VW Touareg 2 (7P/7PH)

Geschlossen20102018
Gebraucht ab
6.990 €
Leasing ab
381 €
Fahrzeugeinordnung

Der Touareg ist das große SUV von VW und mit 4,80 Metern 31 Zentimeter länger als der Tiguan. Er gehört damit zur Klasse der Fullsize-SUVs. Die erste Generation kam 2002 auf den Markt, die zweite 2010. Dabei wuchs der Touareg in allen Dimensionen, speckte aber durch Verwendung leichterer Materialien rund 200 Kilogramm ab. Dennoch ist er mit rund 2,2 Tonnen alles andere als ein Leichtgewicht.

2014 erfolgte ein Facelift, bei dem der SUV das neue VW-Konzerngesicht und etwas sparsamere Motoren erhielt. Der Touareg läuft mit seinen technisch verwandten Konzernbrüdern Porsche Cayenne und Audi Q7 im slowakischen Bratislava vom Band. Zu den übrigen Konkurrenten zählen BMW X5 und Mercedes GLE, die beide in den USA gebaut werden. Für 2017 wird eine neue Modellgeneration erwartet, doch scheint sich der Start wegen der Turbulenzen bei VW zu verzögern.

Stärken
  • üppiges Platzangebot
  • sehr gute Verarbeitung
  • hoher Langstrecken-Komfort
Schwächen
  • ausladende Karosserie
  • hoher Verbrauch
  • hohe Versicherungskosten
  • Lücken in der Serienausstattung
Beta
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Aktuelle Angebote

Leistung
206 kW / 280 PS
0 - 100 km/h
7,8 s
Höchstgeschwindigkeit
228 km/h
CO2-Ausstoß (komb.)*
236 g/km
Verbrauch (komb.)*
9,9 l/100km
Energieeffizienzklasse*
-

Modell im Test (Neu- und Gebrauchtwagen)

SUVs liegen schwer im Trend – schwere SUVs allerdings weniger. Die große Popularität der Fahrzeuggattung bezieht sich vor allem auf die kompakteren Modelle, die in den letzten Jahren nachgelegt wurden. So verkauft VW mehr als fünfmal so viele Tiguans wie Touaregs.

Das hängt sicher mit dem höheren Preis zusammen und damit, dass die zweite Touareg-Generation inzwischen in die Jahre gekommen ist. Aber das große SUV ist eben auch ein rechtes Dickschiff, das speziell im Stadtverkehr unhandlicher und durstiger als der Tiguan ist. Ein hervorragender Reisewagen bleibt der Touareg natürlich trotzdem – und zudem ein gutes Stück günstiger als die ähnlich ausladenden Modelle der gehobenen Premium-Konkurrenz.

Testberichte

ADAC Auto-Test

Testergebnis vom 27. Januar 2015
VW Touareg 3.0 V6 TDI SCR Blue Motion DPF AutomatikFünftüriges SUV der oberen Mittelklasse (193 kW / 262 PS)
Testbericht lesen
  • ADAC-Urteil Technik/Umwelt
    rating
    2
  • ADAC-Urteil Autokosten
    rating
    3,9
Karosserie/Kofferraum 2,1
Innenraum 1,6
Komfort 2
Motor/Antrieb 1,6
Fahreigenschaften 2,3
Umwelt/EcoTest 2,8
Sicherheit 1,6

Motoren

Die beiden im Touareg lieferbaren Dreiliter-V6-Diesel sorgen im Zusammenspiel mit der blitzschnell schaltenden Automatik für souveräne Fahrleistungen. Allerdings sind dafür auch 204 beziehungsweise 262 PS nötig, denn es wollen 2,2 Tonnen Gewicht und mehr nach vorne gewuchtet werden. Das zeigt sich auch beim Verbrauch, der mit etwas Mühe einstellig, oft genug aber auch deutlich zweistellig ausfällt.

  • V-Sechszylinder (Diesel)
  • Start-Stopp-Automatik mit Bremsenergie-Rückgewinnung
  • permanenter Allradantrieb
  • Achtgang-Automatik mit Tiptronic und Freilauf

Motordetails anzeigen
V6 TSI Hybrid-Motor in einem Auto, umgeben von Schläuchen und mechanischen Komponenten, mit einem auffälligen schwarzen Motordeckel.
Illustration eines Auto-Assistenzsystems mit Sensoren für den toten Winkel auf einer mehrspurigen Straße, inkl. eines Seitenspiegel-Details.

Sicherheit

Trotz des fehlenden Euro-NCAP-Crashtests kann der VW Touareg als sicherer SUV gelten. Dass VW angesichts des hohen Grundpreises nicht mehr Sicherheitsfeatures als sechs Airbags und eine Müdigkeitserkennung serienmäßig vorhält, ist aber unverständlich und ärgerlich. Der kleinere VW Tiguan hat in dieser Beziehung deutlich mehr zu bieten.

