VW Passat Limousine (B5)

Limousine1996 – 2004
Blaues Auto im Profil auf weißem Hintergrund, silberne Felgen, klare Scheinwerfer und VW-Logo vorne.
Gebraucht ab
3.499 €
Leasing ab
248 €
Fahrzeugeinordnung

Mit der Passat-Limousine, die 1996 auf den Mark kam, betrat VW Neuland. Das Design war deutlich schnittiger als bisher und mit der Qualität sowie der Materialanmutung wollte man zur Premiumkonkurrenz aufschließen. Neben der Mercedes C-Klasse und dem BMW 3er zählten der Ford Mondeo, der Opel Vectra oder der Nissan Primera zu den Konkurrenten. Die Modellpflege im Oktober 2000 war überwiegend optischer Natur: Unter anderem wurden die Scheinwerfer und die Rückleuchten verändert.

Im Vergleich zum beliebten Variant hatte die Limousine in der Käufergunst deutlich das Nachsehen. Die fünfte Generation des VW Passat basierte, wie der Audi A4, auf der VW-Konzern-Architektur PL45. Das bedeutete unter anderem, dass der Motor längs eingebaut war. Obwohl der Passat B5 damit nicht ganz die opulenten Raumverhältnisse des Vorgängers erreichte, waren die Platzverhältnisse in der Limousine nach wie vor großzügig.

Stärken
  • bequemer Einstieg hinten
  • starke Bremsen
  • vollverzinkte, wenig rostanfällige Karosserie
Schwächen
  • kleine Kofferraum-Luke
  • Stuckerneigung der Vorderachse
  • Qualität nicht immer top
Beta
Fragen zu VW Passat Limousine (B5)? Dein KI-Assistent hilft dir bei Modellen und Angeboten.
Leistung
75 kW / 102 PS
0 - 100 km/h
12,7 s
Höchstgeschwindigkeit
192 km/h
CO2-Ausstoß (komb.)*
185 g/km
Verbrauch (komb.)*
7,7 l/100km
Energieeffizienzklasse*
-

Design

Modell im Test (Neu- und Gebrauchtwagen)

Der VW Passat B5 sollte nach dem Willen des Wolfsburger Autobauers für alle folgenden VW-Modelle wegweisend werden. Deswegen sollte der Passat auch in puncto Qualität und Technik eine neue Ära einleiten. Das Mittelklasse-Modell war der erste VW bei dem der moderne CAN-Bus zur Datenübertragung eingesetzt wurde, auch wenn sich diese Technik nicht immer als sattelfest erwies. Beim Fahrwerk half der Techniktransfer von der Konzerntochter aus Ingolstadt. Der Passat erhielt die Verbundlenker-Hinterachse und die Vierlenker-Vorderachse des Audi A4 und war damit deutlich dynamischer als der Vorgänger.

Allerdings traten beim Passat B5 mit der Zeit Qualitätsprobleme auf, die auch das Fahrwerk betrafen. Diese Mängel werden oft als Folge des strikten Sparkurses des damaligen VW-Chefeinkäufers José Ignacio López gesehen. Rost war dagegen aufgrund der vollverzinkten Karosserie kein Thema. Die Platzverhältnisse bei der B5 Limousine waren zwar nicht ganz so fürstlich wie beim Vorgänger, aber immer noch sehr großzügig. Das galt auch für den Kofferraum, der ein Fassungsvermögen von 475 bis 760 Litern besaß.

Motoren

Das Motorenprogramm für den VW Passat B5 begann beim 1.9 TDI mit 90 PS und reichte bis zum W8-Benziner mit 4,0 Litern Hubraum und 275 PS. Ab Herbst 2003 war der 2.0 TDI (136 PS) serienmäßig mit einem Dieselpartikelfilter ausgestattet. Die Normverbräuche rangierten zwischen 5,3 Litern (143 g/km CO2) und endeten bei 13,2 Litern (317 g/km CO2). Verschiedene Motoren waren auch mit dem Allradantrieb "Syncro" kombinierbar, der später in "4Motion" umbenannt wurde und weitgehend baugleich mit dem Audi "Quattro" war.

Als Getriebe standen manuelle 5- und 6-Gang-Schaltungen, eine 4-Stufen-Automatik sowie eine 5-Stufen-Tiptronic zur Auswahl

  • manuelle 4- und 5-Gang-Schaltungen, 4-Stufen-Automatik, 5-Stufen-Tiptronic
  • Allradantrieb
  • Vier-bis Achtzylinder-Motoren

Motordetails anzeigen

Sicherheit

Bei der Sicherheit gab der Passat B5 kein einheitliches Bild ab. Immerhin waren Front- und Seitenairbags serienmäßig, wohingegen Kopfairbags mit Ausnahme des Modells mit W8-Motor Aufpreis kosteten. Bei einem Crash machte sich der Unterschied zwischen Prä- und Post-Modellpflege-Modellen bemerkbar, wie die unterschiedlichen Ergebnisse der Euro-NCAP-Tests von 1997 und 2001 belegen.

