Hier findest Du die günstigsten Elektroautos

Günstige Elektroautos im Kostenvergleich: Stromer zum kleinen Preis

Elektroautos spielen eine rasant wachsende Rolle in unserem Straßenbild. Dementsprechend steigt auch das Interesse an Fahrzeugen, die sich jeder leisten kann.

  • Franz Sauer
  • Veröffentlicht am 14.02.2022, 07:42
Fotomontage mit acht Elektroautos verschiedener Automarken
Quelle: Hersteller / Montage: Julia FellEine Gemeinsamkeit von Stromern und Verbrennern: Maßgeblich beim Preis ist die Leistung

Elektro vs. Verbrenner

Elektroautos bestimmen das Verkehrsbild zunehmend. Dennoch kosten sie laut Listenpreis immer noch mehr als konventionell angetriebene Fahrzeuge. Viele fragen sich: „Wann kommen günstige Elektroautos?“ Doch eigentlich müsste die Frage lauten, ob Elektroautos wirklich so viel teurer als Verbrenner sind. Denn wenn Du dich erst mit den Förderungen und den deutlich niedrigeren Betriebskosten auseinandersetzt, wirst Du feststellen, dass es auch durchaus preiswerte Elektroautos gibt. Wie Du ein Elektroauto günstig kaufen kannst, erfährst Du hier.

Wie schon erwähnt, liegt der Listenpreis eines Elektroautos derzeit noch deutlich höher als der eines gleichwertigen Verbrenners. Beispiel: Der Peugeot 208 GT, der mit 1,2 Liter-Benziner und 130 PS bei 26.950 Euro beginnt, als rein elektrischer e-208 GT mit 136 PS allerdings schon mit 36.250 Euro zu Buche schlägt. Auf den ersten Blick ist das natürlich ein gewaltiger Unterschied. Doch da der Kauf eines neuen Elektroautos unter 40.000 Euro mit insgesamt 9.000 Euro gefördert wird, schmilzt der Unterschied schlagartig auf 300 Euro. Kostet ein E-Auto zwischen 40.000 und 65.000 Euro, wird der Kauf immer noch mit 7.500 Euro gefördert.

Was macht ein Elektroauto günstig?

  • Motor
  • Batterie
  • Ausstattung
  • Größe

Was macht ein Elektroauto günstig: Motor und Batterie

Tatsächlich ist die Preisgestaltung bei Elektroautos sehr ähnlich zu der von Benzinern und Verbrennern. Denn der wichtigste Faktor beim Preis ist auch hier die Leistung. Günstige E-Autos verfügen über weniger Power. Besonderes Augenmerk liegt bei den Elektroautos auf der Reichweite. Die kann vor allem über die Größe der Batterie erweitert werden. Die ist gleichzeitig auch das teuerste Bauteil eines E-Autos. Deshalb können Fahrzeuge mit kleineren Akkus auch günstiger angeboten werden.

Dementsprechend musst Du Deine Prioritäten beim Kauf auch abwiegen. Muss Dein günstiges E-Auto wirklich in vier Sekunden von null auf 100 sprinten? Ist eine Reichweite von 400 bis 500 Kilometern unbedingt nötig oder reichen auch 300 Kilometer? Ist Allradantrieb, der auch immer mit Kostenaufschlag verbunden ist, Pflicht? Wenn Du bei diesen Fragen etwas mehr ans Portemonnaie als ans Prestige denkst, findest auch Du garantiert ein günstiges Elektroauto.

Was macht ein Elektroauto günstig: Ausstattung und Größe

Gleiches gilt auch für die Ausstattung eines E-Autos. Zwar sind die Stromer oft schon in der Basis recht ordentlich ausgerüstet – so richtig „nackte“ Modelle wie etwa bei den Einstiegsverbrennern gibt es oft nicht. Doch wenn Du dich gegen Komfort-Extras wie Schiebedach, Massagesitze und ähnliche Spielereien entscheidest, drückt das den Preis natürlich. Und wie bei den Verbrennern steigen auch bei den Elektroautos die Kosten mit der Größe des Wagens. Gerade wer sein E-Auto hauptsächlich in der Stadt verwendet, sollte daher lieber zu einem Fiat 500 Elektro als einem Audi e-tron greifen.

