Seat IbizaSeit 2017

Fahrzeugeinordnung

Der Ibiza ist das wichtigste und erfolgreichste Modell der VW-Tochter Seat. Seit 1984 angeboten, haben die Spanier davon in den ersten vier Generationen bereits mehr als fünf Millionen Exemplare verkauft. Die fünfte Auflage ist ab Juni 2017 im Handel und profitiert dabei einmal mehr von den Kompetenzen des Großkonzerns. Denn noch vor Verwandten wie dem VW Polo oder dem Audi A1 nutzt der Ibiza die neue Plattform MQB A0, die attraktivere Proportionen und vor allem mehr Platz im Innenraum ermöglicht. Neben seinem betont leidenschaftlichen Design verschafft dem Ibiza das einen deutlichen Vorteil gegenüber Konkurrenten wie dem Ford Fiesta, dem Opel Corsa oder dem Renault Clio.

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Stärken
  • leidenschaftliches Design
  • zahlreiche Assistenzsysteme
  • großzügige Platzverhältnisse
Schwächen
  • eingeschränkte Motorenauswahl zu Beginn der Laufzeit
  • spartanische Ausstattung im Basismodell
  • keine dreitürige Karosserievariante
Daten
Motorenwerte
Leistung
55 kW / 74 PS
Motorenwerte
0 - 100 km/h
14,7 s
Motorenwerte
Höchst­geschwindigkeit
167 km/h
Motorenwerte
CO2-Ausstoß (komb.)*
112 g/km
Motorenwerte
Verbrauch (komb.)*
4,9 l/100km
Motorenwerte
Energieeffizienzklasse*
C

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem 'Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch, die offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den offiziellen Stromverbrauch neuer Pkw' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der 'Deutschen Automobil Treuhand GmbH' unentgeltlich erhältlich ist unter www.dat.de.

Modell im Test

Modell im Test (Neu- und Gebrauchtwagen)

Bei seinem Debüt im Frühjahr 2017 ist der Seat Ibiza vor allem für sein leidenschaftliches Design und sein sportliches Fahrverhalten auch in den schwächeren Leistungsvarianten gelobt worden. Außerdem haben die Spanier Pluspunkte für den Platzgewinn im Fond und im Kofferraum sowie für die umfangreichen Ausstattungsoptionen und die verfügbaren Assistenzsysteme gesammelt.Anlass zur Kritik bietet der Kleinwagen dagegen wenig. Lediglich die Struktur der Modellpalette und die Familienplanung findet keine ungeteilte Zustimmung. Das Basismodell ist nur dürftig ausgestattet, der Dreitürer wurde mit dem Generationswechsel gestrichen und zum Verkaufsbeginn gibt es erst einmal nur Benzinmotoren. Da bleiben womöglich einige Kunden auf der Strecke.

Motoren

Motoren

Drei Dreizylinder-Benziner mit jeweils einem Liter Hubraum und 75 PS bis 115 PS müssen Ibiza-Kunden der ersten Stunde genügen. Denn weitere Motorvarianten werden erst später im Modellzyklus nachgereicht. Kurzfristig sind das drei 1,6-Liter-Diesel mit 85 PS bis 115 PS sowie ein 1,5 Liter großer Vierzylinder-Benziner mit 150 PS und mittelfristig zumindest ein Heißsporn für den Cupra, dem rund 200 PS nachgesagt werden.In den Grundvarianten von Hand mit fünf und in der Topversion mit sechs Gängen geschaltet, ermöglicht der Dreizylinder-Benziner Höchstgeschwindigkeiten von 167 bis 195 km/h. Den Verbrauch gibt Seat mit 4,9 bis 4,7 Litern und den CO2-Ausstoß mit 106 bis 112 g/km an. Wem das zu viel ist, dem stellen die Spanier als erste im Segment auch eine 90 PS starke Erdgas-Umrüstung für den Dreizylinder-Benziner in Aussicht.

