Porsche 911 Turbo und Turbo S (991 II)Seit 2011

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Fahrzeugeinordnung

Der „Turbo“ ist seit 1974 das traditionelle Top-Modell der 911-Familie. Zwar hat es in jeder Modellgeneration noch sportlichere, noch dynamischere und bisweilen auch schnellere Versionen gegeben. Doch mit der Kombination aus Leistung und Luxus haben sich die aufgeladenen Motorvarianten stets ihre Spitzenposition gesichert und das auch mit einem entsprechenden Design unterstrichen.

In der 911-Generation 991 (II) gibt es das Top-Modell gleich mit je zwei Motor- und Karosserievarianten als Turbo oder Turbo S sowie als Coupé oder Cabrio. Allerdings haben sie ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal verloren. Denn mit der Modellpflege für den 991 im Herbst 2015 folgt Porsche dem Trend zum Downsizing und baut seitdem auch in Carrera, Carrera S und GTS die Sechszylinder-Boxer mit Aufladung ein.

Zwar verstehen sich die Spitzensportler als Erstwagen für Alltag und Autobahn. Doch allein aufgrund ihrer Fahrleistungen konkurrieren sie nicht nur mit Fahrzeugen wie dem Mercedes-AMG GT oder dem Audi R, sondern auch mit Exoten vom Schlage eines Lamborghini Huracán oder Ferrari 488.

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Stärken
  • Fahrleistungen auf Supersportwagen-Niveau
  • hohe Alltagstauglichkeit
  • umfangreiche Ausstattungsoptionen für Assistenz und Infotainment
Schwächen
  • sehr hohe Preise
  • extrem teure Extras
  • Rückbank nicht nutzbar
Daten
Motorenwerte
Leistung
397 kW / 539 PS
Motorenwerte
0 - 100 km/h
3 s
Motorenwerte
Höchst­geschwindigkeit
320 km/h
Motorenwerte
CO2-Ausstoß (komb.)*
212 g/km
Motorenwerte
Verbrauch (komb.)*
9,1 l/100km
Motorenwerte
Energieeffizienzklasse*
F

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem 'Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch, die offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den offiziellen Stromverbrauch neuer Pkw' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der 'Deutschen Automobil Treuhand GmbH' unentgeltlich erhältlich ist unter www.dat.de.

Design

Design

  • Porsche 911 Turbo S 991.2 Innenansicht statisch Vordersitze und Armaturenbrett
  • Porsche 911 Turbo S 991.2 Aussenansicht Heck schräg dynamisch weiss
  • Porsche 911 Turbo S 991.2 Aussenansicht Front schräg dynamisch rot
  • Porsche 911 Turbo S 991.2 Aussenansicht Heck schräg statisch Studio gelb
  • Porsche 911 Turbo S 991.2 Aussenansicht Heck schräg statisch Detail Schriftzug rot
  • Porsche 911 Turbo S 991.2 Aussenansicht Front schräg dynamisch gelb
  • Porsche 911 Turbo S 991.2 Aussenansicht Seite statisch blau
  • Porsche 911 Turbo S 991.2 Aussenansicht Front schräg statisch Studio gelb
  • Porsche 911 Turbo S 991.2 Aussenansicht Seite schräg dynamisch gelb
  • Porsche 911 Turbo S 991.2 Innenansicht statisch Vordersitze und Armaturenbrett
  • Porsche 911 Turbo S 991.2 Aussenansicht Front schräg statisch blau
  • Porsche 911 Turbo S 991.2 Aussenansicht statisch Detail Felge mit Bremsanlage
  • Porsche 911 Turbo S 991.2 Aussenansicht Heck schräg statisch weiss
Modell im Test

Modell im Test (Neu- und Gebrauchtwagen)

Wie alle 911-Varianten gelten auch die Turbos als Maßstab für sportliches und präzises Fahren bis zum Limit. Mehr noch als bei Carrera und Carrera S kommt aber bei den Spitzenvarianten der Prestige-Faktor zum Tragen: Die „Turbos“ halten mit ihrem Potential nur wenig hinter dem Berg und erlauben sich einen entsprechend vorlauten Auftritt, der von Kritikern bisweilen als protzig empfunden wird.

Außerdem wird Porsche gerade in punkto Turbos für die Verwässerung der alten Ideale kritisiert. Weil die Spitzenmodelle besonders gut ausgestattet sind und so auch über entsprechend viele Komfortfeatures verfügen, werden sie gelegentlich als weichgespült und angeberisch empfunden.