Laufende Kosten

Wie jeder weiß, ist es mit dem Autokauf nicht getan. Schließlich wollen auch Treibstoff, Versicherung und KFZ-Steuer bezahlt werden. Letztere trifft allerdings bei Elektroautos nicht zu. Denn E-Autos sind bis zu zehn Jahre ab Erstzulassung komplett von der KFZ-Steuer befreit. Hier ist ebenso Sparpotenzial vorhanden wie beim „Tanken“. Denn wenn Du vor allem zuhause oder an leistungsschwachen Ladesäulen lädst, kannst Du genug Strom für 100 Kilometer um nicht einmal fünf Euro zapfen. Natürlich abhängig von deinem Auto. Deshalb ist das Thema Verbrauch auch bei Elektroautos wichtig. Der VW ID.3 und das Tesla Model 3 sind hier beispielsweise gut unterwegs.

Gebrauchtwagenmarkt

Normalerweise sind Gebrauchtwagen eine beliebte Möglichkeit, auf günstige Weise zu einem eigenen Auto zu kommen. Der elektrische Gebrauchtwagenmarkt ist allerdings ein Sonderfall. Schließlich gibt es erst seit einigen Jahren wirklich konkurrenzfähige E-Autos. Das Angebot an Gebrauchtfahrzeugen wächst hier aber rapide. Das wirkt sich positiv auf die Preise aus, die auch durch die Förderungen der elektrischen Neuwagen gedrückt werden. Gebrauchte Stromer bereichern den Markt um eine spannende Alternative.

Das große Fragezeichen bei günstigen Elektroautos am Gebrauchtwagenmarkt ist aber die Batterie. Denn die verliert, wie auch beim Handy, mit der Zeit an Leistung. Ein E-Auto mit hoher Laufleistung erreicht seine ursprüngliche Reichweite wohl nicht mehr. Daher ist auch der Wiederverkaufswert alles andere als gesichert. Wie sich dieser Umstand auf die elektrischen Gebrauchtwagen auswirkt, wird sich erst in den kommenden Jahren wirklich offenbaren. Denn aktuell stehen noch zu wenige Fahrzeuge zum Verkauf, die tatsächlich schon zehntausende Kilometer zurückgelegt haben.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Unterm Strich kann man sagen: „Günstig“ ist auch bei Elektroautos ein dehnbarer Begriff. Denn es kommt ja immer auch darauf an, was Du Dir von Deinem Auto erwartest. Je weniger ein E-Auto kostet, desto weniger Leistung, Reichweite, Komfort und Sicherheit bekommst Du. Wenn Du tiefer in die Tasche greifst, gibt es auch edle Materialien, kraftvolle Motoren und langstreckentaugliche Batterien. Die korrekte Frage lautet also: Welches E-Auto hat das beste Preis-Leistungs-Verhältnis? Im Folgenden findest Du darauf einige Antworten.

Dacia Spring – Das günstigste Elektroauto

Dacia steht wie kaum eine zweite Marke für günstige, aber grundsolide Autos. Mit dem 3,7 Meter langen Spring sind die Rumänen erst kürzlich in die Elektromobilität eingestiegen. Der Kleinwagen schafft dank seines geringen Gewichts trotz der eher kleinen 27,4 kWh-Batterie eine Reichweite von 230 Kilometern. Und das zu einem Preis von 20.490. Damit ist der Dacia Spring das günstigste Elektroauto in Deutschland und mit einem Verbrauch von 13,9 kWh pro 100 Kilometer auch äußerst sparsam. Perfekt geeignet für all jene, die ein elektrisches Stadtauto suchen und auf Luxus verzichten können.

Ein silberner Dacia Spring steht auf einem Parkplatz, im Hintergrund sind Bäume und weitere PKWs zu erkennen
Dacia Spring

Das kleine Stadtauto von Dacia ist der günstigste Elektro-Neuwagen, den man aktuell am Markt finden kann.


Renault Zoe – Lang am Markt, viele Gebrauchte

Der Renault Zoe ist einer der ganz großen Pioniere der Elektromobilität. Schon seit 2012 ist der Kleinwagen am Markt und hat sich als Verkaufsschlager etabliert. Deshalb kannst Du den Zoe auch als günstiges Elektroauto gebraucht finden. Zahlreiche Fahrzeuge kannst Du deutlich unterhalb von 10.000 Euro kaufen. Die genauen Leistungsdaten hängen vom jeweiligen Modell ab, alles in allem ist der Renault Zoe aber ein Cityauto mit einem klaren Fokus auf Sparsamkeit und Praxistauglichkeit. Gerade als Gebrauchter bietet er das Potenzial zum ganz großen Schnäppchen.

