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VW Passat Variant (B5)

Kombi19972000
(46 Bewertungen)
Gebraucht ab
340 €
Leasing ab
209 €
Fahrzeugeinordnung

Der Passat Variant kam 1997, also rund ein Jahr nach der Limousine auf den Markt. Auch bei dieser Baureihe kristallisierte sich der Kombi als die bevorzugte Karosserieform der Käufer heraus – 80 Prozent entschieden sich für den Variant. Die fünfte Generation des VW Passat teilte sich die Technik mit dem Audi A4, da beide auf der Plattform PL45 basierten. Anders als beim Vorgänger war beim VW Passat B5 der Motor wieder längs eingebaut, trotzdem blieben die Platzverhältnisse weiterhin großzügig. 

Die Modellpflege im Oktober 2000 war überwiegend optischer Natur, unter anderem wurden die Scheinwerfer und die Rückleuchten verändert. Die Konkurrenten des Passat Variant waren der Audi A4 Avant, das T-Modell der Mercedes C-Klasse, der Alfa Romeo 156 Sportwagon und der Opel Vectra Caravan sowie der Renault Laguna Break. 

Stärken
  • vollverzinkte Karosserie
  • Fahrkomfort
  • lange Wartungsintervalle
Schwächen
  • Qualitätsprobleme
  • anfälliger CAN-Bus
  • unübersichtliche Karosserie
Leistung
74 kW / 100 PS
0 - 100 km/h
13,3 s
Höchstgeschwindigkeit
184 km/h
CO2-Ausstoß (komb.)*
-
Verbrauch (komb.)*
-
Energieeffizienzklasse*
-

Design

Modell im Test (Neu- und Gebrauchtwagen)

Der Passat B5 war so etwas wie das VW-Flaggschiff-Modell. Mit dem Mittelklassewagen läutete der Wolfsburger Autobauer eine Qualitäts- und Technikoffensive ein. Gegen den schleichenden Rost wurde die Karosserie vollverzinkt, der Passat erhielt die Verbundlenker-Hinterachse und die Vierlenker-Vorderachse des Audi A4 und war der erste VW, bei dem ein CAN-Bus zur Datenübertragung genutzt wurde. Anfangs führte das zu technischen Problemen, die aber im Laufe der Zeit weitgehend ausgeräumt wurden. Ganz ohne Mängel war auch dieser Passat Variant nicht. Beispielhaft seien Fahrwerksteile wie etwa die Spurstangen genannt, was auch mit dem Sparkurs des damaligen VW-Chefeinkäufers José Ignacio López zusammenhing. Der Variant hatte dazu noch den Vorteil eines geräumigen Kofferraums mit einem Volumen von 495 bis 1.600 Litern. Der Fahrkomfort war hoch und die Platzverhältnisse trotz des längs eingebauten Motors immer noch gut, auch wenn sie nicht die Dimensionen des Vorgängers erreichten. 

Communitybewertungen

5 Sterne
1
4 Sterne
2
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Sterne
0
Karosserie
Antrieb
Fahrdynamik
Komfort
Emotion

Danyalexpt
Design Sehr bequem Viel Platz Ordentlich kraft für ein Familienwagen
scout-coswig
Nutze es nicht nur privat, auch dienstlich, sehr Zuverlässig. Gutes Material verbaut, was Qualität und Komfort angeht. Noch immer der erste Turbolader drin. Zusammen mit Standheizung und Klima für jeder Witterung geeignet. Gutes Handling auch auf schlechten Straßen. Sehr gutes Platzangebot. Und auch nach 447000 KM noch sehr zügig unterwegs.
christoph-huemer-kfz
An dem Auto gefällt mir besonders gut: * Das Design finde ich zeitlos und noch immer zeitgerecht im öffentlichen Straßenbild *Den Sound des Motor finde ich einfach nur sexy, klingt aber in jeder Drehzahllage kraftvoller als er in Wirklichkeit ist. Vor allem bei ca. 2500-3500 U/min. *Der Allradantrieb mit dem Torsen - Mitteldifferential macht im Winter auf verschneiten Straßen richtig Spaß. *Viel Auto für wenig Geld. *Sehr wenig Rost für das Alter auf Grund der guten Rostvorsorge ab Werk (um einiges besser als bei manchen Neuwagen).

