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Audi TT Coupé (8N)

Coupe19982006
(46 Bewertungen)
Gebraucht ab
1.350 €
Leasing ab
379 €
Fahrzeugeinordnung

Der Audi TT betrat im Herbst 1998 die automobile Bühne und wurde 2006 durch den Nachfolger mit der Baureihenbezeichnung 8J abgelöst. Das Coupé wurde in nur rund drei Jahren entwickelt, was vor allem daran lag, dass sich der Sportler die Technik teilweise mit dem VW Golf und dem Audi A3 teilte. Zunächst kamen beim Audi TT nur 1,8-Liter-Vierzylinder-Motoren zum Einsatz, die zum Teil aufgeladen waren und mit dem Audi-Allradantrieb Quattro kombiniert werden konnten. Damit unterschied sich das Coupé von Konkurrenten wie dem Alfa Romeo GTV oder dem BMW Z3 Coupé. Die Motorenpalette wurde 2003 mit dem 3,2-Liter-Benziner aus dem Golf R32 nach oben abgerundet.

Stärken
  • Großes Motoren- und Leistungsspektrum
  • Top-Qualität
  • Auch mit Allradantrieb erhältlich
Schwächen
  • Hoher Verbrauch
  • Großer Wertverlust
  • Ohne ESP im Grenzbereich schwer zu kontrollieren
Leistung
110 kW / 150 PS
0 - 100 km/h
8,6 s
Höchstgeschwindigkeit
220 km/h
CO2-Ausstoß (komb.)*
-
Verbrauch (komb.)*
-
Energieeffizienzklasse*
-

Design

Modell im Test (Neu- und Gebrauchtwagen)

Mit dem Audi TT knüpfte der Ingolstädter Automobilhersteller an den NSU TT an, obwohl das Coupé natürlich optisch keinerlei Ähnlichkeiten mit der historischen namensgebenden Limousine aufwies. Der Kompakt-Sportler bot eine relativ breite Motor- und Leistungspalette und damit für jeden Fahrer etwas. Bei der Verarbeitungsqualität spielte der Audi TT von Anfang an in der ersten Liga. Ebenso überzeugen konnte er fahrdynamisch durch die Kombination aus Allradantrieb und Turbo-Vierzylinder. Im Grenzbereich allerdings erwies sich der TT für unerfahrene Lenker als schwer beherrschbar, weil das Heck beim Gaswegnehmen schnell „leicht“ wurde und ausbrechen konnte. Nach einigen spektakulären Unfällen wurde schließlich ein Heckspoiler für zusätzlichen Abtrieb sowie der elektronische Schleuderverhinderer ESP nachgerüstet.

Communitybewertungen

5 Sterne
2
4 Sterne
1
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Sterne
0
Karosserie
Antrieb
Fahrdynamik
Komfort
Emotion

TTJO
Wer nach dieser Art von Autos einen Hang hat , ist mit dem tt bestens bedient.

Motoren

„Vier ist Trumpf“ hieß es beim Audi TT Coupé, da mit einer Ausnahme ausschließlich 1,8-Liter-Vierzylinder zum Einsatz kamen. Lediglich die mit 250 PS leistungsstärkste Version hatte einen 3,2-Liter-Sechszylinder-Motor verbaut. Damit erfüllte das Audi TT Coupé während des Modellzyklus ein Leistungsspektrum von 150 bis 250 PS. Bei den meisten Modellen war der Quattro-Allradantrieb erhältlich, die Top-Versionen gab es immer nur mit Allradantrieb, die Einstiegsversionen nur mit Vorderradantrieb. Geschaltet wurde mit manuellen Fünf- und Sechsganggetrieben sowie beim 3,2-Liter-Sechszylinder auch optional mit einem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe.

  • Front- und Allradantrieb
  • Vierzylinder- und Sechszylinder-Benziner

Motordetails anzeigen

Sicherheit

Modelle des Audi TT, die vor dem Jahr 2000 produziert wurden, waren im Grenzbereich schwierig zu beherrschen, da das Heck urplötzlich ausbrechen konnte. Nach einigen publikumswirksamen Unfällen entschloss sich der Ingolstädter Hersteller ab März 2000 zu einer Nachrüstung des elektronischen Stabilitätsprogramms ESP für 650 DM inklusive der Montage eines Heckspoilers, der für mehr Abtrieb an der Hinterachse sorgte.

Auch im Euro-NCAP-Crashtest blieb der Audi TT nicht ganz ohne Tadel. Das kompakte Coupé errang lediglich vier von fünf möglichen Sternen. Der Grund für den Punktabzug war der Fußgängerschutz, den die Experten als „katastrophal“ einstuften. Bei den Standard-Kollisionstests (Front und seitlich) schnitt der Audi TT dagegen sehr gut ab. Im Falle eines Einschlags schützen Front- und Seitenairbags (inklusive Kopf-/Thorax-Luftsäcken) die Insassen.  

