Deutschlands größter Fahrzeugmarkt

Aston Martin DB9 (VH1)

Cabrio20082017
Gebraucht ab
37.990 €
Fahrzeugeinordnung

Bei seiner Markteinführung 2004 war der Aston Martin DB9 zum Erfolg verdammt. Schließlich sollte der 2+2-Sitzer der finanziell klammen englischen Traditionsmarke dringend benötigte Devisen in die leeren Kassen spülen. Der DB9 wurde von seinem Start weg als direkter Konkurrent zum Ferrari 430 und Porsche 911 Turbo positioniert. Dementsprechend hoch waren die Absatz-Ambitionen: Rund 5000 Fahrzeuge des als Coupé und Cabrio erhältlichen DB9 sollten jährlich verkauft werden. Als Antrieb des 4,72 Meter langen Sportwagens dient ein V12-Motor, dessen Leistung in der zwölfjährigen Bauzeit des DB9 von 456 PS auf 517 PS stieg.

Allerdings hat das vom späteren Jaguar Chef-Designer Ian Callum entworfene und von Henrik Fisker vollendete formschöne Automobil die Erwartungen nie ganz erfüllt. Das lag auch an der Technik, die zum Teil von Ford stammte und sich bisweilen in nicht immer wertigen Bedienelementen widerspiegelte. In mehreren Modellüberarbeitungen versuchten die Techniker den Gran Turismo auf den Stand der Konkurrenten bringen. Das umfassendste Facelift gab es 2012, bei der das Chassis weitreichend modifiziert und verschiedene Bauteile vom Aston Martin Vanquish übernommen wurden – darunter die Radaufhängung und Aluminium-Monocoque.

Stärken
  • gelungenes Design
  • kräftiger Zwölfzylinder
  • guter Reisekomfort
Schwächen
  • Konnektivität und Technik nicht auf neuestem Stand
  • Agilität in engen Kurven
  • hoher Preis
Leistung
350 kW / 477 PS
0 - 100 km/h
4,8 s
Höchstgeschwindigkeit
300 km/h
CO2-Ausstoß (komb.)*
345 g/km
Verbrauch (komb.)*
14,6 l/100km
Energieeffizienzklasse*
-

Design

Modell im Test (Neu- und Gebrauchtwagen)

Das Design des Aston Martin DB9 gilt zurecht als gelungen. Auch bei der Fahrdynamik überzeugt das Coupé mit einer ansprechenden Agilität. Wer allerdings durch Kurven wedeln will, muss einige Abstriche in Kauf nehmen, denn das Fahrwerk kann das Gewicht von 1785 Kilogramm nicht gänzlich kaschieren.

Mit dem Facelift 2012 haben die Briten einige Nachlässigkeiten ausgemerzt. Das Aluminium-Chassis wurde umfassend überarbeitet, genauso wie die Karosserie. Das erhöhte die Verwindungssteifigkeit und machte das Auto deutlich agiler. Auch leuchten jetzt Xenon-Scheinwerfer die Straße aus. Beim Motor gab es ebenfalls eine Leistungssteigerung: Der frei atmende Sauger kommt ohne Turboaufladung auf 517 PS – das sind 40 PS mehr als vor der Modellpflege. Diese Vitaminspritze benötigt der britische Sportwagen, um einigermaßen in der Riege der Supersportwagen mitspielen zu können. Allerdings sind und bleiben das Infotainment und die Konnektivität nicht zeitgemäß, darüber können auch das fein verarbeitete Leder und die Karbonapplikationen nicht hinwegtäuschen.

Motoren

Der Zwölfzylinder-Benziner passt perfekt zum klassischen britischen Gran Turismo. Zumal die Leistungsentfaltung des Saugmotors mit dem maximalen Drehmoment von 620 Newtonmeter und den 517 PS (nach der Modellüberarbeitung 2012) in geschmeidiges Vorankommen garantiert. Schon bei kleinen Bewegungen des Gaspedals spricht das Sechsliter-Triebwerk spontan an. Übertragen wird die Kraft immer noch mit einer 6-Stufen-Automatik. Nach 4,6 Sekunden sind 100 km/h erreicht und die Spitzengeschwindigkeit beträgt 295 km/h. Der Norm-Verbrauch allerdings liegt bei 14,3 Litern oder 333 g/km CO2.