Motoren

Der Passat B5 Variant bot eine große Auswahl an Motoren, darunter auch ein W8-Triebwerk mit 275 PS und einen 2,0-Liter-Diesel, der serienmäßig mit einem Dieselpartikelfilter (DPF) bestückt war. Der Passat war bei Dienstwagenfahrern sehr beliebt und wurde deswegen gerne als Langstreckenvehikel genutzt. 

Der 1.9 TDI mit 115 PS bot einen guten Kompromiss zwischen moderatem Verbrauch und vernünftigen Fahrleistungen. Generell rangierten die Verbräuche zwischen 5,3 Liter (143 g/km CO2) und 13,2 Liter (317 g/km CO2). Das Leistungsspektrum reichte von 90 PS bis 275 PS. Für einige Motorisierungen bot VW auch den Allradantrieb „Syncro“ an, der später in „4Motion“ umbenannt wurde und weitgehend baugleich mit dem Audi Quattro war. Als Getriebe standen manuelle 5- und 6-Gang-Schaltungen, eine 4-Stufen-Automatik und eine 5-Stufen-Tiptronic zur Auswahl.

  • Vier-bis Achtzylinder-Motorisierungen
  • Allradantrieb „Syncro“, später „4Motion“ genannt
  • 5- und 6-Gang-Schaltungen, 4-Stufen-Automatik und 5-Stufen-Tiptronic 

Motordetails anzeigen

Sicherheit

Der VW Passat wurde zweimal, 1997 und 2001, einem Euro-NCAP-Crashtest unterzogen. Die Ergebnisse waren unterschiedlich. Im ersten Test gab es nur drei Sterne für den Schutz der erwachsenen Passagiere, beim zweiten schon vier. Während im zweiten Test die Prüfer die stabile Fahrgastzelle lobten, stellten sie vier Jahre vorher fest, dass die A-Säule um 6,8 Zentimeter nach hinten gedrückt war, die Fahrgastzelle aber sonst stabil blieb und sich die Türen normal öffnen ließen. 2001 war dieser Malus behoben. Beim Passat waren Front- und Seitenairbags serienmäßig, Kopfairbags kosteten außer beim Modell mit dem W8-Motor Aufpreis. 

Zur Sicherheitsausstattung zählten:

  • Vier Airbags
  • ESP
  • Kopfairbags (nur bei W8 Serie)

Ausstattung

Für die fünfte Generation des VW Passat Variant standen die vier Ausstattungslinien „Passat“, „Trendline“, „Comfortline“ und „Highline“ zur Wahl. Die Bestseller in der Kundengunst waren die mittleren beiden Ausstattungslinien, später kamen noch Sondermodelle wie „Exclusive“ und „Family“ hinzu. Anders als die Limousine hatte der Variant typengerecht eine Dachreling serienmäßig. 

Die Basisausstattung war nicht sonderlich üppig ausgelegt, dafür gab es in der Comfortline-Variante immerhin schon einen Tempomat (GRA), beheizbare Vordersitze und eine Klimaanlage. Einige Ausstattungsdetails wie die Lendenwirbelstütze sind identisch mit denen der Trendline-Variante. Bei dieser Ausstattungslinie gehörten unter anderem Fensterheber, elektrisch vorn und hinten sowie Alu-Microtec-Applikationen für Instrumententafel und Ablagefachdeckel zur Serie. In der „Highline“ war eine Alcantara/Feinnappa-Lederausstattung ab Werk an Bord, ebenso wie Nussbaum-Wurzelholz für die Instrumententafel, Ablagefachdeckel und Türzuziehgriffe und eine verchromte Dachreling.

Zur Serienausstattung gehörten:

  • Außenspiegel rechts und links, elektrisch einstell- und beheizbar - Fahrerseite
  • Dachreling schwarz

Modellbeschreibung

Der Passat Variant kam ein Jahr nach der Limousine auf den Markt. Der Beliebtheit des Kombis tat das keinen Abbruch: 80 Prozent der Käufer entschieden sich für den Lademeister. 


