Einfach mal alles neu denken: Nach diesem Motto handelten die Entwickler bei der Mercedes A-Klasse W176. Waren die Vorgänger-Modell außen eher hoch und schmal, wurde die neue Generation flach und breit geformt. Dazu passend änderte sich das Image. Seit der Einführung der ersten Generation im Jahr 1997 hatte die A-Klasse eher als unsportliches Fahrzeug gegolten.
Zum Verkaufsstart im September 2012 präsentierte Mercedes die A-Klasse W 176 als betont sportliche Steilhecklimousine. Im Jahr 2015 erhielt sie eine erste Modellpflege – unter anderem werden seitdem LED-Scheinwerfer und ein adaptive Fahrwerkssystem angeboten. Auf dem Markt konkurriert die Mercedes A-Klasse W 176 unter anderem mit dem Audi A3 oder BMW 1er.
Stärken
gute Verarbeitung
umfangreiche Sicherheits-Ausstattung
einfache Bedienung
optional sehr gutes Lichtsystem
Schwächen
hoher Anschaffungspreis
mäßige Rundumsicht
kleiner Kofferraum
Beta
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Die neue Sportlichkeit der Mercedes A-Klasse W 176 ließ manchen Stammkunden zunächst mit dem Auto fremdeln. Denn wer die Vorgänger-Baureihen kannte, der schätze sie auch wegen der erhöhten Sitzposition und ihres eher komfortablen Benehmens. Mit dem neuen Modell rutschte die Sitzposition tiefer. Dazu kam ein sportliches Fahrwerk, das mancher schon als unangenehm empfand.
Diese Kritik kam natürlich auch beim Hersteller an. Als im Jahr 2015 die erste Modellpflege anstand, wurde daher optional ein adaptives Dämpfersystem eingeführt. Kunden, die den entsprechenden Aufpreis zahlen, können seitdem wählen, ob sie lieber betont komfortabel oder sportlich straff unterwegs sein wollen.
Je nach Version erhält der Kunde einer A-Klasse vollkommen verschiedene Fahrzeuge. Der A 160 d mit seinen 90 PS stellt eine Art rollende Verzichtserklärung dar. Er zeigt sich aber mit einem Normverbrauch von nur 3,5 Litern auch äußerst genügsam. Das genaue Gegenteil davon repräsentiert der AMG A 45 4matic. Mit dessen 381 Turbo-PS wird die Mercedes A-Klasse W 176 zum Alpha-Tier – und zu einem echten Luxus-Gut, für das mindestens 51.170 Euro fällig werden.
Die Mercedes A-Klasse W 176 ist ein rundum sicheres Auto. Wer dieses Fahrzeug wählt, kann sich schon mit der Serienausstattung gut geschützt fühlen. Dazu trägt auch die Tatsache bei, das Mercedes großen Wert darauf gelegt hat, mit Assistenz-Systemen an Bord eine Kollision schon im Vorfeld zu verhindern.
Serienmäßig:
Kollisionswarnung
Knieairbag auf der Fahrerseite
Die Mercedes A-Klasse W 176 bietet serienmäßig sehr viel Sicherheit. Mit Aufpreis pflichtigen Ausstattungs-Optionen lässt sich die Sicherheit noch weiter optimieren. So gibt es ab Werk neben dem inzwischen bereits als Standard geltenden elektronischen Stabilitätssystem auch eine Kollisionswarnung mit erweitertem Bremsassistenten: Wertet das System den Abstand zum Vorausfahrenden als zu gering, warnt es zunächst den Fahrer und läutet dann eine Bremsung ein.
Auch an passiver Sicherheit für die Insassen herrscht mit sieben Airbags an Bord kein Mangel. Dazu zählen die Front-, Kopf- und Seitenairbags für die vorderen Passagiere. Für den Fahrer steht außerdem noch ein Knieairbag zur Verfügung. Außerdem sind für die Mercedes A-Klasse W 176 auch zahlreiche Assistenzsysteme erhältlich. Es gibt einen Spurhalteassistenten ebenso wie die Verkehrszeichenerkennung, den Fernlicht-Assistenten oder auch den Abstandsregel-Tempomaten Distronic Plus. Dass das Modell im Euro-NCAP-Crashtest die Maximalwertung von fünf Sternen erhielt, verwundert daher nicht.
Ausstattung
Die Serienausstattung der Mercedes A-Klasse W 176 beinhaltet begehrte Komfort-Elemente wie Klimaanlage oder auch Fahrassistenzsystem. Trotzdem gibt es ab Werk nicht mehr, als auch günstigere Konkurrenzmodelle serienmäßig zu bieten haben. Wie schon bei der Premium-Klasse wird auch die aktuelle A-Klasse erst zu einem wirklich kompletten Fahrzeug, wenn sie über die Liste der optionalen Sonderausstattungen individualisiert wird – was dann auch die Listenpreise teils deutlich in die Höhe treiben kann.
