Land Rover Discovery (Serie)

Alle Modelle mit Tests, Daten, Preisen und Kosten

Der Land Rover Discovery ist ein stattlicher Geländewagen aus dem Haus Jaguar Land Rover, der bereits seit 1989 gebaut wird. Ursprünglich war der Land Rover Discovery zwischen dem Land Rover Defender und dem teuren Luxus-SUV Range Rover positioniert. In der fünften Generation hat der „Disco“, wie ihn seine Fans nennen, längst ein Entwicklungsniveau erreicht, das ihn selbst zu einem SUV der oberen Mittelklasse macht.

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Daten

Daten

Der aktuelle Land Rover Discovery wird mit drei Diesel- und zwei Benzin-Motorisierungen angeboten. Einstiegsmodell ist ein 2,0-Liter-Diesel-Vierzylinder mit 180 PS. Darüber rangiert ein weiterer 2,0-Liter-Vierzylinder, der 240 PS leistet. Top-Diesel ist ein V6-Aggregat mit 258 PS und einer Spitze von 209 km/h. Bei den Benzinern sind zwei Motorisierungen verfügbar: ein Reihen-Vierzylinder mit 300 PS (201 km/h) und ein V6 mit 3,0-Liter Hubraum und 340 PS (215 km/h). In einer ganz eigenen Liga spielt das 2018 kommende Topmodell, der „Land Rover Discovery SVX“. Das ist mit dem aus dem Range Rover bekannten 5,0-Liter-V8-Motor ausgestattet, der 525 PS leistet und das Auto zum stärksten Discovery aller Zeiten macht.

  • Vierzylinder-Diesel-Einstiegsmodell mit 180 PS
  • V6-Diesel mit 258 PS, V6-Benziner mit 340 PS
  • Top-Modell „SVX“ mit 5,0-Liter-V8-Motor und 525 PS
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Test

Test

Der Land Rover Discovery hat längst den rustikalen Charme der ersten Jahre abgelegt. In der fünften Generation liegt der „Disco“ in Erscheinungsbild, Machart und Ausstattung weit näher am Luxus-SUV Range Rover als an früheren Land-Rover-Modellen wie dem Freelander oder gar dem Defender. Heute ist der Discovery ein großes, geräumiges SUV der oberen Mittelklasse (Land Rover selbst bewirbt ihn mit „Unser vielseitigstes SUV“), das sich gegen Aufpreis durchaus luxuriös individualisieren lässt. Erfreulich: Trotz aller Annäherung an den SUV-Zeitgeist zeichnen auch den Discovery noch immer die charakteristischen Land-Rover-Eigenschaften wie höchste Geländekompetenz und Robustheit aus.

  • auch als alltagspraktisches Familienfahrzeug voll tauglich
  • sehr große Ladekapazität und hohe Variabilität 
  • vorbildliche Fahrsicherheit
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Preise

Preise

Der Land Rover Discovery wird ab 52.000 Euro verkauft. Für diese Summe erhält der Käufer den 2,0-Liter-Diesel mit 180 PS in der einfachsten Ausstattungslinie „S“. Die beinhaltet unter anderem eine Klimaanlage und ein autonomes Notbremssystem. Die Versionen mit den 3,0-Liter-Motoren, egal ob Diesel oder Benziner, sind erst ab der nächsthöheren Ausstattung „SE“ zu bekommen. Hier kostet der 3,0-Liter-Diesel mit 258 PS ab 60.800 Euro, der 3,0-Liter-Benziner mit 340 PS ab 61.800 Euro. Dann sind zusätzlich unter anderem eine Einparkhilfe hinten, ein Regensensor und ein Digitalradio an Bord. In der vierten und damit höchsten Ausstattungslinie „HSE Luxury“ kosten diese beiden Modelle 76.000 Euro.

  • Einstiegsmodell mit 2,0-Liter-Diesel-Motor ab 52.000 Euro
  • 3,0-Liter-Benziner und 3,0-Liter-Diesel erst ab „SE-Ausstattung“
  • Top-Ausstattung „HSE Luxury“ ab 76.000 Euro
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Beschreibung

Serienbeschreibung

Die erste Generation des Land Rover Discovery startete 1989 und wurde bis 1998 gebaut. Ähnlich wie bereits knapp zwanzig Jahre zuvor beim Range Rover war es den britischen Ingenieuren gelungen, die große Geländekompetenz als Kardinaltugend der Marke mit ordentlichen Qualitäten im Straßenbetrieb zu kombinieren.


