Deutschlands größter Fahrzeugmarkt

Nissan Micra (K13)

Limousine20102016
(8 Bewertungen)
Gebraucht ab
1.599 €
Fahrzeugeinordnung

Der Nissan Micra gehört zu den Dauerbrennern unter den Kleinwagen und wird als Einstiegsmodell der japanischen Marke bereits seit mehr als 30 Jahren angeboten. Die 2011 in Deutschland eingeführte vierte Generation trägt intern die Kennung K13 und wird als Weltauto in verschiedensten Märkten angeboten, was ihr im Vergleich zu den Vorgängern etwas unentschlossenes Design erklärt. 2013 bekam der ausschließlich als Fünftürer angebotene Micra ein Facelift, bei dem unter anderem Kühlergrill und Scheinwerfer überarbeitet wurden. Für 2017 steht ein grundlegender Modellwechsel ins Haus. Zu den Konkurrenten zählen vor allem die Kleinwagen der anderen Importmarken wie zum Beispiel Mazda 2, Kia Rio, Toyota Yaris oder Renault Clio.

Stärken
  • wendiges Fahrverhalten
  • kompakte Abmessungen
  • vernünftiges Platzangebot
Schwächen
  • mäßige Materialanmutung
  • nicht mehr zeitgemäße Ausstattung
  • nur ein Motor
Leistung
59 kW / 80 PS
0 - 100 km/h
14,5 s
Höchstgeschwindigkeit
161 km/h
CO2-Ausstoß (komb.)*
125 g/km
Verbrauch (komb.)*
5,4 l/100km
Energieeffizienzklasse*
-

Design

Modell im Test (Neu- und Gebrauchtwagen)

Wie wichtig das Design auch in der Kleinwagenklasse inzwischen ist, lässt sich am Nissan Micra beobachten. War der kugelige Vorgänger noch ein echter Frauenschwarm, versuchte es die aktuelle vierte Generation mit betont konservativem Design allen recht zu machen und rückte sich damit selbst ins Abseits. Der Micra ist nicht hässlich, wirkt aber auch innen mit seiner etwas lieblosen Einrichtung wie ein Kleinwagen aus den neunziger Jahren. Der zwiespältige Eindruck bleibt auch beim Fahren erhalten. Zwar kämpft sich der Micra dank seines kleinen Wendekreises wacker durch den Stadtverkehr, echte Glanzpunkte kann er aber nicht setzen. Der Dreizylinder-Motor neigt zum Dröhnen und verspricht mit seiner Geräuschentwicklung mehr Temperament, als er tatsächlich bietet. Auch in seinen sonstigen Eigenschaften bietet der kleine Japaner allenfalls braven Durchschnitt. Der Nachfolger soll wieder deutlich mutiger werden.

Communitybewertungen

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1 Sterne
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Karosserie
Antrieb
Fahrdynamik
Komfort
Emotion

TheMatcher
Gutes CVT-Getriebe. Gute Ausstattung ab Acenta. Teilweise zu Spott-Preisen erhältlich (30% unter Liste).
agilero
Bin vorher 18 Jahre lang Nissan Micra mit CVT Getriebe gefahren und nie liegen geblieben oder eine größere Reparatur gehabt, habe mich nur sehr schweren Herzens von meinem Auto getrennt, da ich gerne Sitzheizung und Klimaanlage haben wollte. Der neue Wagen, ein Micra N-Tec, hat sehr viele Extras, die ich bei einem Kleinwagen gesucht habe, sogar heizbare und anklappbare Außenspiegel, Sitzheizung, Klimaautomatik, Parkassistent und vor allem Automatikgetriebe (CVT!). Ferner ist das Auto sehr übersichtlich und sehr handlich. Fazit: Kaufempfehlung, aber beeilen, da es ein Auslaufmodell ist und der Nachfolger noch nicht mit Automatik zu bekommen ist. Preis/Leistungsverhältnis ist sehr gut!
Teilwissen
Nein, Fahrzeug ist aus meiner Sicht und meinen Erfahrungen mit dem Fahrzeug, dem Händler und der Nissan GmbH nicht zu empfehlen.

Motoren

Die Motorpalette des aktuellen Micra ist geprägt vom nahenden Generationswechsel und wurde bis auf ein Triebwerk reduziert. Es gibt den Kleinwagen ausschließlich mit einem 1,2 Liter großen Saugbenziner mit 80 PS. Weil die Konkurrenz modernere Motoren einsetzt und dem Micra ein Start-Stopp-System fehlt, sind Wettbewerber oft nicht nur leiser und dynamischer unterwegs, sondern vor allem sparsamer.

