Hier erfährst Du, was ein gutes Stadtauto ausmacht

Die besten Stadtautos

Enge Gassen und wenig Parkplätze: Autofahren im urbanen Gefilde kann manchmal richtig anstrengend sein. Muss es aber nicht – mit dem passenden Stadtauto.

  • Maximilian Barcelli
  • Veröffentlicht am 21.04.2022, 00:12
Ein orange-roter BMW Mini 3-Türer fährt durch eine Stadt
Quelle: BMWFlink, wendig, klein und dennoch für längere Fahrten geeignet: Diese Attribute machen den Mini 3-Türer zu einem tollen Stadtauto

Das muss ein gutes Stadtauto können

Doch was macht ein gutes Stadtauto überhaupt aus? Klein und wendig sollte es auf jeden Fall sein, um die urbanen Herausforderungen meistern zu können. Wobei Du auch mit einem Kleinwagen für die Stadt in die meisten Parkplätze passt. Und lange Strecken kannst Du praktischerweise ebenfalls bequem absolvieren. Außerdem sollte ein gutes Auto für die Stadt flink sein und Spaß machen.

Das sollte ein gutes Stadtauto sein

  • Klein
  • Flink
  • Sparsam
  • Spaßig
  • Praktisch
  • Leistbar

Unsere Top 10 Stadtautos

Dass ein einziges Auto all diese Anforderungen erfüllt, ist leider unrealistisch. Welches Stadtauto also das Richtige für jemanden ist, hängt vor allem von den subjektiven Präferenzen ab – etwa ob Dir Fahrspaß wichtiger als ein geringer Verbrauch ist. Und auch Deine individuellen Mobilitätsgewohnheiten spielen eine große Rolle: Bewegst Du das Auto wirklich nur in der Stadt oder soll es auch langstreckentauglich sein? Mit unserer bunten Top 10 der besten Stadtautos zeigen wir Modelle, die viele der Anforderungen erfüllen. Vom elektrischen Cityflitzer bis zum sportlichen Kleinwagen.

Fiat 500: Italienischer Klassiker

Welche individuellen Mobilitätsbedürfnisse und Präferenzen Du auch hast: Der Fiat 500, auch Cinquecento genannt, deckt sie ab. Es gibt ihn gebraucht und neu, als Coupé oder Cabrio und als sparsamen Mildhybrid oder sportlichen Abarth. Praktisch: der City-Fahrmodus, der die Servounterstützung der Lenkung erhöht. Seit 2020 bietet Fiat den 500 auch als Elektro-Stadtauto an. Hier gibt es eine zusätzliche Karosserievariante: den 3+1-Türer. Dank der Portaltüre auf der Beifahrerseite ist dieser ganz besonders praktisch. Was das Elektromodell außerdem auszeichnet: ein sehr viel moderneres Interieur. Mit der Reichweite von maximal 320 Kilometern ist der Mobilitätsradius jedoch auf die Kurz- und Mittelstrecke begrenzt.

Ein schwarzer Fiat 500 steht vor einer grauen Wellblechwand
Der Fiat 500

Ob E-Stadtauto oder Benziner, ob Cabrio oder Coupé: Der Fiat 500 meistert dank unter vier Meter Länge die urbanen Herausforderungen.

Mini 3-Türer: Der Klassiker unter den Stadtautos

Die fast senkrechte Windschutzscheibe, das kompakte Lenkrad und die vielen Schalter wie im Flugzeug sorgen im Mini 3-Türer für tolles Gokart-Feeling. Dazu passend: der geringe Radstand von 2,5 Metern, der für viel Wendigkeit sorgt. Der Mini 3-Türer ist aber mehr als nur ein Stadtauto: Auch die Langstrecke scheut der sportlich abgestimmte Brite nicht. Zumindest, wenn Du zur passenden Motorisierung greifst. Der vollelektrische Mini Cooper SE ist mit einer offiziellen Reichweite von maximal 270 Kilometern nämlich eher auf die unmittelbare Umgebung ausgelegt. Dafür gibt es bei den Benzinmotoren große Auswahl – die Leistungsspanne reicht von 75 bis 231 PS. Der Neupreis des Mini 3-Türers beträgt 20.050 Euro.