  • sechs Airbags
  • Müdigkeitserkennung
  • Berganfahr- und Bergabfahrassistent
Die nicht eben großzügige Aufpreispolitik von VW setzt sich beim sensiblen Thema Sicherheit fort. Serienmäßig an Bord sind sechs Airbags, eine Multifunktionsbremse und eine Müdigkeitserkennung. Alles andere ist verfügbar, kostet aber Aufpreis, darunter auch der Knieairbag sowie die Systeme Lane-Assist und Front-Assist mit City-Notbremsfunktion, die im neueren und deutlich billigeren VW Tiguan serienmäßig sind.
Auch sind die Preise für die optionalen Assistenzsysteme gesalzen. So kostet ein Paket aus automatischer Distanzkontrolle mit Stop-and-Go-Funktion, City-Notbremsfunktion, Spurhalte- und Spurwechselassistent, Verkehrszeichenerkennung sowie Parksensoren 3.610 Euro. Weitere 1.210 Euro verschlingt ein Upgrade, das dann auch 360-Grad-Umgebungsansicht und Rückfahrkamera bereitstellt.
Ergebnisse eines aktuellen Euro-NCAP-Crashtests liegen für den VW Touareg nicht vor.

Ausstattung

Der VW Touareg ist nach dem Wegfall des Phaeton der VW mit dem höchsten Einstiegspreis. Wer für mindestens 54.400 Euro eine weitgehende Vollausstattung erwartet, sieht sich aber getäuscht. Ein CD-Wechsler ist zu diesem Preis zwar serienmäßig, aber keine Einparkhilfe. Die zahlreichen Extras lässt sich VW deutlich teurer bezahlen als in anderen Baureihen.

  • Zur Serienausstattung gehören:
  • Zweizonen-Klimaautomatik
  • Radiosystem mit CD-Wechsler und acht Lautsprechern
  • Regensensor
Innenraum eines Autos mit Lederlenkrad, Touchscreen, Holzdekor und beigen Sitzen. Modernes Armaturenbrett und Mittelkonsole.
Den VW Touareg gibt es nur in zwei Ausstattungslinien. Zur namenlosen Basisversion kommt noch die Variante Exclusive, die mit 11.100 Euro Aufpreis ihrem Namen alle Ehre macht. Dafür gibt es unter anderem eine aufgewertete Innenausstattung mit zweifarbigem Leder und elektrischer Verstellung der Vordersitze.
Das Grundmodell des Touareg ist umfangreich, aber nicht gerade spendabel ausgestattet. Mit an Bord sind unter anderem eine Zweizonen-Klimaautomatik, ein Radiosystem mit CD-Wechsler und acht Lautsprechern, Bi-Xenon-Scheinwerfer und Leichtmetallfelgen im Format 17 Zoll. Was dagegen fehlt, ist jegliche Einparkhilfe, die bei einem Auto von 4,80 Metern Länge zu den unverzichtbaren Zutaten gehört. Parksensoren oder Rückfahrkamera finden sich unter den aufpreispflichtigen Optionen.
Zu den hervorstechenden Posten der Extra-Liste zählen eine Luftfederung für 2.750 Euro, ein Panorama-Schiebedach für 1.560 Euro, geräuschdämmende Türscheiben aus Sicherheitsglas für 1.075 Euro und das berührungslose Öffnen der Heckklappe mittels Fußbewegung für 1.455 Euro. Das Navigationssystem schlägt mit 2.355 Euro zu Buche, die Veredelung des Soundsystems mithilfe von Dynaudio-Komponenten mit 1.610 Euro.
Serienausstattung:
  • elektrische Fensterheber vorn und hinten
  • Mittelarmlehne vorn mit Staufach
  • Zwei-Zonen-Klimaautomatik
  • Multifunktions-Lederlenkrad
  • Rücksitzbank längs verschiebbar
  • Außenspiegel elektrisch anklapp- und beheizbar
  • Audiosystem mit CD-Wechsler und acht Lautsprechern
  • Fahrer- und Beifahrersitz höhenverstellbar
  • Lendenwirbelstütze vorn
  • Zentralverriegelung mit Fernbedienung
  • asymmetrisch umklappbare Rücksitzlehne
  • Leichtmetallfelgen im Format 17 Zoll
  • Tempomat
  • Bi-Xenon-Scheinwerfer
  • Nebelscheinwerfer
Zusätzlich in Ausstattungslinie Exclusive:
  • Leichtmetallfelgen im Format 20 Zoll
  • Zweifarbige Lederausstattung
  • Sitzheizung vorn
  • elektrische Einstellung der Vordersitze
  • beheizbares Lenkrad
  • automatisch beheizte Scheibenwaschdüsen

Modellbeschreibung

Der VW Touareg ist ein SUV der alten Schule: groß und repräsentativ, aber auch unhandlich und durstig. Er eignet sich mit seinem großzügigen Platzangebot, dem geringen Geräuschniveau und der optionalen Luftfederung als komfortable Sänfte für die Langstrecke. In der Stadt ist er durch seine schiere Größe unpraktisch.