Zur Serienausstattung gehören:
Klimaanlage
Kollisionswarnung
Müdigkeitswarner
Die Mercedes A-Klasse W 176 ist ab Werk ordentlich, aber nicht üppig ausgestattet. Alle Modelle verfügen über eine Antriebsschlupf-Regelung, einen Bremsassistenten und auch eine Start-Stopp-Automatik zur Verbrauchssenkung. Ebenfalls an Bord sind eine Kollisionswarnung, der Müdigkeitswarner sowie insgesamt sieben Airbags. Für den nötigen Grundkomfort sorgen die serienmäßige Klimaanlage, die elektrischen Fensterheber sowie ein Radio.
Auch ein Multifunktions-Lenkrad mit zwölf Bedientasten ist in der A-Klasse immer installiert. Auf der anderen Seite rollen die günstigeren Basismodelle weiter auf Stahlfelgen. Leichtmetallräder gibt es nur in teureren Versionen ab Werk.
Zudem gibt es eine Fülle an optionalen und aufpreispflichtigen Extras für die Mercedes A-Klasse W176. Dazu zählt der Abstandsregelautomat Distronic plus sowie ein Park-Assistent oder eine Rückfahrkamera. Hinzu kommen Extras wie Lederbezüge für die Sitze, die Klimaautomatik, eine Sitzheizung oder der Tempomat mit variabler Geschwindigkeitsbegrenzung und Bremseingriff. Ebenfalls erwähnenswert: Das Navigationssystem, dessen Wiedergaben über das Display teilweise sogar dreidimensional erfolgt, oder ein Multimedia-System mit Sprachsteuerung.
Angeboten werden die Fahrzeuge neben der Basisversion in den Ausstattungs-Linien Style, Urban sowie AMG-Line.
Serienausstattung:
Klimaanlage
Radio
LED-Rückleuchten
Multifunktions-Lenkrad
elektrische Fensterheber
Zusätzlich in Ausstattungslinie Style:
16-Zoll-Leichtmetallräder im Zehn-Speichen-Design
Sportsitze Ledernachbildung/Stoff schwarz
Sitzkomfort-Paket
Luftaustrittsdüsen in Silberchrom
Zusätzlich in Ausstattungslinie Urban:
17-Zoll-Leichtmetallräder
Leder-Schalthebel
Leder-Multifunktionslenkrad
2-flutige Abgasanlage mit verchromten Endrohren
Kombi-Instrument mit Rundinstrumenten in Zielflaggenoptik
Einfach mal die bestehende Kundschaft zu Gunsten einer neuen Zielgruppe ignorieren. So lässt sich das Vorgehen der Stuttgarter bei der Entwicklung der Mercedes A-Klasse W 176 gut beschreiben. War die A-Klasse zuvor ein kompaktes Großraumauto mit erhöhter Sitzposition für die ältere Generation, wendet sie sich nun den jungen und sportlichen Käufern zu. Die Dachhöhe sank um beachtliche 18 Zentimeter, und statt erhöhtem Sitzplatz findet sich die Sitzfläche nun gefühlt einen halben Meter tiefer.
Die komplette Neuorientierung bei der A-Klasse hat sich für Mercedes gelohnt.
Der kompakte Mercedes ist alles anders als ein Raumwunder, und muss sich mit 341 Liter Gepäckvolumen sogar dem eher beengten Ladeabteil des BMW 1er geschlagen geben, in dem immerhin 360 Liter Platz finden. Dafür aber bietet der Mercedes ansehnliches Design innen ebenso wie außen. Dass sich auch Materialien und Verarbeitung dem Premium-Versprechen anschließen, komplettiert das Bild.
Und der Plan von Mercedes ging auf. Die neue A-Klasse hat sich zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. Sie steht im den boomenden Markt der Premium-Kompakten unangefochten neben dem Audi A3 Sportback oder den BMW 1er. Und das Erbe der "alten" A-Klasse hat die B-Klasse angetreten, die bekannte Tugenden weiterführt.
Fazit zur Mercedes A-Klasse W 176
Mit der Mercedes A-Klasse W 176 hat die Marke mit dem Stern fast alles richtig gemacht. Spätestens mit dem Facelift des Jahres 2015 wurden die letzten Schwachstellen des Konzepts beseitigt.
So hatte man es mit der Sportlichkeit ein wenig zu ernst genommen, das Fahrwerk wurde als zu hart empfunden. Abhilfe schaffen nun die optional erhältlichen adaptiven Dämpfer, mit denen sich die harte Fuhre quasi auf Knopfdruck in ein recht bequemes Auto verwandeln lässt. Doch Mercedes wäre nicht Mercedes, wenn man diesen Fortschritt nicht bezahlen müsste: Für das Fahrwerk mit sogenannter adaptiver Verstelldämpfung werden 1.040 Euro Aufpreis fällig.
Am wichtigsten für Mercedes allerdings ist der Fakt, dass sich die komplette Neuorientierung bei der A-Klasse gelohnt hat. Der Neue verkauft sich nicht nur gut, er macht auch der Konkurrenz das Leben schwer. Und die neue Technik-Basis hat sich inzwischen zu einer ganzen Modellfamilie gemausert. Manchmal kann es sich also durchaus lohnen, noch einmal komplett von vorne zu beginnen.