Porsche 911 (991 II)Seit 2011

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(4 Testberichte)
Porsche 911 (991 II) Bewertung 4.2/5 basierend auf 4 Testberichte.
Fahrzeugeinordnung

Der Porsche 911 gilt als die „Mutter aller Sportwagen“. 1963 zum ersten Mal vorgestellt, rollt er seit 2011 in der siebten Generation auf unseren Straßen und hat dabei viele einschneidende Veränderungen erlebt: Sein traditioneller Boxer-Antrieb wurde von luft- auf wassergekühlte Motoren umgestellt, und seit der letzten Modellpflege von 2015 gibt es im Zuge des Downsizings statt der Sauger- beinahe durchgängig Turbo-Triebwerke. Doch so laut die Kritik der Porsche-Fans auch immer war, so wenig konnte sie den Erfolg des „Elfers“ schmälern. Nach wie vor gilt er als Inbegriff seiner Gattung und hat bis heute keinen Konkurrenten, der mit Coupé, Cabrio und Targa, Komfort- und Hardcore-Varianten, Heck- oder Allradmodellen ein ähnlich breites Spektrum abdeckt: Egal ob Mercedes AMG GT, Audi R8, Jaguar F-Type oder Chevrolet Corvette – sie alle können es immer nur mit einigen der vielen 911-Spielarten aufnehmen, decken aber nie die gesamte Porsche-Palette ab. Außerdem wird kein anderer Sportwagen so oft und so erfolgreich im Kundenrennsport eingesetzt.

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Stärken
  • konkurrenzlos sportliches Fahrverhalten
  • breite Modellpalette
  • überdurchschnittlicher Werterhalt
Schwächen
  • eingeschränkte Alltagstauglichkeit
  • hohe Anschaffungs- und Unterhaltskosten
  • keine Saugmotoren mehr
Daten
Motorenwerte
Leistung
272 kW / 369 PS
Motorenwerte
0 - 100 km/h
4,3 s
Motorenwerte
Höchst­geschwindigkeit
290 km/h
Motorenwerte
CO2-Ausstoß (komb.)*
177 g/km
Motorenwerte
Verbrauch (komb.)*
7,7 l/100km
Motorenwerte
Energieeffizienzklasse*
E

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem 'Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch, die offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den offiziellen Stromverbrauch neuer Pkw' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der 'Deutschen Automobil Treuhand GmbH' unentgeltlich erhältlich ist unter www.dat.de.

Design

Design

  • Porsche 911 Carrera S 991.2 Aussenansicht Seite statisch rot
  • Porsche 911 Carrera S 991.2 Aussenansicht Heck schräg dynamisch rot
  • Porsche 911 Carrera S 991.2 Aussenansicht Heck schräg dynamisch rot
  • Porsche 911 Carrera S 991.2 Aussenansicht Front schräg dynamisch blau
  • Porsche 911 Carrera S 991.2 Aussenansicht Front schräg dynamisch rot
  • Porsche 911 Carrera S 991.2 Aussenansicht Seite dynamisch rot
  • Porsche 911 Carrera S 991.2 Aussenansicht Heck schräg statisch Detail 911 Carrera S Schriftzug
  • Porsche 911 Carrera S 991.2 Aussenansicht Heck schräg statisch Studio rot
  • Porsche 911 Carrera S 991.2 Innenansicht statisch Vordersitze und Armaturenbrett beifahrerseitig
  • Porsche 911 Carrera S 991.2 Aussenansicht Front schräg dynamisch rot
  • Porsche 911 Carrera S 991.2 Aussenansicht Heck schräg dynamisch blau
  • Porsche 911 Carrera S 991.2 Aussenansicht Seite schräg dynamisch blau
  • Porsche 911 Carrera S 991.2 Aussenansicht Front dynamisch rot
Modell im Test

Modell im Test (Neu- und Gebrauchtwagen)

