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Collage aus vier Supersportwagen: Gordon Murray S1, Eccentrica V12 Roadster, McLaren McL 6GT und Koenigsegg CCGT1.
Quelle: McLaren, Eccentrica, Gordon Murray, Koenigsegg | Collage: mobile.de
Gordon Murray S1, Eccentrica V12 Roadster und McLaren McL 6GT setzen auf analoge Schaltvorgänge. Beim Koenigsegg CCGT1 ist die Handschaltung optional erhältlich – in einer Fahrzeugklasse, die das lange hinter sich gelassen hatte.

Das Wichtigste in Kürze

  • Acht Supersportwagen verbinden moderne Technik mit Retro-Design und analogen Lösungen.
  • Handschaltungen feiern ihr Comeback – nicht für schnellere Rundenzeiten, sondern für mehr Fahrgefühl.
  • Restomods wie der Eccentrica V12 Roadster übertragen klassische Formen in die Gegenwart.

McLaren baut erstmals seit 1992 wieder einen Handschalter, Gordon Murray schraubt einen 12.100 Touren drehenden V12 in ein Dreisitzer-Cockpit, und RUF stellt einen 650-PS-Sportwagen auf ein eigenes Carbon-Monocoque.

Dahinter steckt kein Rückschritt, sondern eine Absage an das vollautomatisierte Fahrerlebnis. Wir zeigen dir acht Modelle, die den Fahrer wieder arbeiten lassen.

McLaren McL 6GT

McLaren McL 6GT in der Seitenansicht, Konzeptstudie auf Basis des historischen M6GT.
Quelle: McLaren
Das Serienmodell des McL 6GT soll 2028 vorgestellt werden. Bis dahin bleibt der Wagen eine Konzeptstudie ohne veröffentlichte Leistungs- oder Gewichtsdaten.

Der McLaren McL 6GT ist eine Konzeptstudie, die auf dem historischen M6 GT basiert. Sie ist Bruce McLarens nie vollendeter Traum von einem Straßensportwagen aus den späten 1960er-Jahren.

Das Fahrzeug kombiniert eine extrem flache, breite Silhouette mit einem Kamm-Heck, das an die Can-Am-Rennwagen der damaligen Zeit erinnert.

Dabei setzt McLaren auf ein vollständig aus Carbonfaser gefertigtes Monocoque sowie – erstmals seit dem McLaren F1 von 1992 – ein echtes Handschaltgetriebe. Das bringt seine Kraft über die Hinterräder auf die Straße.

Geeignet für

  • Puristen, Handschalt-Enthusiasten, McLaren-Sammler, Fans analoger Fahrerlebnisse

Nicht geeignet für

  • Käufer, die sofort ein Serienfahrzeug möchten, Alltagsfahrer, Komfort-Liebhaber

Der McL 6GT trägt im Schalthebel das „Speedy Kiwi"-Logo. Es ist das erste Markenzeichen der McLaren-Geschichte. Bruce McLarens Unterschrift ziert zudem den Motorraum.

Vorteile

  • Erstes McLaren-Handschaltgetriebe seit 34 Jahren – konsequente Rückkehr zum analogen Fahren
  • Vollständige Carbonfaser-Karosserie und Monocoque für geringes Gewicht
  • Hydraulische Lenkung statt elektrischer Servolenkung für direktes Feedback

Nachteile

  • Bislang nur Konzeptstudie – das Serienmodell kommt erst 2028
  • Keine offiziellen Leistungs- oder Gewichtsdaten veröffentlicht
  • Kein Allradantrieb: kann bei sehr hoher Leistung die Traktion einschränken
Gelber McLaren GT vor weißer Wand
Gelber McLaren GT vor weißer Wand
McLaren GT

Der McLaren GT verbindet Supersportwagen-Fahrleistung mit Langstreckentauglichkeit und einem großen Kofferraum.