Ein schwarzer BMW Mini 3-Türer steht vor einer weißen Wand
Der Mini 3-Türer

Der Mini 3-Türer vereint ein tolles Gokart-Fahrgefühl mit britischem Charme und deutscher Qualität.

BMW i3: Vorreiter der Elektro-Stadtautos

Mit seiner Karosserie aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff und den Portaltüren gehört der BMW i3 auch heute noch zu den interessantesten Elektro-Stadtautos. Dabei ist der rund vier Meter lange Münchner bereits seit 2013 am Markt. Kleine Überarbeitungen gab es in dieser Zeit immer wieder, die neuste Version teilt sich den Antriebsstrang mit dem Mini Cooper SE. Allerdings sorgt der Akku im BMW immerhin für 310 Kilometer statt 270 Kilometer Reichweite. Das gilt aber nicht für den seit 2017 erhältlichen i3s. Der leistet 184 PS – 14 PS mehr – und kommt deshalb „nur“ 285 Kilometer weit. Neu kostet der BMW i3 mindestens 39.900 Euro. Allerdings ist da die Förderung noch nicht mit eingerechnet. Weil BMW ihn bereits seit neun Jahren produziert, gibt es auch viele Gebrauchtwagen.

Ein schwarzer BMW i3 steht in einem Raum mit weißen Wänden und hellem Boden
Der BMW i3

Der BMW i3 gehört zu den Vorreitern der Elektro-Stadtautos. Als i3s fährt er sich noch etwas sportlicher.

Peugeot 208: Futurismus aus Frankreich

Der Peugeot 208 begeistert vor allem jene, die sich an futuristischen und digitalen Lösungen erfreuen. So erinnert das Cockpit des kleinen Franzosen mehr an ein Raumschiff als an ein Auto. Zumindest trifft das auf gut ausgestattete Modelle zu. Dann warten die volldigitalen Armaturen etwa mit einem 3D-Effekt auf. Das kleine Lenkrad, über das man auf die Instrumente blickt, vermittelt ein sportliches Fahrgefühl. Und praktisch ist er mit einem Kofferraumvolumen von fast 300 Litern trotzdem. Dank der vielseitig nutzbaren Plattform, gibt es den Peugeot 208 nicht nur mit Diesel- und Benzinmotorisierungen. Als E-Auto bietet das Stadtauto 136 PS und eine Reichweite von 362 Kilometern.

Ein weißer Peugeot 208 steht vor einer weißen Wand
Der Peugeot 208

Der Peugeot 208 wurde nicht nur zum Auto des Jahres 2020 gekürt, sondern gewann auch den renommierten „Red Dot Design Award”.

VW Polo: Solider Allrounder

Mit rund vier Metern Länge eignet sich der VW Polo als Kleinwagen für die Stadt, aber auch für längere Strecken. Nüchterne Tatsachen zeichnen ihn aus. So gehört er zu den zuverlässigsten Autos seiner Klasse, sein Kofferraum ist mit 351 Litern verhältnismäßig groß und die Motorenpalette breit gefächert. Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis ist solide, außerdem bietet der Gebrauchtwagenmarkt enorm viele Modelle. Außerdem überzeugt der VW Polo mit seiner selbsterklärenden Bedingungen und guten Platzverhältnissen auch auf der hinteren Sitzbank. Übrigens: Als GTI-Version wird aus dem nüchternen Polo dank 207 PS aus einem 2-Liter-Vierzylinder doch noch ein echter Spaßmacher.

Ein dunkelblauer VW Polo GTI steht vor einer weißen Wand
Der VW Polo

Mehr als nur ein Stadtauto: Der VW Polo bietet ausreichend Stauraum und ist auch ein zuverlässiger Partner auf langen Strecken.