Der Passat setzte die VW-Tradition des Mittelklassewagens mit großem Kofferraumvolumen fort.

Der Passat B5 war ein Produkt der Synergiebestrebungen des VW-Konzerns, um Kosten zu senken und so wettbewerbsfähig zu bleiben. Der Passat teilte sich die PL 45-Architektur mit dem Audi A4. Daher war auch, anders als beim Vorgänger, beim VW Passat B5 der Motor wieder längs eingebaut. Das reduzierte die Platzverhältnisse im Vergleich zum Vorgänger etwas, dennoch saßen die Passagiere nicht beengt. Der Variant hatte dazu noch den Vorteil eines geräumigen Kofferraums mit einem Volumen von 495 bis 1.600 Litern.

Gutes Fahrwerk

Ein weiterer positiver Effekt der technischen Verwandtschaft zum Audi A4 war das deutlich verbesserte Fahrwerk. Der VW Passat erhielt die Verbundlenker-Hinterachse und die Vierlenker-Vorderachse des Audi A4. Das brachte mehr Komfort gepaart mit einem Plus an Agilität und erfüllte damit die Königsdisziplin der Fahrdynamik. 

Bei der Qualität war der Passat B5 ein Fahrzeug mit zwei Gesichtern. Auf der einen Seite standen Verbesserungen wie eine vollverzinkte Karosserie, robuste Bauteile wie der Auspuff sowie lange Inspektionsintervalle, die die Wartungskosten drückten. Auf der anderen Seite gab es vor allem bis zur Modellpflege 2000 eine Reihe von Qualitätsproblemen wie beispielsweise die Spurstangen. Nach dem Facelift, das hauptsächlich optischer Natur war, wurden dennoch viele der Mängel beseitigt. 

Sicherheitsniveau mit Modellpflege verbessert

Der VW Passat wurde zweimal einem Euro-NCAP-Crashtest unterzogen – mit recht unterschiedlichen Ergebnissen. 1997 waren es lediglich drei Sterne, vier Jahre und diverse Nachbesserungen durch eine Modellpflege später, gaben die Prüfer dem Passat B5 GP dann vier Sterne. Die Verbesserungen zeigten sich vor allem im Crashverhalten des Frontscheibenrahmens inklusive A-Säule. Während im ersten Prüflauf die A-Säule noch 6,8 Zentimeter nach innen geschoben wurde, lobten die Tester bei der Wiederholung die stabile Fahrgastzelle. Dennoch blieb die Struktur in beiden Crashtests erhalten und die Türen ließen sich problemlos öffnen. Beim Passat waren Front- und Seitenairbags serienmäßig verbaut, Kopfairbags kosteten außer beim Modell mit W8-Motor immer Aufpreis.

Für den Passat B5 standen VW-typisch viele verschiedene Motoren zur Auswahl: Schon aufgrund seiner Bauweise stach der W8-Motor mit 275 PS aus dem Antriebsspektrum heraus. Bei den Benzinmotoren stand mit dem 193 PS starken V6-Triebwerk eine Alternative zur Verfügung. Bei den Diesel-Motoren reichte die PS-Bandbreite von 90 PS bis 180 PS. Durch den Techniktransfer erhielt der VW Passat auch Audis Allradantrieb Quattro, der beim Wolfsburger fast unverändert als 4Motion übernommen wurde. 

Fazit zum VW Passat B5

Der VW Passat setzte die Tradition des erfolgreichen Wolfsburger Mittelklassewagens fort. Rund 80 Prozent der Passatkäufer entschieden sich für den Variant, der 495 bis 1.600 Liter Kofferraumvolumen bot. Die Werkstattkosten waren aufgrund langer Wartungsintervalle sowie der robusten Bauteile wie etwa der Auspuff und die vollverzinkte Karosserie niedrig. Allerdings gab es beim Passat Variant B5 auch Qualitätsprobleme, die aber mit der Modellpflege 2000 zu einem guten Teil beseitigt wurden. In der Motorenauswahl gab es für alle Anforderungen das passende Aggregat, inklusive eines 275 PS starken W8-Benziners als Leistungsspitze. 

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