mobile.de: Die schönsten Automuseen

Die schönsten Automuseen

Geschichte, die Spaß macht

Oldtimer sind Träume. Wenn man sich keinen leisten kann oder will, ist ein Ausflug ins Museum eine gute Alternative. mobile.de hat die schönsten Automuseen zusammengestellt.

Die erste Etappe des Rundgangs durch die schönsten Museen führt uns durch das Wolfsburger ZeitHaus, Teil der Autostadt von Volkswagen. VW betreibt zwar ein kleines Museum in Wolfsburg, das ZeitHaus jedoch ist anders, denn es beschränkt sich nicht nur auf die Geschichte der eigenen Marke. Auch werden nicht nur Autos aus der wachsenden Konzern-Großfamilie wie der Lamborghini Countach oder ein Porsche 911 gezeigt.

Die Wolfsburger zeigen in dem modernen Gebäude beispielsweise auch ein Citroen DS oder Cadillac mit 16-Zylinder-Motor in der Ausstellung, denn das ZeitHaus will Meilensteine der gesamten Automobilgeschichte zeigen. Fahrzeuge aus den Fabriken von über 50 Marken werden ausgestellt - und der Aufwand lohnt sich: Das ZeitHaus mit seiner umfassenden Präsentation automobiler Geschichte ist das besucherstärkste Automuseum der Welt.

Trend: Autogeschichte im Zusammenhang

Oldtimer werden immer öfter in einen geschichtlichen Zusammenhang gestellt. Die Hersteller beleuchten hierbei vor allem die eigene Entwicklung, wie bei den Museen von Mercedes-Benz, Porsche oder BMW, unabhängige Sammlungen stellen Fahrzeuge aber oft in einem größeren (technik-)historischen Zusammenhang aus. Das ist beispielsweise beim Auto- und Technikmuseum in Sinsheim so. Ob Dampflok, Concorde oder gar der russische Raumtransporter Buran – hier kann man alles bestaunen, manchmal sogar betreten. Die Autos sind ein wesentlicher, aber nicht alleiniger Teil der Ausstellung.

Andere Museen setzen ebenfalls eigene Akzente. So gibt es im Efa- Museum für Deutsche Automobilgeschichte auch eine riesige Spur I-Modelleisenbahn zu sehen. Und im Dauphin Speed Event kann man herrliche Feste inmitten der Exponate feiern.

Geschichte besteht aus Geschichten

In fast schon intimer Atmosphäre geht der Rundgang im Automuseum in Wolfegg weiter. Gründer des Museums ist der kürzlich verstorbene, sehr bekannte Automobiljournalist Fritz B. Busch. Mit dem Charme einer sehr persönlichen Sammlung hat er im Laufe seines Lebens Exponate zusammengestellt, die ein großes Publikum ansprechen und auch seine persönliche Geschichte erzählen. Das reicht vom Diesel-Rekordwagen bis hin zum Cadillac des Schauspielers Hans Albers.

Kein Museum, aber interessant

Und dann entwickelt sich noch etwas. Eine Mischform zwischen Garage und Verkaufsausstellung sind beispielsweise die Classic Remisen in Berlin und Düsseldorf. Museen sind sie nicht und wollen es auch nicht sein. Interessante Autos gibt es trotzdem zu sehen. Die Classic Remisen zeigen fast alles rund um das Thema Oldtimer. So werden in Werkstätten klassische Autos repariert, es gibt Modelle oder Automobilia zu kaufen. Spezialisierte Händler bieten in den restaurierten Gebäuden Klassiker an. Zum Ausstellungscharakter tragen auch die Oldies von Privatleuten bei. Diese parken in Glasgaragen, die dem Besucher einen nicht-repräsentativen, aber immer hochklassigen Querschnitt durch die Automobilgeschichte bieten. Ein Besuch lohnt sich immer – und ist immer kostenlos.

Text: SH | Bildmaterial: Auto & Technik Museum Sinsheim