Škoda Citigo (AA)

Limousine20122019
Gebraucht ab
1.831 €
Fahrzeugeinordnung

Der 2012 auf dem deutschen Markt eingeführte Škoda Citigo ist ein Kleinstwagen und wahlweise mit drei oder fünf Türen erhältlich. Er ist weitgehend baugleich mit dem VW Up! und dem Seat Mii und läuft wie diese im slowakischen Bratislava vom Band.

Von seinen Konzernbrüdern unterscheidet sich der Citigo vor allem in der Designsprache: Während der VW up! das designorientierte Premiummodell darstellt und der Seat ein wenig südländisches Flair ins Spiel bringen soll, spricht der Citigo eher konservative Vernunftkäufer an.

Unter den Drillingen liegt der Citigo beim Verkaufserfolg in der Mitte, vor dem Seat, aber mit deutlichem Abstand hinter dem VW, der auch einige Motoren und Ausstattungsdetails exklusiv für sich hat. Zu den übrigen Konkurrenten des Citigo zählen andere Kleinstwagen wie der Hyundai i10, der Opel Karl oder der Renault Twingo, um nur einige zu nennen.

Stärken
  • beachtliches Raumangebot
  • komfortables und agiles Fahrverhalten
  • ausreichend drehfreudige und kultivierte Motoren
Schwächen
  • fast alle Komfortmerkmale nur gegen Aufpreis
  • kein City-Notbremssystem für Basismodell
  • beschränkte Motorenauswahl
Beta
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Aktuelle Angebote

Leistung
44 kW / 60 PS
0 - 100 km/h
16,7 s
Höchstgeschwindigkeit
162 km/h
CO2-Ausstoß (komb.)*
95 g/km
Verbrauch (komb.)*
4,1 l/100km
Energieeffizienzklasse*
-

Design

Modell im Test (Neu- und Gebrauchtwagen)

Welcher der Kleinstwagen-Drillinge aus dem VW-Konzern ist nun der schönste? Der coole VW up!, der mit seiner schwarzen Heckklappe einem Smartphone auf Rädern gleicht, der Seat Mii mit seinen zackigen Leuchten oder am Ende doch der Škoda Citigo, der so rührend auf erwachsen macht?

Der Verkaufserfolg weist dem Škoda den zweiten Platz zu, aber das ist nicht ganz fair, bleibt ihm doch der 90-PS-Turbo des VW up! und auch dessen Elektroantrieb verwehrt. So versteht es die Konzernmutter, die attraktive Tochter aus Tschechien in der direkten Konfrontation auf Abstand zu halten. Beim Citigo tut sich Škoda also schwer, wie in den anderen Baureihen auch, Eigenständigkeit zu beweisen. Immerhin gibt es als eine der Simply-Clever-Lösungen, für die die Marke bekannt ist, ein Regenschirmfach unter dem Beifahrersitz.

Motoren

Die Motorenauswahl des Škoda Citigo wirkt in der Preisliste reichhaltiger, als sie tatsächlich ist. Das liegt daran, dass verbrauchsoptimierte Green-tec- und Automatik-Varianten einzeln aufgeführt werden. Tatsächlich gibt es nur zwei Dreizylinder-Benziner mit 60 und 75 PS und überschaubarem Temperament. Aber der Citygo trägt sein Haupteinsatzgebiet schon im Namen, und für die Stadt reichen die Antriebe allemal. Die verbrauchsgünstige Erdgas-Variante ist nur für jene interessant, die eine entsprechende Tankstelle in der Nähe haben.

  • Dreizylinder (Benzin)
  • Erdgas-Variante lieferbar

Motordetails anzeigen

Sicherheit

Der Škoda Citigo gehört mit fünf Sternen im Crashtest zu den sichersten Modellen seiner Klasse. Als VW up!, Seat Mii und Škoda Citigo vorgestellt wurden, waren sie die ersten Kleinstwagen mit optionalem City-Notbremssystem. Seitdem sind aber ein paar Jahre vergangenen, und weitere Assistenzsysteme sind beim Citigo nicht dazugekommen, während der VW up! immerhin neuerdings mit Rückfahrkamera verfügbar ist. Unschön ist auch, dass Škoda dieses sicherheitsrelevante Feature der Basisversion selbst gegen Aufpreis vorenthält.