Der Porsche 911 hat eine erstaunliche Wandlung vom Sportwagen für gewisse Stunden zu einem Auto für alle Tage durchgemacht. Und dennoch gibt es nach wie vor kaum ein anderes Fahrzeug, das sich über alle Modellvarianten hinweg so ambitioniert bewegen lässt. Egal ob 911 Carrera oder Turbo S – in beinahe jedem Test erreicht der 2+2-Sitzer in den Kapiteln Fahrspaß und Fahrdynamik die Höchstwertung. Außerdem erntet Porsche viel Lob und Anerkennung für die gemessen an der Leistung eindrucksvolle Effizienz des Elfers.

Kritik gab es stattdessen vor allem an Assistenzsystemen und Infotainment, die Porsche mit der Modellpflege 2015 weitgehend ausgeräumt hat. Was bleibt, sind die gattungsbedingt eingeschränkten Platzverhältnisse und die für Porsche typischen hohen Preise bei Anschaffung und Unterhalt.

Communitybewertungen

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3
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1
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1 Sterne
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Karosserie
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Antrieb
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Fahrdynamik
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Komfort
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Emotion
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GibbetDochNicht am 20. Juli 2013

„Wer sportliche Fahrzeuge mag, und ich spreche nicht von Pseudo-sportlichen Fahrzeugen mit Frontantrieb, dem kann man den 991 nur empfehlen. Sicherlich hängt es auch von der Portokasse ab, ob man sich einen neuen 991 oder einen gebrauchten 11er oder auch ein anderes Modell leisten kann/will. Nach oben geht natürlich immer auch noch was - 991 Turbo S oder gleich ein GT3/GT2. Ich weiß nur eins. Wer einmal Porsche gefahren ist und mit dem "Virus" infiziert ist, der will das (oder mehr) sicher auch in Zukunft immer machen.“

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Huntsberg1976 am 21. Juni 2014

„Wer einen Sportwagen sucht, kann ich dieses Auto nur empfehlen. Er ist super schnell hat einen Verbrauch der sich für einen Sportwagen in grenzen hält und Spitzen Fahrwerte. Man kann ihn auch ohne Probleme für längere Strecken nutzen. Kann ihn nur immer wieder empfehlen. Auch das Burmester Sound System kann ich nur empfehlen, da der Klang von diesem Sound System einfach unübertrefflich gut ist! Ich persönlich finde den Wagen auch mit einem Roten Interieur sehr schick, deswegen habe ich mir dieses auch geholt ;).“

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Skipperman am 21. November 2015

„Wer jetzt seinen Traum noch nicht in die Tat umgesetzt hat, der sollte schnell zur Entscheidung kommen. 911er als 991 oder Vorgänger als 997 sind tolle Autos, die so in der Zukunft nicht mehr gebaut werden. Bitte zuschlagen, auch wenn die Preise hoch sind. Der Werterhalt ist auch hoch.“

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Motoren

Motoren

Der Sechszylinder-Boxer bleibt der charakteristische 911-Motor. Nachdem er 1997 von Luft- auf Wasserkühlung umgestellt wurde, fährt er seit 2015 unter dem Diktat des Downsizing auf breiter Front mit Turbo-Zwangsbeatmung. Allen Wehklagen der Traditionalisten zum Trotz fährt er damit noch schneller, noch spritziger und vor allem deutlich sparsamer. Das Hubraumspektrum reicht von 3,0 Litern im Basismodell 911 Carrera mit 370 PS bis zu 3,8 Litern im 580 PS starken Top-Modell Turbo S. Eine Sonderstellung nehmen 911 R und GT3 RS ein. Dort kommt ein 4,0 Liter großer Sauger mit 500 PS zum Einsatz.

