Mercedes SLS AMG Electric Drive (C197)

Coupé20102014
Gebraucht ab
134.500 €
Fahrzeugeinordnung

2013 ergänzte AMG die Modellreihe des Supersportwagens SLS AMG um eine rein elektrisch angetriebene Coupé-Version. Der Mercedes SLS AMG Electric Drive wird von vier Synchron-Elektromotoren angetrieben, die jeweils an einem Rad angeschlossen sind und somit einen echten Allradantrieb realisieren. Mit 751 PS ist der SLS AMG Electric Drive deutlich stärker als die anderen Modellversionen, wurde aber auch nur ein Jahr lang produziert. Konkurrenten bei den Elektromobilen waren die stärkste Version des Tesla Model S und bei den konventionellen Supersportwagen Audi R8, Ferrari 458 und Porsche Turbo.

Stärken
  • Außergewöhnliche Fahrleistungen
  • Extrem direkte Leistungsentfaltung
  • Sehr sportliche Fahreigenschaften
Schwächen
  • Hohe Anschaffungskosten
  • Begrenzte Reichweite bei flotter Fahrweise
  • Beschränkte Rundumsicht
Beta
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Aktuelle Angebote

Leistung
420 kW / 571 PS
0 - 100 km/h
3,8 s
Höchstgeschwindigkeit
317 km/h
CO2-Ausstoß (komb.)*
308 g/km
Verbrauch (komb.)*
13,2 l/100km
Energieeffizienzklasse*
-

Modell im Test (Neu- und Gebrauchtwagen)

Mit dem SLS AMG Electric Drive lieferte Mercedes-Benz ein eindrucksvolles Beispiel dafür, was mit rein elektrischem Antrieb möglich ist. Auf der Basis des konventionellen SLS AMG Coupés mit Aluminium-Gitterrohrrahmen und Aluminium-Karosserie entstand ein Sportwagen mit 751 PS und 1000 Nm Drehmoment, der auf dem Papier kaum besser dasteht als die "konventionellen" SLS AMG, aber mit unglaublich direkter Leistungsentfaltung und einem extrem dynamischen Fahrverhalten glänzt.

Das liegt vor allem an den vier Elektromotoren an den Rädern, die diesen Allradantrieb extrem direkt umsetzen. Das Fahrgefühl lebt von dem souveränen Fahrwerk sowie dem sportlichen und hochwertigen Interieur. Wie die Verbrenner-Varianten besitzt auch der Electric Drive die beiden spektakulären Flügeltüren.

Testberichte

ADAC Auto-Test

Testergebnis vom 1. Oktober 2010
SLS AMG Coupé SPEEDSHIFT DCTZweitüriges Coupé der Oberklasse (420 kW / 571 PS)
Testbericht lesen
  • ADAC-Urteil Technik/Umwelt
    rating
    2,3
  • ADAC-Urteil Autokosten
    rating
    5
Karosserie/Kofferraum 3,8
Innenraum 2,1
Komfort 2
Motor/Antrieb 1,3
Fahreigenschaften 1,2
Sicherheit 2,1
Umwelt/EcoTest 2,9
ADAC-Urteil Technik/Umwelt 2,3
ADAC-Urteil Autokosten 5

Motoren

Mit dem Mercedes-Benz SLS AMG Electric Drive präsentierte AMG 2013 nicht nur den teuersten, sondern auch den stärksten Supersportwagen der schwäbischen Marke. Die vier Synchron-Elektromotoren, die jeweils ein Rad antreiben, sorgen für 751 PS und ein maximales Drehmoment von 1000 Nm, das im Unterschied zu Verbrennungsmotoren aus dem Stand und permanent verfügbar ist.

Die über 500 Kilogramm schwere Lithium-Ionen-Batterie hat 60 kWh Kapazität und soll für 250 Kilometer Reichweite gut sein. Dabei stehen die drei Fahrprogramme City, Sport und Sport Plus zur Verfügung. AMG bot außerdem eine spezielle Wall-Box an, mit der sich der SLS AMG Electric Drive in drei Stunden aufladen ließ.

