Ikonen unter Strom: Was können die elektrischen Neuauflagen besser?
Die Ente, der 205 Turbo 16 und der Fortwo kommen als E-Autos zurück. Wir stellen sie ihren Vorbildern gegenüber – mit Preisen, Daten und Terminen.


Das Wichtigste in Kürze
- Vier Ikonen, ein Antrieb: Ente, Kastenente, Peugeot 205 Turbo 16 und Smart ForTwo bekommen Nachfolger, die alle elektrisch fahren.
- Zwischen Studie und Showroom: Nicht jedes der vier Modelle ist so weit, dass du es kaufen kannst. Wir sagen dir, welches.
- Rallye-Legende trifft Hightech: Der Pedyugeot e-T16 greift das Erbe des Gruppe-B-Klassikers mit ganz neuer Technik auf.
Manche Autos kennt jeder. Jetzt rollen vier davon zurück – diesmal mit Strom. Nur einer ist schon bestellbar, der Rest sind Studien.
Wir zeigen dir, was Citroën 2CV Concept, Citroën 2CV Fourgonnette Concept, Peugeot e-T16 Concept und Smart #2 besser können, was sie kosten und wann du sie kaufen kannst.
Citroën 2CV

Die "Ente", wie der Citroën 2CV genannt wird, debütierte am 7. Oktober 1948 in Paris und blieb bis 1990 im Programm.
Ein luftgekühlter Zweizylinder-Boxer, Frontantrieb und ein aufrollbares Stoffdach machten sie zum minimalistischen Volksauto.
Geeignet für
- Oldtimer-Fans, Sammler, Genussfahrer, Wochenendausflügler
Nicht geeignet für
- Autobahnfahrer, Sicherheitsbewusste, Vielfahrer
Weltweit entstanden 5.114.966 Exemplare. Anfangs warteten Kunden bis zu sechs Jahre lang auf ihre Ente.
Vorteile
- Einfache Technik mit niedrigen Unterhaltskosten
- Weiche Federung mit langem Federweg
- Weltweite Szene mit Clubs und Treffen
Nachteile
- Höchstgeschwindigkeit je nach Version nur 70 bis 113 km/h
- Feuchtigkeit im Innenraum galt als kaum vermeidbar
- Deutliche Seitenneigung in Kurven


Der Klassiker mit Faltdach und Ente-Charme: einfach gebaut, leicht und bis 1990 in Produktion. Entdecke jetzt Angebote und Modelle.
Citroën 2CV Concept

Die elektrische Studie greift die runden Formen der Ente auf und ist mit 3,76 Metern etwas kompakter als das Original aus dem Jahr 1948.
Ein Stoff-Faltdach, freistehende Rundscheinwerfer und separat verschraubte Stoßfänger prägen den Auftritt.
Geeignet für
- Stadtfahrer, Zweitwagen-Haushalte, Retro-Fans, Preisbewusste
Nicht geeignet für
- Sofortkäufer, Zahlenfans
Im Innenraum warten zwei durchgehende Sitzbänke, ein herausnehmbares Radio namens Radioën und ein Picknickkorb mit Croissant-Gravur.
Vorteile
- Zielpreis von rund 15.000 Euro liegt unter dem Einstieg der meisten günstigen E-Autos
- Produktion in Europa ist geplant
- Geringes Gewicht von etwa 1.000 Kilogramm soll eine kleinere Batterie erlauben
Nachteile
- Leistung, Batteriegröße und Reichweite sind noch offen
- Serienmodell kommt laut Citroën erst bis 2028
- Serie weicht ab: Türgriffe und digitale Kennzeichen der Studie gehen laut Citroën nicht in Produktion
Citroën 2CV Kastenente

Die Kastenente kam im Frühjahr 1951 und teilte sich die Technik mit der Limousine. Hinter den Vordersitzen folgte ein Laderaum, den man über zwei Heckklappen beladen konnte.
Geeignet für
- Camper-Ausbauer, Sammler, Retro-Gewerbe
Nicht geeignet für
- Schwerlastfahrer, Komfortfahrer, Vielfahrer
Insgesamt liefen 1.246.335 Kastenenten vom Band, bevor Mitte 1978 die Fertigung endete und die Acadiane übernahm.
Vorteile
- Einsatz im Alltag bewährt, etwa bei Post und Rettungsdienst
- In Deutschland beliebte Basis für günstige Wohnmobil-Umbauten
- Einfache Technik der Limousine hält die Unterhaltskosten niedrig
Nachteile
- Nur neun PS in der ersten Version
- Mit 250 bis 400 Kilogramm Nutzlast nur für leichte Lasten
- Karosserie stand schon in den 1950er-Jahren in der Kritik


Der 2CV als Kastenwagen: Der Laderaum statt der Rückbank macht ihn zum Lieferwagen mit Kultstatus.
Citroën 2CV Fourgonnette Concept

