Der F57 ist die dritte Generation des Mini-Cabriolets innerhalb des BMW-Konzerns. Seit März 2016 steht der Viersitzer mit Textilverdeck bei den Händlern. Gutbetuchte Singles und Pärchen, als schicker Zweitwagen für den Sommer – das Mini Cabrio findet seine Käufer. Und Konkurrenz muss der Sonnenschein aus Oxford kaum fürchten, am ehesten wohl noch den Volkswagen Beetle Cabrio, mit Abstrichen auch das Citroën DS3 Cabrio.
Stärken
großer Fahrspaß
passable Motorenauswahl
hoher Wiederverkaufswert
Schwächen
hohe Anschaffungskosten
geringe Serienausstattung
sehr kleiner Kofferraum
Beta
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Obwohl als offener Viersitzer ausgelegt ist das Mini Cabrio – der Name deutet an, was die Erfahrung bestätigt – eher für zwei als für vier Personen ausgelegt, der Stauraum ist kaum nennenswert und dazu sind die Mini-Modelle durch die Bank vergleichsweise teuer. Spricht aus rationalen Erwägungen schon wenig für einen Mini, für ein Cabriolet sprechen noch weniger Gründe. Wäre da nicht der Spaß am Autofahren, in der Sonne, bei offenem Verdeck. Wer diesen Spaß sucht, ist bei der dritten Generation des Mini Cabrio goldrichtig.
Bei der Motorisierung wird jeder Interessent fündig werden. Da sind die neuen Dreizylinder-Turbo-Motoren, zwei Otto- und ein Dieselaggregat, als Angebot an alle, die es bedächtiger angehen lassen wollen. Darüber hinaus die Vierzylinder mit 170 PS, 192 PS und sogar 231 PS, die für den Mini-typischen Fahrspaß stehen.
Mini ist ein Lifestyle-Produkt, das für Individualität und gehobene Lebensart steht. Das muss man sich leisten können und gleichzeitig die Schwächen des Modells in Kauf nehmen: Kaum Zuladungsmöglichkeiten, Sicht nach hinten bei geschlossenem Verdeck nahe Null. Ansonsten: Ein durch und durch unvernünftiges Auto, das man unbedingt haben möchte.
Testberichte
ADAC Auto-Test
Testergebnis vom 15. Juli 2016
MINI (BMW) Mini Cooper S CabrioZweitüriges Cabriolet der Kleinwagenklasse (141 kW / 192 PS)
Mini bedient sich aus dem Antriebsarsenal des BMW-Konzerns, entsprechend umfangreich ist die Motorenauswahl. Es stehen drei neu entwickelte Otto- und zwei Dieselmotoren zur Verfügung, darüber hinaus hat die Marke den sportlichen John-Cooper-Works (JCW) mit ambitionierten 231 PS im Angebot. Das Leistungsspektrum bei den Benzinern reicht von 102 PS beim Einstiegsmodell One bis zu 192 PS beim Cooper S. Dazwischen liegt der beliebte Mini Cooper mit 136 PS. Bei den zwei Selbstzündern hat man die Wahl zwischen 116 PS maximal 170 PS beim Cooper SD.
Bis zu einem Hubraum von 1,5-Liter setzt Mini bei Benzinern und Dieselaggregaten auf neue Dreizylinder-Turbo-Motoren mit durchweg gutem Durchzugsverhalten und Laufruhe. Der Verbrauch ist gegenüber der Vorgängergeneration unabhängig von der Motorvariante geringer, selbst der große Dieselmotor im Mini Cooper SD bleibt im Alltag unter 6 Litern.
Serienmäßig sind alle Modelle bis auf den Cooper SD mit einem 6-Gang-Handschaltgetriebe ausgestattet, der SD verfügt über ein 6-Gang-Automatikgetriebe, welches bis auf den Mini One optional auch für die anderen Modelle erhältlich ist. Der Cooper S und der Cooper SD können auf Wunsch auch mit einem 6-Gang-Sport-Automatikgetriebe mit verkürzten Schaltzeiten ausgerüstet werden.
vier Benzinmotoren, zwei Dreizylinder
zwei Dieselmotoren, ein Drei- und ein Vierzylinder
Das Mini Cabrio ist serienmäßig neben einem Überrollschutz mit dem elektronischen Stabilitätssystem plus dynamischer Traktionskontrolle ausgerüstet. Ebenfalls zur Grundausstattung gehört eine Kurvenbremskontrolle CBC sowie die Parkdistanzkontrolle PDC für den Heckbereich. Zum Sicherheitsumfang ab Werk gehören Frontairbags und vordere Seitenairbags. Ein Euro-NCAP-Crashtest steht für das Cabrio noch aus.
