Citroën C1 (Serie)

Alle Modelle mit Tests, Daten, Preisen und Kosten

Von wegen Chic und Charme. Sonst gibt Citroen seinen Modellen gerne einen ganz speziellen Charakter, doch beim C1 liegen die Dinge ein wenig anders. Als kostengünstiges Einstiegsmodell wurde der 2005 eingeführte Kleinstwagen vor allem mit dem Rotstift kalkuliert und ist entsprechend nüchtern geraten. Dass er obendrein ziemlich austauschbar aussieht, hat noch einen weiteren Grund: Um die Kosten zu drücken, entstammte der C1 einer konzernübergreifenden Kooperation und wird auch als Peugeot 107 und Toyota Aygo verkauft. War das Trio in der ersten Generation mit Ausnahme von Renault Twingo, Fiat Panda und VW Fox zumindest unter den Europäern noch ziemlich konkurrenzlos, ist das Segment der Stadtflitzer mittlerweile so dicht besetzt, dass die Franzosen bei der Zweitauflage den Kurs gewechselt haben: Der 2014 präsentierte Nachfolger zählt zwar in der Grundversion weiterhin zu den billigsten Autos im Land, lässt sich nun aber deutlich umfangreicher ausstatten, hat mit poppigen Farben sein eigenes Flair und emanzipiert sich mit einer eigenen Frontpartie stärker von Peugeot 108 und Toyota Aygo.

Daten

Daten

In der zweiten Generation wird der Citroen C1 mit zwei Benzinmotoren angeboten – beide mit drei Zylindern. Das Einstiegsmodell hat 1,0 Liter Hubraum, leistet 69 PS und erreicht ein Spitzentempo von 160 km/h. Bei der stärkeren Variante stehen 1,2 Liter Hubraum, 82 PS und 170 km/h auf dem Datenblatt. In jeder Variante leichter als 1000 Kilo gibt Citroen den Verbrauch für den C1 mit Werten zwischen 3,8 und 4,3 Liter an. Geschaltet wird dabei von Hand mit nur fünf Gängen. Für den kleineren Motor gibt es alternativ auch ein automatisiertes Schaltgetriebe. 

  • Dreizylinder-Benziner mit 69 PS oder 82 PS
  • Höchstgeschwindigkeit 170 km/h
  • Automatisiertes Schaltgetriebe als Option
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Test

Test

Bei den Testern ist der Citroen C1 gut angekommen. Wurde die erste Generation wegen ihres nüchternen Charakters und ihrer nackten Ausstattung noch als Billigauto abgetan, haben sie die zweite Auflage dank des attraktiveren Designs und der längeren Liste an Extras und Optionen als lebenslustigen Stadtflitzer akzeptiert. Als Kritikpunkte bleiben nur Fahrdynamik und Fahrkultur – zwei Punkte, bei denen man von einem Kleinstwagen mit Mini-Motoren allerdings auch nicht viel erwarten darf. Und seit der Konkurrent Renault Twingo auf Heckantrieb umgestellt hat, gibt es einen Kleinwagen, der im Großstadtgetümmel noch wendiger zu fahren ist.

Nicht ganz so zufrieden wie die Fachjournalisten waren die Experten von Euro NCAP – wie die meisten Autos in dieser Klasse hat auch der Citroen C1 nur vier von fünf Sternen bekommen. 

  • Frisches Design und moderne Ausstattungsoptionen
  • Eingeschränkter Fahrspaß
  • Nur vier von fünf Sternen beim Euro-NCAP-Crashtest
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Preise

Preise

Der Citroen C1 wird zu Preisen ab 9090 Euro verkauft und ist damit der günstigste Drilling aus der Kooperation mit Peugeot und Toyota. Auch VW Up, Skoda Citigo oder Renault Twingo sind ein paar hundert Euro teurer. Nur Modelle wie der Seat Mii oder der Kia Picanto werden noch günstiger angeboten.

Allerdings darf man sich vom niedrigen Grundpreis nicht täuschen lassen. Schon für die Türen zu den Rücksitzen verlangt Citroen 450 Euro Aufpreis und bei sieben Ausstattungsvarianten und zwei Motoren kann man den Preis auf bis zu 15.290 Euro treiben. Dabei gibt es die 82-PS-Version ab 12.660 Euro und das Beinahe-Cabrio Airscape mit seinem großen Stoffschiebdach ab 12.400 Euro.

  • Startpreis 9090 Euro
  • C1 Airscape ab 12.400 Euro
  • Günstiger als Schwestermodelle Peugeot 108 und Toyota Aygo
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Beschreibung

Serienbeschreibung

Mit Kleinwagen haben sie bei Citroen seit dem Siegeszug der legendären Ente große Erfahrung. Darauf bauten die Franzosen auf, als sie zum Genfer Salon im Jahr 2005 die erste Generation des C1 präsentierten.


