Der 4,30 Meter lange Meriva bietet durch sein variables Innenraumkonzept ein sehr gutes Raumangebot mit Platz für vier Erwachsene und Gepäck. Besonderheit sind seine hinten angeschlagenen Fondtüren, die nach vorn öffnen. Der Opel Meriva (B) ist seit 2010 erhältlich, die erste Generation startete im Jahr 2003. Die zweite Meriva-Generation basiert nicht mehr auf dem Corsa, sondern auf Komponenten des Astra und Zafira. Das Facelift im Januar 2014 brachte vor allem neue bzw. überarbeitete Motoren und Getriebe sowie ein modernes Infotainment-System.
Stärken
Sehr gutes Raumangebot
Variable Innenraumgestaltung
Gegenläufig öffnende Türen für bequemen Einstieg
Schwächen
Mit Tasten überfrachtete Mittelkonsole
Frühzeitig einsetzendes ESP
Eingeschränkte Rundumsicht nach hinten
Beta
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"Dem Meriva B merkt man inzwischen an, dass er in die Jahre gekommen ist. Daran konnte auch das optisch kaum wahrnehmbare Facelift mit neuen Motoren und modernen Connectivity-Optionen wenig ändern. Es ist auch kein Geheimnis, dass der Meriva abgelöst wird – vom Opel Crossland X, einem Crossover aus SUV und Van. Einem Modell, das optisch dem ungebrochenen SUV-Trend folgt, trotzdem aber die Raum- und Funktionsumfänge wie der Meriva bieten soll. Daher ist es gut möglich, dass der Meriva schon bald mit kräftigen Nachlässen zu bekommen sein wird."
Testberichte
ADAC Auto-Test
Testergebnis vom 30. April 2014
OPEL Meriva 1.6 CDTI ecoflex Start/StopFünftürige Großraumlimousine der Kleinwagenklasse (100 kW / 136 PS)
Der Opel Meriva bietet ein breit gefächertes Angebot neu entwickelter Motoren und überarbeiteter Getriebe. Das Leistungsangebot reicht von 95 bis 140 PS, hinzu kommen Ecoflex-Versionen, deren Technologie bei den Dieselmodellen zum Standard gehört und bei den Benzinmodellen als alternatives Angebot eine höhere Effizienz verspricht. Mit der Flüssiggas-betriebenen LPG-Variante (Liquefied Petroleum Gas) lassen sich weitere Verbrauchseinsparungen erzielen, allerdings erkauft mit einem deutlich höheren Anschaffungspreis.
Mit dem relativ geringen Hubraum – nur 1,4 Liter bei den Benzinern und 1,6 Liter bei den Dieselvarianten – lassen sich theoretisch sehr gute Verbrauchswerte erzielen. Aber um die Kraft richtig zu nutzen, ist ein höheres Drehzahlniveau notwendig und damit ein entsprechender Mehrverbrauch verbunden.
Drei 1,4-Liter-Benziner: Einstieg mit 95 PS als Sauger, 120- und 140-PS-Versionen turboaufgeladen
Drei neu entwickelte 1,6-Liter-Turbodiesel-Varianten von 95 bis 136 PS
Fünf- und Sechsgang-Handschalter, Automatik nur für Benziner mit 120 und 140 PS verfügbar
Der Opel Meriva bietet in seiner Klasse ein überzeugendes aktives Sicherheitsniveau. Die fünf Sterne im Euro-NCAP-Crashtest resultieren – neben strukturellen Maßnahmen an der Fahrzeugkarosserie – aus umfangreichen passiven Sicherheitsmaßnahmen. Darüber hinaus wird mit dem optionalen Telematikdienst Opel OnStar bei einem Unfall sofort Kontakt mit dem 24-Stunden-Notrufservice aufgenommen, der über GPS den Fahrzeugstandort ermitteln kann.
Das Angebot an aktiven Sicherheitsfeatures wie innovativen Fahrwerksregel- oder Fahrerassistenzsystemen hält sich beim Meriva hingegen in überschaubarem Rahmen.