Wer in seine Sicherheit investieren möchte, der findet bei Mini eine Reihe von Angeboten. Im Paket "Driving Assistant" für 990 Euro ist beispielsweise der Abstandstempomat ACC, ein Fernlichtassistent sowie eine automatische Anbremsfunktion für den Stadtverkehr enthalten. LED-Scheinwerfer mit und ohne Abbiegelicht kosten ebenfalls Extra-Euros.
Zur serienmäßigen Sicherheitsausstattung zählen:
Überrollschutz
dynamische Stabilitätskontrolle
Parkdistanzkontrolle hinten
Für den wenig wahrscheinlichen Fall eines Überschlags hat Mini seine Cabrios mit einem Überrollschutz ausgestattet, das sich recht dezent in zwei Boxen seitlich hinter den Rücksitzen findet. Deutet sich ein Salto an, sollen die Bügel innerhalb von 0,15 Sekunden ausfahren und so die Köpfe der Insassen schützen.
Das Mini Cabrio ist serienmäßig mit dem elektronischen Stabilitätssystem DSC ausgestattet, zu der auch die dynamische Traktionskontrolle DTC gehört. Mit dem Sonderpaket "Driving Assistant" für 990 Euro lässt sich die aktive Sicherheit erhöhen. Darin enthalten ist zum Beispiel die Geschwindigkeitsregelung ACC, ein kamerabasierter Tempomat, der automatisch Abstände zu vorausfahrenden Fahrzeugen regelt.
Einem Euro-NCAP-Crashtest wurde das Cabrio bislang nicht unterzogen, das vorliegende Ergebnis der technisch identischen Plattform, des Mini 3-Türers, lässt sich nicht auf das offene Modell übertragen. Für den Insassenschutz verfügt das Cabrio über Frontairbags und vordere Seitenairbags. Die wegen des Verdecks schlechte Sicht nach hinten wird durch die serienmäßige Parkdistanzkontrolle PDC zumindest teilweise wettgemacht.
Ausstattung
Trotz gewachsener Dimensionen ist auch das Mini Cabriolet der 3. Generation kein Raumwunder. Vier Passagiere finden im Inneren Platz, vorne überaus bequem, hinten ist das Raumgefühl schon beengter. Bei offenem Verdeck beträgt das Gepäckraumvolumen maximal 160 Liter, bei geschlossenem erhöht sich das Volumen auf 215 Liter. Die hinteren Sitze lassen sich mittig umklappen, was bis zur Fensterunterkante dann einen Stauraum von bis zu 365 Litern bietet.
Das vollautomatische Verdeck öffnet und schließt innerhalb von 18 Sekunden. Weil das geöffnete Verdeck auf der Karosserie liegend die Sicht nach hinten komplett verbaut, gehören akustische Abstandswarner im Mini Cabrio zur Serie. Ansonsten greift das Cabriolet auf die Sonderausstattungen zurück, die auch für die 3- und 5-Türer zur Verfügung stehen. Mit den bei Mini üblichen -Ausstattungspakten "Salt" (600 Euro), "Pepper" (ab 1.100 Euro) und "Chili" (ab 3.300 Euro) lässt sich jedes Serien-Cabriolet noch einmal aufwerten.
Zur Serienausstattung gehören:
vollautomatisches Stoffverdeck
beheizbare Glasheckscheibe
Start-Stopp-Funktion
Das Mini Cabriolet der 3. Generation ist 3,82 Meter lang und 1,73 Meter breit, das sind gegenüber dem Vorgänger zehn Zentimeter mehr in der Länge und vier Zentimeter in der Breite. Vorne kommt dies den Passagieren merklich zugute, für die Gäste im Fond bleibt der Mini weiterhin ein Mini. Auch an den bescheidenen Zuladungsmöglichkeiten hat sich wenig geändert. Anhängerbetrieb und Dachtransport scheiden beim Cabrio aus, also bleibt der Kofferraum – und der ist vor allem eines: klein.
Die nach unten schwingende Kofferraumklappe gibt den Blick frei auf eine schmale Luke, hinter der bei offenem Verdeck maximal 160 Liter Gepäckraumvolumen angelegt sind. Bei geschlossenem Verdeck kann die obere Abdeckung des Kofferraums verstellt werden, womit sich das Volumen auf 215 Liter erhöht. Die rückwärtigen Sitze lassen sich mittig umklappen, so entsteht bis zur Fensterunterkante ein Stauraum von bis zu 365 Litern.