  • drei Dreizylinder-Benziner mit 75 bis 115 PS
  • Diesel- und Sportvarianten erst später verfügbar
  • erstmals mit Erdgas-Umrüstung
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Sicherheit

Sicherheit

Wie für die vierte Generation erhofft sich Seat auch für den aktuellen Ibiza ein Fünf-Sterne-Rating im Euro NCAP. Schließlich ist der Kleinwagen serienmäßig mit sechs Airbags und Multikollisionsbremse ausgestattet und steht auf einem Ableger der als besonders sicher gerühmten Plattform MQB.Über diese Grundausstattung hinaus kann man den Ibiza durch die Wahl höherer Ausstattungsniveaus oder durch einzelne Kreuzchen auf dem Bestellzettel weiter aufrüsten. Gegen Aufpreis gibt es deshalb zum Beispiel einen Tempomaten mit Abstandsregelung, eine Mündigkeitserkennung sowie – noch eine Seltenheit im Segment – LED-Scheinwerfer.

Zur serienmäßigen Sicherheitsausstattung zählen:

  • sechs Airbags
  • Multikollisionsbremse
  • Geschwindigkeitsbegrenzer
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Ausstattung

Ausstattung

Vier Ausstattungslinien stehen beim Seat Ibiza zur Wahl: Die Basisvariante Reference, die 1950 Euro teurere Style-Ausstattung sowie für jeweils weitere 1600 Euro, die elegante Xcellence oder die gleichwertige FR-Linie mit sportlicherer Ausrichtung. Alle Modelle bieten neben den üblichen Sicherheitsmerkmalen serienmäßig einen Berganfahrassistenten, elektrische Fensterheber für die vorderen Türen sowie eine Servolenkung und eine Zentralverriegelung. Klimaanlage und Leichtmetall-Räder gibt es allerdings erst ab dem Ibiza Style und Assistenzsysteme oder Dekorelemente sind erst ab dem Xcellence ohne Aufpreis an Bord. Als sportlich positionierte Spitzenvariante bekommt der FR darüber hinaus die größten Räder, das strammste Fahrwerk und die am stärksten konturierten Sitze. Zwar rühmt sich Seat vieler fortschrittlicher Technologien im Ibiza, bietet diese aber alle nur gegen Aufpreis oder in Paketen an. Das gilt für die LED-Scheinwerfer genauso wie für das große Touchscreen-Infotainment mit Online-Verbindung oder für Assistenzsysteme wie die automatische Abstandsregelung.

Zur Serienausstattung gehören:

  • Servolenkung
  • Zentralverriegelung
  • einstellbarer Geschwindigkeitsbegrenzer
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Beschreibung

Modellbeschreibung

Er ist die stärkste Säule im Seat-Programm. Denn von keinem Auto verkaufen die Spanier mehr als vom Ibiza. Entsprechend viel Know-how, Energie und Emotion stecken sie in den Kleinwagen. Das merkt man auch der fünften Generation an, die etablierte Konkurrenten wie den Opel Corsa oder den Ford Fiesta alt aussehen lassen will.


Als erster Kleinwagen bekommt der Ibiza einen Benziner mit Erdgas-Umrüstung.

Mit dem Ibiza hat 1984 Seat einen Volltreffer gelandet – für den Toledo ging es auf und ab, der Exeo war nur ein Intermezzo, nach dem Mii kräht kein Hahn und der Shootingstar Ateca war eigentlich viel zu spät dran – doch der Ibiza ist vom ersten Tag an ein Dauerbrenner. Nicht ohne Grund haben sie davon in Martorell in vier Generationen über fünf Millionen Exemplare auf die Räder gestellt. Mit der fünften Auflage des Ibiza hat die VW-Tochter die Latte noch einmal deutlich höher gelegt. Denn als erste Marke aus dem Konzern nutzt sie für den Ibiza im Frühjahr 2017 die neue Plattform MQB A0, mit der fast alle Vorzüge von Golf & Co auf die Klasse darunter übertragen werden. Das gilt nicht nur für innovative und exklusive Ausstattungsmerkmale und Assistenzsysteme, sondern auch für das so genannte Packaging: Obwohl der Ibiza Nummer 5 keinen Deut länger ist als sein Vorgänger, bietet er deutlich mehr Platz auf allen Plätzen und einen spürbar größeren Kofferraum. Und wo schon der vierte Ibiza ein Blickfang war, hat der fünfte das Zeug zum Schönheitskönig unter den Kleinwagen.

