Wenn es um viel Platz für relativ wenig Geld geht, dann ist der Škoda Superb Combi fast konkurrenzlos in seiner Klasse. Die dritte Generation des tschechischen Topmodells erfreut sich grundsätzlich großer Beliebtheit, besonders aber der Combi, der bis zu 90 Prozent Anteil am Gesamtabsatz einnimmt. Präsentiert wurde der aktuelle Škoda Superb III im Jahr 2015.
Der 4,86 Meter lange Combi unterscheidet sich von seinem Vorgänger auf den ersten Blick durch sein klar gezeichnetes Design mit scharfen Schnitten und kantigen Linien, das die Zeiten vergessen lässt, als der Superb der ersten Generation noch allein ein dezent vergrößerter Passat war. Der aktuelle Škoda Superb baut technisch zwar auch auf dem Baukastensystem von Volkswagen auf, zeigt aber eine zunehmend wachsende Eigenständigkeit.
Bei den Motoren stehen Diesel mit 120 bis 190 PS sowie TSI-Benzinmotoren von 125 bis 280 PS zur Wahl. Allradantrieb und DSG-Automatikgetriebe sind ebenfalls verfügbar, allerdings nicht für alle Versionen. Bemerkenswert bei dieser modernen technischen Basis sind die vergleichsweise günstigen Preise zwischen 25.090 Euro und 45.990 Euro.
Stärken
ansprechendes Design
üppige Platzverhältnisse
sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Schwächen
indirekte Lenkung
Motoren und Ausstattungen eingeschränkt kombinierbar
kein ebener Ladeboden
Beta
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Schon immer glänzte der Škoda Superb Combi mit inneren Werten. Das ist auch bei der dritten Generation nicht anders. Ein Kofferraumvolumen von 660 bis 1950 Litern ist selbst für Oberklasse-Verhältnisse generös. Zum Vergleich: Das neue T-Modell der E-Klasse von Mercedes-Benz fasst 640 und 1820 Liter. Hinzu kommt, dass die tschechische VW-Tochter neben ihrem puristischen Design inzwischen auch mit qualitativ hochwertiger Ausstattung punkten kann.
Selbst der Wolfsburger Mutterkonzern muss inzwischen Kannibalisierungseffekte zum Mastermodell Passat befürchten. Verbauen die Tschechen doch nach wie vor aktuelle Volkswagen-Technik und -Motoren, um sie vergleichsweise preisgünstiger zu verkaufen. Das entdecken und schätzen offensichtlich immer mehr Kunden. Die Verkaufszahlen in Deutschland kennen seit Jahren nur eine Richtung – nach oben.
Testberichte
ADAC Auto-Test
Testergebnis vom 15. April 2016
ŠKODA Superb Combi 1.6 TDIFünftürige Kombilimousine der oberen Mittelklasse (88 kW / 120 PS)
Der Škoda Superb III Combi lässt seinen Besitzern vielfältige Antriebsmöglichkeiten. Fünf TSI-Benziner und drei TDI-Diesel mit Leistungen von 120 PS bis 280 PS stehen zur Wahl. Bis auf den Basis-Benziner können alle Motoren gegen Aufpreis auch mit 6- oder 7-Gang-Doppelkuppungs-Automatik (DSG) kombiniert werden – die beiden TSI-Topmodellen sind immer damit gekoppelt. Den Allradantrieb wiederum gibt es nur für die jeweiligen 150-PS-Varianten sowie die beiden TSI- und TDI-Topmodelle.
fünf Turbobenziner (Vierzylinder), drei Turbodiesel (Vierzylindel)
Die Sicherheitsausstattung des Škoda Superb Combi entspricht dem zeitgemäßen Standard, lässt sich mit einigen Extras weiter optimieren. Dazu gehören vor allem elektronische Assistenzsysteme wie der Lichtassistent inklusive Spurhalte-, Spurwechsel- und Auspark-Assistent für 990 Euro. Dieses Paket ist für alle Versionen außer dem Active verfügbar. Auch automatische Abstandshalter bis 160 km/h (320 Euro) und 210 km/h (820 Euro) sind im Programm.
Beim Euro-NCAP-Crashtest wurde zwar nicht der Combi, dafür die technisch baugleiche Limousine getestet. Sie erreichte die Maximalwertung von fünf Sternen. Bei der Erwachsenen- sowie der Kindersicherheit erzielte sie 86 Prozent aller möglichen Punkte, bei der Fußgängersicherheit waren es 71 Prozent.
Bereits in der Basisversion verfügt der Škoda Superb Combi über eine umfangreiche Sicherheitsausstattung. Neben ESP und sieben Airbags, inklusive Fahrer-Knieairbag, sind serienmäßig Berganfahr- und Bremsassistent, Frontradar inklusive City-Notbremsfunktion, Multikollisionsbremse, Aktivierung der Warnblinkanlage bei Gefahrenbremsung sowie eine Reifendrucküberwachung an Bord.
