Der Opel GTC basiert auf dem Astra der Generation J und ist dessen dreitürige Version mit coupéhaftem Look. Antriebe, Technik und Innenraum sind dementsprechend mit dem Fünftürer und dem Kombi nahezu identisch. Bei dem seit 2012 gebauten Fahrzeug verzichtet Opel seit einiger Zeit auf den Baureihennamen Astra für die Modellbezeichnung und nennt sein Kompaktklassen-Coupé, das in seinem Segment auf den VW Scirocco, den Kia pro_cee’d und das Hyundai i30 Coupé trifft, nur noch Opel GTC.
Stärken
Umfangreiche Grundausstattung
Fünf verschiedene Motorisierungen
Telematikdienst Opel Onstar serienmäßig
Schwächen
Hohes Gewicht
Schlechte Übersichtlichkeit nach hinten
Wenige Assistenzsysteme erhältlich
Beta
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"Ein solides, ausgereiftes Sport-Coupé mit 200 PS für etwas mehr als 26.000 Euro – Opel macht mit dem GTC ein interessantes Angebot. Dass durch das hohe Gewicht die Sportlichkeit ein bisschen leidet, muss der GTC-Fahrer in Kauf nehmen oder sich gleich für die Sportversion OPC entscheiden. Der Mehrpreis von 10.000 Euro lässt sich aber auch gut in Ledersitze, Navigationssystem und OPC-Optik investieren."
Motoren
Der Opel GTC ist mit vier Benzinmotoren von 120 bis 200 PS sowie einem 136 PS starken Diesel erhältlich, der am sparsamsten mit dem Kraftstoff umgeht. Der Benziner mit 170 PS ist immer mit einer Sechsstufen-Automatik gekoppelt, die auf Wunsch auch für die 140-PS-Variante bestellt werden kann. Ansonsten kommt ein Sechsgang-Schaltgetriebe zum Einsatz. Über diesen Triebwerken rangiert dann noch das sportliche Topmodell Astra OPC mit 280 PS.
Der Opel GTC verfügt über alle gängigen Sicherheitssysteme und überzeugt mit fünf Sternen im Euro-NCAP-Crashtest. Darüber hinaus bietet er auch einige Fahrerassistenzsysteme an. Eine Besonderheit ist der Opel-Telematikdienst Onstar, mit dem der Fahrer Kontakt zu einem persönlichen Assistenten aufnehmen kann. In Notfällen, etwa nach einem Unfall, versuchen die Opel-Mitarbeiter selbstständig, den Fahrer zu erreichen, und leiten gegebenenfalls Rettungsmaßnahmen ein, während das System automatisch den Fahrzeugstandort übermittelt.
Sehr gute Ergebnisse im Crashtest
Notfallassistenz durch Opel Onstar
Einige Fahrerassistenzsysteme erhältlich
Der Opel GTC gehört zu den sehr sicheren Automobilen mit guten Fahreigenschaften und Bremsen. Im Euro-NCAP-Crashtest erreichte er die "5 Sterne"-Höchstwertung. Die serienmäßige Sicherheitsausstattung ist mit ABS, ESP, Traktionskontrolle, Bremsassistent, Berganfahrhilfe, Reifendruckanzeige für jedes einzelne Rad sowie Front-, Seiten- und Kopfairbags umfangreich.
Immer mit an Bord ist der Opel-Telematikdienst Onstar, über den man jederzeit Kontakt zu einem persönlichen Ansprechpartner aufnehmen kann. Bei Unfällen, bei denen die Airbags ausgelöst wurden, versuchen die Opel-Mitarbeiter eigenständig Kontakt zu den Insassen aufzunehmen, um gegebenenfalls Polizei und Rettungskräfte zu alarmieren, während das System automatisch den Standort des Fahrzeuges übermittelt.
Über Onstar, das nach einer Testphase kostenpflichtig wird, lässt sich das Auto auch per Smartphone überwachen oder nach einem Diebstahl orten, aber auch ein WLAN-Hotspot im Auto einrichten. Das adaptive Xenon-Licht kostet leider extra, dafür bietet die Aufpreisliste aber einige Assistenzsysteme, die die Sicherheit verbessern. Für 700 Euro – oder für den Active im Paket mit dem großen Navigationssystem für 1.450 Euro – erhält man eine Frontkamera, die den Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen anzeigt und vor möglichen Kollisionen warnt, das Verlassen der Fahrspur anzeigt und Verkehrszeichen erkennt.
Ein Totwinkelwarner wird im Paket mit dem aktiven Parkassistenten für 850 Euro angeboten.
Ausstattung
Der Opel GTC ist serienmäßig bereits gut und sportlich ausgestattet. So bietet er unter anderem ab Werk ein Sportfahrwerk, Sportsitze und 18-Zoll-Leichtmetallräder, dazu Klimaanlage, Radio mit Freisprecheinrichtung und einen Tempomaten. Die Ausstattungslinie Active kostet nur einige Hundert Euro mehr und bringt zusätzlich beispielsweise Nebelscheinwerfer und eine Wärmeschutzverglasung mit. Weitere Extras wie etwa ein verstellbares Fahrwerk, Ledersitze oder ein Navigationssystem sind gegen Aufpreis erhältlich.
Zur Serienausstattung gehören:
Leichtmetallräder 18 Zoll
Klimaanlage
Sportfahrwerk
Opel bietet sein Coupé in der Grundausstattung GTC sowie mit der Ausstattungslinie Active an. Zur Serienausstattung gehören immer ein Sportfahrwerk mit tiefergelegter Karosserie und 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, elektrische Spiegel und Fensterheber, Klimaanlage, ein Radio mit Freisprecheinrichtung, Lederlenkrad, Sportsitze in einem Stoff/Kunstleder-Mix, Tempomat und eine Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung.