Motoren

Motoren

3,8 Liter Hubraum sowie 540 PS für das Grund- und 580 PS für das S-Modell: So sichert sich der Turbo die unangefochtene Spitzenposition in der 911-Familie, selbst wenn seit dem Facelift im Herbst 2015 auch die allermeisten anderen Varianten über aufgeladene Motoren verfügen. Auch die Fahrleistungen des Turbos können sich sehen lassen: Den Sprint von 0 auf 100 km/h absolviert er je nach Motor- und Karosserievariante in 2,9 bis 3,1 Sekunden und mit 320 km/h für den Turbo und 330 km/h für den Turbo S fährt der 911 den meisten anderen Supersportwagen bei Vollgas davon.

  • Sechszylinder-Boxer mit 3,8 Litern Hubraum und 540 oder 580 PS
  • serienmäßig mit Allrad und Doppelkupplungsgetriebe
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Sicherheit

Sicherheit

Wenn man Sicherheit über die Beherrschbarkeit eines Fahrzeugs definiert, dann gehört der Porsche 911 Turbo zu den sichersten Autos der Welt. Denn auch mit bis zu 580 PS und Fahrleistungen jenseits der Vorstellungskraft bleibt der Sportwagen jederzeit berechenbar und gut zu kontrollieren.

Nach der üblichen Sichtweise hingegen liegt die Sicherheit der gesamten Baureihe auf dem Niveau eines Kompaktwagens. Obwohl er ein Vielfaches eines VW Golf kostet, bietet er mit vier Airbags und Tempomat nicht ansatzweise dessen Sicherheitsausstattung. Und von LED-Scheinwerfern und Allradantrieb abgesehen, machen die Turbo-Versionen da keine Ausnahme.

Eine neutrale Bewertung der Sicherheit fällt auch deshalb schwer, weil der Porsche 911 zum Beispiel von Euro NCAP auch Jahre nach seiner Einführung noch nicht getestet wurde.

Zur serienmäßigen Sicherheitsausstattung zählen:

  • vier Airbags
  • LED-Scheinwerfer
  • Allrad-Antrieb
Sicherheitsausstattung anzeigen
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Ausstattung

Ausstattung

Der Turbo ist das stärkste und teuerste Modell in der 911-Familie und deshalb von allen Varianten auch am besten ausgestattet. So zählen neben den 20-Zöllern und den zahlreichen Anbauteilen für Aerodynamik und Optik auch Extras wie die Sportsitze, das Infotainment mit Online-Navigation, Smartphone-Integration und Bose-Surroundsound sowie die Klimaautomatik und beim Cabrio das elektrische Verdeck und die automischen Überrollbügel zum Standard.

Wer den Turbo S bestellt, bekommt über die höhere Leistung hinaus noch ein paar Extras mehr: Dann haben die Felgen einen Zentralverschluss, die Bremsen arbeiten mit Keramikscheiben und neben dem Fahrwerk passen sich auch die Sportsitze automatisch dem Fahrverhalten an. Außerdem gibt es eine adaptive Steuerung für die serienmäßigen LED-Scheinwerfer.

Aber Porsche wäre nicht Porsche, wenn es nicht auch für den 911 Turbo noch zahlreiche Extras gäbe. Eigenständige Felgen, individuelle Lacke, mehr Zierrat im Innenraum und ein paar Assistenzsysteme – so lässt sich der Preis schnell um fünfstellige Summen in die Höhe treiben.

Zur Serienausstattung gehören:

  • LED-Scheinwerfer
  • Sport-Chrono-Paket
  • 2-Zonen-Klimaautomatik
  • Infotainment mit Navigations- und Telefon-Modul
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Beschreibung

Modellbeschreibung

Genug ist nie genug – auch nicht für den Porsche 911. Obwohl schon das Basis-Modell ein faszinierender Sportwagen mit hoher Alltagstauglichkeit ist, verführen die Schwaben im Turbo-Topmodell mit noch mehr Leistung und Luxus.


