Opel Adam (A)

Limousine20122019
Gebraucht ab
2.200 €
Fahrzeugeinordnung

Das Revier der Kleinwagen beherrschte bei Opel traditionsgemäß der Corsa – zumindest bis zum Ende des Jahres 2012. Dann kam der nur 3,70 Meter lange Opel Adam, dessen Name eine Reminiszenz an den Firmengründer ist, der vor mehr als 100 Jahren zunächst mit der Produktion von Fahrrädern bekannt wurde. Der Opel Adam ist Opels Antwort auf Mini und Fiat 500. Letzterem ähnelt der Adam auch deutlich im Profil.

Mit unterschiedlichen Ausstattungslinien, dazu bunten Farben und Accessoires sowie der heute fast standardmäßigen Einbindung des Smartphones zielt er auf eine junge, trendbewusste Zielgruppe. Produziert wird der frontgetriebene Dreitürer in Eisenach. Technisch basiert er noch auf dem Opel Corsa D, der 2015 vom Modell E abgelöst wurde. Adam und Corsa sind aufgrund der technischen und auch preislichen Nähe direkte Konkurrenten.

Stärken
  • komfortable Vordersitze
  • große Auswahl an Ausstattungen
  • viele Motorvarianten
  • gute Verarbeitung
Schwächen
  • wenig Platz im Fond und Kofferraum
  • Basisversion mit 70 PS nicht sehr temperamentvoll
  • wenige Assistenzsysteme
Beta
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Aktuelle Angebote

Leistung
51 kW / 70 PS
0 - 100 km/h
14,9 s
Höchstgeschwindigkeit
165 km/h
CO2-Ausstoß (komb.)*
128 g/km
Verbrauch (komb.)*
5,6 l/100km
Energieeffizienzklasse*
-

Design

Modell im Test (Neu- und Gebrauchtwagen)

Der Opel Adam zeigt, wie Autohersteller heute junge oder sich jung fühlende Kunden ansprechen. Autos sollen nicht nur Fortbewegungsmittel, sondern auch Ausdruck der eigenen Persönlichkeit sein. BMW hat es mit dem Mini und Fiat mit dem 500 vorgemacht. Allerdings hatten diese Konkurrenten auch legendäre historische Vorbilder. Dem Opel Adam fehlt dieser Imagebonus. Deswegen muss er kein schlechteres Auto sein. Er bietet vor allem mit den modernen Dreizylinder-Motoren solide Technik zu einem konkurrenzfähigen Preis.

Testberichte

ADAC Auto-Test

Testergebnis vom 23. Dezember 2014
OPEL Adam 1.4 LPGDreitüriger Kleinstwagen mit Schrägheck (66 kW / 90 PS)
Testbericht lesen
  • ADAC-Urteil Technik/Umwelt
    rating
    2,4
  • ADAC-Urteil Autokosten
    rating
    3,4
Karosserie/Kofferraum 3,2
Innenraum 2,6
Komfort 2,4
Motor/Antrieb 2,5
Fahreigenschaften 2,4
Umwelt/EcoTest 2,4
Sicherheit 1,8

Motoren

Seit die modernen Dreizylinder-Turbomotoren die Modellfamilie verstärkt haben, hat der Opel Adam deutlich mehr Fahrspaß zu bieten. Die Versionen mit 90 PS und 115 PS bieten zu überschaubaren Aufpreisen ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Das Topmodell mit vier Zylindern und 150 PS ist ein Fall für Sportler. Beim Verbrauch und bei den Emissionswerten liegen die Dreizylinder deutlich unter den älteren Vierzylindern.

  • Drei- und Vierzylinder (Benzin), Vierzylinder (Autogas)
  • Start-Stopp-Automatik (serienmäßig je nach Motorisierung)

Motordetails anzeigen

Sicherheit

Einerseits ist der Opel Adam gut bestückt mit Airbags vorne und hinten. Andererseits fehlt es an modernen Assistenzsystemen, die Fahrbahnlinien erkennen und Abstände kontrollieren und regeln. Das Ergebnis beim Euro-NCAP-Crashtest war mit vier Sternen allenfalls durchschnittlich.

  • ESP und Traktionskontrolle
  • Reifendruck-Kontrollsystem
  • ISOFIX-Kindersitzbefestigung
Der Opel Adam basiert auf dem Vorgänger des aktuellen Opel Corsa. Das schränkt seine Sicherheitsausstattung etwas ein. Es gibt Front- und Seitenairbags vorne, dazu Kopfairbags vorne und hinten, ISOFIX-Kindersitzsicherungen und auskuppelnde Sicherheitspedale, aber nur wenige Assistenzsysteme. Serienmäßig sind immerhin ESP und ein Berganfahrassistent. Optional gibt es den Online- und Serviceassistenten Open OnStar mit Notfallservice und einen automatischen Parkassistenten mit selbsttätiger Lenkung des Fahrzeugs.
Beim Euro-NCAP-Crashtest gab es für den Opel Adam wegen Schwächen in der Kindersicherheit nur vier von fünf Sternen. Der generelle Insassenschutz lag jedoch auf einem guten Niveau.