Die Ausstattungslinie Active ist lediglich 750 Euro teurer und schließt dafür ein Radio mit Farbdisplay (einzeln 370 Euro), Nebelscheinwerfer (185 Euro), Wärmeschutzverglasung (200 Euro) sowie beleuchtete Make-up-Spiegel und hintere Leseleuchten (50 Euro) mit ein. Die Aufpreisliste hat dann noch einige interessante Optionen zu bieten: Für 980 Euro gibt es ein verstellbares Fahrwerk, dazu OPC-Optik-Pakete für außen (1.200 bis 1.350 Euro) und innen (690 Euro).
Leichtmetallfelgen in 19 Zoll (600 Euro) oder 20 Zoll (ab 1.200 Euro) sind ebenfalls erhältlich. Für 1.550 Euro bietet Opel eine Lederausstattung inklusive Sitzheizung (sonst 330 Euro) und Sport-Ergonomiesitzen mit dem Gütesiegel der Aktion Gesunder Rücken e. V. für den Fahrer (390 Euro). Ein beheizbares Lederlenkrad (190 Euro) sorgt ebenso für eine Wohlfühlatmosphäre wie die Klimaautomatik für 350 Euro Aufpreis.
Für 170 Euro lassen sich die Spiegel elektrisch anklappen, für 135 Euro gibt es auch eine elektrische Parkbremse, für knapp 700 Euro eine abnehmbare Anhängerkupplung. Eine Standheizung schlägt mit 1.400 Euro zu Buche. Aufrüsten lässt sich auch das Infotainment. Für 850 Euro bzw. 500 Euro in der Linie Active gibt es ein Navigationssystem; eine leistungsstärkere Variante kostet 1.820 bzw. 1.450 Euro. 630 Euro verlangt Opel für ein Soundsystem, gut 200 Euro für digitalen Radioempfang, 115 Euro für eine Dachantenne in Form einer Haifischflosse.
Für die aufgrund der eingeschränkten Sicht nach hinten sinnvollen Parkpieper am Heck verlangen die Rüsselsheimer 380 Euro, an Front und Heck 520 Euro. Investiert man 850 Euro, bekommt man zu den Sensoren einen aktiven Einparkassistenten und einen Totwinkelwarner. Das adaptive Fahrlicht AFL+ mit Bi-Xenon-Scheinwerfern, Abbiegelicht, aktivem Kurvenlicht und Fernlichtautomatik lässt sich Opel mit 1.250 Euro vergüten, für 200 Euro gibt es für die Halogen-Scheinwerfer zumindest eine Einschaltautomatik und einen Regensensor.
Sonderfarben kosten 290 Euro, eine Metallic-Lackierung 560 Euro. Für 300 Euro bietet Opel zudem ein schwarz lackiertes Dach. Geld sparen kann der GTC-Käufer mit einigen Ausstattungspaketen, in denen manche Optionen kostengünstig zusammengefasst sind.
Der Opel GTC ist mehr als ein dreitüriger Astra, dessen Namen er inzwischen abgelegt hat. Schon vor dem Modellwechsel des fünftürigen Modells zum Astra K hatte sich der GTC optisch deutlich abgegrenzt und als Konkurrent des VW Scirocco positioniert.
„Der Opel GTC ist die sportliche Variante des Opel Astra und basiert auf dem Astra J, von dem sie auch dessen Übergewicht übernimmt.“
Ausgereift und gut verarbeitet
Opel hat mit dem seit 2012 verkauften GTC ein gut verarbeitetes und sehr ausgereiftes Coupé im Angebot. Das Übergewicht der Astra-J-Generation, das ein wenig die Dynamik und die Verbrauchswerte beeinträchtigt, sorgt im Gegenzug auch für eine Wohlfühlatmosphäre in einem gefühlt soliden und gut ausgestatteten Auto. Die Heimeligkeit im eng geschnittenen GTC-Innenraum verstärken die tiefe Sitzposition in guten, gegen Aufpreis auch besonders rückenschonenden Sportsitzen und die eingeschränkte Übersichtlichkeit nach hinten.
Die deshalb sehr sinnvollen Parksensoren kosten allerdings Aufpreis, ein aktiver Parkassistent ist jedoch auch erhältlich.
Einige Assistenzsysteme im Angebot
In der Aufpreisliste finden sich neben Optikpaketen im OPC-Stil oder Lederbezügen noch weitere Fahrerassistenzsysteme. So bietet Opel eine Frontkamera, die einen zu geringen Abstand anzeigt, vor möglichen Kollisionen oder unbeabsichtigten Spurwechseln warnt und Verkehrszeichen erkennt. Auch ein Totwinkelwarner ist lieferbar. Das Motorenangebot umfasst unterhalb des Topmodells Astra OPC vier Benziner mit 120 bis 200 PS, dazu einen bei sportlichen Coupés vielleicht etwas weniger gefragten Diesel.
Ein interessantes Feature ist der Telematikdienst Opel Onstar. Ein persönlicher Ansprechpartner unterstützt den Fahrer nicht nur bei Einstellungen oder der Navigation, er kann auch nach Unfällen Rettungsmaßnahmen einleiten – sogar selbstständig, falls der Fahrer dazu nicht mehr in der Lage ist.
Fazit zum Opel GTC (Astra J)
Der Opel GTC ist ein kompaktes Sport-Coupé, bei dem die Optik seiner Dynamik meistens eine Kurve voraus ist. Denn das Erbe des etwas übergewichtigen Astra J drückt immer ein wenig auf die Fahrleistungen und das Fahrverhalten. So ist der GTC zwar nicht immer maximal sportlich, dafür aber stets sehr sicher unterwegs – und das deutlich günstiger als der Rivale VW Scirocco.