Vorderansicht - schräg
Der Citroen C1 ist gelebter Minimalismus.
Seitenansicht

Als neues Einstiegsmodell sollte er das Kleinwagenprogramm nach unten abrunden und all jene Kunden ansprechen, denen ein C2 oder C3 noch zu teuer war. Dafür hat Citroen nicht nur am Format gespart, sondern auch an Ausstattung und Ambiente. Zumindest in der Basisversion ist der 3,44 Meter kurze C1 deshalb gelebter Minimalismus.

 Das allein hat allerdings nicht gereicht, um den Preis etwa in Deutschland zur Einführung auf 8390 Euro zu drücken. Weil kleine Preise nur mit großen Stückzahlen möglich sind, hat sich Citroen mit der Schwestermarke Peugeot und dem japanischen Konkurrenten Toyota zusammengetan und sich mit einem Drilling begnügt. Aus dem gemeinsamen Werk in Tschechien laufen neben dem C1 deshalb auch der Peugeot 107 und der Toyota Aygo – technisch identisch und im Design nur an der dezent modifizierten Frontpartie sowie den Markenlogos zu unterscheiden. Zu den wichtigsten Konkurrenten zählten damals der Renault Twingo, der Fiat Panda sowie als einziges deutsches Modell in dieser Klasse der VW Fox. 

Bei Citroen gibt es den Kleinwagen als Drei- oder Fünftürer und dank des Radstandes von 2,34 Metern können darin zumindest vier Erwachsene halbwegs bequem sitzen. Der Fahrspaß ist allerdings eher bescheiden. Denn unter der kurzen Haube arbeitet bei allen drei Drillingen ein japanischer Dreizylinder mit nur einem Liter Hubraum und 68 PS, dem bereits bei 157 km/h die Puste ausgeht. Alternativ dazu gibt es anders als bei den meisten aktuellen Modellen in diesem Segment auch einen Dieselmotor. Dieser 1,4-Liter mit 54 PS wird aber seit 2013 nicht mehr angeboten. Die Motoren sind nicht stark, aber sparsam und das Trio landet damit – nur noch übertroffen von Hybrid-Fahrzeugen wie dem Toyota Prius - regelmäßig auf den Spitzenplätzen der VCD-Umweltliste. Und was dem C1 im Alltag an Spritzigkeit fehlt, macht er mit einer anderen Form von Agilität zum Teil wieder wett: Sein Wendekreis misst nur 9,5 Meter.

Zwar ist das Grundmodell sehr spartanisch und bietet nicht einmal eine Servolenkung. Doch über die Laufzeit wurde der C1 mit zwei Facelifts in den Jahren 2008 und 2012 ständig aufgewertet und lässt sich nun mit Extras von farbigen Zierteilen bis hin zum Faltdach zu einem lebenslustigen Lifestyle-Auto aufrüsten.

 

Zweite Auflage mit mehr Charakter

Als das Trio im Jahr 2014 in die zweite Runde ging, hat sich die Kleinstwagen-Welt dramatisch verändert. Denn neun Jahre nach dem Start der Kooperation sind Stadtflitzer salonfähig geworden und längst mehr als nur rollende Verzichtserklärungen. Die Zahl der Konkurrenten ist zum Beispiel durch die Drillinge VW Up, Seat Mii und Skoda Citigo deutlich gewachsen und die Preisspanne ist größer denn je. Zwar braucht es auch weiterhin Einstiegsmodelle zu Kampfpreisen weit unter 10.000 Euro, doch zugleich müssen Autos wie der C1 jetzt auch verwöhnte Städter bedienen, die selbst an kleine Autos große Ansprüche stellen.

Darauf reagierten Citroen, Peugeot und Toyota bei der zweiten Generation ihres Gemeinschaftsmodels einerseits mit einer größeren Eigenständigkeit beim Design und andererseits mit einer deutlich längeren Liste an Serien- oder Sonderausstattungen, zu denen nun beispielsweise auch ein Touchscreen mit Online-Navigation und Rückfahrkamera zählen. 

Nur wenig änderte sich dagegen am Format: Der zu anfänglichen Preisen ab 8890 Euro weiterhin als Drei- oder Fünftürer und mit großem Faltdach als „Airscape“ angebotene C1 misst jetzt 3,47 Meter, bietet aber mit 196 Litern Fassungsvermögen jetzt 15 Prozent mehr Kofferraumvolumen. Dabei fährt auch die zweite Generation wieder mit Dreizylinder-Benzinern, die mit 1,0 und 1,2 Litern Hubraum auf 69 PS oder 82 PS kommen und so die Höchstgeschwindigkeit auf bis zu 170 km/h steigern. Der Diesel hat es dagegen nicht mehr in die Neuauflage geschafft.

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