Ausstattung

Der Weg zur Bestellung des Opel Adam führt über die Lektüre langer Preislisten. Dort geht es nicht nur um die Ausstattungsversionen Jam, Glam, Slam, Rocks und Rocks S, sondern auch um vielfältige Optionen, die der Optik und der Individualisierung dienen. Im Angebot sind verschiedene Designpakete sowie dekorative Elemente wie etwa farbige Grillspangen. Dem Standard-Adam bleibt ein Großteil dieser schicken Optionen verwehrt. Erst ab der Version Jam lässt sich der Opel Mini mit den bunten Extras kombinieren.

  • Zur Serienausstattung gehören:
  • Servolenkung mit City-Modus für niedrige Geschwindigkeiten
  • Hochschaltempfehlung im Display
  • elektrisch einstellbare Außenspiegel
Die "Adam Family" – ein Wortspiel von Opel mit Blick auf die US-Fernsehserie – ist eine ziemlich große Familie. Der Kunde hat die Wahl zwischen den Versionen Adam, Adam Jam, Adam Glam, Adam Slam, Adam Open Air, dem Crossover Adam Rocks und den beiden sportlichen Varianten Adam S und Adam Rocks S.
Dazu gibt es eine Fülle von Farb- und Dekoroptionen, mit denen sich der Opel Adam bis hin zur Farbe des Schlüssels individualisieren lässt. Für die Basisversion mit dem 70 PS starken 1,2-Liter-Vierzylinder stehen allerdings nur sehr beschränkte Optionen zur Wahl. Dieser günstigste Adam kostet 11.950 Euro und hat eine überschaubare Serienausstattung mit elektrischen Fensterhebern vorn, Servolenkung, Zentralverriegelung, Radio und Stahlrädern.
Mit den verschiedenen Ausstattungsversionen schraubt sich der Grundpreis bis auf knapp 20.000 Euro für den 150 PS starken Adam Rocks S hinauf. Mit Extras geht noch einiges mehr.
Serienausstattung Adam:
  • Stahlräder 15 Zoll
  • elektrische Fensterheber vorn
  • Servolenkung
  • Reifendruck-Kontrollsystem
  • Zentralverriegelung mit Fernbedienung
  • Radio mit 4 Lautsprechern (ohne CD-Spieler)
Zusätzlich in Ausstattungslinie Adam Jam:
  • Klimaanlage
  • Leichtmetallfelgen im Format 16 Zoll
  • Tempomat
  • Bordcomputer
  • Radio mit CD-Spieler und Bluetooth-Freisprecheinrichtung
  • Lederlenkrad
  • verstellbare Lenksäule
Zusätzlich in Ausstattungslinie Adam Slam:
  • Sportfahrwerk
  • LED-Tagfahrlicht
  • LED-Rückleuchten
  • Leichtmetallfelgen im Format 17 Zoll
  • Dach in Kontrastfarbe

Modellbeschreibung

Der Adam hat Opel bei der Markteinführung 2012 neue Perspektiven eröffnet und damit das Comeback der Marke maßgeblich vorangetrieben. Dank des trendigen Kleinstwagens wurde es wieder chic, einen Opel zu fahren – ein Imagegewinn, der auf die übrige Modellpalette ausstrahlte und den Hersteller veranlasste, einige Designelemente auch in größeren Baureihen aufzugreifen.


Weißes, modernes Stadtauto mit schwarzem Dach und sportlichem Design, Seitenansicht.
Die ungewöhnlich große Ausstattungsvielfalt spiegelt sich auch im Preis wider.
Weißer, kompakter Opel Adam aus der Seitenansicht, geparkt auf einem transparenten Hintergrund.

Neun verschiedene Versionen vom Basismodell bis zum Rocks S bieten unzählige Möglichkeiten, den Adam individuell zu gestalten, wobei sich das Gros der Optionen auf optische Details bezieht. Der Opel Adam erweist sich somit als multiple Persönlichkeit: auf Wunsch ein sparsamer, unauffälliger Kleinwagen für den kleinen Geldbeutel oder ein verrücktes Lifestyle-Fahrzeug, ein rustikal aufgemachter Crossover oder ein dynamisch auftretender Minisportler.

Diese Vielfalt spiegelt sich auch in den Preisen wider. Von knapp 12.000 Euro lässt sich der Opel Adam bis auf 25.000 Euro und mehr aufpeppen. Damit liegt er etwa auf dem Niveau seines Hauptkonkurrenten Fiat 500, aber deutlich unter den Tarifen des Mini – dem Premiumangebot in der kleinen Lifestyle-Liga. Der Markenbruder Opel Corsa bietet zu ähnlichen Preisen mehr Platz auf der Rückbank und das erwachsenere Fahrverhalten. An den Charme des Adam reicht er aber nicht heran.

Fazit Der Opel Adam ist die richtige Wahl für Käufer, die auch in der Klein- und Kleinstwagenklasse Wert auf Design legen, aber vor den Preisen eines Mini zurückschrecken. Als ein vor allem auf Lifestyle ausgerichtetes Modell ist er mit Vernunftgründen allein nicht messbar. Für ähnliches Geld gibt es Modelle, die mehr Nutzwert bieten, etwa vier Türen wie der Skoda Fabia oder der Hyundai i10.

Auch der Opel Karl oder der Opel Corsa im eigenen Haus sind dem Adam an praktischen Talenten überlegen. Wer den Adam aber nur auf die Rolle des kleinen Herzensbrechers reduziert, tut ihm Unrecht. Das agile Handling passt zum adretten Äußeren, und mit den etwas kräftigeren Turbomotoren bereitet der Adam richtigen Fahrspaß.

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