doch der Rüsselsheimer kostet in der Basis ein paar Hundert Euro weniger. Ab 29.900 Euro beträgt der Preis der Elektro-Variante der sechsten Corsa-Generation.



Auto-Richter GmbH (1)
Elektrifizierter Kleinwagen

Der elektrifizierte Corsa ist Opels Startschuss in die Elektro-Offensive.


Ein Fahrdynamik-Schalter ist serienmäßig an Bord und unterstützt beim Sparen. Das gewählte Fahrprogramm beeinflusst neben der Lenkungs- und Gaspedalkennlinie auch die Leistung des Motors. Die angegebenen Höchstwerte für Leistung und Drehmoment gibt es nur in „Sport“. Im „Eco“-Modus drosselt das System auf maximal 81 PS (60 kW) und 130 Newtonmeter. Mit knapp 109 PS (80 kW) und einem Drehmoment von 220 Newtonmetern fährt der Corsa-e in „Normal“-Stellung durch den Alltag.

Was der rein elektrische Opel sonst noch kann? Das erfährst Du im ersten Test.

Fiat Panda Hybrid: Sparsamer Kleinwagen mit Mild-Hybrid-Benziner

Selbst wenn die Bezeichnung einen Voll-Hybrid-Antriebsstrang nahelegt: Der erste elektrifizierte Fiat Panda ist technisch gesehen ein Mild-Hybrid. Rein elektrisch fährt er nie. In diesem Kleinwagen senkt ein Riemen-Startergenerator den Verbrauch. Konkret stellt das System den Verbrenner beim Rollen ab und wirft ihn bei Bedarf schnell wieder an. Fiat verspricht eine Einsparung von rund 20 Prozent, jedenfalls im Stadtverkehr. Außerdem unterstützt der knapp 5 PS (3,6 kW) starke Riemen-Startergenerator den 70 PS starken 1,0-Liter-Dreizylinder beim Beschleunigen. Ähnliche MHEV-Antriebe gibt es am Markt häufig, doch die meisten Hersteller koppeln das System an ein Automatik-Getriebe. Der 3,65 Meter lange Panda Hybrid und der technisch verwandte Fiat 500 Hybrid fahren mit Handschalter.


Fink Automobile GmbH & Co KG 22222
Der Fiat Panda Hybrid

Beim Panda setzt Fiat auf milde elektrische Unterstützung. Rein elektrisch lässt sich der Panda nicht bewegen.


Zugegeben: Viel Power darf man von diesem Antrieb nicht erwarten. Eine Sportskanone ist der Panda traditionell nicht. Außerdem gilt der Mild-Hybrid-Strang als neue Einstiegsmotorisierung. Er ersetzt den betagten 1,2-Liter-Vierzylinder-Saugbenziner. Entsprechend fair sind die Preise: Ab 13.490 Euro bietet Fiat den neuen Panda Hybrid. Im Betrieb kommt dieser Panda tendenziell ebenfalls günstig. Rund vier Liter verbraucht der Panda Hybrid laut Herstellerangabe.

Wie sparsam der Fiat Panda Hybrid tatsächlich fährt? Das klärt der ausführliche erste Test.

Suzuki Ignis: Sparsamer Kleinwagen mit Mild-Hybrid-Benziner

Der Schriftzug „Hybrid“ am Heck suggeriert einen Vollhybrid, tatsächlich handelt es sich bei diesem 3,70 Meter langen SUV um einen Mild-Hybrid. Der konventionelle 1,2-Liter-Vierzylinder-Benziner leistet 90 PS und wird nur beim Beschleunigen und Starten von einem Riemen-Starter-Generator unterstützt. Von rein elektrischen Fahrten ist der Suzuki Ignis Hybrid weit entfernt. Man könnte sagen: Er trägt noch dicker auf als der Fiat Panda. Man kann es aber auch so sehen: Die Strom-Integration verbessert das Ansprechverhalten und senkt den Verbrauch, ohne den preislichen Rahmen zu sprengen.


Auto Centrum Lass GmbH & Co. KG
Der Suzuki Ignis Hybrid

10 PS pro Kilogramm: Das 910 Kilogramm schwere Micro-SUV treiben 90 PS an.


Den Kleinwagen im SUV-Look mit erstaunlich viel Platz bietet Suzuki ab 14.750 Euro an. Laut Hersteller ist der Kleinwagen sparsam: 4,3 Liter Benzin auf 100 Kilometer verspricht das Datenblatt. Wir können das (beinahe) bestätigen: Im Alltagstest liegt der Verbrauch nur geringfügig darüber.

Was der Suzuki Ignis Hybrid sonst noch kann? Das erfährst Du im ausführlichen Testbericht.