  • Zwölfzylinder-Saugmotor mit sechs Litern Hubraum
  • variabler Ventiltrieb und optimierte Ansaugkanäle (nach Modellpflege 2012)

Motordetails anzeigen

Sicherheit

Sowohl bei der aktiven als auch bei der passiven Sicherheit gibt der Aston Martin ein schwaches Bild ab. Standfeste Carbon-Keramik-Bremsen können nicht über das Fehlen moderner Assistenzsysteme hinwegtäuschen. Serienmäßig sind lediglich vier Airbags, ein Tempomat und Parksensoren vorne und hinten

Zur Sicherheitsausstattung zählen:

  • Tempomat
  • Parksensoren vorne und hinten
  • Carbon-Keramik-Bremsscheiben

Ausstattung

Wenn ein Auto rund 180.000 Euro kostet, dann sollte die Serienausstattung tunlichst keine Wünsche offenlassen. Das ist auch beim Aston Martin DB9 der Fall: Leder, Audioanlage, Alcantara – alles ab Werk verbaut. Handgemacht gehört zur Tradition und verleiht dem Interieur einen ansehnlichen Glanz. Ebenso wie der serienmäßige Schlüssel aus Glas. Lediglich bei den elektronischen Feinheiten fällt das englische Luxusmobil gegenüber den Konkurrenten etwas ab. Die Extras verfeinern das Standard-Interieur dann nur noch mit weiteren Extravaganzen, wie einem Lederhimmel oder einer Bang & Olufsen Audio-Anlage.

Serienausstattung:

  • Klimaautomatik
  • OLED-Displays
  • Schlüssel aus Glas
  • Premium-Audiosystem
  • Navigationssystem

Modellbeschreibung

Der Aston Martin DB9 begeistert mit seinem zeitlos schönen Design, feinen Details sowie einem frei atmenden Zwölfzylinder-Saugmotor, jedoch nicht zeitgemäßen Assistenz- und Konnektivitätssystemen.


Wenn es einen Preis für gutes Aussehen gäbe, wäre der Aston Martin DB9 sicher unter den Favoriten.

Der Aston Martin DB9 ist ein typischer Gran Turismo, der die Kraft eines V12-Motors mit dem Komfort eines 2+2-Sitzers kombiniert. Dementsprechend ist auch die schnelle Fortbewegung über längere Distanzen eine der Kernkompetenzen des 1785 Kilogramm schweren britischen Sportwagens. Als Getriebe kommt eine Sechsgang-Automatik zum Einsatz, die bei allen Verbesserungen ihre besten Tage gesehen hat.

Langsstrecken-Sportler

Dass ein GT kein Kurvenräuber ist, liegt in der Natur der Sache. Die Stärken des Aston Martin DB9 sind daher schnelle Passagen und lange Strecken, wo das maximale Drehmoment von 620 Newtonmeter und das spontane und wohlklingende Ansprechverhalten des 517-PS-Sechsliter-Motors am besten zur Geltung kommen. Auch das adaptive Fahrwerk verbessert sowohl den Komfort als auch die Agilität. Im schnellen Kurvenwedeln kann der Brite allerdings nicht mit den Konkurrenzen mithalten.

Hoher Preis für wenig Technik

Für rund 180.000 bekommt man eine ziemlich umfangreiche Ausstattung mit aufwendigen handwerklichen Details, wie zum Beispiel einen Schlüssel aus Glas oder schön genarbtes Leder. Der gute Eindruck der verwandten Materialien kann jedoch nicht den Mangel an zeitgemäßem Infotainment und Konnektivität kaschieren. Die Mittelkonsole und einige Schalter erinnern nur allzu deutlich an Modelle der Konzernmutter Ford. Sobald man die Ausstattung noch etwas verfeinern will, klettert der Preis schnell über die 200.000-Euro-Marke

Fazit zum Aston Martin DB9

Wenn es einen Preis für gutes Aussehen gäbe, wäre der Aston Martin DB9 immer unter den Favoriten für diese Auszeichnung. Auch der V12-Sechszylinder-Saugermotor hinterlässt mit seinen 517 PS und dem maximalen Drehmoment von 620 Newtonmetern einen guten Eindruck. Im Innenraum schimmert jedoch bei der Bedienung, dem Design der Mittelkonsole und manchen Schaltern die Technik von Ford-Serienmodellen durch.

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