Carrera und Carrera S gibt es mit Heck- oder Allradantrieb, der 911 R wird ausschließlich als Hecktriebler ausgeliefert. Und alle anderen Elfer fahren mit vier angetriebenen Rädern. Auch beim Getriebe haben die Kunden nur am unteren Ende der Modellpalette die Wahl zwischen Handschaltung oder Doppelkupplung mit jeweils sieben Gängen. Turbo, Turbo S und GT3 RS gibt es nur mit dem automatisierten PDK-Getriebe und den 911 R ausschließlich als Handschalter mit sechs Gängen.

Selbst der schwächste 911 erreicht mindestens 287 km/h und der schnellste erreicht Tempo 330. Und selbst letzterer soll sich mit Verbräuchen zwischen 7,4 und 9,3 Litern zufriedengeben. Einzig der GT3 RS und der 911 R reißen mit 12,7 und 13,3 Litern nach oben aus.

  • vier Turbo- und ein Saugmotor mit je sechs Zylindern
  • Start-Stopp-Automatik für alle Modelle außer GT3 RS und 911 R
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Sicherheit

Sicherheit

Porsche definiert Sicherheit vor allem über die Beherrschbarkeit des Fahrzeugs und hat in dieser Hinsicht beim 911 ganze Arbeit geleistet. Doch bei der Sicherheitsausstattung kann der Sportwagen den Vergleich mit ähnlich teuren Limousinen oder SUVs nicht bestehen Hier erfüllen die Schwaben mit ihren sechs Airbags kaum mehr als den Standard. Und selbst gegen Aufpreis gibt es mit Extras wie der automatischen Abstandsregelung, der Spurführungshilfe und den LED-Scheinwerfern weniger Extras als bei Audi, BMW oder Mercedes.

Eine offizielle Beurteilung der Sicherheit beim 911 steht aus: weder Euro NCAP noch ADAC haben sich bis dato getraut, den Elfer gegen die Wand zu fahren.

Zur serienmäßigen Sicherheitsausstattung zählen:

  • sechs Airbags
  • Bi-Xenon-Scheinwerfer
Sicherheitsausstattung anzeigen
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Ausstattung

Ausstattung

Wo andere Hersteller durchgängige Design- oder Ausstattungslinien nutzen, um eine Modellfamilie zu gliedern, ist bei Porsche der Motor das zentrale Unterscheidungsmerkmal. Den erweiterten Ausstattungsumfang gibt es dann für 911 Carrera, Carrera S, Turbo und Turbo S nur als Dreingabe zur zusätzlichen Motorleistung.

Aus diesem Schema heraus fallen lediglich die besonders sportlichen Modelle 911 R, GT3 RS sowie der noch kommende GTS. Besonders nahe an den reinrassigen Rennwagen positioniert, punkten sie weniger mit Design- oder Komfortextras als mit funktionalen Ergänzungen von der Keramikbremse bis hin zum Clubsport-Paket mit Überrollkäfig.

Ungewöhnlich umfangreich ist die Serienausstattung schon beim Basismodell. So gibt es für alle Elfer neben sechs Airbags und Bi-Xenon-Scheinwerfern unter anderem eine 2-Zonen-Klimaautomatik sowie ein umfangreiches Infotainment-Paket mit Online-Navigation, Telefonmodul und Soundsystem. Trotzdem umfasst die Preisliste fast 100 Seiten und für individuelle Wünsche gibt es außerdem die Personalisierung ab Werk.

Zur Serienausstattung gehören:

  • Bi-Xenon-Scheinwerfer
  • 2-Zonen-Klimaautomatik
  • Infotainment mit Navigations- und Telefon-Modul
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Beschreibung

Modellbeschreibung

Kein anderes Alltagsauto ist so sportlich und kein Sportwagen so alltagstauglich wie der 911. Und niemand deckt mit zahlreichen Varianten mehr Spielarten zwischen Leistung und Luxus ab als der legendäre Elfer.