Zum Start nur Benziner

Mittelfristig wird es für den Ibiza eine gewohnt breite Motorpalette geben, die bis hinauf zu einem sportlichen Cupra mit rund 200 PS reichen dürfte. Doch für den Anfang haben die Spanier erst einmal nur einen Dreizylinder-Benziner im Angebot, den es in drei Leistungsstufen gibt. Als Sauger kommt der 1.0 MPI auf 75 PS, mit Turbo stehen beim 1.0 EcoTSI 95 oder 115 PS im Datenblatt. Das reicht im besten Fall für ein Spitzentempo von 195 km/h und bei der sparsamste Variante für einen Normverbrauch von 4,7 Litern.Als nächstes sind drei 1,6-Liter-Diesel mit 85 PS bis 115 PS sowie ein Vierzylinder-Benziner mit 1,5 Liter Hubraum und 150 PS in der Pipeline. Außerdem bietet Seat erstmals einen alternativen Antrieb an: Als erster Kleinwagen bekommt der Ibiza einen Benziner mit Erdgas-Umrüstung und soll so zum CO2-Champion werden.Weil bei kleinen Autos der Preis eine große Rolle spielt, differenziert Seat sehr stark über die vier Ausstattungslinien. So ist das Basismodel Reference vergleichsweise spartanisch und bietet über Sicherheitsstandards wie die sechs Airbags und die Multikollisionsbremse hinaus lediglich Servolenkung, Zentralverriegelung und elektrische Fensterheber vorn. Beim Ibiza Style kommen für knapp 2000 Euro mehr immerhin Klimaanlage und Alufelgen dazu und erst als Xcellence oder FR für jeweils weitere 1600 Euro ist der Ibiza wirklich gut ausgestattet. Dann sind auch Klimaautomatik, die ersten Assistenzsysteme, ein großes Touchscreen-Infotainment und beim FR Sportsitze und Sportfahrwerk an Bord. Die attraktivsten Optionen wie die LED-Scheinwerfer, die Abstandsregelung und die Navigation kosten aber immer extra.

Teurer als die Platzhirsche aus Deutschland

Während das Basismodell mit 75-PS-Dreizylinder und Reference-Ausstattung bei 14.240 Euro startet, kostet die Top-Variante mit 115 PS in Xcellence oder FR bereits 19.690 Euro und lässt sich spielend in die Nähe von 25.000 Euro treiben. Weil ein preiswerter Dreitürer fehlt und die Konkurrenten auch mit schwächeren Motoren angeboten werden, ist der Ibiza damit nominell teurer als die meisten seiner Konkurrenten. Und das gilt nicht nur für Importmodelle. Selbst deutsche Stammspieler wie der Opel Corsa, der Ford Fiesta und sogar der eng verwandte, aber eine Generation zurückliegende VW Polo werden für weniger Geld angeboten.

Fazit zum Seat Ibiza

Dank der neuen Plattform bietet Seat spürbar mehr Platz auf gleichem Raum und verschafft sich Zugriff auf viel innovative Technik von den LED-Scheinwerfern über die Assistenzsystemen bis zum Infotainment. Dazu der hochwertige Innenraum, die zeitgemäßen Motoren mit attraktiven Fahrleistungen und vor allem das leidenschaftliche Design – dieses Bündel an Eigenschaften macht die fünfte Generation des Ibiza zu einer neuen Größe unter den Kleinwagen. Allerdings schlägt sich diese Entwicklung auch im Preis nieder. Denn die Spanier überflügeln nicht nur viele andere Kleinwagen aus dem In- und Ausland, sondern dringen mit den besser ausgestatteten Varianten spielend bis in die Kompaktklasse vor.