Renault Megane (Z)

Limousine20082015
Gebraucht ab
900 €
Leasing ab
209 €
Fahrzeugeinordnung

Kurz nach seiner Präsentation auf der Pariser Auto-Show kommt Ende 2008 die dritte Generation des Renault Mégane auf den Markt. Auf die 5-türige Schräghecklimousine folgen 2009 ein Kombi namens Grandtour sowie das dreitürige Coupé in einer eigenständigen Karosserievariante. Neben optimierter Karosserie und Sicherheitsausstattung zählen die schlüssellose Keycard-Handsfree-Funktion sowie ein Digitaltacho zu den größten Neuerungen dieser Baureihe. 2012 und 2014 wird der Mégane jeweils optisch und technisch überarbeitet.

Zum Modelljahr 2016 erscheint schließlich die vierte Mégane-Generation (xFB). In der Kompaktklasse trifft der Renault Mégane auf starke deutsche Konkurrenten wie VW Golf, Audi A1, BMW 1er, Ford Focus und Opel Astra. Zudem finden sich mit Alfa Giulietta, Citroën C4, Peugeot 308, Hyundai i30 und Toyota Auris zahlreiche attraktive Mitbewerber im Ausland.

Stärken
  • Hohe Verarbeitungsqualität
  • Gute Serienausstattung
  • Optimale Crashsicherheit
Schwächen
  • Ungünstiger Zustieg in den Fondbereich
  • Enge Platzverhältnisse im Fond
  • Teils hohe Unterhaltskosten (Turbobenziner)
Beta
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Aktuelle Angebote

Leistung
74 kW / 100 PS
0 - 100 km/h
10,9 s
Höchstgeschwindigkeit
190 km/h
CO2-Ausstoß (komb.)*
159 g/km
Verbrauch (komb.)*
6,8 l/100km
Energieeffizienzklasse*
-

Design

Modell im Test (Neu- und Gebrauchtwagen)

Von total eckig zu üppig rund: Renault hat den Mégane in der dritten Generation völlig umgekrempelt. Verschwunden ist endlich das eigenwillig geformte Bürzelheck – dies kam bei den Kunden nie gut an – wie auch die barocke Handbremse des Vorgängers, die eher an einen Flugzeug-Schubhebel erinnerte. Ansonsten ist ein eher unauffälliger Golf-Konkurrent entstanden, der vor allem mit inneren Werten zu überzeugen weiß: Fahrkomfort und Motoren gehen in Ordnung, Kofferraumvolumen und Platzverhältnisse auch.

Zumindest für Pilot und Copilot – denn auf den hinteren Rängen können sich Mitreisende mit germanischem Gardemaß nicht wirklich wohlfühlen, geschweige denn vernünftig zusteigen. Ein Preis, den die coupéhaft abfallende Dachlinie einfordert. Billig ist ein Mégane auch nicht, aber angesichts der gebotenen Serienausstattung preiswert. Richtig günstig wird’s auf dem Gebrauchtwagenmarkt, denn der ansonsten solide Franzose verliert traditionell rasch an Wert.

Also zugreifen!

Motoren

Als klassische Schräghecklimousine ist der Renault Mégane motorisch breit aufgestellt. Die Benziner leisten 101 bis 220 PS, bei den modernen Dieselvarianten stehen 90 bis 163 PS zur Verfügung. Diese erfüllen durchweg bereits die Euro-5-Norm, bei den Benzinern gelingt dies erst dank moderner Turbotechnik ab 2012. Alle Mégane-Modelle werden serienmäßig mit einer 6-Gang-Handschaltung ausgeliefert, die 6-Stufen-Automatik gibt es optional nur für wenige Motorisierungen.

Bis auf den kurzzeitig erhältlichen Gasantrieb bietet Renault im Mégane keine alternativen Antriebe, auch eine Allradversion fehlt.

  • Leistungsstarke und effiziente Vierzylinder-Motoren, meist mit Turboaufladung
  • Serienmäßig 6-Gang-Schaltgetriebe (6-Stufen-Automatik nur bei drei Varianten)
  • Kein Allrad, keine Alternativantriebe

Motordetails anzeigen

Sicherheit

Volle 5 Sterne bekommt der Mégane im Euro-NCAP-Crashtest zum Modellstart 2008 – mit Spitzenergebnissen bei Insassenschutz sowie bei Kindersicherheit und aktiver Sicherheit. Völlig zu Recht, denn der kompakte Franzose besitzt eine sehr umfangreiche serienmäßige Sicherheitsausstattung. Vom kompletten Airbag-Schutz bis zum Notbremsassistenten ist alles Wesentliche im Renault vorhanden. Weitere Sicherheitsfeatures gibt es je nach Ausstattung oder als Extra zu vernünftigen Preisen.