Gordon Murray S1

Gordon Murray S1 in der Seitenansicht, limitierter Gran-Touring-Sportwagen mit zentraler Fahrerposition.
Quelle: Gordon Murray
Der S1 übernimmt die zentrale Dreisitz-Anordnung des McLaren F1. Gordon Murray hat beide Fahrzeuge entworfen.

Der Gordon Murray S1 ist eine auf 64 Exemplare limitierte Weiterentwicklung des S1 LM. Sie konzentriert sich stärker auf Gran-Touring-Qualitäten.

Ein von Cosworth entwickelter 4,2-Liter-V12-Saugmotor mit bis zu 690 PS und einer Maximaldrehzahl von 12.100 U/min treibt das Fahrzeug über ein manuelles Sechsganggetriebe an.

Der sechste Gang ist als Overdrive ausgelegt und bereits ab 2.500 U/min liegen 80 Prozent des maximalen Drehmoments von 500 Nm (bei 7.000 U/min) an.

Die Karosserie wurde gegenüber dem S1 LM vollständig neu gezeichnet. Sie verzichtet auf den großen Heckflügel und den langen Frontsplitter und behält dabei die charakteristische zentrale Dreisitz-Anordnung bei.

Geeignet für

  • Langstreckenfahrer, V12-Liebhaber, Sammler, Fans des McLaren-F1-Erbes

Nicht geeignet für

  • Käufer mit kleinem Budget, Fahrer ohne Handschalterfahrung, Alltagspendler

Obwohl der S1 komfortabler als der S1 LM abgestimmt ist, soll sein Leergewicht laut Gordon Murray unter dem des T.50 liegen: ein Zeichen konsequenter Leichtbau-Philosophie.

Vorteile

  • Hochdrehender Cosworth-V12-Saugmotor mit breitem Drehzahlband – auch für Langstrecken ausgelegt
  • Dreisitzige Kabine mit zentraler Fahrerposition – wie beim McLaren F1
  • Verbesserte Alltagstauglichkeit gegenüber dem S1 LM durch komfortablere Abstimmung

Nachteile

  • Auf 64 Exemplare limitiert
  • Kein Allradantrieb
  • Kein offizieller Neupreis kommuniziert
Silberner McLaren P1 vor weißer Wand
Silberner McLaren P1 vor weißer Wand
McLaren P1

Bei seiner Vorstellung zählte der McLaren P1 zu den leistungsstärksten Straßenfahrzeugen seiner Zeit.

Ferrari CZ26

Ferrari CZ26 in der Seitenansicht, Einzelstück aus dem Progetti-Speciali-Programm in Silber mit roten Akzenten.
Quelle: Ferrari
Der Auftraggeber des CZ26 ist ein US-amerikanischer Sammler. Der Kaufpreis wurde nicht genannt.

Der Ferrari CZ26 ist ein Einzelstück aus dem „Progetti Speciali"-Programm. Es entstand für einen US-amerikanischen Sammler in Zusammenarbeit mit dem Ferrari-Design-Studio unter Leitung von Flavio Manzoni.

Der Wagen basiert auf der technischen Architektur des SF90 Stradale inklusive des unveränderten Plug-in-Hybrid-Antriebsstrangs mit 1.000 PS Systemleistung.

Der CZ26 trägt eine vollständig neu gestaltete Karosserie mit ausgeprägter horizontaler Gestaltung, einer markanten Zweibox-Silhouette und einer Lackierung in „Argento Veloce" mit roten Akzenten in „Rosso Lampante".

Geeignet für

  • Sammler, Ferrari-Enthusiasten, Fans des Einzelstück-Gedankens

Nicht geeignet für

  • Käufer, die ein verfügbares Fahrzeug suchen, Fahrer mit Fokus auf Alltagstauglichkeit

Die Sitzeinsätze des CZ26 wurden teilweise im 3D-Druckverfahren gefertigt und mit speziell entwickelten Bezügen überspannt.