Suzuki Swift Sport: Spaßmacher aus Fernost

Ein echter Spaßmacher ist auch der fünftürige Suzuki Swift Sport der aktuellen Generation. Seine 140 PS müssen lediglich 1.045 Kilogramm bewegen. 2020 erhielt die gesamte Modellreihe ein Update, die auch die Sport-Version betraf. Seitdem wird der 1,4-Liter-Turbobenziner von einem Hybridsystem unterstützt. Zwar sank die Leistung dadurch auf 129 PS, dafür stieg das Drehmoment um 5 Nm. Vor allem aber ist der Suzuki Swift Sport durch den Einsatz des Mildhybrid-Systems sparsamer geworden: Pro 100 Kilometer verbraucht er nur 5,6 Liter laut WLTP, dem neuen Messverfahren zur Bestimmung der Emissionen. Und das, obwohl der Suzuki Swift Sport über Allradantrieb verfügt. Ein echtes Alleinstellungsmerkmal in dieser Fahrzeugkategorie.

Ein blauer Suzuki Swift Sport Hybrid steht vor einem grauen Rolltor
Der Suzuki Swift Sport

Mit 129 PS macht der Suzuki Swift Sport jede Fahrt zum Abenteuer – und fährt als Mildhybrid auch noch solide Emissionswerte ein.

Ford Fiesta ST: Sportlicher Kleinwagen für die Stadt

Der Ford Fiesta ST ist mehr auf Fahrspaß als auf Komfort ausgelegt: Das Fahrwerk ist straff und unter der Motorhaube arbeitet ein 1,5-Liter-Dreizylinder. Dieser klingt kernig, leistet 200 PS und zieht den Fiesta in 6,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Wenn Dir komfortablere und sparsame Stadtautos mehr zusagen: Auch das Mildhybrid-Modell bietet mit 155 PS ordentlich Durchzug, punktet aber gleichzeitig mit einem moderaten Verbrauch von 5,1 bis 5,9 Litern pro 100 Kilometer. Den Ford Fiesta gibt es als Drei- und Fünftürer. Besonders abenteuerlustig ist die Active-Variante, die mehr Bodenfreiheit und eine optionale Dachreling bietet.

Ein blauer Ford Fiesta ST steht vor einem grauen Gebäude
Der Ford Fiesta ST

Der Ford Fiesta ST ist das sportliche Spitzenmodell der Reihe – und mit 292 Liter Kofferraumvolumen ein praktischer Begleiter.

Smart EQ Fortwo Cabrio: Frischluft-Feeling trifft Elektro

Beim Thema kleine Stadtautos darf die Marke Smart natürlich nicht fehlen. Besonders das Fortwo Cabrio ist mit seinen 2,7 Metern Länge und einem Wendekreis von 6,9 Metern ein gutes Stadtauto. Mehr aber auch nicht: Seit 2019 gibt es ihn nur noch elektrisch und die Reichweite fällt mit offiziellen 130 Kilometern doch sehr gering aus. Der Einstiegspreis für das Smart EQ Fortwo Cabrio ist mit 25.200 Euro recht hoch, besonders in Anbetracht des eingeschränkten Mobilitätsradius. Wenn Du aber nicht mehr Reichweite brauchst, bietet das kleinste Auto in unserer Liste cooles Frischluft-Feeling. Und die Parkplatz-Suche und das Rangieren werden zu Lappalien.

Ein blaues Smart EQ Fortwo Cabrio steht vor einer grau-blauen Wand
Smart EQ Fortwo Cabrio

Mit 2,7 Meter Länge ist das Smart EQ Fortwo Cabrio das fast perfekte Stadtauto – wäre da nicht der Akku mit nur 17,6 kWh Kapazität.

Alfa Romeo Mito QV: Italienischer Schönling

Der Alfa Romeo Mito ist der Gegenpol zum VW Polo. Die mäßige Zuverlässigkeit spricht gegen ihn, das emotionale Design und der Fokus auf Fahrspaß für ihn. Letzteres bietet vor allem der Mito Quadrifoglio Verde: Das knapp vier Meter lange Stadtauto wird in der Topversion von einem 1,4 Liter großen Vierzylinder angetrieben, der 170 PS leistet. Die Beschleunigung liegt bei 7,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 219 km/h. Der Alfa Romeo Mito Quadrifoglio Verde macht also nicht nur im urbanen Gefilde eine gute Figur, sondern überzeugt auch auf Überland- und Autobahnfahrten.