Die Studie überträgt das Design des 2CV Concept auf einen elektrischen Kastenwagen. Der hohe, kantige Laderaum zitiert die historische Silhouette, vorn sitzen die ringförmigen LED-Leuchten.
Geeignet für
- Handwerker, Lieferdienste, Kleingewerbe, Designfans
Nicht geeignet für
- Flottenplaner mit Zeitdruck, Preisvergleicher
Citroën nennt die Studie ein Herzensprojekt der Designerinnen und Designer.
Vorteile
- Konzept zielt auf wenig Schnickschnack und niedrige Kosten
- Gemeinsame Designbasis mit dem 2CV Concept
- Eigenständige Optik als Kastenwagen
Nachteile
- Angaben zu Motor, Batterie, Reichweite und Ladevolumen fehlen
- Preis ist offen
- Serienproduktion ist aktuell nicht geplant
Peugeot 205 Turbo 16

Peugeot baute den 205 Turbo 16 als Basis für die Gruppe B: Gitterrohrrahmen, quer eingebauter Mittelmotor und Allradantrieb stecken unter einer Karosserie im 205-Look.
Der 1,8-Liter-Turbo leistet 147 kW (200 PS).
Geeignet für
- Sammler, Rallye-Fans, Youngtimer-Enthusiasten
Nicht geeignet für
- Alltagsfahrer, Budgetkäufer, Familien
Der Peugeot 205 Turbo 16 sprintet in rund sechs Sekunden auf 100 km/h und läuft 209 km/h bei 1.145 Kilogramm Leergewicht.
Vorteile
- Seltenheit: Nur 200 Straßenfahrzeuge wurden gebaut
- Erbe des Rallye-Doppelweltmeisters von 1985 und 1986
- Klappbare Heckpartie lässt sich für den Zugang zum Motor öffnen
Nachteile
- Kaum am Markt zu finden
- Homologationsmodell statt Alltagsauto
- Technisch hat er mit dem Serien-205 kaum etwas gemein


Der kompakte Kleinwagen der 1980er-Jahre ist leicht, handlich und als GTI bis heute ein gefragter Youngtimer.
Peugeot e-T16 Concept

Die Studie des Peugeot e-T16 ist ein elektrischer Kompaktsportler mit drei Motoren und 600 kW (816 PS).
Das Design zeigt die neue Linie Feline Future mit horizontalen Leuchtbalken, rot hinterleuchteter Linie und großem Heckflügel.
Geeignet für
- Motorsportfans, Technikfans, Designinteressierte
Nicht geeignet für
- Familien, Preisbewusste, Sofortkäufer
Die 85-kWh-Batterie lädt mit 800 Volt in unter 15 Minuten von zehn auf 80 Prozent und soll bis zu 400 Kilometer weit reichen.
Vorteile
- Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 2,5 Sekunden
- Seitliche Zellkühlung hält die Leistung für drei Nordschleifen-Runden
- Ausblick auf Hypersquare-Lenkrad und Cockpit des kommenden E-208
Nachteile
- Studie ist nicht bestellbar
- Verbrauch und Drehmoment nennt Peugeot nicht
- Preis und Serienpläne sind offen
Smart EQ ForTwo

Der zweisitzige Smart EQ ForTwo hieß bis 2018 noch ForTwo Electric Drive. Ein 60-kW-Motor trieb die Hinterräder an, die Batterie speicherte 17,6 kWh brutto.
Geeignet für
- Stadtfahrer, Gebrauchtwagenkäufer, Zweitwagen-Haushalte, Fahranfänger
Nicht geeignet für
- Langstreckenfahrer, Familien, Autobahnpendler
Der Stromer beschleunigt in 11,6 Sekunden auf 100 km/h und regelt bei 130 km/h ab. Die 160 Newtonmeter liegen sofort an.
Vorteile
- Mit 2,695 Metern Länge passt er in enge Parklücken
- Leiser Fahrbetrieb mit rund 66 Dezibel
- Optionales 22-kW-Ladegerät füllt den Akku in etwa einer Stunde
Nachteile
- Reichweite nach WLTP nur 133 bis 145 Kilometer, im Stadtverkehr real 100 bis 120
- Neu nicht mehr bestellbar
- Maximale Zuladung von 270 Kilogramm


Der elektrische Zweisitzer für die Stadt ist kurz, wendig und leicht in jede Parklücke zu bringen.
Smart #2