Vorteile

  • 1.000 PS Systemleistung aus bewährtem SF90-Hybrid-Antrieb
  • Vollständig individualisierte Karosserie
  • Aerodynamisch optimiert: mehr Abtrieb vorn, verbesserter Diffusor hinten

Nachteile

  • Einzelstück
  • Kein Preis kommuniziert
  • Auf Basis des SF90, der durch den Ferrari 849 Testarossa abgelöst wurde
Dunkelblauer Ferrari Stradale vor grauer Wand
Dunkelblauer Ferrari Stradale vor grauer Wand
Ferrari SF90 Stradale

Der Ferrari SF90 Stradale liefert mit drei Elektromotoren und einem Verbrenner eine Systemleistung von über 1.000 PS.

Porsche Sonderwunsch Flachbau RS

Porsche Sonderwunsch Flachbau RS in Grandprixweiß, Seitenansicht mit charakteristischem Flachbau-Profil und großem Heckflügel.
Quelle: Porsche
Grandprixweiß ist ein Porsche-Farbton mit Tradition: Er wurde 1974 beim 911 eingeführt. Die invertierten Streifen auf Fronthaube und Dach bestehen aus schwarzem Sichtcarbon.

Der Porsche Sonderwunsch Flachbau RS ist ein straßenzugelassenes Werksunikat auf Basis des 911 GT2 RS (Typ 991.2) mit Weissach-Paket. Es entstand in knapp dreijähriger Entwicklungsarbeit in Zusammenarbeit mit Manthey.

Das Design interpretiert die Flachbau-Form des legendären Porsche 935/78 (Spitzname „Moby Dick") neu:

  • flachere Kotflügel mit schlitzförmigen Luftauslässen,
  • kaskadenartige LED-Lichtgrafik mit fünf flachen Leuchten auf jeder Seite,
  • ein vom 911 GT3 R Rennsport inspirierter Heckflügel (manuell in drei Stellungen fixierbar)

Das in Grandprixweiß lackierte Einzelstück ist gegenüber dem Serien-GT2 RS um 31,6 Kilogramm leichter.

Geeignet für

  • Porsche-Sammler, Rennstrecken-Enthusiasten, Fans der 935-Historie

Nicht geeignet für

  • Alltagsfahrer, Käufer mit Komfortanspruch, Fahrer ohne Rennstreckenerfahrung

Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 340 km/h und im Setup „High Downforce" produziert der Flachbau RS exakt 554 Kilogramm Abtrieb auf der Hinterachse.

Vorteile

  • Konsequenter Leichtbau: 31,6 kg weniger als der Serien-GT2 RS trotz aufwendiger Umbaumaßnahmen
  • Dreistufiger Heckflügel mit patentierter Einstellmechanik für unterschiedliche Abtriebseinstellungen
  • Umfangreich auf der Nürburgring-Nordschleife erprobt (50 Runden)

Nachteile

  • Einzelstück – nicht zu kaufen
  • Stark reduzierter Innenraum: kein PCM, kein Audiosystem, kaum Dämmung
  • Antrieb des GT2 RS bleibt unverändert – keine Leistungssteigerung
Ein schwarzer Porsche 911 Cabrio steht vor einer Garage.
Ein schwarzer Porsche 911 Cabrio steht vor einer Garage.
Porsche 911

Der Porsche 911 steht seit Jahrzehnten für den Heckmotor-Sportwagen schlechthin.

Eccentrica V12 Roadster

Eccentrica V12 Roadster in der Seitenansicht, offener Restomod auf Basis des Lamborghini Diablo.
Quelle: Eccentrica
Eccentrica hat seinen Firmensitz in San Marino, einem der kleinsten Staaten der Welt mit rund 34.000 Einwohnern.

Der Eccentrica V12 Roadster ist die offene Weiterentwicklung des Eccentrica V12, eines konsequent neu aufgebauten Lamborghini Diablo der ersten Serie. Der Wagen wurde in Zusammenarbeit mit dem Mailänder Designstudio Borromeo De Silva entwickelt.