Ein roter Alfa Romeo Mito steht in einer Einfahrt
Alfa Romeo Mito QV

Ein emotionales Design und, besonders als Quadrifoglio Verde, viel Fahrspaß bietet der Alfa Romeo Mito.

Audi A1: Stadtauto mit Automatik

Der Audi A1 nutzt die gleiche Plattform wie der VW Polo. Wenig überraschend also, dass auch er als einer der zuverlässigsten Kleinwagen für die Stadt gilt. Der Audi A1 gehört außerdem zu den Stadtautos mit Automatik. Vom Einstiegs- bis zum Spitzentriebwerk kannst Du jede Motorisierung mit dem siebengängigen Doppelkupplungsgetriebe kombinieren. Die Mehrkosten liegen hierfür bei unter 2.000 Euro. Der Einstiegspreis des neuen Audi A1 beträgt 21.400 Euro. Wie beim VW Polo gibt es aber auch von seinem technischen Premium-Bruder viele Modelle am Gebrauchtwagenmarkt.

Ein roter Audi A1 steht auf einem Parkplatz
Der Audi A1

Jede Motorisierung im Audi A1 kannst Du mit Automatikgetriebe kombinieren. Die Leistungsspanne reicht von 95 bis 207 PS.

Die besten Stadtautos in Bildern

  • Ein hellblauer Fiat 500 fährt durch eine urbane Kulisse
    Quelle: FiatSeit 2020 gibt es den Fiat 500 auch als Stromer mit einer Reichweite von 320 Kilometern
  • Ein orange-roter BMW Mini 3-Türer fährt durch eine Stadt
    Quelle: BMWGeringer Radstand, kompaktes Lenkrad und Flugzeug-Feeling im Cockpit: Kein Wunder, dass der Mini 3-Türer oft als Gokart beschrieben wird
  • Ein blauer BMW i3 fährt durch eine Stadt
    Quelle: BMWDer BMW i3 ist seit 2017 am Markt und schafft es auf eine Reichweite von 285 Kilometern
  • Ein gelber Peugeot 208 steht am Ufer eines Gewässers
    Quelle: PeugeotMit futurischem Design, volldigitalen Armaturen mit 3D-Effekt und sportlichem Fahrgefühl spricht der Peugeot 208 designbegeisterte Großstadtpiloten an
  • Ein roter VW Polo fährt eine Landstraße entlang an einem blühenden Rapsfeld vorbei
    Quelle: VW NutzfahrzeugeNüchtern-schlicht, aber sehr solide kommt der VW Polo daher – mit der GTI-Version kommt zusätzlicher Fahrspaß auf
  • Ein gelber Suzuki Swift Sport fährt eine kurvige Küstenstraße entlang
    Quelle: SuzukiSeit 2020 ist der Suzuki Swift Sport auch mit Mildhybrid-System erhältlich. Zwar sank seine Leistung durch das Update von 140 auf 129 PS – dafür verbraucht der Fünftürer laut WLTP jetzt nur noch sportliche 5,6 Liter
  • Ein weißer Ford Fiesta ST fährt unter einer Brücke hindurch
    Quelle: FordKnackigkeit vor Komfort: Der Ford Fiesta ST zischt dank 200 PS in 6,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h.
  • Ein rotes Smart Fortwo Cabrio fährt an einem Backsteingebäude vorbei
    Quelle: Daimler AGDas Smart Fortwo Cabrio gibt es seit 2019 nur noch als Stromer. Mit seinen nicht einmal 3 Metern Länge ist der Winzling perfekt für die Stadt geeignet
  • Ein roter Alfa Romeo Mito steht auf einem Parkdeck vor einer urbanen Kulisse
    Quelle: Alfa RomeoSeine Höchstgeschwindigkeit 219 km/h kann der Alfa Romeo Mito in der Stadt zwar nicht demonstrieren – dafür eignet er sich auch problemlos für Wochenendausflüge ins Grüne
  • Ein grauer Audi A1 steht auf einem Parkplatz vor einem Bergpanorama
    Quelle: AudiAuch mit Automatik erhältlich: Der Audi A1 gilt als eines der zuverlässigsten Stadtautos