Fünf Sterne im Euro-NCAP-Crashtest
Umfangreiche Rückhaltesysteme
Optional Telematikdienst Opel OnStar mit automatischer Unfallmeldung
Im Euro-NCAP-Crashtest hat der Opel Meriva B die Bestnote von fünf Sternen für Insassensicherheit erzielt, allerdings immer noch mit Verbesserungspotenzial in Sachen Fußgängerschutz verbunden. Das Rückhaltesystem für Insassen ist beim Meriva sehr umfangreich. Serienmäßig sind Front- und Seitenairbags für Fahrer und Beifahrer sowie Vorhangairbags im Kopfbereich für die vorderen und hinteren Insassen.
Neben aktiven Kopfstützen kommen vorn Dreipunktsicherheitsgurte mit Gurtkraftbegrenzer und Gurtschlossstraffer hinzu, ebenso wie Gurtwarner auf allen Plätzen. Im Falle eines heftigen Frontalaufpralls sorgen serienmäßig wegklappende Sicherheitspedale dafür, dass Gas-, Brems- und Kupplungspedal blitzschnell nach vorn gezogen werden, um das Verletzungsrisiko für die Füße des Fahrers zu minimieren.
Insgesamt erreicht der Meriva im Bereich der Insassensicherheit beim ADAC-Crashtest 89 Prozent der möglichen Punkte. Durch die relativ hohe Sitzposition ist die Sicht nach vorn und zur Seite gut, die Fahrzeugfront ist vom Fahrersitz aus allerdings nur zu erahnen. Beim Blick nach hinten schränkt die breite D-Säule die Rundumsicht spürbar ein. Immerhin sind die Kopfstützen der Fondsitze versenkbar.
Der Parkpilot hinten für 380 Euro oder eine Rückfahrkamera (435 Euro) sind empfehlenswerte Extras. Fahrwerksseitig gehören Regelsysteme wie ABS, ESP und eine Traktionskontrolle mit Motor- und Bremseneingriff zum Serienumfang, ebenso wie die elektronische Parkbremse oder der Berganfahrassistent, der das Anfahren an Steigungen erleichtert und unbeabsichtigtes Zurückrollen am Berg verhindert.
Optionales Halogen-Kurven- und -Abbiegelicht mit LED-Tagfahrlicht verbessern die Sicherheit bei Fahrten im Dunkeln. Mit dem optionalen Telematikdienst Opel OnStar wird darüber hinaus bei einem Unfall, den die Airbagsensoren registrieren, automatisch Kontakt mit einem 24-Stunden-Notrufservice von Opel aufgenommen. Von dort aus kann über GPS der Standort des Fahrzeugs erkannt und bei Bedarf die Rettungsleitstelle informiert werden.
Das kann vor allem dann lebensrettend sein, wenn die Insassen nicht mehr in der Lage sind zu sprechen.
Ausstattung
Basisversion ist der Meriva Selection, darauf aufbauend folgt die nächsthöhere Ausstattungsvariante Edition, während der Meriva Innovation als Topmodell zusätzlich zur Ausstattungsvariante Edition noch über eine Reihe weiterer hochwertiger und innovativer Umfänge verfügt. Bereits der Meriva Selection ist ordentlich ausgestattet und bietet im Wettbewerbsumfeld ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Insgesamt kann der Meriva mit einer Reihe schicker Accessoires sehr individuell und wertig ausgerüstet werden. Wegweisend im Vergleich mit anderen Minivans ist der optionale Telematikdienst Opel OnStar, ein persönlicher Online- und Serviceassistent, den bislang nur Premiumhersteller anbieten. Zur Serienausstattung gehören:
Flexspace
Sitzkonzept im Fond
Berganfahrassistent
Elektrische Parkbremse
Der Opel Meriva startet mit der Ausstattungsvariante Selection bei rund 16.500 Euro für den 1.4-Liter-Benziner mit 100 PS sowie mit knapp 19.500 Euro für den 105 PS starken Einstiegsdiesel 1.6 CDTI. Das sind in dieser Klasse wettbewerbsfähige Einstiegspreise für einen 4,30 Meter langen Minivan mit einer ordentlichen Grundausstattung. Zu den Serienumfängen zählen neben den gängigen Regelsystemen auch ein Anfahrassistent, eine elektrische Parkbremse, aktive Kopfstützen, auskuppelnde Sicherheitspedale und hinten längs- und quereinstellbare Einzelsitze.