Das Herzstück bildet ein überarbeiteter 5,7-Liter-V12-Saugmotor, der über ein manuelles Sechsganggetriebe mit Gitterführung die Hinterräder antreibt. Er leistet 550 PS bei 7.000 U/min und 600 Nm bei 6.500 U/min.

Bei einem Leergewicht von 1.540 kg erreicht der Roadster eine Höchstgeschwindigkeit von 335 km/h und sprintet in 3,8 Sekunden auf 100 km/h.

Geeignet für

  • Restomod-Enthusiasten, Lamborghini-Sammler, Cabrio-Fans

Nicht geeignet für

  • Alltagsfahrer, Fahrer in regenreichen Regionen, Käufer mit Komfortanspruch

Der elektrisch einzulegende Rückwärtsgang wurde auf einen Druckknopf ausgelagert. Dies ist eine der wenigen modernen Lösungen im ansonsten konsequent analogen Fahrzeug.

Vorteile

  • Vollständig neu aufgebautes Fahrzeug mit über 3.500 maßgefertigten Komponenten pro Exemplar
  • Hydraulische Lenkung und Brembo-Bremsanlage für direktes, analoges Fahrgefühl
  • Drei Fahrprogramme mit semiaktiven Dämpfern für unterschiedliche Einsatzbereiche

Nachteile

  • Auf 19 Exemplare limitiert
  • Kein Dach – eingeschränkte Allwettertauglichkeit
  • Kein offizieller Neupreis kommuniziert
Lamborghini Diablo
Lamborghini Diablo
Lamborghini Diablo

Der Lamborghini Diablo prägte in den 90ern mit seinem Keildesign das Bild des italienischen Supersportwagens.

Lamborghini Revuelto Miura 60° Homage

Lamborghini Revuelto Miura 60° Homage in der Seitenansicht, limitierte Sonderserie zum 60. Jubiläum des Miura.
Quelle: Lamborghini
Besitzer eines historischen Miura können über das Ad-Personam-Programm die originale Farb- und Ausstattungskombination ihres Fahrzeugs auf den Revuelto Miura 60° Homage übertragen lassen.

Der Lamborghini Revuelto Miura 60° Homage ist eine auf 99 Exemplare limitierte Sonderserie. Sie feiert das 60. Jubiläum des Miura – des ersten Supersportwagens der Welt.

Entwickelt wurde die Serie im Rahmen des Ad-Personam-Programms in Zusammenarbeit mit dem Lamborghini Centro Stile.

Das Fahrzeug basiert auf dem Revuelto HPEV mit drei Elektromotoren, 1.015 PS Systemleistung und einem 6,5-Liter-V12-Motor.

Der Revuelto Miura trägt vom historischen Miura inspirierte Außenfarben. Ebenfalls dabei: charakteristische Designelemente wie das neu interpretierte „Cannelloni"-Sitzmuster und eine spezielle Carbon-Plakette mit der Aufschrift „Miura 60° – Serie Speciale 1 di 99".

Geeignet für

  • Lamborghini-Sammler, Miura-Liebhaber, Fans limitierter Sonderserien

Nicht geeignet für

  • Käufer, die technische Weiterentwicklungen erwarten, Fahrer mit Fokus auf Effizienz

Der Revuelto Miura 60° Homage verbraucht laut WLTP gewichtet kombiniert 15 l/100 km Kraftstoff plus 4,7 kWh/100 km Strom. Bei entladener Batterie sind es 17,9 l/100 km.