  • Elektroantrieb
  • Vier Elektromotoren
  • Allradantrieb
  • Stufenloses Automatikgetriebe

Motordetails anzeigen
Transparente Darstellung eines Autos mit sichtbaren internen Komponenten wie Motor, Batterie und Fahrwerk. Fokus auf technische Details.
Gelber Mercedes-Benz SLS AMG fährt dynamisch durch einen modernen Tunnel mit verschwommenem Hintergrund.

Sicherheit

Wie die Komfortausstattung stammte auch das Sicherheitsgerüst des SLS AMG Electric Drive von seinen Coupé-Bruder mit V8-Turbobenziner. Dazu gehörten serienmäßig acht Airbags inklusive Knieairbags für Fahrer und Beifahrer. Teil der Serienausstattung waren auch ein Fahrlichtassistent und ein Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzung.

  • Acht Airbags
  • Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer
  • Fahrlichtassistent

Ausstattung

Die Ausstattung übernahm der Mercedes-Benz SLS AMG Electric Drive von der konventionellen Verbrenner-Version, die bereits einige Komfort-Hghlights wie Navigationssystem, Ledersitze mit Sitzheizung, Einparkhilfe und Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer beinhaltete. Serienmäßig waren auch Leichtmetallräder im 19- und 20-Zoll-Format. Außerdem gab es umfangreiche Möglichkeiten zur Individualisierung mit AMG-Accessoires und individuellen Farbtönen.

Zur Serienausstattung gehörten:

  • Klimaautomatik
  • 19-Zoll- und 20-Zoll-Leichtmetallräder
  • Ledersitze mit Sitzheizung
  • Navigationssystem
Innenraum eines Fahrzeugs mit modernem Armaturenbrett, großem Touchscreen in der Mittelkonsole, darunter Bedienelemente und stilvollem Ledersitz.

Modellbeschreibung

Der Mercedes-Benz SLS AMG Electric Drive war die kräftigste und teuerste Version der Supersportwagen-Baureihe mit einem innovativen und extrem durchzugsstarken Elektroantrieb.


Silbernes Auto mit offenem Flügeltüren. Sportliches Design, rote Innenausstattung und fünf Speichenfelgen. Profilansicht auf weißem Hintergrund.
Mit 751 PS ist der SLS AMG Electric Drive deutlich stärker als die anderen Modellversionen.
Silberner Mercedes-Benz SLS AMG Sportwagen, Frontansicht, auf einem weißen Hintergrund.

Anfang 2013 präsentierte AMG das derzeit teuerste Modell der gesamten Mercedes-Benz-Palette. Der SLS AMG Electric Drive überbot die ohnehin schon recht teuren konventionellen Supersportwagen der SLS-Baureihe um mehr als das Doppelte. 416.500 Euro kostete das elektrisch angetriebene Flügeltüren-Coupé. Dafür gab es ein einzigartiges Sportcoupé, das von vier Synchron-Elektromotoren in den Rädern angetrieben wurde, damit also einen echten Allradantrieb darstellte.

Mit 751 PS und schier unglaublichen 1000 Nm Drehmoment lieferte der SLS AMG Electric Drive spektakuläre Fahrleistungen. Zwar war er mit 3,9 Sekunden auf 100 km/h nicht schneller als die konventionellen SLS AMG, was vor allem an dem mit über zwei Tonnen deutlich höheren Leergewicht lag. Dafür faszinierte der Elektro-Blitz aber mit der extrem spontanen und direkten Leistungscharakteristik.

751 PS und Rekordzeiten am Nürburgring

Das Coupé mit den markanten Flügeltüren in Anlehnung an den legendären Mercedes-Benz 300 SL aus den fünfziger Jahren wurde mit viel Hightech ausgestattet. Für jedes der vier Räder gab es eine variable Drehmomentverteilung. Der eigens entwickelte Lithium-Ionen-Akku stellte damals mit 60 kWh einen Spitzenwert dar. Die angegebene Reichweite von 250 Kilometern war aber nur mit moderatem Gasfuß realistisch.

Wer die Leistung ausnutzte, musste mit deutlich weniger rechnen. Bei Testfahrten auf der Nordschleife des Nürburgrings erreichte der SLS AMG Electric Drive mit 7 Minuten und 56 Sekunden einen Rundenrekord für Elektrofahrzeuge.