  • Fahrer-, Beifahrer-, Seiten- und Vorhangairbags
  • Bremsassistent
  • Regensensor und Einparkhilfe (optional)
Im Euro-NCAP-Crashtest 2008 erhält die dritte Generation des Renault Mégane (Z) volle 5 Sterne, und fährt in den Prüfkapiteln Insassenschutz, Kindersicherheit und aktive Sicherheit mit 81 bis 82 % (19 bis 40 Punkte) jeweils sehr gute Werte ein. Der Fußgängerschutz wird mit 53 % (19 Punkte) nur mittelmäßig bewertet. Im zweiten Euro-NCAP-Crashtest 2014 kommt der Mégane nach der Neubewertung überraschenderweise auf nur 4 Sterne. Vor allem fehlende Sicherheitskennzeichnungen sind das Problem und werden nach Ausbesserung erneut mit 5 Sternen bewertet.
Die serienmäßige Sicherheitsausstattung mit zweistufigen Frontairbags, Seitenairbags, Vorhangairbags und Gurtstrammern inkl. Kraftbegrenzern auf allen Sitzen ist komplett. Zudem erhöht das serienmäßige ESP, ASR und ein Notbremsassistent die aktive Fahrsicherheit. Hinzu kommen Licht- und Regensensor und LED-Tagfahrlicht (ab Dynamique) sowie elektronische Einparkhilfe (ab Luxe).
Diese können für den Mégane auch für die Basisversion Expression zu moderaten Aufpreisen ab 500 Euro geordert werden. Xenonscheinwerfer inkl. dynamischen Kurvenlichts gibt es für 1.000 Euro extra. Weitere Fahrassistenzsysteme bietet Renault in seiner Kompaktlimousine bis 2016 noch nicht an.

Ausstattung

Renault bietet den fünftürigen Mégane als Basisversion Expression bereits für 17.000 Euro an. Hier wird neben kompletter Sicherheitsausstattung bereits viel Komfort geboten – unter anderem elektrische Fensterheber, manuelle Klimaanlage, CD-Radio und Nebelscheinwerfer. Die beiden höherwertigen Versionen Dynamique und Luxe bieten bei 1.000 bzw. 3.000 Euro Aufpreis zusätzlichen Luxus, vom Licht- und Regensensor über die elektronische Einparkhilfe bis zur Lederausstattung.

Meist gegen moderaten Aufpreis lässt sich der Mégane zudem individuell verfeinern: von der Metallic-Lackierung für 500 Euro bis zum Navigationssystem ab 1.200 Euro.

Zur Serienausstattung gehören:

  • Komplettes Airbag-Sicherheitssystem
  • Manuelle Klimaanlage
  • Elektrische Fensterheber vorne und hinten
Der Renault Mégane als 5-türige Schräghecklimousine wird in den drei Ausstattungslinien Expression, Dynamique und Luxe angeboten – zu Preisen ab rund 17.000 Euro. Zusätzlich wird der Franzose im Laufe des Modellzyklus vielfach als Sondermodell angeboten: etwa als TomTom (mit Navigationssystem) und Night&Day (spezielles Lichtpaket), Bose (mit Bose-Soundsystem) und in der sportlichen Version GT (Karosseriekit, Sportfahrwerk). Ab 2010 gibt es den Mégane auch als Authentique.
Bereits die Einstiegsvariante Expression enthält neben einer serienmäßig kompletten Sicherheitsausstattung – ESP plus sechs Airbags sind immer an Bord – auch eine sehr gute Komfortausstattung. Unter anderem gibt’s hier elektrische Fensterheber vorne und hinten, beheizbare elektrische Außenspiegel, manuelle Klimaanlage, ein CD-Radio sowie Nebelscheinwerfer bereits ab Werk.
Für die beiden höheren Ausstattungslinien Dynamique und Luxe verlangt Renault rund 1.000 und 3.000 Euro Aufpreis – fair in Anbetracht des Gebotenen. Auch die Aufpreisliste des Renault Mégane ist recht übersichtlich: Eine Metallic-Lackierung gibt es für 500 Euro, Leichtmetallräder ab rund 800 Euro, die elektronische Einparkhilfe vorn und hinten ist für ebenfalls 500 Euro zu finden.
Elektrisches Schiebedach und Navigationssysteme schlagen mit 900 bzw. ab 1.200 Euro zu Buche. Wer eine Lederausstattung und Xenonscheinwerfer inkl. Kurvenlicht möchte, der muss hierfür rund 1.300 bzw. 1.000 Euro extra investieren.
Serienausstattung Dynamique (zusätzlich zu Expression, ca. 1.000 Euro Aufpreis) u.a.:
  • Tempomat
  • Licht- und Regensensor
  • LED-Tagfahrlicht
  • 16-Zoll-Leichtmetallräder
Serienausstattung Luxe (zusätzlich zu Dynamique, ca. 3.000 Euro Aufpreis) u.a.:
  • Elektronische Einparkhilfe
  • 2-Zonen-Klimaautomatik
  • Lederausstattung mit Sitzheizung vorne
  • Hi-Fi-Soundsystem
  • Keycard Handsfree (schlüsselloser Zugang)
  • 17-Zoll-Leichtmetallfelgen

Modellbeschreibung

Drei gute Ausstattungen, starke Motoren, sicheres Fahrwerk und technische Gimmicks à la Keycard Handsfree: Renault hat sich beim Mégane in Generation III (Z) durchaus etwas einfallen lassen.