Ein weißer Renault Zoe steht auf einem grauen Untergrund vor einer weißen Wand
Renault Zoe

Der Elektro-Pionier überzeugt auch 2021 noch immer mit einem starken Gesamtpaket und guter Reichweite.


Fiat 500 Elektro – Stadtstromer für Styler

Der Fiat 500 hat sich über Jahrzehnte als absolutes Kultauto etabliert. Mit der neuen Generation ist der Klassiker zum Elektroauto geworden. Natürlich liegt weiterhin großes Augenmerk auf Auftritt und Stil, doch auch technisch kann der elektrische 500 punkten. Ihn gibt es entweder mit 23,8 oder 42 kWh-Batterie und dementsprechend 190 oder 320 Kilometer Reichweite. Bei 95 oder 118 PS verbraucht der Zwerg 13 oder 14,3 kWh auf 100 Kilometern. Preislich bist Du um 26.790 beziehungsweise 32.990 Euro mit dabei. Damit ist der Fiat 500 günstiger als Honda e und Mini Cooper SE, die ebenfalls auf eine sehr stilbewusste Kundenschicht abzielen.

Ein schwarzer Fiat 500 Elektro steht in einer weiß gestrichenen Garage an einer Ladebuchse
Fiat 500 Elektro

Wie schon beim Verbrenner setzt der 500 auch als E-Auto auf Stil und Design. Hinzu kommt solide Technik mit ordentlicher Reichweite.


Peugeot e-208 – Dynamischer Kleinwagen

Der Peugeot e-208 überzeugt ebenso wie sein Benzinbruder mit einem schnittigen Auftritt. Er sieht allerdings nicht nur dynamisch aus, sondern kann diesen Eindruck mit 136 PS auch ordentlich untermauern. Ein Einstiegspreis von 31.950 Euro ist aber ebenfalls attraktiv. Die Reichweite von bis zu 362 Kilometern sucht in dieser Klasse ihresgleichen und bedeutet ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch der Stromverbrauch von 15,4 bis 16 kWh pro 100 Kilometern kann sich sehen lassen.

Ein blauer Peugeot e-208 steht vor einem Haus mit weißer Fassade
Peugeot e-208

Der Peugeot e-208 tritt betont sportlich auf und kommt mit einer ordentlichen Portion Kraft daher – ein dynamisches Stadtauto.


VW ID.3 – Der Golf unter den E-Autos

Der VW Golf ist und bleibt das Auto für jedermann. Mit dem ID.3 will VW dieses Qualitätsmerkmal in die Ära der Elektromobilität übertragen. Möglich macht das ein exzellentes Verhältnis von Preis zu Reichweite. So kann der ID.3 tatsächlich das günstige Elektroauto für die breite Masse werden. Zur Auswahl stehen drei Batteriegrößen von 55 bis 82 kWh, die rund 350, 420 oder 545 Kilometer Reichweite bieten. Bei einem Einstiegspreis von 31.960 können sich diese Werte gleich doppelt sehen lassen. Je nach Leistungsstufe verbraucht der VW ID.3 zwischen 15 und 16 kWh pro 100 Kilometer und ist somit auch in dieser Kategorie für einen Kompaktwagen gut unterwegs.

Ein türkisfarbener VW ID.3 steht vor einer weißen Wand
VW ID.3

Der ID.3 will der Golf für die elektrische Generation sein. Mit preiswerten Angeboten und hoher Qualität untermauert er das.


Audi Q4 e-tron – E-SUV mit Prestigebonus

Eine Stufe weiter oben geht es mit dem Audi Q4 e-tron nicht nur in puncto Größe weiter, sondern auch in puncto Prestige. Das elektrische Kompakt-SUV bietet mit knapp über 4,5 Metern Länge ordentlich Raum. Zwar ist das Schwestermodell VW ID.4 etwas günstiger, doch der Unterschied ist minimal und mit dem Q4 e-tron fährst Du dann eine echte Premiummarke. Die Einstiegsversion um 41.900 Euro kommt 338 Kilometer weit. Mit einem Verbrauch von 15,8 kWh auf 100 Kilometern ist der Q4 e-tron für ein SUV dieser Größe ebenfalls gut dabei.

