Fiat Punto / Punto Evo (199)

Limousine20092016
Gebraucht ab
1.390 €
Fahrzeugeinordnung

Der Fiat Punto der dritten Generation (Typ 199) hat eine bewegte Modellgeschichte hinter sich. Er kam 2005 parallel zum zunächst weitergebauten Vorgänger als Grande Punto auf den Markt. 2009 verpasste ihm Fiat ein erstes Facelift und taufte den 4,07 Meter langen Kompaktwagen in Punto Evo um. Im Jahr 2012 folgte eine erneute Modellpflege, bei der die Italiener die Bugpartie wieder eng an das Ursprungsdesign anlehnten. Auch der Name änderte sich noch einmal. So heißt der kleine Italiener seitdem wieder schlicht Punto. Auch wird er nur noch als Fünftürer angeboten.

Der mindestens 12.790 Euro teure Punto konkurriert in der Kleinwagenklasse mit Modellen wie dem Ford Fiesta, Opel Corsa, Peugeot 208, Citroën C3 oder Renault Clio. Wegen seines fortgeschrittenen Alters kämpft er seit Jahren mit rückläufigen Verkaufszahlen.

Stärken
  • gutes Platzangebot
  • noch immer modernes Design
  • günstige Einstiegspreise
Schwächen
  • keine Assistenzsysteme
  • schlechter Langsamfahrkomfort
  • gefühllose Lenkung
Beta
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Aktuelle Angebote

Leistung
48 kW / 65 PS
0 - 100 km/h
14,5 s
Höchstgeschwindigkeit
155 km/h
CO2-Ausstoß (komb.)*
135 g/km
Verbrauch (komb.)*
5,7 l/100km
Energieeffizienzklasse*
-

Design

Motoren

Das Motorenangebot des Fiat Punto ist recht schmal. Es umfasst drei Benziner, einen Diesel und eine Erdgas-Version und endet schon bei 105 PS. Die modernen MultiAir-Motoren, die es zum Beispiel im Fiat 500X auf 140 PS bringen, enthält Fiat dem betagten Kleinwagen vor.

  • Zwei- und Vierzylinder (Benzin), Vierzylinder (Diesel)
  • bivalente Erdgas-Variante "Natural Power"
  • Start-Stopp-Automatik (serienmäßig außer für 1.2 8V und Erdgas-Version)

Motordetails anzeigen

Sicherheit

Der Fiat Punto ist auf dem Sicherheitsstand der 2000er-Jahre stehengeblieben. Assistenzsysteme gibt es nicht, sechs Airbags nur gegen Aufpreis. Darüber hinaus schränken die breiten C-Säulen die Sicht nach schräg hinten stark ein.

  • vier bis sechs Airbags
  • Berganfahrhilfe
In der Basisausstattung hat der Fiat Punto nur die vom Gesetzgeber ohnehin vorgeschriebenen Sicherheitsbausteine wie ABS, ESP, 3-Punkt-ISOFIX-Befestigungspunkte für Kindersitze, Reifendruckkontrollsystem und die elektronische Wegfahrsperre zu bieten. Auch die vier serienmäßigen Airbags repräsentieren unteren Klassenstandard, können allerdings gegen 250 Euro Aufpreis auf sechs erhöht werden.
Als weitere Option bleiben Nebelscheinwerfer für 200 Euro. Ein Manko der Basisversion besteht darin, dass sie nicht mit einer dritten Kopfstütze für die Rückbank versehen werden kann. Sicherheitsrelevante Assistenzsysteme hat der Punto auch gegen Aufpreis nicht zu bieten.
Beim Euro-NCAP-Crashtest erzielte ein Fiat Grande Punto die Höchstnote von fünf Sternen. Allerdings fand dieser Test 2005 statt. Inzwischen wurde das Bewertungsschema verschärft.

Ausstattung

Schon in der Basisausstattung MyStyle ist der Punto nicht schlecht ausgestattet. Fünf Türen und eine Klimaanlage gibt es anderswo oft nur gegen Aufpreis. Die zwei fehlenden Seitenairbags lassen sich hinzu bestellen – auch das ist bei günstigen Basisversionen keine Selbstverständlichkeit. Die Ausstattungslinie Lounge umfasst dann sogar eine Klimaautomatik und Leichtmetallfelgen. Moderne Assistenzsysteme sucht man vergebens.