  • vier Airbags
  • Aktivierung der Warnblinkanlage bei Gefahrenbremsung
Der Škoda Citigo ist serienmäßig mit vier Airbags, einem Berganfahrassistenten und den inzwischen gesetzlich vorgeschriebenen Systemen wie ESP oder Reifendrucküberwachung ausgestattet. Das Basismodell kann lediglich für 180 Euro um Nebelscheinwerfer erweitert werden.
Ab der zweiten Ausstattungslinie Ambition steht für 280 Euro ein City-Notbremsassistent samt Licht- und Regensensor zur Verfügung. Im 490 Euro teuren Urban-Paket kommen neben diesen Features noch Tempomat und hintere Parksensoren dazu – eine sinnvolle und keineswegs überbezahlte Option. Das ändert aber nichts daran, dass das Sortiment an Assistenzsystemen für ein Produkt aus dem VW-Konzern nicht gerade üppig ausfällt.
Beim Euro-NCAP-Crashtest erzielte der VW up! als baugleicher Bruder des Citigo im Jahr 2011 fünf Sterne. Ob das heute noch der Fall wäre, erscheint angesichts des nur optional und nicht in der Basisversion erhältlichen City-Notbremsassistenten ungewiss.

Ausstattung

So erwachsen sich der Škoda Citigo fährt, so dürftig ist er in der günstigsten Variante ausgestattet. Daran ändert auch der Wegfall des Sparmodells ohne Servolenkung wenig. Mit fünf Türen, Klimaanlage, Fensterhebern und Zentralverriegelung kratzt der Preis an der 12.000-Euro-Marke. Die Preislisten der drei Brüder Citigo, VW up! und Seat Mii verraten das Bestreben des Konzerns, die Vergleichbarkeit der Modelle zu erschweren. Was der eine hat, fehlt oft dem anderen und umgekehrt.

Zur Serienausstattung gehören:

  • elektromechanische Servolenkung
  • LED-Tagfahrlicht
Bis vor kurzem war der Škoda Citigo sogar in einer extrem nackten Variante ohne Servolenkung lieferbar. Das ist jetzt vorbei, und so starten die Preise bei 9.770 Euro für den 1,0 MPI mit 60 PS in der Ausstattungslinie Active, die allerdings ebenfalls alles andere als üppig ausstaffiert ist. Klimaanlage, Zentralverriegelung und elektrische Fensterheber sucht man vergebens. Immerhin können diese Features dazubestellt werden, was bei Einstiegsmodellen keineswegs die Regel ist.
Die weiteren Ausstattungslinien heißen Ambition, Style und Monte Carlo. Einigermaßen vollständig ist nur die Linie Style, während die Klimaanlage auch in der sportlichen Variante Monte Carlo noch Aufpreis kostet. Darüber hinaus schnürt Škoda einige Ausstattungspakete mit Preisvorteil, die aber nicht für alle Varianten erhältlich sind.
Das zentrale Einzelextra sind die hinteren beiden Türen, die die Nutzbarkeit der Rückbank massiv erhöhen. Sie kosten 480 Euro, bringen aber nur Ausstellfenster mit. Ein wenig Cabrio-Feeling beschert den Citigo-Insassen das elektrische Panoramaschiebedach, das ab der zweiten Ausstattungslinie für 720 Euro bestellt werden kann. Es stellt zugleich das teuerste der im Citigo verfügbaren Extras dar.
Serienausstattung:
  • drei Türen
  • Stahlräder im Format 14 Zoll
  • höhenverstellbares Lenkrad
  • Außenspiegel manuell einstellbar
  • Rücksitzbank im Ganzen umklappbar
  • Gepäckraumabdeckung
  • Radiovorbereitung mit zwei Lautsprechern
  • elektromechanische Servolenkung
Zusätzlich in Ausstattungslinie Ambition:
  • Fensterheber vorn
  • Zentralverriegelung mit Fernbedienung
  • geschlossenes Handschuhfach
  • Rücklehnen geteilt umklappbar
  • höhenverstellbarer Fahrersitz
  • Drehzahlmesser
  • Bordcomputer
  • CD-Radio
Zusätzlich in Ausstattungslinie Style:
  • Klimaanlage
  • elektrisch einstellbare und beheizbare Außenspiegel
  • Tempomat
  • Infotainmentsystem mit Freisprecheinrichtung und DAB+
  • Nebelscheinwerfer
  • Leichtmetallfelgen im Format 14 Zoll
Abweichend in Ausstattungslinie Monte Carlo:
  • Leichtmetallfelgen im Format 16 Zoll
  • Sportfahrwerk
  • Lederlenkrad
  • keine Klimaanlage
  • spezielle Designumfänge

Modellbeschreibung

Der Škoda Citigo ist die etwas günstigere und seltener anzutreffende Alternative zum VW up!. Er bietet wie dieser ein erstaunlich erwachsenes Fahrverhalten. Bei der Modellpflege genießt der Bruder aus Wolfsburg aber Vorrang.


