Citroën Spacetourer (Serie)

Alle Modelle mit Tests, Daten, Preisen und Kosten

Der SUV hat den Van als Objekt der Begierde vieler Väter weitestgehend abgelöst. Doch Großraum-Vans wie der Citroën Spacetourer mit bis zu neun Sitzen haben nach wie vor eine feste Anhängerschaft. Gerade die französischen Autobauer pflegen eine lange Tradition in Sachen Van.

Daten

Daten

Die Abstammung des Citroën Spacetourer von der Nutzfahrzeugversion Jumpy wird besonders deutlich bei den Fahrleistungen. Selbstverständlich ist ein beinahe zwei Tonnen schwerer Van kein Sportwagen. Das sehen nicht zuletzt die Franzosen selbst so, die für keinen der vier Dieselmotoren den üblichen Beschleunigungswert von null auf hundert km/h angeben. Mit dem 1,6-Liter-Motor mit 95 PS ist das Alltags- und Reisemobil nicht adäquat motorisiert. Eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h, die zudem nur quälend langsam erreicht wird, ist ebenso wenig zeitgemäß wie die Fünfgang-Schaltung, die mit dieser Motorisierung verbunden ist. Bäume reißt zwar auch die 116-PS-Version nicht aus, immerhin aber werden 160 km/h (abgeregelt) erreicht. Mit 170 km/h Spitze sind die ebenso tempolimitierten 150-PS- und 177-PS-Versionen nur unwesentlich schneller. Das maximale Drehmoment von 370 bzw. 400 Nm garantiert dafür aber ein sehr ordentliches Durchzugsvermögen.

  • ausschließlich als Diesel erhältlich
  • Höchstgeschwindigkeit begrenzt
  • 95-PS-Version zu schwach für den Zwei-Tonnen-Van
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Test

Test

Ausschließlich Dieselmotoren, zudem kein optionaler Allradantrieb – über diese Handicaps müssen sich Interessierte im Klaren sein. Aber der Spacetourer hat auch viele positive Eigenschaften. So urteilte der ADAC im Juni 2017: „Der Variabilität sind kaum Grenzen gesetzt.“ Bis zu neun Sitzplätze sind möglich, optional können Einzelsitze oder Sitzbänke geordert werden. Opulent fällt das Raumangebot für Fahrer und Fondpassagiere aus. „Die Platzverhältnisse sind gigantisch“, so die für Superlative sonst nicht bekannten ADAC-Tester. Auch beim Kofferraumvolumen gehört der Spacetourer buchstäblich zu den ganz Großen. Sage und schreibe 4.000 Liter sind möglich, wenn die zweite Sitzreihe ausgebaut wird. Bleibt sie drin, sind es immer noch 1.225 Liter.

  • große Variabilität und enormes Kofferraumvolumen
  • bis zu neun Sitzplätze
  • keine Allrad-Option
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Preise

Preise

Der Citroën Spacetourer kostet mit 95-PS-Motor, in der Länge „M“ und in der Basis-Ausstattung „Feel“ 36.250 Euro. Bereits enthalten sind eine Audioanlage mit Bluetooth-Freisprecheinrichtung, elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel, Berganfahrhilfe, Tempomat, 2-Zonen-Klimaautomatik und ein Sicht-Paket (Regen- und Lichtsensoren, Innenspiegel automatisch abblendend). Am anderen Ende der Preisliste befindet sich die 177-PS-Version in der Ausstattung „Shine“, für die stolze 52.500 Euro aufgerufen werden. Eine Lederausstattung, ein Navigationssystem, eine akustische Einparkhilfe hinten, Totwinkel-Assistent, elektrisch verstellbarer Fahrer- bzw. Beifahrersitz mit Sitzheizung und Massagefunktion, ein Head-up Display sowie elektrische Schiebetüren mit Öffnungssensor sind zusätzlich darin enthalten. Deutlich günstiger unterwegs, aber dennoch ordentlich motorisiert, ist man mit der 150-PS-Version in der Basis-Ausstattung für 39.450 Euro. Wer zudem für 2.870 Euro das „Sicherheitspaket 5“ ordert, ist mit adaptiver Geschwindigkeitsregelanlage, Frontkollisionswarner, Notbremssystem, Rückfahrkamera und Navigationssystem buchstäblich auf der sicheren Seite.

  • Startpreis 36.250 Euro
  • Top-Version lässt kaum Wünsche offen
  • Sicherheitspaket mit wichtigen Assistenzsystemen
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Beschreibung

Serienbeschreibung

Der Espace von Renault war eines der ersten automobilen Raumwunder in Europa. Später bewährten sich der Citroën C8 und sein Schwestermodell, der Peugeot 807, im Euro-NCAP-Crashtest als sicherste Fahrzeuge ihrer Klasse. 2014 stellte Citroën die Produktion des C8 ein, und besetzten erst zwei Jahr später den frei gewordenen Platz im Modell-Portfolio mit dem Spacetourer.


Vorderansicht - schräg
Der Citroën Spacetourer ist abgeleitet vom Jumpy 3.
Seitenansicht

War der C8 noch ein technisches Abbild von Peugeot 807 und Fiat Ulysee, so ist der Spacetourer baugleich mit den Modellen Peugeot Traveller und Toyota Proace Verso. Alle drei Vans basieren auf Nutzfahrzeugen der jeweiligen Marke. So ist der Citroën Spacetourer abgeleitet vom ebenfalls seit 2016 gebauten Modell Jumpy 3. Der Peugeot Traveller wiederum geht auf den Expert 3, der Toyota Proace Verso auf den Proace zurück. Konkurrenten des Spacetourer sind neben den beiden Schwestermodellen der Opel Vivaro Combi, der Ford Tourneo Custom, die V-Klasse von Mercedes sowie die Nummer eins im Segment, der T6 Multivan von Volkswagen.

Ausschließlich Dieselmotoren

Citroën bietet den Spacetourer in drei Größen an: als XS-, M- und XL-Version mit den Längenmaßen 4,61 Meter, 4,96 Meter und 5,31 Meter. Kunden können unter vier Ausstattungslinien wählen: „Feel“ und „Shine“ für die eher private Nutzung sowie „Business“ und „Business Lounge“ als eine Art mobiles Konferenzzimmer. Der Spacetourer kann ganz nach den individuellen Bedürfnissen gestaltet werden.

Die Wahlmöglichkeiten beim Antrieb sind dagegen arg begrenzt. Ausschließlich Dieselmotoren mit 95 PS, 116 PS, 150 PS und 177 PS sind verfügbar. Alle vier Motoren erfüllen die Euro-6-Norm.

Als Großraumfahrzeug ist der Spacetourer über jeden Zweifel erhaben. Ob auf dem Fahrersitz oder im Fond, selbst Zwei-Meter-Menschen reisen im Spacetourer kommod – und müssen sich das nicht einmal mit einem entsprechend kleinen Stauraumvolumen erkaufen. Im Gegenteil: Bis zu 4.000 Liter maximal fasst der knapp zwei Tonnen schwere Franzose in zweisitziger Konfiguration. Das ist enorm und lässt die Abstammung vom Nutzfahrzeug zumindest erahnen. Erfreulicherweise eher zurückhaltend gibt sich der Spacetourer dagegen in seiner Höhe und bleibt mit 1,90 Metern parkhaustauglich.

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