Zur Serienausstattung gehören:

  • Klimaanlage
  • fünf Türen
  • CD-Radio
Angesichts des bevorstehenden Modellwechsels hat Fiat die für den Punto erhältlichen Ausstattungslinien von vier (beim Punto Evo) auf nur noch zwei eingedampft. MyStyle nennt sich die neue und nur noch mit dem Basismotor angebotene Einstiegsvariante. Zum Preis von 12.790 Euro erhalten Kunden zwar fünf Türen und eine Klimaanlage, aber nur vier statt sechs Airbags sowie zwei statt drei Kopfstützen für die ungeteilt umklappbare Rückbank.
Erst in der 1.400 Euro teureren und für alle fünf Motoren erhältlichen Ausstattungslinie Lounge kommen dann zusätzlich Seitenairbags für Fahrer- und Beifahrer hinzu (in MyStyle 250 Euro Aufpreis). Auch sonst ist der Punto im Lounge-Gewand umfangreich ausgestattet.
Allerdings fehlen auch gegen Aufpreis jegliche Fahrerassistenzsysteme. Das Display der 490 Euro teuren Radio/Navigationseinheit ist mit seiner Fünf-Zoll-Bildschirmdiagonale nach modernen Maßstäben zu klein. Weitere Optionen für Lounge-Modelle sind hintere Fensterheber für 200 Euro, eine Geschwindigkeitsregelanlage für 250 Euro oder ein Regensensor für 190 Euro. Der teuerste Fiat Punto kommt mit diesen Zutaten auf einen Preis von rund 20.000 Euro. Automatikgetriebe sind im Punto nicht erhältlich.
Serienausstattung MyStyle:
  • vier Airbags
  • Stahlräder im Format 15 Zoll
  • elektrische Fensterheber vorn
  • elektrisch verstellbare Rückspiegel
  • Klimaanlage
  • Fahrersitzhöhenverstellung
  • Tagfahrlicht
  • CD-Radio mit sechs Lautsprechern
  • Berganfahrhilfe
  • Bordcomputer
  • Lenksäule höhen- und weitenverstellbar
  • Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung
Zusätzlich in Ausstattungslinie Lounge:
  • sechs Airbags
  • asymmetrisch umklappbare Rücksitzbank
  • elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel
  • vordere Mittelarmlehne
  • Zwei-Zonen-Klimaautomatik
  • Radio mit Bluetooth und USB-Schnittstelle
  • Parksensoren hinten
  • Nebelscheinwerfer mit Abbiegelicht
  • Lenkrad und Schaltknauf in Leder
  • Leichtmetallfelgen im Format 15 Zoll

Modellbeschreibung

Fiat war früher für seine Kleinwagen berühmt. So gehörte der Fiat Uno als Vorläufer des Punto zu den Bestsellern seiner Klasse. Solch hohe Ansprüche erfüllt heute fast nur noch der Lifestyle-Zwerg 500.


Blauer Kleinwagen in Seitenansicht mit fünf Türen, silbernen Felgen und einer Antenne auf dem Dach vor weißem Hintergrund.
Viel Platz auf kompaktem Grundriss.
Blauer Kleinwagen mit fünf Türen, markantem Frontdesign und Rädern mit schwarzen Felgen. Fenster und Karosseriedetails in schwarzem Kontrast.

Der Punto fristet dagegen ein Schattendasein im Markt und wird auch von der Fachpresse kaum noch für Vergleichstests herangezogen. Der Punto ist mit über zehn Jahren das mit Abstand älteste Modell im Fiat-Programm, auch wenn er optisch dank seines zeitlosen Designs erstaunlich frisch geblieben ist.

Auch sonst hat er durchaus seine Qualitäten. Er bietet mit seinem Radstand von 2,51 Metern zumindest den Passagieren viel Platz auf kompaktem Grundriss, ist zudem nach über zehn Jahren routiniert verarbeitet. Trotz relativ einfacher Materialien klappert es nicht im Punto. Die Langzeitqualität lässt allerdings zu wünschen übrig, wie die Auswertungen von ADAC und Dekra belegen.

Beim Fahren kann der Punto sein Alter nicht verleugnen. Die Lenkung ist leichtgängig, aber recht gefühllos, und die zu schwache Dämpfung führt zu vertikalen Aufbaubewegungen. Egal auf welchem Untergrund – immer wirkt der Fiat einen Tick zu schroff. Was dem Punto vor allem fehlt, sind neben Assistenzsystemen moderne Motoren. Der kleine Zweizylinder-Turbo ist zwar modern und technologisch spannend, hat aber auch seine schwachen Seiten: Brummfrequenzen und hohen Spritverbrauch bei zügiger Fahrt.

Fazit Fiat Punto 199

Der Fiat Punto hat seine Namen zwar immer wieder geändert, ist sich aber treu geblieben. Dass er an seinem zeitlosen Design festhält, kann man als Charakterstärke werten. Allerdings wurde auch seine Technik in den über zehn Jahren Produktionszeit kaum weiterentwickelt. Das zeigt sich vor allem an den betagten Vierzylinder-Motoren, aber auch an den fehlenden Assistenzsystemen. Wer damit leben kann und nur ein ausgereiftes, geräumiges und unverändert schickes Kompaktauto haben will, kann dennoch mit dem Punto glücklich werden.

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