Vorteile

  • 1.015 PS Systemleistung, 0–100 km/h in 2,5 Sekunden, über 350 km/h Höchstgeschwindigkeit
  • Neun historisch inspirierte Außenfarben und zwei exklusive Konfigurationen
  • Besitzer eines historischen Miura können dessen Farb-/Ausstattungskombination originalgetreu übertragen lassen

Nachteile

  • Auf 99 Exemplare limitiert
  • Rein optische Hommage – keine technischen Änderungen gegenüber dem Serien-Revuelto
  • Kein offizieller Neupreis kommuniziert
Silberner Lamborghini Revuelto vor schwarzer Wand
Silberner Lamborghini Revuelto vor schwarzer Wand
Lamborghini Revuelto

Der Revuelto kombiniert einen V12-Motor mit drei Elektromotoren zu einer Systemleistung von über 1.000 PS.

RUF Ehra

RUF Ehra in der Seitenansicht, eigenständiger Sportwagen auf Carbonfaser-Monocoque.
Quelle: RUF Automobile
Der Ehra basiert auf einem eigens entwickelten Carbonfaser-Monocoque. RUF ist damit einer der wenigen Kleinserienhersteller, der kein Serienfahrzeug als Basis verwendet.

Der RUF Ehra ist ein eigenständig entwickelter Gran-Touring-Sportwagen auf Basis des hauseigenen Carbonfaser-Monocoques mit breiter Carbon-Karosserie.

Seinen Namen leitet er von der VW-Teststrecke Ehra-Lessien ab, also jener Strecke, auf der der RUF CTR „Yellowbird" 1987 mit 339,8 km/h einen Weltrekord für straßenzugelassene Fahrzeuge aufstellte.

Ein 3,6-Liter-Biturbo-Sechszylinderboxer mit 650 PS und 900 Nm Drehmoment wird hier kombiniert mit einem selbst entwickelten variablen Allradantrieb und einem Siebengang-Schaltgetriebe.

So beschleunigt der 1.325 Kilogramm leichte Ehra in 3,3 Sekunden auf 100 km/h und auf bis zu 340 km/h Höchstgeschwindigkeit.

Geeignet für

  • Gran-Touring-Fahrer, Porsche-Alternative-Suchende, Fans des Yellowbird-Erbes

Nicht geeignet für

  • Käufer, die ein breites Servicenetz benötigen, Fahrer, die maximale Leistungsdaten brauchen

Das Interieur des Ehra setzt auf braunes Naturleder im klassischen „Pasha"-Karomuster, Titan-Pedale und Rundinstrumente mit grünen Ziffern.

Die Gestaltung ist eine bewusste Anlehnung an klassische Sportwagen der 1970er- und 1980er-Jahre.

Vorteile

  • Eigenständiges Carbonfaser-Monocoque – kein Umbau eines Porsche 911, sondern ein echter RUF
  • 650 PS und 900 Nm bei nur 1.325 kg Leergewicht
  • Variabler und abschaltbarer Allradantrieb für unterschiedliche Fahrsituationen

Nachteile

  • Kein offizieller Preis kommuniziert
  • Keine weiteren technischen Daten bei der Präsentation veröffentlicht
  • Kleiner Hersteller mit begrenzter Serviceinfrastruktur

Koenigsegg CCGT1

Koenigsegg CCGT1 in der Draufsicht, Hypercar mit aktivem Aerodynamikkonzept und Dacheinlass.
Quelle: Koenigsegg
Der markante Dacheinlass des CCGT1 versorgt nicht nur den Ölkühler, sondern auch ein eigens entwickeltes Kühlsystem für die Stoßdämpfer: eine Maßnahme für mehr Konstanz bei langen Rennstreckeneinsätzen.

Der Koenigsegg CCGT1 ist eine auf 70 Exemplare limitierte Hommage an den CCGT-GT1-Rennwagen-Prototyp von 2007.

Der CCGT1 erlebte aufgrund von Regeländerungen nie einen Renneinsatz und basiert auf dem CC850 mit nahezu vollständig neu gezeichneter Karosserie.

Ein hauseigener Twinturbo-V8 leistet 1.280 PS auf Normalbenzin und 1.600 PS auf E85.