Kleiner, weißer Dreitürer-Pkw mit modernem Design, seitliche Ansicht. Fahrzeug steht auf einem weißen Hintergrund.
Für ein Auto von nur 3,56 Metern Länge ist das Raumangebot erstaunlich.
Weißer Kleinwagen mit zwei Türen, schwarzem Kühlergrill und großen Scheinwerfern, auf einem transparenten Hintergrund.

Škoda muss als VW-Tochter damit leben, dass man im Konzern nicht die erste Geige spielt und den Modellen der Mutter nicht allzu sehr ins Gehege kommen darf. Das wird auch beim Kleinstwagen Škoda Citigo deutlich, der zumindest in Deutschland als Ableger des VW up! wahrgenommen wird und manche Features des fast baugleichen Bruders nicht oder erst mit Verspätung bekommt.

Ausreichender Fahrspaß für die Stadt

Erhielt der VW up! 2016 ein Facelift und dabei einen potenten neuen 90-PS-Motor, muss der Citigo noch immer mit einem überaus schmalen Leistungsspektrum zwischen 60 und 75 PS auskommen. Die beiden recht kultivierten Dreizylinder-Motoren reichen völlig aus, um den Kleinstwagen behände durch den Stadtverkehr zu manövrieren. Außerorts stößt der Fahrspaß an Grenzen, und man muss wegen der beschränkten Elastizität oft zum Schalthebel greifen oder sich in Geduld üben. Ein Sechsgang-Getriebe würde helfen, ist für den Citigo aber nicht verfügbar.

Die Drillinge aus dem VW-Konzern haben viel Lob für ihr erwachsenes Fahrverhalten ergattert. Auch der Citigo überzeugt mit seinem komfortablen, aber ausreichend straffen und stets sicheren Fahrverhalten, der präzisen Schaltung und recht direkten Lenkung.

Gute Raumausnutzung

Für ein Auto von nur 3,56 Metern Länge ist das Raumangebot erstaunlich, auch wenn diesbezüglich keine Wunderdinge erwartet werden können. Auf der Rückbank finden große Kinder oder kleine Erwachsene einigermaßen bequem Platz. Der Laderaum fasst laut strenger ADAC-Messung 200 Liter. Allerdings bemängelten die Tester die relativ hohe Ladekante und eine weitere Stufe, die es im Inneren zu überwinden gilt. Die Variabilität ist nur durchschnittlich. Erst ab der zweiten Ausstattungslinie können die Rücksitzlehnen geteilt umgeklappt werden.

Im Inneren gibt sich der Citigo ähnlich ernsthaft wie außen. Die Verspieltheit mancher Konkurrenten ist ihm fremd. In der Basisversion fällt das Armaturenbrett arg nüchtern aus, ab der zweiten Ausstattungslinie kommt immerhin etwas beige Kontrastfarbe hinzu.

Fazit zum Škoda Citigo AA

Der Škoda Citigo teilt mit dem Seat Mii das Schicksal, etwas im Schatten des VW up! zu stehen. Dabei kann man sich durchaus auch wegen des Designs für den Tschechen unter den Drillingen entscheiden. Der Citigo spielt mit seiner schnurgeraden Fensterlinie, dem ernsthaften Gesichtsausdruck und der Falte in der lackierten Heckklappe die Rolle des seriösesten Vertreters der Rasselbande – und diese Seriosität hat, gepaart mit den kleinen Abmessungen, ihren eigenen Charme.

Technisch bringt der Citigo dieselben Tugenden mit wie die beiden Brüder: ein erstaunlich erwachsenes und zugleich agiles Fahrverhalten, das in der Stadt durchaus Laune macht. Nicht von ungefähr sind die drei ziemlich gleichen Brüder Seriensieger in Vergleichstests, je nachdem, welcher von ihnen gerade teilnimmt.

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