Vorderansicht - schräg
Knapp 354.000 Discovery der ersten Generation konnte Land Rover verkaufen.
Seitenansicht

Dass der damals rund 45.000 Mark teure Discovery eine willkommene Alternative für Land-Rover-Fans war, die sich einen Range Rover nicht leisten konnten oder wollten, zeigte sich an den Verkaufszahlen des „Disco“. Knapp 354.000 Fahrzeuge konnte man von der ersten Generation an den Mann und hin und wieder auch an die Frau bringen, sodass der Discovery zu diesem Zeitpunkt der meistverkaufte Land Rover überhaupt war. Ein großer Teil fiel dabei auf die Dieselvariante „Tdi“. Der neu entwickelte Motor hatte einen Hubraum von 2,5 Litern und leistete 113 PS. Zwei Benzinmotoren wurden im Laufe der Bauzeit ebenso angeboten. Der standesgemäße V8-Motor verfügte zunächst über 3,5 Liter, später über 3,9 Liter Hubraum, während dem 1993 eingeführten 2,0-Liter-Vierzylinder kein allzu großer Erfolg beschieden war. Ähnlich wie der Range Rover wurde auch der Discovery zunächst nur als 3-Türer gebaut. 

Optional als Siebensitzer

Die zweite Generation hatte eine deutlich kürzere Laufzeit und wurde von 1998 bis 2004 produziert. Der 2,5-Liter-Dieselmotor leistete jetzt 139 PS, den Hubraum des V8-Benziners (185 PS) hatte man auf vier Liter erweitert. Gegen Aufpreis konnte eine Viergang-Automatik geordert werden, während ABS zur Serien-Ausstattung gehörte. Ebenfalls optional war eine dritte Sitzreihe, sodass der Discovery auch zum Siebensitzer aufgerüstet werden konnte. Komfort-Features wie Leder-Ausstattung oder Klimaautomatik waren gegen Aufpreis erhältlich.

2004 startete die dritte Discovery-Generation, jetzt mit einem von Ford gelieferten 2,7-Liter-V6-Dieselmotor, der den vorherigen Fünfzylinder aus dem eigenen Hause ablöste und 190 PS leistete. Der V8-Benziner hatte nun einen Hubraum von 4,4 Litern und leistete bereits 299 PS. Das sogenannte „Terrain Response System“ ermöglichte es dem Fahrer, per Drehschalter zwischen den fünf verschiedenen Fahrprogrammen Straße, Schlamm und Furchen, Sand, Gras, Schotter, Schnee sowie Geröll auszuwählen. Damit war der Discovery, dessen Front sich optisch am höher positionierten Range Rover orientierte, für nahezu jede Situation gewappnet.

Bereits 2009 begann der Verkauf der vierten Generation, die die Annäherung an den Range Rover noch deutlicher machte. Neben dem 2,7-Liter-V6-Diesel gab es nun auch eine 3,0-Liter-Version mit 245 PS. Ein Benziner wurde zumindest in Deutschland zunächst nicht angeboten (in einigen anderen europäischen Länder war allerdings ein 5,0-Liter-V8-Motor verfügbar). Erst 2013 führte man auch auf dem deutschen Markt einen Benzinmotor für den Discovery 4 ein. Der V6-Benziner mit einem Hubraum von drei Litern leistete 340 PS und war serienmäßig mit einer Achtgang-Automatik ausgestattet, die bereits seit 2010 auch in den Dieselvarianten verbaut wurde. 

Fünfte Generation mit Alu-Karosserie 

Seit 2017 ist die fünfte Generation des Land Rover Discovery auf dem Markt. Größte Neuerung ist die selbsttragende, vollständig aus Aluminium bestehende Karosserie, die dafür verantwortlich ist, dass der „Disco“ nun deutlich weniger Gewicht mit sich herumschleppen muss. Neben einem V6-Benziner mit 340 PS wird ein Reihen-Vierzylinder angeboten, der aus zwei Litern Hubraum kräftige 300 PS schöpft. Bei den Dieseln-Aggregaten leistet der 3,0-Liter-Sechszylinder 258 PS, ein 2,0-Liter-Vierzylinder ist mit wahlweise 180 PS oder 240 PS erhältlich.

Dank zwei zusätzlichen Sitzen in Reihe drei, die sich elektrisch im Wagenboden versenken lassen, sowie eines Gepäckabteils mit bis zu 2.500 Liter Stauraum und einer Zugleistung von bis zu 3,5 Tonnen ist der fünfte Discovery auch ein echtes Familien-Mobil. Die optionale Luftfederung nimmt längeren Fahrten möglicherweise den früheren, robusten Charme einer echten Abenteuerreise, verwöhnt dafür aber mit sehr hohem Fahrkomfort. Standfeste Bremsen und zahlreiche (zum Teil optionale) Assistenzsysteme wie der intelligente Notfall- oder Spurhalteassistent sorgen zudem für hohe Fahrsicherheit. Dazu lässt sich der Discovery je nach Motorisierung auch durchaus flott bewegen. Ein Sportler allerdings ist er nicht. Will er aber – mit Ausnahme des kommenden „SVX“-Top-Modells – auch gar nicht sein.

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