Der CCGT1 erzeugt bis zu 800 Kilogramm Abtrieb bei 250 km/h durch ein aktives aerodynamisches Gesamtkonzept.

Er kann wahlweise mit dem serienmäßigen sequenziellen Koenigsegg Sequential Shift (KSS) oder dem optionalen manuellen Sechsgang-Engage Shift System (ESS) geordert werden.

Geeignet für

  • Hypercar-Sammler, Rennstrecken-Enthusiasten, Koenigsegg-Fans

Nicht geeignet für

  • Alltagsfahrer, Käufer mit begrenztem Budget, Fahrer ohne Rennsporterfahrung

Koenigsegg führt mit dem CCGT1 das sogenannte „Ghost Fibre" ein. Dies ist eine Weiterentwicklung des weißen Carbonfaser-Konzepts aus dem Trevita-Projekt von 2009. Es bietet neben seiner optischen Wirkung auch ballistische Schutzeigenschaften.

Vorteile

  • Bis zu 1.600 PS auf E85 – kombinierbar mit optionalem Handschaltgetriebe
  • Erstes werkseitig entwickeltes Track-Package von Koenigsegg inklusive Carbon-Überrollkäfig, Slicks und Lufthebern
  • Bis zu 800 Kilogramm Abtrieb bei 250 km/h dank aktiver Aerodynamik

Nachteile

  • Kein offizieller Neupreis kommuniziert
  • Extrem limitiert und bereits ausverkauft
  • Hoher Kraftstoffverbrauch durch Hochleistungsantrieb
Ein Koenigsegg Jesko Absolut auf der Verkaufsfläche
Ein Koenigsegg Jesko Absolut auf der Verkaufsfläche
Koenigsegg

Der Koenigsegg CCGT war eine für den GT1-Rennsport entwickelte Variante des CCR.

Retro-Supersportwagen: technische Daten im Überblick

ModellMotorAntriebLeistung (kW/PS)DrehmomentVerbrauchHöchstgeschwindigkeit
McLaren McL 6GTV8 (Hubraum k. A.)Hinterradk. A.k. A.k. A.k. A.
Gordon Murray S14,2-l-V12 Saugmotor (Cosworth)Hinterradca. 507 kW/690 PS500 Nm (bei 7.000 U/min)k. A.k. A.
Ferrari CZ264,0-l-V8 Turbo + 3 E-Motoren (Plug-in-Hybrid)Allrad735 kW/1.000 PS (System)1.066 Nm (System)6,1 l/100 km328 km/h
Porsche Sonderwunsch Flachbau RS3,8-l-Biturbo-Sechszylinder (Basis GT2 RS)Hinterrad515 kW/700 PS750 Nm11,8 l/100 km340 km/h
Eccentrica V12 Roadster5,7-l-V12 SaugmotorHinterrad404 kW/550 PS600 Nm (bei 6.500 U/min)k. A.335 km/h
Lamborghini Revuelto Miura 60° Homage6,5-l-V12 + 3 E-Motoren (Plug-in-Hybrid)Allrad746 kW/1.015 PS (System)807 Nm15 l/100 km + 4,7 kWh/100 km (WLTP)über 350 km/h
RUF Ehra3,6-l-Biturbo-SechszylinderboxerAllrad (variabel)478 kW/650 PS900 Nmk. A.340 km/h
Koenigsegg CCGT1Twinturbo-V8Hinterrad941 kW/1.280 PS (Benzin) bzw. 1.176 kW/1.600 PS (E85)k. A.k. A.k. A.

Was steckt hinter dem Retro-Trend bei Supersportwagen?

Der Begriff „Retro" greift bei diesen Fahrzeugen etwas zu kurz. Es geht weniger um nostalgische Optik als um eine bewusste Rückbesinnung auf Fahrzeugkonzepte, die in den vergangenen Jahren zunehmend verschwunden sind.