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Die Fahrleistungen des Turbo sind eine Klasse für sich.
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Der „Turbo“-Schriftzug auf einem deutlich breiteren Heck markiert seit 1974 die Spitze in der Porsche 911-Baureihe. Denn auch wenn es immer wieder puristischere, aggressivere oder dynamischere Varianten des Sportwagens gegeben hat: Keine 911-Variante vereint den Anspruch von Leistung und Luxus so eindrucksvoll wie der Turbo. Zumal der Turbo anders als die vom Rennsport abgeleiteten GT-Varianten, auch als Cabrio angeboten wird.

Einer wie alle und doch allein auf weiter Flur

Zwar haben die Spitzenversionen mit der Modellpflege für die Baureihe 991 im Herbst 2015 ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal verloren, weil seitdem auch im Carrera, Carrara S und GTS aufgeladene Sechszylinder die Saugmotoren ersetzen. Doch mit 3,8 statt 3,0 Litern Hubraum und 540 PS im 911 Turbo oder gar 580 PS im Turbo S sichert sich das Top-Modell den nötigen Respekt in der Familie – vom markant veränderten Design ganz zu schweigen. Auch die Fahrleistungen sind eine Klasse für sich. Grundsätzlich mit Doppelkupplungsgetriebe und Allradantrieb ausgestattet, beschleunigt der 911 Turbo je nach Aufbauvariante und Ausbaustufe in 2,9 bis 3,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht Spitzengeschwindigkeiten von 320 km/h im Turbo und 330 km/h im Turbo S. Nur beim Verbrauch liegt der Turbo überraschend nah bei den anderen Modellen. Zumindest im Normzyklus sollen sich das Coupé mit 9,1 und das Cabrio mit 9,3 Litern zufriedengeben.

Hoher Standard und trotzdem viele Extras

Seiner Spitzenstellung in der 911-Familie wird der Turbo auch bei der Ausstattung gerecht: Zahlreiche formale oder funktionale Anbauteile sind genauso serienmäßig an Bord wie ein umfangreiches Infotainment-Programm, die LED-Scheinwerfer und eine Reihe von Performance-Extras: Das Sport-Chrono-Paket, die adaptiven Dämpfer oder die Sportsitze, die man in den anderen 911-Varianten teuer bezahlen muss, gibt es beim Turbo zum Nulltarif. Und beim Turbo S kommen unter anderem noch Keramik-Bremsen, adaptive Scheinwerfer und eine Sitzanlage dazu, die sich automatisch dem jeweiligen Fahrstil anpasst.

Dennoch bietet die Preisliste noch viel Luft nach oben: Mit anderen Felgen und Farben, mehr Komfort im Innenraum und zusätzlicher Individualisierung kommen schnell noch einmal mehrere zehntausend Euro zusammen. Vergleichsweise kurz ist nur die Liste der Sicherheitsausstattung. Zwar gilt der Porsche 911 Sportfahrern als extrem sicheres Auto, weil er so gut zu beherrschen und zu berechnen ist. Aber bei den Sicherheits- und Assistenzsystemen liegt das Luxusmodell nicht mal auf dem Niveau eines Kompaktwagens: Sieht man von LED-Licht und Allradantrieb ab, bietet er serienmäßig nur vier Airbags, den Tempomaten, selbst gegen Aufpreis aber nicht mehr als eine Abstandsregelung und einen Assistenten für Spurführung und -wechsel.

Die Preise beginnen bei 174.669 für das Turbo Coupé, das S-Modell ist knapp 30.000 Euro teurer und der Zuschlag für das Cabrio liegt bei jeweils rund 13.000 Euro. Damit ist der Turbo nicht nur fast doppelt so teuer wie das Grundmodell des Porsche 911, sondern liegt auch über Konkurrenten wie dem Lamborghini Huracan oder dem McLaren 570. Doch weil kaum ein Sportwagen so wertstabil ist wie der Porsche 911, ist der Turbo auf lange Sicht das lohnendere Modell.

Fazit zum Porsche 911 Turbo und Turbo S

Schneller und stärker als andere Porsche 911er und trotzdem problemlos beherrschbar: auf der Rennstrecke ebenso gut wie zwischen Wohnung und Büro oder auf dem Weg ins Wochenende. Und mit dem deutlich differenzierten Design bleibt der 911 Turbo ein Symbol für den Status seines Besitzers.

Als Cabrio ein Spitzensportler für Genießer, und als Coupé mit Allradantrieb das Ganzjahresauto unter den Supersportlern, sind die Top-Modelle der Elfer-Familie der Traum eines jeden Sportwagenfahrers.