Ein silberner Audi Q4 e-Tron steht vor einer weißen Wand
Audi Q4 e-tron

Das Audi SUV bietet Premiumflair mit einem sehr modernen Cockpit und einer optionalen Lederausstattung.


Hyundai Ioniq 5 – Superschnelles Laden

Wenn Du auf der Suche nach einem größeren günstigen E-Auto bist, drängt sich auch der Hyundai Ioniq 5 auf. Das koreanische, 4,6 Meter lange SUV steigt bei 41.900 Euro ein, bietet da aber schon die 800 Volt-Technologie, mit der noch schneller geladen werden kann. Sonst findet man diese Technik etwa im Porsche Taycan. Außerdem kommt schon die Basisversion mit ihren 170 PS 400 Kilometer weit. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist auf jeden Fall die ganz große Stärke des Hyundai Ioniq 5. Mit seinem modernen Auftritt weiß der Ioniq 5 außerdem optisch zu gefallen.

Ein weißer Hyundai Ioniq 5 steht auf einem leeren Parkplatz
Hyundai Ioniq 5

Der Ioniq 5 wird in diversen Varianten angeboten. Gemein haben sie alle ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis und schnelle Ladetechnik.


Tesla Model 3 – Reichweiten-König

Tesla hat sich als Elektro-Pionier einen Ruf für große Reichweiten erarbeitet. Bestes Beispiel ist das Model 3, das schon in der Einstiegsversion um 42.990 Euro satte 491 Kilometer bietet. Doch hier solltest Du auch an die Variante mit maximaler Reichweite denken, die zwar 7.000 Euro mehr kostet, aber es dafür 614 Kilometer weit schafft. Ein Fabelwert, bei dem der Preis immer noch niedrig ist. Für Langstreckenfahrer mit E-Ambitionen ist das Model 3 also das perfekte Preis-Leistungs-Elektroauto. Möglich macht das eine 82 kWh-Batterie und ein Verbrauch von 16 kWh pro 100 Kilometer.

Ein roter Tesla 3 steht vor einem weiß-grauen Gebäude
Tesla Model 3

Das Model 3 bietet einen günstigen Einstieg in die Tesla-Welt. In puncto Reichweite macht ihm niemand etwas vor.


So sehen die günstigsten Elektroautos aus

  • Ein silberner Dacia Spring fährt eine Landstraße entlang
    Quelle: DaciaMit dem 3,7 Meter langen Spring steigt Dacia erstmals in die Elektromobilität ein
  • Ein türkisfarbener Renault Zoe fährt eine Landstraße entlang
    Quelle: RenaultDer Renault Zoe ist bereits seit 2012 erhältlich – dementsprechend groß ist das Angebot am Gebrauchtwagenmarkt
  • Ein hellblauer Fiat 500 Elektro fährt durch eine Stadt
    Quelle: FiatDen Fiat 500 gibt es in der Elektro-Version mit 23,8 kWh-Batterie und 190 km oder 42 kWh-Batterie und 320 Kilometer Reichweite
  • Ein blauer Peugeot e-208 fährt eine Landstraße entlang
    Quelle: PeugeotSeinem sportlichen Look wird der Peugeot e-208 mit seinen 136 PS auch leistungstechnisch gerecht
  • Ein türkisfarbener VW ID.3 steht vor einem Gebäude mit grauer Fassade
    Quelle: VW NutzfahrzeugeBeim VW Golf ID.3 stehen drei Batteriegrößen von 55 bis 82 kWh zur Auswahl, die rund 350, 420 oder 545 Kilometer Reichweite bieten
  • Ein schwarzer Audi Q4 e-Tron fährt eine Landstraße entlang, im Hintergrund stehen Windräder
    Quelle: AudiMit seinen 4,5 Metern Länge bietet der Audi Q4 viel Raum für einen Verbrauch von 15,8 Kilowattstunden auf 100 Kilometern
  • Ein blauer Hyundai Ioniq 5 fährt eine Küstenstraße entlang
    Quelle: HyundaiDer Einsteigerpreis des Hyundai Ioniq 5 liegt bei nicht ganz günstigen 41.900 Euro – dafür ist der Koreaner mit 800 Volt-Technologie ausgestattet
  • Ein roter Tesla Model 3 fährt eine Landstraße entlang
    Quelle: TeslaDas Model 3 von Tesla ist in der Einstiegsversion für knapp 43.000 Euro zu haben – für 7.000 Euro mehr ist die Variante mit maximaler Reichweite (614 Kilometer) zu haben