Mitsubishi ASX (Serie)

Alle Modelle mit Tests, Daten, Preisen und Kosten

Der Mitsubishi ASX ist seit 2010 eines der verkaufsstärksten Modelle des traditionsreichen japanischen Autoherstellers. Der Kompakt-SUV, dessen Namenskürzel für „Active Sport Crossover" steht, markiert den Einstieg in die Welt der immer beliebteren Geländewagenlimousinen. Die Neuwagen-Preise bewegen sich 2017 beim ASX zwischen moderaten 19.490 Euro für die Basis-Benziner-Version und knapp 35.000 Euro für die Top-Ausstattung mit dem 150 PS starken Dieselmotor, Automatik-Getriebe und Allrad-Antrieb. Der Mitsubishi ASX ist ein eher unauffälliger und robuster Begleiter mit reichlich Platz für Passagiere und Zuladung sowie überdurchschnittlicher Serienausstattung. Verglichen mit der Konkurrenz, bekommt man beim ASX viel Auto fürs Geld – ein Alltags-SUV für Einsteiger, solide, wertbeständig und unauffällig.

Wie viel ist dein Auto wert?

Kostenlose Autobwertung - schnell und unverbindlich
Jetzt kostenlos bewerten
Daten

Daten

Das Motorenangebot beim Mitsubishi ASX ist übersichtlich: Zur Wahl stehen ein Benziner und zwei Diesel. Der 1,6-Liter-Benzinmotor leistet 117 PS, aus dem seit 2015 verbauten gleichgroßen Dieselaggregat pressten die Entwickler 114 PS. Das Vorgängertriebwerk aus den Anfangsjahren des Modells verfügte noch über 150 PS. Das Prunkstück unter der ASX-Haube ist ein 2,2-Liter-Diesel mit 150 PS. Den Benziner gibt es ausschließlich mit Frontantrieb und 5-Gang-Handschaltung. Der kleine Diesel-ASX ist wahlweise mit Vorderrad- oder Allradantrieb ausgestattet, dazu steht das serienmäßige 6-Gang-Schaltgetriebe zur Verfügung. Die große Diesel-Variante nutzt ab Werk den Mitsubishi-Allrad-Antrieb AWC in Kombination mit Automatikgetrieben. Mit „All Wheel Control“ kann der ASX-Fahrer aus drei Antriebsprogrammen die optimale Kräfteverteilung wählen. Alle angebotenen Motoren erfüllen die Euro-6-Norm.

  • drei Motoren zur Auswahl
  • drei Allrad-Antriebsprogramme
  • alle Motoren Euro-6
null
Test

Test

In den Testergebnissen der Fachzeitschriften kam der Mitsubishi ASX stets recht gut weg. Kritisiert wurde bisweilen die zu umfängliche Kunststoff-Auskleidung im Inneren, die Lautstärke bei hohen Drehzahlen sowie der Bremsweg, der einigen Experten für ein Auto dieser Klasse zu lang erschien. Der Sitzkomfort gefiel nicht allen Testern, vor allem der mangelnde Seitenhalt wurde bemängelt. Im Großen und Ganzen jedoch gab es viel Lob, zum Beispiel für die geringen Verbrauchswerte. Der große Dieselmotor lag im Testverbrauch bei 6,2 Liter, der kleine Benziner kam auf 6,5 Liter Super im Realbetrieb. Die Fahrleistungen wurden als „einwandfrei“ eingestuft. Anerkennung gab es auch für den serienmäßigen Partikelfilter – der ADAC attestierte dem ASX einen vergleichsweise geringen Schadstoffausstoß. Die Sicherheitsaspekte seien insgesamt sehr gut gelöst, so das übereinstimmende Urteil, im Euro-NCAP-Crashtest erreichte der ASX die maximale Punktzahl von fünf Sternen.