Vorderansicht - schräg
Fahrspaß, Prestige und ein guter Preis beim Wiederverkauf.
Seitenansicht

Der Porsche 911 ist der Inbegriff des Sportwagens – selbst wenn er sich in mehr als 50 Jahren und sieben Generationen deutlich gewandelt hat. Das gilt für den Antrieb mit dem Wechsel vom luftgekühlten Sauger zum wassergekühlten Turbo-Direkteinspritzer genauso wie für den Aufbau, der sich von einem zierlichen Rennwagen mit Straßenzulassung zu einem ausgewachsenen Sportler mit Platz für notfalls vier Erwachsene entwickelt hat. Auch die Ausstattung spiegelt diesen Wandel mit Extras wie klimatisierten Sitzen oder einem aufwendigen Soundsystem wieder.

Motoren von 370 bis 580 PS

Angeboten wird der 2015 zuletzt tiefgreifend aktualisierte 911 der Baureihe 991 II wie schon in den Generationen zuvor als Coupé, Cabrio und erneut als Targa. Zur Wahl stehen dafür Sechszylinder-Boxermotoren mit 3,0 bis 3,8 Litern Hubraum und Turboaufladung, die ein Leistungsspektrum von 370 bis 580 PS abdecken. Damit sind Geschwindigkeiten von 287 bis 330 km/h möglich, und die Normverbräuche bewegen sich zwischen 7,4 und 9,3 Litern.

Die beiden Grundvarianten Carrera und Carrera S gibt es wahlweise mit Heck- oder Allradantrieb sowie als Handschalter oder Doppelkupplung mit jeweils sieben Gängen. Bei Turbo und Turbo S sind Allradantrieb und PDK-Getriebe immer Standard.

Hoher Preis, großer Wert

Ebenfalls Standard sind bei allen Modellen sechs Airbags, Bi-Xenon-Scheinwerfer, eine 2-Zonen-Klimaautomatik sowie ein Infotainment-System mit Navigation, Telefonmodul und Musikanlage. Dafür muss man je nach Modell- und Motorvariante zwischen 96.605 und 215.962 Euro bezahlen, wobei man den Preis dank der zahlreichen Extras für Prestige, Komfort und Performance aber auch leicht über eine Viertelmillion treiben kann. Dazu kommen überdurchschnittlich hohe Unterhaltskosten. Aber es gibt einen Trost: Porsche 911 gelten als gesuchte Gebrauchte und sind deshalb sehr wertstabil. Nicht selten werden Altfahrzeuge über Neupreis gehandelt.

Eine Sonderstellung innerhalb der 911-Familie haben traditionell die Sportmodelle mit besonders großer Nähe zur Rennstrecke wie der 911 R und der GT3 RS. Die beiden Extremisten für 189.544 und 181.690 Euro fahren als letzte Elfer der aktuellen Generation mit einem Saugmotor, der aus 4,0 Litern Hubraum 500 PS schöpft, sind besonders leicht, entsprechend handlich und gelten als die puristischste Form des Porsche-Fahrens.

Fazit zum Porsche 911

Die Legende lebt: Der Porsche 911 hat sich zwar seit seinem Debüt 1963 immer weiterentwickelt und seinen Charakter dabei verändert, ist sich aber trotzdem immer treu geblieben. Denn kaum ein anderes Auto ist so dynamisch und trotzdem gut beherrschbar, so agil und aggressiv und trotzdem so alltagstauglich und halbwegs sparsam, so aufs Fahren fokussiert und dennoch vergleichsweise komfortabel und mit viel Assistenz und Infotainment ausgestattet wie der aktuelle Elfer – zumindest wenn man zu den hohen Grundpreisen noch einmal genügend Geld für Extras ausgibt.

Zwar hat dieses Vergnügen einen hohen Preis und man muss dafür auch an der Tankstelle, bei der Versicherung oder der Werkstatt teuer bezahlen. Doch der 911 zahlt das gleich in mehreren Währungen zurück: Mit Fahrspaß, Prestige und einem guten Preis beim Wiederverkauf.