Hightech und Flügeltüren

Neben den eindrucksvollen Fahrleistungen bot der SLS AMG Electric Drive analog zu den anderen Modellen dieser Baureihe eine sehr hochwertige Ausstattung in bester Verarbeitungsqualität. Aber ebenso einige gewöhnungsbedürftige Eigenheiten wie die Flügeltüren, die das Ein- und Aussteigen etwas umständlich machen sowie die begrenzte Rundumsicht.

Fazit zum Mercedes-Benz SLS AMG Electric Drive

Der Mercedes-Benz SLS AMG Electric Drive war mehr ein Imageträger als ein Umsatzbringer. Das mit 416.500 Euro sündhaft teure Flügeltüren-Coupé sollte zeigen, was 2013 mit einem rein elektrischen Antrieb in Sachen Fahrdynamik möglich war. Und das war nicht gerade wenig. Der SLS AMG Electric Drive, der seine 751 PS aus vier Elektromotoren an allen vier Rädern entwickelte, beschleunigte mit dem gewaltigen Drehmoment von 1000 Nm in 3,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h.

Faszinierend war vor allem die direkte Leistungsumsetzung. Auf der Nordschleife des Nürburgrings stellte der elektrische Flügel-Blitz mit weniger als acht Minuten einem Rundenrekord für Elektroautos auf. Trotzdem war bereits ein Jahr später das Produktionsende.

Aktuelle Angebote

Rückrufinformationen

Sicherheitsrückrufe des Herstellers und des Kraftfahrt-Bundesamtes für dieses Fahrzeugmodell.
Rückruf-Nr.DatumBetroffenes SystemModelljahreDetails
  • 15403R03.09.2025Ausfall e-Call2021, 2022, 2023, 2024, 2025
    Identifikationsnummer
    15403R
    Hersteller-Rückrufcode
    5494024
    Betroffene Einheiten
    69
    Die Konfiguration des Kommunikationsmoduls entspricht nicht der Spezifikation, was den internen Speicher beschädigen kann und in der Folge zum dauerhaften Ausfall des Kommunikationsmoduls und damit der e-Call-Funktion führt (Automatisch und manuell).
  • 14868R21.03.2025Antriebsausfall2020, 2021, 2022, 2023, 2024, 2025
    Identifikationsnummer
    14868R
    Hersteller-Rückrufcode
    5496242
    Betroffene Einheiten
    2.793
    Überlastung des Hochvolt-Startergenerator-Steuergerätes kann zum Ausfall des elektrischen Antriebs führen und die 12V-Batterie nicht mehr geladen werden. Beim weiteren kurzzeitigen Betrieb mit dem Verbrennungsmotor kommt es zu erhöhten Abgasemissionen.
  • 14483R22.11.2024Ausfall manuelles E-Call2017, 2018, 2019, 2020, 2021, 2022, 2023, 2024
    Identifikationsnummer
    14483R
    Hersteller-Rückrufcode
    5494207
    Betroffene Einheiten
    40
    Fehler im Kommunikationsmodul verhindert die Absetzung eines Notrufes
  • 13997R18.07.2024Getriebeleitungssatz2017, 2018, 2019, 2020, 2021, 2022
    Identifikationsnummer
    13997R
    Hersteller-Rückrufcode
    1595003, 1595004
    Betroffene Einheiten
    8.981
    Der Getriebeleitungssatz wurde nicht ordnungsgemäß verlegt, wodurch es zu Wassereintritt und in der Folge zu einer erhöhten Brandgefahr kommen kann.
  • 1360619.02.2024Kontaktunterbrechung oder Erhöhung des Kontaktwiderstands an der 80A-Sicherung kann zum Motorausfall oder zur Beeinträchtigung von Rückhaltefunktionen und des Kombiinstruments führen. Eine Brandgefahr kann nicht ausgeschlossen werden.2023
    Identifikationsnummer
    13606
    Hersteller-Rückrufcode
    8297011
    Betroffene Einheiten
    37.232
    Kontaktunterbrechung oder Erhöhung des Kontaktwiderstands an der 80A-Sicherung kann zum Motorausfall oder zur Beeinträchtigung von Rückhaltefunktionen und des Kombiinstruments führen. Eine Brandgefahr kann nicht ausgeschlossen werden.