Darüber hinaus gibt es jede Menge weiterer Assistenzsysteme, die jedoch in fast allen Versionen einen Aufpreis kosten. So etwa ein proaktiver Insassenschutz (440 Euro), adaptive Abstandshalter bis 210 km/h (820 Euro) sowie ein Paket aus Dauer-Fernlicht, Spurhalte- und Spurwechselwarner und Ausparkassistent für 990 Euro.
Ausstattung
Die verschiedenen Ausstattungsversionen schaffen viel Freiheit bei der Zusammenstellung eines individuellen Škoda Superb III Combi. Typisch für Škoda sind die kleinen Details, mit denen die Marke ihr "Simply Clever"-Image pflegt. Dazu gehören die Akkutaschenlampe im Kofferraum, der Easy-Open-Flaschenhalter, der Eiskratzer im Tankdeckel, die Regenschirme in den Seitentüren (ab Ambition) und die elektrische Bedienung des Beifahrersitzes vom Fond aus speziell für Chauffeurfahrzeuge (ab Style verfügbar).
Zur Serienausstattung gehören:
Klimaanlage
elektrische Fensterheber vorne und hinten
Nebelscheinwerfer
Der Škoda Superb III Combi ist mit fünf Ausstattungslinien plus dem verbrauchsoptimierten Sondermodell Green Line zu bestellen. Die Basisversion Active umfasst eine ausreichende, aber preisbedingt nicht üppige Ausstattung. So sind unter anderem Nebelscheinwerfer, Klimaanlage sowie höhen- und längsverstellbares Lenkrad serienmäßig. Für rund 2.700 Euro Aufpreis bietet die Version Ambition zusätzlich Klimaautomatik, Geschwindigkeitsregelanlage, Leichtmetallräder und Parksensoren hinten.
Für weitere 2.700 Euro Aufpreis liefert die Version Style unter anderem Xenonlicht, Scheinwerferreinigung und Sitzheizung.
Der Preissprung zur Ausstattung SportLine beträgt rund 2.800 Euro. Hier sind dann Sitze in Alcantara, schlüsselloser Zugang, adaptives Fahrwerk und 19-Zoll-Leichtmetallfelgen integriert. Der Abstand zu der nach den Unternehmensgründern Laurin & Klement benannten Topausführung L&K ist dann nicht mehr weit. Für 700 Euro zusätzlich gibt’s dann noch Ledersitze, 18-Zoll-Räder, elektrische Heckklappenbedienung und ein Canton-Soundsystem.
Erinnerte der erste Škoda Superb von 2001 noch sehr stark an den VW Passat als technische Basis, so gibt sich der aktuelle Superb wesentlich eigenständiger. Das ansprechende Design, die überragenden Platz- und Transportkapazitäten, die bewährte und moderne Volkswagen-Technik und die günstigen Preise machen ihn zum echten Erfolgsmodell.
Einige Modelle können auch mit Allradantrieb geordert werden.
Vorbildlich sind neben den großzügigen Platzverhältnissen und der großen Variabilität das umfassende Motoren- und Ausstattungsangebot. Superb-III-Combi-Kunden haben die Wahl zwischen fünf Benzin- und drei Dieselmotoren, kombiniert mit fünf verschiedenen Ausstattungslinien – von kostengünstiger Funktionalität über sportliche Eleganz bis hin zu gediegenem Luxus.
Dazu können alle Motoren mit Ausnahme des Einstiegs-Benziners mit 6- oder 7-Gang-DSG-Automatikgetrieben gekoppelt und ausgewählte Modelle auch noch mit Allradantrieb geordert werden. Dass er gut aussieht und sich blendend verkauft, macht ihn auch auf dem Gebrauchtmarkt zu einem begehrten Modell.
Fazit zum Škoda Superb Combi
Als "Auto Test Sieger 2016" und neue "S(uper)-Klasse von Škoda" hat der Superb III Combi schon im ersten Jahr seiner Laufbahn viele Sympathien bei Kritikern und Kunden gesammelt. Der Škoda Superb III Combi überzeugt nicht nur mit seinem Platzangebot, dem guten Preis-Leistungs-Verhältnis und seinem Design. Er punktet auch mit Details wie den Regenschirmen in den vorderen Seitentüren, dem Easy-Open-Flaschenhalter und der Akku-Taschenlampe im Kofferraum. Es gibt Autos, die vernünftig sind. Und es gibt Autos, die gut aussehen. Der Škoda Superb III Combi kann beides ziemlich gut.