  • zu langer Bremsweg
  • geringe Verbrauchswerte
  • hohes Sicherheitsniveau
null
Preise

Preise

Die Preisspanne beim Mitsubishi ASX ist vergleichsweise groß. Der Einstiegspreis lag 2017 bei 19.490 Euro, dafür bekam man den SUV als Benziner in der Ausstattungslinie „Basis“. In den Varianten „Plus“ und „Top“ kosteten die Modelle 23.490 beziehungsweise 27.490 Euro, wobei dann auch schon beispielsweise eine Rückfahrkamera und integriertes Tagfahrlicht ab Werk mit an Bord war. Die beiden Diesel-ASX gab es ausschließlich in den beiden höherwertigen Ausstattungen. Die Preise bewegten sich hier zwischen 25.990 Euro und 34.490 Euro. Als einzige Sonderausstattung listete die offizielle Preisliste die Metallic-Lackierung zum Preis von 550 Euro auf – die Serienkonfigurationen deckten also so ziemlich jeden Kundenwunsch ab. Positiv hervorzuheben wäre die überdurchschnittliche Wertstabilität des Mitsubishi ASX, denn kompakte SUV sind gefragt, und davon profitieren Verkäufer.

  • große Preisspanne
  • gute Serienausstattung
  • hohe Wertstabilität
null
Beschreibung

Serienbeschreibung

Nissan Qashqai, Opel Mokka oder Skoda Yeti – im Bereich der Kompakt-SUVs ist die Konkurrenz groß. Seit 2010 mischt auch der Mitsubishi ASX in diesem Fahrzeug-Segment mit, und das sogar sehr erfolgreich. Um die 10.000 Einheiten verkauft der traditionsreiche japanische Autohersteller durchschnittlich pro Jahr in Deutschland. Damit gehört der ASX hierzulande zu den erfolgreichsten Mitsubishi-Modellen. Als sogenannter Crossover-SUV stellt er quasi die Straßenversion des echten Geländewagens Pajero von Mitsubishi dar.


Vorderansicht - schräg
Der ASX ist ein Auto für Pragmatiker.
Seitenansicht

Gleichzeitig ist der ASX die kompakte und vor allem preisgünstigere Alternative zum größeren Mitsubishi Outlander, von dem mehr als die Hälfte der ASX-Bauteile abgeleitet sind. Bis auf das große Dieselmodell werden alle ASX serienmäßig mit Frontantrieb ausgeliefert, ein dezenter Hinweis des Herstellers, wo er das zentrale Einsatzgebiet des Alltags-SUV sieht – ganz sicher nicht im Gelände. Der Mitsubishi ASX ist ein Auto für Pragmatiker: Das Interieur ist durchdacht und funktional, die Fahreigenschaften solide und die Verbrauchswerte sind niedrig. Am besten aber sind die Neuwagen-Preise der verschiedenen Ausstattungsvarianten, die in all den Jahren seit der Modelleinführung 2010 beständig leicht unter denen vergleichbarer Konkurrenzprodukte lagen.

Der Mitsubishi ASX ist in Deutschland eines der erfolgreichsten Modelle im Segment der Kompakt-SUV. Zeitweise waren zwischen 2012 und 2017 parallel zum ASX die bauähnlichen Schwestermodelle Citroën C4 Aircross und Peugeot 4008 auf dem Markt erhältlich, die die französische PSA-Gruppe bei Mitsubishi Motors fertigen ließ. Der Peugeot wurde Ende 2015 aus dem Programm genommen, der Citroën folgte 2017. Der Mitsubishi ASX war der weltweit erste Diesel-Pkw, der mit einer variablen Ventilsteuerung aufwarten konnte. Diese Nockenwellenverstellung heißt bei Mitsubishi MIVEC. Sie kann je nach Auslegung eine Steigerung der Leistung bewirken oder zur Kraftstoffeinsparung genutzt werden. Beim ASX setzten die Ingenieure von Mitsubishi auf den Sprit-Spareffekt. Der 2,2-Liter-Dieselmotor mit 150 PS bleibt somit im Normverbrauch kombiniert unter sechs Liter auf 100 Kilometer und erfüllt dabei die Euro-6-Norm.

