Positionierung und Konzept
Der Citroën C1 (1CB) startete 2014 gemeinsam mit Toyota Aygo und Peugeot 108 und bildet bei Citroën den klaren Einstieg ins europäische Kleinstwagensegment unterhalb des C3. Das Konzept setzt auf kurze Außenlänge, geringen Verbrauch und einfache Technik, um im dichten Verkehr möglichst unkomplizierte Mobilität zu bieten. Gegenüber der ersten Generation verbessert die zweite Generation vor allem das Sicherheitsniveau, während Komfortausstattung und Materialanmutung bewusst schlicht bleiben, um den Anschaffungspreis niedrig zu halten.
Design und Raumgefühl
Mit kurzen Überhängen und einer klar gezeichneten Front wirkt der C1 modern und deutlich als Stadtwagen konzipiert. Die kompakte Karosserie kombiniert ein hohes Dach mit schmaler Grundfläche und schafft vor allem vorn gute Kopffreiheit und ein luftiges Raumgefühl. Die fünftürige Ausführung erleichtert den Einstieg nach hinten, der Platz auf der Rückbank bleibt jedoch knapp und eignet sich eher für Kinder oder kleinere Erwachsene.
Der Kofferraum fasst rund 196 Liter und nimmt damit den Wocheneinkauf auf. Durch umklappbare Rücksitzlehnen entsteht eine deutlich besser nutzbare Ladefläche für sperrigere Gegenstände. Im Innenraum dominieren robuste Kunststoffe. Die übersichtliche Anordnung der Bedienelemente und die gute Rundumsicht unterstützen den Fahrer im Stadtverkehr.
Motoren und Fahrverhalten
Typisch für den Citroën C1 (1CB) sind kleine Dreizylinder-Benziner, die den leichten Wagen im Alltag ausreichend flott bewegen und sparsam bleiben. Die Einstiegsmotoren VTi 68 und VTi 72 haben 1,0 Liter Hubraum, der PureTech 82 mit 82 PS 1,2 Liter. In der Stadt wirkt der Motor agil, auf der Autobahn geraten Überholmanöver mit dem schwächsten Motor zäh und die Geräuschkulisse steigt deutlich an.
Das manuelle Fünfgang-Getriebe lässt sich leicht schalten. Der PureTech 82 bietet spürbar mehr Reserven und erreicht bis zu 170 km/h.
Die Federung bietet recht viel Komfort, die Lenkung wirkt dagegen eher gefühlsarm. Der kleine Wendekreis erleichtert Rangieren und Einparken spürbar. Einen Diesel gibt es in dieser Generation nicht, der Antrieb bleibt konsequent beim Benziner.
Sicherheit und Kosten
Im Euro-NCAP-Test von 2014 erreichte der Citroën C1 (1CB) vier Sterne und schneidet für einen Kleinstwagen solide ab. Eine stabile Fahrgastzelle, sechs Airbags und das serienmäßige elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) schützen bei einem Unfall und in kritischen Fahrsituationen. Isofix-Halterungen auf der Rückbank erleichtern den Einbau von Kindersitzen.
Antiblockiersystem und elektronische Bremskraftverteilung sind serienmäßig. Assistenzsysteme wie Spurhalte- oder Notbremsassistent stehen nicht zur Verfügung.
Dafür halten sich Steuer-, Versicherungs- und Wartungskosten auf einem niedrigen Niveau. Die einfache Technik mit überschaubarer Elektronik zeigt sich bei regelmäßiger Wartung in der Regel robust, was den C1 als Gebrauchtwagen attraktiv macht. Auf längeren Strecken fallen die eher laute Geräuschkulisse und die einfache Innenraumausstattung stärker auf.
Fazit
Der Citroën C1 (1CB) tritt als wendiger, kostengünstiger Stadtwagen mit überschaubarer Technik und klar strukturiertem Bedienkonzept an. Im überwiegend städtischen Einsatz spielen die kompakten Abmessungen, der sparsame Motor und die niedrigen laufenden Kosten ihre Stärken aus. Dem stehen ein kleiner Kofferraum, der bei höherem Tempo hörbare Motor und das fehlende Angebot an Assistenzsystemen gegenüber. Insgesamt eignet sich der C1 vor allem als günstiges Alltagsauto für kurze bis mittlere Strecken, das praktische Mobilität mit einfachen Mitteln bietet.