Das Verdeck des Mini Cabrio öffnet und schließt vollautomatisch innerhalb von 18 Sekunden. Besonderheit: die Schiebedachfunktion des Stoffdachs. Möchte man nicht völlig offen fahren und trotzdem den Wind spüren, so lässt sich das Verdeck lediglich 40 Zentimeter weit öffnen. Das geschlossene Verdeck verschwindet bei Mini nicht unter einer Klappe, sondern liegt offen auf der Karosserie auf. Die ansonsten optionale akustische Abstandswarnung für den Heckbereich (Park Distance Control/PDC) gehört deshalb beim Cabriolet zur Grundausstattung.
Ein Windschutz schlägt bei Mini allerdings mit 290 Euro extra zu Buche. Eine Hommage an die alte Heimat des Mini ist das Verdeck im Union-Jack-Design (600 Euro). Exklusiv gibt es für das Cabriolet eine Regenwarn-Funktion, die zum Beispiel im Funktionspaket "Wired" (ab 1.990 Euro) enthalten ist.
Ansonsten ist für das Cabriolet all das verfügbar, was auch bei den 3- und 5-Türern als Sonderausstattung enthalten ist, zum Beispiel ein adaptives Fahrwerk (500 Euro), das den Charakter des Mini über die Einstellungen "Sport", "Mid" und "Green" spürbar verändert. Mit den grundlegenden Mini-Ausstattungspakten "Salt" (600 Euro), "Pepper" (ab 1.100 Euro) und "Chili" (ab 3.300 Euro) lässt sich jedes Serien-Cabriolet individualisieren. Grundsätzlich gilt: Bei Mini gibt es eigentlich nichts, was es nicht gibt.
Ein Mini Cabrio? Auf den ersten Blick die pure Unvernunft. Auf den zweiten Blick die pure Lust für jeden, der Spaß am Autofahren unter freiem Himmel hat. Das Mini Cabrio macht es einem nicht leicht, vernünftig zu bleiben.
Das Mini Cabriolet war in der Vergangenheit einer der Verkaufsschlager im Mini-Sortiment.
Klein, teuer und unpraktisch, ein Auto, auf das niemand gewartet hat: So könnte man das Mini Cabrio (F57) durchaus beschreiben. Und doch gibt es nicht wenige Fans, die die 3. Generation des Mini Cabrios mit Spannung erwartet haben. Denn das Mini Cabriolet war in der Vergangenheit einer der Verkaufsschlager im Mini-Sortiment. Der F57 ist in vielerlei Hinsicht besser als seine Vorgänger. Sehr solide verarbeitet, Mini-Gokart-Feeling inklusive, dazu ein Alleinstellungsmerkmal, das nur der Mini transportieren kann: Understatement auf höchstem Niveau.
Einen großen Schritt gemacht
Der Retro-Charakter ist geblieben: das Blechkleid, die kurzen Überhänge, dazu die opulenten Rücklichter. Dazu hat das Mini Cabrio technisch einen großen Schritt gemacht. Das Textilverdeck lässt sich in 18 Sekunden vollautomatisch öffnen und schließen. Technisch folgt das Cabriolet der geschlossenen dreitürigen Version, die erwachsen geworden ist: länger, breiter und gefühlt auch ein Stück vernünftiger.
Und mit dem 3-Türer bildet das Cabrio den Markenkern von Mini, seitdem Derivate wie der Roadster oder das Countryman-Coupé Paceman wieder vom Markt genommen wurden. Die neuen Dreizylinder-Motoren sind ein Angebot an Kaufinteressenten, die ökologische Aspekte mit Fahrspaß kombinieren möchten.
Ein Spaßauto für Spaßfahrer
Die Zuladung ist gerade beim Mini Cabrio nahezu vernachlässigbar. Über die nach unten schwingende Ladeluke im Heck lassen sich mit geöffnetem Verdeck gerade einmal 160 Liter zuladen. Da bleibt wenig Platz für Gepäckstücke und andere Utensilien. Bei geschlossenem Verdeck erhöht sich das Kofferraumvolumen auf 215 Liter. Aber wer ein Mini Cabrio kauft, hat in Gedanken meistens sowieso nur eine Zahnbürste und eine Badehose dabei.
Fazit zum Mini Cabrio (F57)
Das Mini Cabrio (F57) in der dritten Auflage unter Konzernmutter BMW ist ein verführerisches Angebot an alle, die ein bisschen Geld zur Verfügung haben und auf den Sommer vertrauen. Technisch mehr als solide, gut verarbeitet – wer auf der Suche nach einem schicken Cabriolet ist, wird unweigerlich mit dem Mini Cabrio in Kontakt kommen. Wer rational denkt und rechnen muss, hakt den Mini schnell wieder ab.