 

Gute Serienausstattung

Im Laufe seiner kurzen Modellhistorie wurde der ASX zwei Mal aufgefrischt. Zum Modelljahr 2013 wichen die mattschwarzen Partien an der Front- und Heckschütze, die Stoßfänger waren fortan in Wagenfarbe lackiert, Heck und Kühlergrill wurden ebenso neu gestaltet. Bei Mitsubishi unterschied sich die Serienausstattung nach den Ausstattungslinien „Invite“, „Intense“ und „Instyle“. Einen Vorgeschmack auf die insgesamt gute Serienausstattung erhielten die Käufer bereits in der „Inform“-Grundausstattung, die unter anderem ab Werk über Multifunktionsdisplay, Berganfahrhilfe, Klimaanlage, Kopf- und Knie-Airbags sowie ein verstellbares Lenkrad verfügte. Allerdings blieb das Basis-Niveau ausschließlich dem kleinen Benziner vorbehalten. Die höherwertigen Ausstattungsversionen boten Ledersitze, Klimaautomatik oder auch ein großes Panorama-Glasdach. Im Laufe des Modelljahres 2013 ergänzte Mitsubishi die kleine dreiteilige Motorenpalette um ein stattliches 2,2-Liter-Dieselaggregat aus eigener Entwicklung, welcher ausschließlich mit Allrad-Antrieb ausgeliefert wurde.

 

Praxistauglichkeit und moderate Preise

2015 bekam der ASX eine weitere dezente Frischzellenkur, die Ausstattungslinien hießen fortan „Basis“, „Plus“ und „Top“. Die beiden höherwertigen Ausstattungsvarianten waren ab 2015 an den Kotflügelverbreiterungen und den 18-Zoll-Rädern mit Leichtmetallfelgen zu erkennen. Dazu gesellte sich ab Herbst 2015 ein neuer Diesel-Motor, ein 1,6-Liter-Vierzylinder mit 114 PS, der infolge der serienmäßigen Start-Stopp-Automatik zwar als überaus verbrauchsarm gelobt, aber auch als nicht sehr dynamisch beschrieben wurde. Nicht nur aus diesem Grund ist der ASX wie viele seiner Art ein Pseudo-Geländewagen. Die guten Verkaufszahlen legen jedoch die Vermutung nahe: Der Kundschaft ist das weitgehend egal. Sie honoriert die Praxistauglichkeit und die moderaten Preise. Und in diesen Kategorien konnte der Mitsubishi ASX seit seiner Markteinführung stets punkten.

 

Nicht das sprichwörtliche Zugpferd der Marke 

Mit einer Länge von 4,36 Metern und einem Radstand von 2,67 Metern bietet der durchweg viertürige Mitsubishi ASX das in dieser Klasse übliche Raumangebot. Der flache Kofferraum schluckt 419 Liter zusätzliche Beladung, das maximale Gepäckraumvolumen beträgt bei umgeklappten Rücksitzlehnen 1219 Liter – das ist guter Durchschnitt. Der Nissan Qashqai beispielsweise bietet in dieser Kategorie allerdings fast 300 Liter Maximalvolumen mehr. Die maximale Zuladung beträgt ausstattungsabhängig bis zu 585 Kilogramm, bei den schwereren allradgetriebenen Modellen mit Automatikgetriebe sind es baubedingt 120 Kilogramm weniger. Die maximale Anhängelast gibt Mitsubishi für die Dieselmodelle mit 1400 Kilogramm an, für den Benziner sind es 1200 Kilogramm – insgesamt nicht allzu üppige Werte. Aber wer regelmäßig eine durchzugskräftige Zugmaschine für den Alltag braucht, dürfte ohnehin früher oder später beim großen Bruder Pajero landen – dem sprichwörtlichen Zugpferd der Marke.

 

Gutes Raumangebot für Passagiere

 Viele Käufer entscheiden sich für einen SUV wegen der erhöhten Sitzposition und der damit einhergehenden guten Rundumsicht. Beim ASX ist die Sicht nach hinten durch die beiden hinteren Säulen sowie die kleinen Dreiecksfenster allerdings erheblich eingeschränkt, eine Rückfahrkamera ist nur zu empfehlen. Positiv hervorzuheben sind dagegen die großen Außenspiegel. Das Raumangebot auf den beiden vorderen Plätzen ist gut, die hintere Sitzbank lässt zwei Passagieren bequem Platz nehmen, die mittlere Sitzposition ist eher als Notsitz zu betrachten. Die Polsterung der Sitze ist so gewählt, dass auch lange Strecken mit dem ASX für Fahrer und Beifahrer nicht zur Qual werden. Gleiches gilt für die Fahreigenschaften: Das Fahrwerk ist ausgewogen abgestimmt und die Federung tendenziell komfortabel ausgelegt.

Wie hilfreich waren diese Informationen für dich?