Für einen Aufschlag von rund 2.500 Euro bietet die nächsthöhere Ausstattungsvariante Edition zusätzliche Features wie die Flexrail-Mittelkonsole mit einer verschiebbaren Mittelarmlehne, das Radio CD 400, Klimaanlage, Lederlenkrad, Bordcomputer, elektrische Fensterheber vorn und hinten und einen Tempomat. Für mehr Wohlgefühl an Bord sorgen zudem eine Ambientebeleuchtung in der Mittelkonsole und jeweils vorn und hinten Leseleuchten sowie zwei 12-Volt-Steckdosen.
Die Topausstattungslinie heißt Innovation und kostet grob 1.500 Euro mehr als die Variante Edition. Dafür bietet der Meriva dann schon das Modernste, was derzeit in dieser Klasse an Innovationen angeboten wird – etwa LED-Tagfahrlicht und -Heckleuchten, Halogen-Kurven- und -Abbiegelicht, Wärmeschutzverglasung, ein Sichtpaket mit Regensensor, Radio CD 600 IntelliLink mit 7-Zoll-Farbdisplay, Freisprecheinrichtung via Bluetooth-Schnittstelle, USB-Schnittstelle und Lenkradfernbedienung.
Hinzu kommen Sondermodelle wie aktuell der Opel Meriva Active mit einem Aufpreis gegenüber dem Meriva Edition von 500 Euro. Dafür bietet er 16-Zoll-Leichtmetallfelgen im Speichendesign und Nebelscheinwerfer. Für rund 1.800 Euro Aufschlag gegenüber der Variante Edition gibt es das Sondermodell Color Edition mit 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, Dach in Hochglanzschwarz und Radio CD 600 IntelliLink mit 7-Zoll-Farbdisplay, Freisprecheinrichtung via Bluetooth-Schnittstelle und USB-Schnittstelle.
Mit einer Sonderausstattungsvielfalt offeriert Opel für den Meriva ein Höchstmaß an Individualisierungsmöglichkeiten. Mit Ausstattungspaketen lässt sich im Vergleich zur Einzelbestellung von Sonderausstattungen Geld sparen. Innovativ und keinesfalls klassenüblich sind weitere Extras wie der Telematikdienst Opel OnStar für knapp 500 Euro mit 24-Stunden-Notrufservice, Unfallhilfe, Opel-Mobilservice, Fahrzeugortung bei Diebstahl und ein WLAN-Hotspot bis zu 4G/LTE für sieben Endgeräte.
Oder der im Heckstoßfänger integrierte Flexfix-Fahrradträger für knapp 700 Euro, mit dem bis zu zwei Fahrräder mitgenommen werden können. Hinzu kommen Spezialitäten wie ein Panorama-Sonnendach, Lederausstattung oder sogar eine Standheizung.
Meriva Selection (Grundausstattung):
15-Zoll Stahlräder für Benziner (195/65), 16-Zoll Stahlräder für Diesel (205/55)
ABS, ESP, Traktionskontrolle mit Motor- und Bremseneingriff (TC Plus)
Berganfahrassistent
Elektrische Parkbremse
Außenspiegel elektrisch einstellbar und beheizbar
Geschwindigkeitsabhängige Servolenkung
Zwei aktive Kopfstützen vorn, höheneinstellbar; zwei Kopfstützen hinten, höheneinstellbar
Früher wurden Großraumtransporter wie etwa Chrysler Voyager oder Renault Espace als Minivans bezeichnet. Heute sind Minivans das, was ihr Name verspricht: hoch bauende, flexible Fahrzeuge mit viel Innenraum auf wenig Verkehrsfläche. Der Opel Meriva gehört zu den bekanntesten Vertretern.
Der Meriva überzeugt mit einem praktischen Gesamtkonzept.
Mit dem erstmals 2003 auf den Markt gekommenen Meriva begann auch bei Opel das Zeitalter kleiner Vans. Der Meriva (B) baut auf Komponenten des Astra und Zafira auf, ist 4,30 Meter lang, im Innenraum deutlich gewachsen und überzeugt vor allem durch sein variables Innenraumkonzept. Auffälligste Besonderheit sind die gegenläufig angeschlagenen Türen, die einen sehr bequemen Ein- und Ausstieg ermöglichen und die kein direkter Wettbewerber bietet.
Dazu kommt ein Innenraumkonzept im Fond, das dem Meriva eine hohe Flexibilität beschert. Das Facelift 2014 brachte als größte Veränderungen neue Dieselmotoren, überarbeitete Benziner, ein neues Automatikgetriebe sowie den Telematikdienst Opel OnStar.