Handschaltgetriebe, Saugmotoren und hydraulische Lenkungen galten lange als überholt. Automatikgetriebe schalten schneller, Turbomotoren liefern mehr Drehmoment, elektrische Lenksysteme sind präziser abstimmbar.

Doch genau diese Effizienzgewinne haben bei vielen Fahrern das Gefühl hinterlassen, dass die Verbindung zwischen Mensch und Maschine verloren geht. Der Fahrer wird zunehmend zum Passagier.

Hersteller wie McLaren, Gordon Murray oder RUF reagieren darauf. Sie bauen Fahrzeuge, die den Fahrer wieder aktiv einbinden: durch spürbare Schaltvorgänge, direkte Lenkrückmeldung und Motoren, die auf Gaspedalbewegungen unmittelbar reagieren.

Das ist kein Rückschritt. Es ist eine bewusste Entscheidung gegen die vollständige Automatisierung des Fahrerlebnisses.

Warum setzen so viele neue Supersportwagen auf Handschaltgetriebe?

Das Handschaltgetriebe galt im Hochleistungsbereich lange als Auslaufmodell. Doppelkupplungsgetriebe schalten in Millisekunden, vermeiden Zugkraftunterbrechungen und sind im Rennbetrieb klar im Vorteil.

Dennoch erleben manuelle Getriebe gerade eine Rückkehr. Der Grund liegt nicht in der Rundenzeit, sondern im Fahrerlebnis.

Ein Handschaltgetriebe zwingt den Fahrer zur aktiven Beteiligung. Jeder Gangwechsel ist eine bewusste Handlung. Das erzeugt eine Verbindung zum Fahrzeug, die ein Automatikgetriebe nicht replizieren kann.

McLaren bringt mit dem McL 6GT erstmals seit dem F1 von 1992 wieder ein Handschaltgetriebe in ein Modell der Marke.

Gordon Murray setzt beim S1 auf ein manuelles Sechsganggetriebe mit Overdrive-Auslegung. Koenigsegg bietet beim CCGT1 sogar ein optionales Handschaltgetriebe als Alternative zur sequenziellen Schaltung an.

Auch der Eccentrica V12 Roadster und der RUF Ehra setzen auf manuelle Getriebe. Die Botschaft ist klar: Das Handschaltgetriebe ist kein Kompromiss mehr – es ist ein Merkmal.

Was unterscheidet Restomods wie den Eccentrica V12 Roadster von klassischen Supersportwagen?

Ein Restomod ist kein restauriertes Fahrzeug und kein Neubau. Es ist eine dritte Kategorie:

Ein historisches Fahrzeug wird vollständig zerlegt und mit moderner Technik neu aufgebaut. Dabei bleibt die ursprüngliche Formensprache erhalten.

Beim Eccentrica V12 Roadster bedeutet das: Die Basis ist ein Lamborghini Diablo der ersten Serie. Pro Fahrzeug werden über 3.500 maßgefertigte Komponenten neu entwickelt. Motor, Fahrwerk, Elektronik und Karosserie werden von Grund auf überarbeitet.

Das Ergebnis fährt sich wie ein modernes Fahrzeug, sieht aber aus wie ein Diablo. Hydraulische Lenkung, Brembo-Bremsanlage und semiaktive Dämpfer sorgen für zeitgemäße Fahrdynamik.

Der Unterschied zu einem klassischen Supersportwagen liegt in der Zuverlässigkeit und Alltagstauglichkeit. Ein originaler Diablo aus den 1990er-Jahren hat andere Ansprüche an Wartung und Pflege als ein moderner Restomod.

Restomods richten sich an Käufer, die das Erscheinungsbild eines historischen Fahrzeugs schätzen, aber auf moderne Technik nicht verzichten möchten. Das ist eine wachsende Nische und der Eccentrica V12 Roadster ist eines der konsequentesten Beispiele dafür.

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