Im ersten Test gab es drei Sterne, beim zweiten immerhin vier. Ein Kritikpunkt war im ersten Prüfungslauf die Fahrgastzelle, die zwar so intakt blieb, dass die Türen geöffnet werden konnten, aber die vordere Karosserie-Säule um 6,8 Zentimeter nach hinten gedrückt war. Im späteren Test notierten die Prüfer eine stabilere Fahrgastzelle.

Zur Sicherheitsausstattung zählten:

  • ESP
  • vier Airbags
  • Kopfairbags (nur bei W8 Serie)

Ausstattung

Die Ausstattungslinien des Passat B5 entsprechen bereits der modernen VW-Nomenklatur. So hießen die verschiedenen Varianten "Passat", "Trendline", "Comfortline" und "Highline". Dazu kamen noch Sondermodelle wie "Exclusive" oder "Family", die einige Extras beinhalteten. Die Basisausstattungslinie "Passat" bot nicht gerade viele Extras.

Etwas besser stand die "Comfortline"-Version mit Tempomat (GRA), beheizbaren Vordersitzen und Klimaanlage da. Einige Ausstattungsdetails wie die Lendenwirbelstütze waren identisch mit "Trendline". In dieser Ausstattungslinie sind unter anderem elektrische Fensterheber rundum sowie Alu-Microtec-Applikationen für die Instrumententafel und den Ablagefachdeckel an Bord.

In der "Highline" gab es eine Alcantara/Feinnappa-Lederausstattung ab Werk, ebenso wie Nussbaum-Wurzelholz für die Instrumententafel, Ablagefachdeckel sowie Türzuziehgriffe sowie eine verchromte Dachreling.

Zur Serienausstattung gehörten:

  • Elektrische Fensterheber vorne
  • Außenspiegel rechts und links elektrisch einstell- und beheizbar

Modellbeschreibung

Mit dem Passat B5 startete VW eine Qualitätsoffensive, um sich mehr in Richtung "Premium für alle" zu positionieren. In der Käufergunst rangierte die Limousine im Verhältnis 20:80 deutlich hinter der Kombiversion Variant.


Blaues Auto im Profil auf weißem Hintergrund, silberne Felgen, klare Scheinwerfer und VW-Logo vorne.
Mit dem Passat B5 läutete VW eine Qualitätsoffensive ein, um das Mittelklasse-Segment zu erobern.
Blaues Auto im Profil auf weißem Hintergrund, silberne Felgen, klare Scheinwerfer und VW-Logo vorne.

Der Passat betrat 1996 mit viel Tamtam die Szene. Der damalige VW-Chef Ferdinand Piëch empfahl der Konkurrenz sogar, sich ein anderes Segment für ihre Modelle zu suchen. Dementsprechend viel Engagement steckte VW auch in die fünfte Generation des Mittelklassen-Bestseller. Mit dem Audi A4 teilte sich der Passat B5 die Architektur PL45, was zu einem positiven Techniktransfer führte, der sich vor allem beim Fahrwerk positiv bemerkbar machte.

Die Verbundlenker-Hinterachse und die Vierlenker-Vorderachse stammten vom Audi A4 und brachten dem Passat sowohl ein Plus an Agilität als auch an Komfort ein. Lediglich bei Querfugen notierten die Tester eine Stuckerneigung.

Gute Raumökonomie

Mit dem Technologietransfer aus Ingolstadt ging auch eine Änderung der Einbaulage des Motors einher. Das Triebwerk war nun längs platziert, was natürlich zu Lasten des Platzangebots ging. Auch wenn der Passat B5 in dieser Disziplin nicht ganz die Top-Werte des Vorgängers erreichte, war die Raumökonomie immer noch sehr gut. Vor allem auf den vorderen Sitzen konnte man es sich sehr bequem machen, aber auch im Fond fanden Erwachsene bequem Platz, zumal der Einstieg aufgrund der weit aufschwingenden Türen sehr bequem war.

Der Kofferraum war mit einem Fassungsvermögen von 475 bis 760 Litern ebenfalls geräumig, allerdings war die Luke zum Beladen des Gepäckabteils recht klein.

Die Motorenpalette fiel beim Passat B5 mit einer Leistungsspektrum von 90 PS bis 275 PS sehr umfangreich aus. Das Top-Triebwerk war ein W8-Motor, der aufgrund seiner komplexen Bauweise technisch interessant, aber nicht sehr gefragt war. Angeblich wurden lediglich 2.539 Passat mit diesem Triebwerk verkauft. Ab Herbst 2003 wurde im 2.0 TDI-Motor (136 PS) ein Dieselpartikelfilter eingebaut. Der Syncro-Allradantrieb (später 4Motion) war technisch sehr eng verwand mit Audis Quattroantrieb.