"Bei Motor und Getriebe haben Meriva-Kunden die Qual der Wahl."
Die zum Facelift überarbeiteten 1,4-Liter-Vierzylinder-Benzinmotoren gibt es mit 100, 120 und 140 PS, wobei die beiden leistungsstärkeren Varianten mit Turbolader arbeiten. Die seit 2014 neuen 1,6-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel bieten 95, 105 und 136 PS, alle Dieselvarianten werden ausschließlich mit den verbrauchsoptimierenden Ecoflex-Maßnahmen wie Start-Stopp-System und Bremsenergierückgewinnung angeboten.
Je nach Motorisierung wird die Kraft beim Meriva über ein Fünf- oder Sechsgang-Getriebe übertragen, die beiden leistungsstärkeren Benziner gibt es alternativ mit Sechsgang-Automatik, die Turbodiesel nur mit Sechsgang-Handschalter. Für hohe Leistungsentfaltung werden jedoch hohe Drehzahlen benötigt, was den Spritverbrauch in die Höhe treibt. Für besonders niedrige CO2-Emissionen steht der Meriva 1.4 LPG Ecoflex mit 120 PS, der mit Benzin oder Autogas betrieben werden kann.
"Einfach in der Bedienung, angenehm im Komfort, großzügig im Raumangebot."
Der Meriva ist einfach zu fahren. Die erhöhte Sitzposition ermöglicht einen guten Überblick im Straßenverkehr; nur die Sicht nach hinten ist durch die breite D-Säule eingeschränkt. Die Bedienung ist durchdacht und logisch, aber die mit Tasten und Schaltern überfrachtete Mittelkonsole ist gewöhnungsbedürftig. Der angenehme Federungskomfort und das niedrige Geräuschniveau sind weitere Kennzeichen des Meriva.
Das Raumangebot ist großzügig, der Fond durch das flexible Sitzkonzept sehr gut zu nutzen. Vier Erwachsene finden im Meriva bequem Platz; der Gepäckraum lässt sich dank niedriger Ladekante sehr gut beladen und ist mit 355 Litern für einen Minivan auch überraschend groß.
"Für den Transport von A nach B – und für Fahrspaß mit einem Hauch von Luxus."
Die Basisversion Selection des Meriva ist all jenen ans Herz gelegt, die sich einen Minivan als kostengünstigen Raumtransporter auf wenig Verkehrsfläche zum Transport von A nach B wünschen. Mit den wichtigsten Grundausstattungen bereits ordentlich bestückt, ist er dann in der kleinsten Benzinmotorisierung (100 PS) für rund 16.500 Euro haben, als kleinster Turbodiesel mit 95 PS jedoch erst ab rund 19.500 Euro.
Die nächste Ausstattungsvariante Edition für plus 2.500 Euro bietet einiges, was beim täglichen Fahren Vergnügen bereitet. Und für weitere 1.500 Euro Aufpreis gibt es mit dem Paket Innovation Features, die früher nur Premiummarken boten. Beispiele sind der Telematikdienst Opel OnStar oder Halogen-Kurven- und -Abbiegelicht. Die wichtigsten Sicherheitsfeatures wie sechs Airbags, Sicherheitsgurte mit Gurtkraftbegrenzern, aktive Kopfstützen, auskuppelnde Sicherheitspedale und die klassenüblichen Fahrwerkregelsysteme sind in allen Modellen serienmäßig.
Fazit zum Opel Meriva (B)
Was erwarten Kunden von einem Minivan? Einmal natürlich, dass er für relativ wenig Geld möglichst viel Raum und Flexibilität auf geringer Verkehrsfläche bietet. Und bei einer Marke wie Opel natürlich auch Komfort, Solidität, Zuverlässigkeit und ein hohes Sicherheitsniveau. Mit all dem kann der Meriva punkten – und sogar noch mit luxuriösen Sonderausstattungen, Telematikdiensten und cleveren, innovativen Lösungen für den Praxisalltag.
Auch wenn der Markt für Minivans mit Wettbewerbern wie dem Ford B-Max, Fiat 500L oder Hyundai iX 20 hart umkämpft ist, kann der Opel Meriva mit seiner hohen Produktsubstanz immer noch gut mithalten.