Zur Sicherheitsausstattung zählten:

  • ESP (ab 2000)
  • Front- und Seitenairbags (inklusive Kopf-/Thorax-Luftsäcken)

Ausstattung

Bei der Ausstattung verdiente sich das Audi TT Coupé keine Bestnoten. Explizite Linien gab es nicht, mit der Leistung des Motors stieg der Preis und damit auch das Ausstattungsniveau. Während das Basismodell für rund 27.700 Euro mit einer Klimaautomatik, Sportsitzen und elektrischen Fensterhebern aufwartete, bekam man in der 180-PS-Version Sitzbezüge in Leder/Alcantara oder komplett in Leder sowie eine Sitzheizung. Beim Sechszylinder-Topmodell waren für rund 41.500 Euro auch Xenonscheinwerfer verbaut. Wer sich fleißig in der umfangreichen Optionsliste bediente, konnte den Preis des TT Coupés um mehrere tausend Euro in die Höhe treiben. Unabhängig vom Ausstattungsumfang überzeugte das Audi TT Coupé mit dem qualitativ hochwertig verarbeiteten Interieur inklusive einiger Aluminium-Elemente.

Zur Serienausstattung gehörten:

  • Sportsitze
  • Sportfahrwerk
  • Klimaautomatik

Modellbeschreibung

Der Audi TT setzte Ende der 1990er Jahre die Transformation der Ingolstädter VW-Tochter zu einem technikgetriebenen Hersteller fort und sprach als Coupé vor allem junge und fahraktive Autofahrer an.


Großes Plus des Audi TT war der Allradantrieb Quattro.

Wo viel Licht, da auch etwas Schatten: Der Audi TT beeindruckte im Großen und Ganzen durch eine gute Verarbeitungsqualität, die sich vor allem in der Karosserie und im Innenraum erkennen ließ. Das Interieur mit dem grundlegend neu und freimütig gestalteten Cockpit und dem hohem Aluminiumanteil drückte die jugendliche Attitüde des fahraktiven Coupés aus. Allerdings gab es bei Exemplaren der ersten Modelljahre bisweilen Probleme mit dem Querlenker der Hinterachse, streikenden Wasserpumpen und defektanfälligen Fensterhebern. Doch schon mit der Modellpflege im Jahr 2000 wurden die meisten Mängel beseitigt und bis zum Ende des Modellzyklus 2006 so gut wie vollständig behoben.

 

Schwierig zu beherrschen

Das Audi Coupé ließ sich agil fahren. Doch sobald man den Kompaktsportler im Grenzbereich bewegte, drohte das Heck urplötzlich auszubrechen – was selbst Rallye-Legende Walter Röhrl bei Tests auffiel. Doch erst nach einer Unfallserie bot Audi im Frühjahr 2000 zum Preis von 650 DM eine Nachrüstung des Fahrstabilitäts-Systems ESP in Verbindung mit einem Heckspoiler an, der das Problem beseitigte. 

Letztendlich war die Fahrdynamik aber eine der großen Stärken des Audi TT. In verschiedenen Vergleichstests setzte sich der Ingolstädter Kompaktsportler gegen Konkurrenten wie den Alfa GTV durch und machte auch gegen den Kurvenkünstler BMW Z3 eine gute Figur, wenn auch vor allem als Quattro-Variante mit dem traktionsfördernden Allradantrieb. Die eingesetzten Motoren waren fast vollständig von VW Golf und Audi A3 übernommen. Standen zunächst nur Vierzylinder-Aggregate zur Verfügung, schob Audi 2003 den 3,2-Liter-Sechszylinder des Golf R32 nach. Auch mit den Turbo-Vierzylinder-Aggregaten mit 225 PS beziehungsweise 240 PS war man sehr gut motorisiert, wobei der Verbrauch der Audi-Aggregate relativ hoch war. Zudem war das Audi TT Coupé teurer als so mancher Konkurrent und die Serienausstattung vergleichsweise dürftig.

 

Fazit zum Audi TT Coupé (8N)

Geistiger Vater des Audi TT war der damalige VW-Vorstandsvorsitzende Ferdinand Piëch, der die Idee eines kompakten und erschwinglichen Sportwagens schon seit Längerem verfolgte. So kam im Jahr 1998 nach einer relativ kurzen Entwicklungszeit der Audi TT auf den Markt, der in den ersten Modelljahren allerdings mit Defekten zu kämpfen hatte. Nach verschiedenen technischen Probleme, die im Laufe des bis 2006 andauernden Modellzyklus sukzessive ausgeräumt wurden, überzeugte der Audi TT vor allem nach 2000 durch seine gute Qualität. 

Großes Plus des Audi TT war der Allradantrieb Quattro, der das Coupé bei der Fahrdynamik auf eine Stufe mit Konkurrenten wie dem BMW Z3 Coupé stellte. Allerdings waren bis 2003 nur Vierzylinder im Einsatz, bis der VR6-Motor mit 250 PS aus dem Golf R32 in die Motorenfamilie des Audi TT integriert wurde. Allerdings standen die Top-Turbos mit 225 PS und vor allem das Leichtgewicht TT Quattro Sport mit 240 PS dem Sechszylinder in nur wenig nach.

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