Im Passat waren Front- und Seitenairbags serienmäßig, Kopfairbags kosteten außer beim Modell mit W8-Motor Aufpreis. Der Euro-NCAP-Crashtest brachte für den Passat 5B zwei unterschiedliche Ergebnisse. Vor der Modellpflege 2000 waren es nur drei, danach vier von fünf Sternen. Grund für den Unterschied war der Windschutzrahmen inklusive A-Säule, der beim ersten Crashtest um 6,8 Zentimeter nach innen gedrückt wurde. Die Fahrgastzelle blieb aber grundsätzlich intakt und die Türen ließen sich nach wie vor öffnen.

Geringe Unterhaltskosten

Die VW-Qualitätsoffensive umfasste nicht alle Bauteile. Neben der vollverzinkten Karosserie wurde auch auf haltbare Teile wie den Auspuff Wert gelegt. Allerdings gab es auch Mängel, wie etwa die Spurstangen. Mit der GP (Große Produktaufwertung), also einer Modellpflege im Jahr 2000, versuchte VW die meisten Probleme in den Griff zu bekommen. Die Anzahl der Mängel reduzierte sich tatsächlich. Positiv waren beim Passat auch die langen Wartungsintervalle sowie die Technik, die heutzutage recht einfach gewartet werden kann.

Fazit zum VW Passat B5

Der Passat B5 läutete bei VW eine neue Ära ein. Mit einer Qualitätsoffensive wollten die Wolfsburger das Mittelklasse-Segment erobern und sich näher an den Premium-Konkurrenten Mercedes C-Klasse und BMW 3er positionieren. Aufgrund des Techniktransfers mit Audi – der Passat B5 teilte sich mit Audi A4 die PL45-Plattform – legte der VW deshalb auch in Sachen Fahrdynamik zu.

Die vollverzinkte Karosserie setzte der Rostanfälligkeit ein Ende. Allerdings gab es auch einige Qualitätsprobleme, die erst nach der Modellpflege 2000 weniger wurden. Wie bei VW üblich war die Motorenpalette umfangreich und reichte von 90 PS bis 275 PS.

Rückrufinformationen

Sicherheitsrückrufe des Herstellers und des Kraftfahrt-Bundesamtes für dieses Fahrzeugmodell.
Rückruf-Nr.DatumBetroffenes SystemModelljahreDetails
  • 15191R02.07.2025Airbag verminderte Schutzwirkung2022, 2023, 2024, 2025
    Identifikationsnummer
    15191R
    Hersteller-Rückrufcode
    69UN
    Betroffene Einheiten
    6.790
    Der Beifahrerairbag kann bei einer unfallbedingten Airbagauslösung bersten und Metallteile in den Innenraum schleudern oder eine verminderte Schutzwirkung aufweisen.
  • 14593R23.01.2025Takata Gasgenerator, Überdruckreaktion bei Auslösung2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018
    Identifikationsnummer
    14593R
    Hersteller-Rückrufcode
    69EJ
    Fehler im Gasgenerator der Frontairbags kann bei Airbagauslösung zu unkontrollierter Entfaltung und zum Lösen von Metallfragmenten führen, die die Insassen schwer oder tödlich verletzen können.
  • 1359707.03.2024Fahrzeuge entsprechen möglicherweise hinsichtlich sicherheitsrelevanter Systeme und Baugruppen nicht dem zum Auslieferungszustand gültigen Serienstand.2017, 2018
    Identifikationsnummer
    13597
    Hersteller-Rückrufcode
    011J
    Betroffene Einheiten
    1
    Fahrzeuge entsprechen möglicherweise hinsichtlich sicherheitsrelevanter Systeme und Baugruppen nicht dem zum Auslieferungszustand gültigen Serienstand.
  • 1345612.01.2024Nicht korrekt verbaute Hitzeschutzmatte zwischen dem Kupplungsstutzen des Bremsflüssigkeitsbehälters und der Abgasreinigungsanlage kann zum Aufschmelzen des Kupplungsstutzens und Austreten von Bremsflüssigkeit führen, die sich entzünden kann.2019, 2020, 2021, 2022, 2023
    Identifikationsnummer
    13456
    Hersteller-Rückrufcode
    47U4
    Betroffene Einheiten
    162
    Nicht korrekt verbaute Hitzeschutzmatte zwischen dem Kupplungsstutzen des Bremsflüssigkeitsbehälters und der Abgasreinigungsanlage kann zum Aufschmelzen des Kupplungsstutzens und Austreten von Bremsflüssigkeit führen, die sich entzünden kann.
  • 1300519.07.2023Ungenügende Befestigung der Sondersignalanlage an Fahrzeugen des deutschen Zolls kann zum Lösen führen. Die Sondersignalanlage kann in den Verkehrsraum gelangen und den nachfolgenden Verkehr gefährden.2020, 2021, 2022, 2023
    Identifikationsnummer
    13005
    Hersteller-Rückrufcode
    66O2
    Betroffene Einheiten
    66
    Ungenügende Befestigung der Sondersignalanlage an Fahrzeugen des deutschen Zolls kann zum Lösen führen. Die Sondersignalanlage kann in den Verkehrsraum gelangen und den nachfolgenden Verkehr gefährden.