  • Dreizylinder (Benzin)
  • optionale CVT-Automatik

Motordetails anzeigen

Sicherheit

Bei der Sicherheitsausstattung zeigt sich, dass der Micra unter den Kleinwagen nicht mehr zu den Jüngsten zählt. Der passive Schutz vor Unfallfolgen entspricht mit sechs Airbags zwar noch dem Standard der Klasse, doch bei der aktiven Sicherheit fährt der Nissan deutlich hinterher. Es fehlen ihm selbst gegen Aufpreis nahezu alle Assistenzsysteme, die mittlerweile zum Teil sogar eine Klasse tiefer angeboten werden – zum Beispiel eine automatische Notbremsfunktion oder eine Unterstützung beim Halten oder Wechseln der Fahrspur.

  • sechs Airbags
  • höhenverstellbare Kopfstützen auf vier von fünf Plätzen

Ausstattung

Kurz vor dem Generationswechsel präsentiert sich auch die Ausstattungsliste des Nissan Micras sehr übersichtlich. Es gibt drei Linien und darüber hinaus nicht viele Wahlmöglichkeiten. Bereits der Visia First verfügt über eine Klimaanlage, sodass das 11.890 Euro teure Basismodell als durchaus reelle Option gelten kann. Der teuerste Micra steht mit CVT-Automatikgetriebe und in N-TEC-Ausstattung mit 15.410 Euro in der Liste. Selbst mit allen verbleibenden Extras und Zubehör-Angeboten kann man ihn kaum auf mehr als 17.000 Euro hochrüsten.

Zur Serienausstattung gehören:

  • Klimaanlage
  • CD-Radio

Modellbeschreibung

Der Nissan Micra ist in der vierten Generation ein im Guten wie im Schlechten durchschnittlicher Kleinwagen: Mit seinem Design nicht mehr so polarisierend wie der Vorgänger, spricht er nun Männer und Frauen gleichermaßen an und taugt mit seinen serienmäßig fünf Türen auch als Auto für junge Familien mit kleinen Kindern.


In der Stadt punktet der Micra als agiles und wendiges Auto.

Die Platzverhältnisse in dem 3,83 Meter langen Fahrzeug sind für den Alltagseinsatz mit Kind und Kegel ausreichend. Der Kofferraum fasst mit einem Volumen von 215 bis 940 Litern nach strenger ADAC-Messung genug für einen großen Einkauf oder einen kleinen Urlaub.

In der Stadt erweist sich der Micra als agiles und wendiges Auto, mit dem man geschickt durch den dichten Verkehr und einfach in enge Parklücken kommt. Erst jenseits des Ortschildes muss man Einbußen hinnehmen, weil der einzige im Angebot verbliebene Motor bei höherem Tempo seine Mühe mit dem Micra hat und obendrein unangenehm laut wird. Die bei der Konkurrenz übliche Auswahl an Antriebsvarianten bietet der Micra nicht.

Abstriche verlangt der Micra auch bei der Ausstattung. Die passive Sicherheit ist noch standesgemäß, und der Komfort lässt sich mit Extras wie Klimaautomatik, Sitzheizung oder schlüssellosem Zugangssystem erhöhen. Auch beim Infotainment ist der Micra mit einem Navigationssystem samt Online-Anbindung auf der Höhe der Zeit. Bei den Assistenzsystemen hinkt der kleine Japaner aber hinterher.

Fazit zum Nissan Micra

Bei der Premiere im Jahr 2010 wurde die vierte Generation des Nissan Micras als „endlich erwachsen“ begrüßt, weil sie ernsthafter auftrat als der Vorgänger und etwas mehr Platz bot. Mittlerweile wirkt der Kleinwagen aber ein wenig veraltet. Zwar taugt er mit dem soliden Platzangebot und seinem wendigen Fahrverhalten als quirliger Stadtflitzer, doch für entspannte Überlandfahrten fehlt inzwischen der adäquate Motor. Die technische Ausstattung ist, vor allem mit Blick auf die Assistenzsysteme, nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Nissan hat daraus bereits die Konsequenzen gezogen und für 2017 den Nachfolger angekündigt. Wer sich dennoch für den Micra K13 entscheidet, bekommt kein aufregendes, aber ein grundsolides Auto, und kann zudem von Abverkaufsrabatten profitieren.

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