Hellblauer SUV, seitliche Ansicht. Steht auf einem weißen Hintergrund. Design mit fünf Türen und schwarzen Details an Fenstern und Rädern.
Auf der Rückbank können auch Passagiere mit Gardemaß von zwei Metern noch bequem sitzen.
Hellblauer VW SUV, Seitenansicht. Moderne Karosserie, sportliches Design, schwarze Akzente. Fahrzeug auf weißem Hintergrund.

Als VW den ersten Touareg im Jahr 2002 vorstellte, war das Publikum schon darauf vorbereitet, dass von der gutbürgerlichen Marke aus Wolfsburg nun auch echte Oberklasse-Fahrzeuge kommen – ein Jahr zuvor war der Phaeton gestartet.

Die Luxus-Limousine ist vorerst Geschichte. Das große SUV gibt es dagegen noch, und so gebührt ihm mit einem Einstandspreis von 54.400 Euro zumindest vorübergehend die Ehre des Oberhauptes der Volkswagen-Familie. Er füllt diese Rolle mit einer stattlichen, aber nicht protzigen Erscheinung, souveränen Fahrleistungen, hohem Fahrkomfort und üppigem Raumangebot aus.

Flexibler Innenraum

Auf der Rückbank können auch Passagiere mit Gardemaß von zwei Metern noch bequem sitzen. Der Laderaum fasst je nach Stellung der Rücksitzlehnen zwischen 420 und 1575 Litern, womit er annähernd Kombi-Qualitäten erreicht. Zudem gibt sich der Touareg bei der Innenraumgestaltung recht flexibel. Die Rückbank ist verschiebbar, die asymmetrisch geteilten Rücksitze lassen sich gegen Aufpreis sogar elektrisch umklappen.

Die Verarbeitung ist zwar sauber, in der Materialanmutung erreicht der Touareg aber nicht ganz das Niveau der höher positionierten Brüder Porsche Cayenne und Audi Q7. Im unteren Teil des Armaturenbretts und an den Türen findet man wenig schmeichelhaftes und kratzempfindliches Hartplastik. Bis der Touareg als Lounge auf Rädern gelten kann, sind außerdem ein paar zusätzliche Investitionen nötig, etwa in eine Lederausstattung. Die Preisliste bietet dafür zwischen 2400 und 5.690 Euro diverse Möglichkeiten.

Mit seinem Dreilter-V6-Dieselmotor erreicht der Touareg souveräne Fahrleistungen, die dennoch einen Respektsabstand zur Power eines Porsche Cayenne lassen. Während der schnellste Cayenne in 4,1 Sekunden auf Tempo 100 spurtet, lässt sich der stärkere der beiden Touaregs 7,3 Sekunden Zeit.

Große Qualitäten als Reisewagen

Auch sonst ist ihm die Rolle des Dynamikers fremd, und einer ausgesprägteren Handlichkeit steht das hohe Gewicht entgegen. Speziell mit seiner optionalen Luftfederung brilliert der große SUV dagegen als Reisewagen, der seine Insassen auch nach langen Autobahn-Etappen entspannt ans Ziel bringt. Auch als Zugfahrzeug verdient sich der Touareg dank seiner hohen zulässigen Anhängelast Meriten.

Für die Stadt ist er dagegen weniger geeignet. Zwar hat man das Geschehen vor der Motorhaube dank der hohen Sitzposition gut im Blick, und der Wendekreis fällt für ein Fahrzeug dieser Größe recht gering aus. Um die Sicht nach hinten ist es aber nicht zum Besten bestellt, und in Parkbuchten droht wegen der Fahrzeugbreite von 2,21 Metern mit Spiegeln Ungemach.

Fazit zum VW Touareg 2 (7P /7PH)

Der VW Touareg ist die richtige Wahl für Käufer, die ein ausgewachsenes SUV fahren wollen, ohne Sozialneid oder andere negative Reaktionen zu provozieren. Diese Wirkungen werden durch das zurückhaltende VW-Design ohne aufgerissenen Schlund an der Front weitestgehend vermieden.

Das ändert nichts daran, dass der in Bratislava gefertigte Wolfsburger ein Luxusgeschöpf ist – im Guten wie im Schlechten. Er wirkt auch qualitativ wie aus dem Vollen gefräst, bietet viel Platz im Innen- und Kofferraum und den Komfort und die souveränen Fahrleistungen des schweren Reisewagens. Andererseits steht es um seine Kosten- und Ökobilanz nicht zum Besten. Der Startpreis von 54.400 Euro und der Normverbrauch von unter sieben Litern stehen nur auf dem Papier und werden in der Praxis oft dramatisch übertroffen.

Wer auf ein klein wenig Opulenz verzichten kann, findet im schlankeren und moderneren VW Tiguan die vernünftigere Alternative. Für 2017 steht dem Touareg ein Modellwechsel ins Haus. Man merkt es daran, dass er nur noch mit einem Dieselmotor in zwei Leistungsstufen lieferbar ist. Die zwischendurch erhältliche Hybridvariante wurde im Mai 2015 still und heimlich eingestellt. Ihr Verkaufsanteil lag bei unter einem Prozent.

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