Der Smart #2 ist die vollelektrische Neuauflage des Zweisitzers und misst nur 2,75 Meter.
Ein 60-kW-Motor sitzt an der Hinterachse, die Batterie fasst 35,8 kWh und soll laut WLTP-Zielwert bis zu 290 Kilometer reichen.
Geeignet für
- Stadtfahrer, Parkplatzsuchende, Paare, Zweitwagen-Haushalte
Nicht geeignet für
- Familien, Langstreckenfahrer, Anhängerfahrer
Die Heckklappe lässt sich oben separat öffnen, der Kofferraum fasst 305 Liter und der Wendekreis beträgt 6,95 Meter.
Vorteile
- Schnellladen mit 65 kW: von 10 auf 80 Prozent in rund 20 Minuten
- Einstieg ab 19.990 Euro
- Fünflenker-Hinterachse sorgt für stabiles Fahrverhalten auf Landstraße und Autobahn
Nachteile
- Basisversion Pure lädt Wechselstrom nur mit 7,4 kW
- Auf der Autobahn rechnet der ADAC eher mit rund 200 Kilometern Reichweite
- Weiß, Schwarz und Grau sind in den Einstiegsversionen die einzigen Farben
Elektrische Retromodelle: technische Daten
| Modell | Antrieb | Leistung | Drehmoment | Normverbrauch | Reichweite | Neupreis |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Citroën 2CV Concept | Elektro | n. v. | n. v. | n. v. | n. v. | rund 15.000 Euro (Zielpreis Serie) |
| Citroën 2CV (2CV6) | Benzin | 21 kW (29 PS), Erstversion 6,6 kW (9 PS) | 39 Nm (2CV6) | 5,4 bis 6,8 l/100 km (nicht nach WLTP) | entfällt | n. v. |
| Citroën 2CV Fourgonnette Concept | Elektro | n. v. | n. v. | n. v. | n. v. | n. v. |
| Citroën 2CV Kastenente | Benzin | 6,6 kW (9 PS) bis ca. 24 kW (32 PS, AK 400) | n. v. | n. v. | entfällt | n. v. |
| Peugeot e-T16 Concept | Elektro | 600 kW (816 PS) | n. v. | n. v. | bis 400 km | n. v. |
| Peugeot 205 Turbo 16 | Benzin | 147 kW (200 PS) | 255 Nm | n. v. | entfällt | n. v. |
| Smart #2 | Elektro | 60 kW (82 PS) | 130 Nm | 13,6 kWh/100 km (WLTP, vorläufig) | bis 290 km (WLTP, vorläufig) | ab 19.990 Euro |
| Smart EQ ForTwo | Elektro | 60 kW (82 PS) | 160 Nm | n. v. | 133 bis 145 km (WLTP) | ab 21.940 Euro (Einstieg) |
Kannst du die E-Nachfolger schon kaufen?
Nur der Smart #2 ist aktuell (Stand: Oktober 2026) bestellbar. Der Bestellstart war am 13. Oktober 2026, die Markteinführung folgt 2027.
Die Preise beginnen bei 19.990 Euro für die Pure-Variante.
Smart weist darauf hin, dass die Angaben vorläufig sind, weil die EU-Typgenehmigung noch läuft.
Die anderen drei Nachfolger sind Studien. Das Serienmodell des 2CV Concept will Citroën bis 2028 vorstellen, zu einem angepeilten Preis um 15.000 Euro.
Die 2CV Fourgonnette ist aktuell nicht für die Serie vorgesehen. Peugeot beschreibt den e-T16 als Ausblick auf den kommenden E-208.
Den Smart EQ ForTwo findest du gebraucht schon heute auf mobile.de.
Wie unterscheiden sich Originale und E-Nachfolger technisch?
Die Originale setzen auf Benzinmotoren. Die Ente kam auf 6,6 bis 21 kW, der Peugeot 205 Turbo 16 leistet 147 kW (200 PS).
Die Nachfolger fahren elektrisch. Der Peugeot e-T16 kommt auf 600 kW (816 PS), der Smart #2 auf 60 kW, genau wie der Smart EQ ForTwo.
Beim Smart zeigt sich der Fortschritt bei der Batterie: bis zu 290 Kilometer nach WLTP statt 133 bis 145. Das Drehmoment sinkt dagegen von 160 auf 130 Newtonmeter.
Beim 2CV Concept und bei der Fourgonnette Concept fehlen Leistung, Batterie und Reichweite noch. Für das 2CV Concept nennt Citroën 3,76 Meter Länge und angepeilte 1.000 Kilogramm Gewicht.
Der Peugeot e-T16 lädt mit 800 Volt und soll bis zu 400 Kilometer weit kommen. Einen Verbrauchswert nennt Peugeot nicht.
Was kosten Klassiker und Nachfolger?
Die Nachfolger starten niedrig. Der Smart #2 kostet ab 19.990 Euro, das 2CV Concept soll rund 15.000 Euro kosten. Für e-T16 und Fourgonnette gibt es keine Preise.
Gebrauchte 2CV6 aus 1990 kosten rund 12.000 bis 17.500 Euro. Das ist eine Stichprobe von vier Anzeigen, keine Marktübersicht. Seltene Varianten liegen deutlich darüber. Die allradgetriebene 2CV Sahara wird in gutem Zustand für mehr als 100.000 Euro gehandelt.
Den Smart EQ ForTwo gab es neu ab 21.940 Euro. Beim Gebrauchtkauf eines E-Autos hilft ein Batterie-Zertifikat, und für den Neukauf lohnt der Blick auf die Förderung für E-Autos.
Alternativ kannst du E-Autos leasen. Beim Kilometerleasing trägt der Leasinggeber das Restwertrisiko.
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