Weißer Kompaktwagen, Seitenansicht, mit modernen Scheinwerfern und stilvollen Alufelgen, vor weißem Hintergrund.
Der Mégane mimt den Sportler: ausgestellte Radkästen, breite C-Säule, großer Kühlergrill.
Weißer fünftüriger Renault mit modernen Scheinwerfern und markantem Kühlergrill, Seitenansicht leicht von vorne.

Der Golf-Widersacher aus Frankreich ist in seiner dritten Auflage optisch deutlich gefälliger ausgefallen als der Vorgänger – wenngleich er nicht unbedingt zum Hingucker mutiert ist. Das gilt schon eher für die sehr gute Sicherheits- und Grundausstattung. Hier ist für den Autoalltag alles Wichtige an Bord – selbst in der Basis Expression. Die ist 2008 schon zu Preisen ab knapp 17.000 Euro samt 100 PS Benziner zu haben – mancher Konkurrent will hier deutlich mehr sehen.

Renault Mégane – Komfort überall, Platz nur vorne

Zwar bietet der Renault Mégane III vorne deutlich mehr Platz als sein Vorgänger, im Fond allerdings ist der kompakte Franzose vom Raumgefühl her ein Sparstrumpf geblieben. Bereits der Zustieg ist beengt, vor allem wegen der nach unten verlaufenden Dachlinie. Und einmal Platz genommen, bleibt für die Beine der Mitfahrer kaum Platz. Erst recht, wenn Fahrer oder Beifahrer sich vorne ab 1,80 Platz verschaffen müssen. Sitzkomfort und Fahrwerkabstimmung hingegen lassen Renault-typisch nichts zu wünschen übrig.

Motorenfrage – eigentlich gehen alle gut

Meist turbogeladen, gehen Benziner wie Diesel bereits in den Basisversionen recht ordentlich zu Werke. Agil und unaufdringlich verrichten sie ihre Arbeit. Erst recht, wenn eine "2" vor dem Hubraumkomma steht, lässt es sich im Renault Mégane fast schon sportlich reisen. Modernste Turbotechnik und Start-Stopp-Automatik sorgen ab 2012 zudem in allen Modellen für geringeren Verbrauch und angemessene CO2-Belastung – auch wenn die Turbobenziner hier kein Sparwunder sind.

Eine Automatik, die es ohnehin nur bei wenigen Modellen des Mégane gibt, passt ebenfalls weniger ins Bild. Sie kostet auch im Renault Kraft, Zeit und zusätzlich Geld.

Keycard Handsfree – schlüssellos fahren, das funktioniert

Serienmäßig (ab Ausstattung Luxe) oder gegen Aufpreis gibt es für den Renault Mégane schlüsselloses Autofahren. Das System funktioniert perfekt, nicht nur beim Starten. Der Fahrer muss nur die Karte bei sich tragen, zieht er am Türgriff, um einzusteigen, entriegeln alle Türen. Sobald er sich ein paar Meter entfernt, verschließen sich diese wieder automatisch. Und ein dezenter Piepton informiert stets darüber, ob es tatsächlich geklappt hat.

Fazit zur Renault Mégane Limousine (Z), 2008–2015

Der Renault Mégane als klassische Schräghecklimousine ist ein rundum angenehmes Auto ohne größere Schwächen. Mit höchstem Sicherheitsstandard, guter Serienausstattung und fast durchweg agilen und sparsamen Antrieben kann er im Alltag überzeugen. Vor allem das konservative Publikum dürfte hier der Franzose ansprechen, fährt der Mégane auch in puncto Zuverlässigkeit mit der deutschen Konkurrenz auf Augenhöhe – und leistet sich zudem optisch keine großen Ausreißer.

Ein Raumwunder sollte man indes hier nicht erwarten: Das Ladevolumen im Kofferraum ist nur Durchschnitt, und insbesondere im Fondbereich geht es überraschend eng zu. Insgesamt aber bleibt der Mégane ein solider Kompakter mit hohem Alltagswert. Auch Gebrauchtwagenkäufer dürften ihre Freude daran haben – bei günstigen Preisen und mit Euro-5-Modellen.

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