Skoda Citigo iV: Sparsamer Stadt-Kleinwagen mit Elektromotor

Skodas Kleinstwagen Citigo debütiert im Jahr 2012 mit kleinem Verbrenner-Motor. Nach neun Jahren auf dem Markt wird die Einstiegs-Baureihe zum reinen Elektroauto – so wie seine engsten technischen Verwandten, der VW und der Seat Mii. Das ergibt Sinn, denn das Mobilitätsprofil ist in dieser Fahrzeugklasse denkbar klar. Am häufigsten fahren die 3,60 Meter kurzen Kleinstwagen in der Stadt.


Der Skoda Citigo e iV

Flott und leise rollt er über die Straße: Sein Elektromotor leistet 83 PS. Das Raumangebot des Citigo ist großzügig


Als Antrieb dient dem Skoda Citigo iV ein 83 PS (61 kW) starker Elektromotor. Der zieht seine Energie aus einem knapp 33 kWh großen Akku. Der Stromvorrat soll für eine Reichweite von 260 Kilometern genügen. Allerdings begrenzt Skoda die Höchstgeschwindigkeit auf 130 km/h. Den Sprint von 0 auf 100 km/h erledigt der Citigo iV in 12,3 lautlosen Sekunden. Diesen Stromer bietet Skoda ab 20.950 Euro an. Mit staatlicher Umweltprämie und einem Elektro-Bonus des Herstellers reduziert sich der Preis auf weniger als 15.000 Euro.

Was Du beim Skoda Citigo iV für Dein Geld erhältst? Das erfährst Du im ersten Test

Mitsubishi Space Star 1.0: Sparsamer Kleinwagen mit Dreizylinder-Benziner

Eine Auflistung effizienter Kleinwagen muss den Mitsubishi Space Star enthalten. Sein Ansatz zum Spritsparen ist simpel, aber auf dem heutigen Markt selten. Mitsubishi hält das 3,84 Meter lange Modell möglichst einfach, aufwendige Technik und Ausstattung gibt es nicht einmal gegen Aufpreis. In seinen Motorraum stecken weder Elektromotor noch Hybrid-Strang oder Erdgas-Aggregat. Der 71 PS starke 1,0-Liter-Dreizylinder kommt in diesem 935 Kilogramm leichten Auto auch so auf geringe Verbrauchswerte. Laut Hersteller begnügt sich der Space Star mit 4,5 Litern auf 100 Kilometer.


Spacestar 2222
Mitsubishi Space Star

• robust
• günstig
• klein und wendig


Mitsubishis unauffälliger Pflichterfüller eint aus weiteren Gründen eine treue Fangemeinde: Der Space Star ist zuverlässig, günstig im Unterhalt und für einen Kleinwagen ziemlich geräumig. Der sparsame Kleinwagen zählt beständig zu den meistverkauften japanischen Modellen auf dem deutschen Markt. Aktuell steht die geliftete Version des Space Star bei den Händlern.

Wie der Mitsubishi Space Star im Vergleich dasteht? Das liest Du im Test.

Unsere Top 9 sparsamen Kleinwagen in Bildern

  • fiat-panda
    Quelle: Fiat Die Bezeichnung Hybrid verspricht eigentlich zu viel – der 3,65 Meter lange Fiat Panda fährt nicht rein elektrisch
  • mitsubishi-space-star
    Quelle: Mitsubishi Geräumig, günstig und solide – der 3,84 Meter lange Mitsubishi Space Star verkauft sich nicht ohne Grund so gut
  • opel-corsa-e
    Quelle: Opel Auf der gleichen Plattform wie der Peugeot e-208 bringt es auch der neue Opel Corsa-e auf 320 Kilometer elektrische Reichweite
  • peugeot-e-208
    Quelle: Peugeot Kleiner Wagen, großer Akku – der Peugeot e-208 kann vollgeladen bis zu 320 Kilometer rein elektrisch fahren
  • seat-ibiza
    Quelle: Seat Mit 90 Erdgas-PS ist der 4,06 Meter lange Seat Ibiza ausreichend kräftig motorisiert
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    Quelle: Skoda Schon neun Jahre alt und trotzdem hochmodern und elektrisch angetrieben – der Skoda Citigo erlebt als iV einen zweiten Frühling
  • skoda-fabia
    Quelle: Skoda Der ausgewogene und effiziente Dreizylinder-Benziner passt gut zum Skoda Fabia
  • Suzuki-Ignis
    Quelle: Suzuki Gutes Platzangebot, kantige Formen und ein sparsamer Antrieb – rein elektrisch kann der 3,70 Meter lange Suzuki Ignis nicht fahren
  • toyota-yaris
    Quelle: Toyota Leichter und moderner als sein Vorgänger, treibt der ausgereifte Hybridantrieb ab Sommer auch den neuen Toyota Yaris an