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Mercedes GLE / ML

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Daten

In sagenhaften 4,2 Sekunden stemmt der V8 im 63 S AMG mit 585 PS aus 5,5 Liter Hubraum das 2,4 Tonnen schwere Auto auf Tempo 100 – egal ob Coupé oder nicht. Sehen lassen können sich aber auch die Fahrleistungen der „schwächsten“ Sportversion GLE 43 AMG. Dessen Sechszylinder schiebt das SUV immer noch in 5,7 Sekunden auf 100 km/h. Aber auch schon der Basis-Vierzylinder 250 d ist in 8,6 Sekunden auf Tempo 100. Bei den Verbrauchswerten fährt die Elektro-Benziner-Version GLE 500e mit einem Normwert von 3,3 Liter Super auf 100 Kilometer ganz vorn, bei den reinen Verbrennern ist der 250 d mit Heckantrieb der genügsamste (5,4 Liter). Der Spritdurst der AMG-Varianten liegt zwischen 8,6 und 11,9 Liter Superplus. Das Stauvolumen liegt bei 650 und 690 Litern.

  • überzeugende Fahrleistungen
  • alternativer Antrieb vorhanden
  • großer Kofferraum
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Test

Test

Kritiker sehen im Grunde nur wenige wunde Punkte: Wie viele SUVs ab einer gewissen Größe ist auch der GLE für den Stadtverkehr schlicht überdimensioniert. Auf der anderen Seite bietet er reichlich Platz im Fahrgast- und Stauraum und gilt daher als familienkompatibel, was vor allem für Urlaubsreisen zutrifft. Langstreckenfahrer schätzen das komfortable optionale Luftfederfahrwerk. Und auch die Anhängelast ist hoch. Gelobt wird ebenso die harmonisch-unauffällig arbeitende 9-Gang-Automatik. Grundsätzlich attestieren die Tester GLE und GLE Coupé souveräne Fahrleistungen. Was allerdings nicht heißt, dass das Auto als sehr sportlich gilt – was ja vor allem das Coupé für sich in Anspruch nimmt. Das Leergewicht von weit über zwei Tonnen ist trotz Sportdirektlenkung und variabler Fahrdynamiksteuerung der Luftfederung immer zu spüren. Wenn schon nicht sonderlich agil, fährt sich das Auto dafür sehr sicher. Der Realverbrauch allerdings wird schon beim 350 d mit Testwerten um die 8,5 Liter als eher hoch eingestuft. Seine extravagante Optik beschert der Coupé-Version ein extrem unübersichtliches Heck, eine hohe Kofferraum-Ladekante und eingeschränkte Kopffreiheit im Fond. In Sachen Verarbeitung hält die Baureihe das hohe Niveau der übrigen Benz-Flotte.

  • kräftige Motoren
  • hohes Sicherheitsniveau
  • recht hohe Verbräuche
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Preise

Preise

54.205 Euro – so viel muss man für einen neuen GLE mindestens ausgeben. Zu diesem Preis ist der 250 d in der Version mit Hinterradantrieb gelistet. Wer die 4Matic möchte, muss 57.001 Euro anlegen. Soll es das Coupé sein, werden mindestens 67.295 Euro fällig, für die der Kunde den V6-Diesel mit 258 PS (350 d) unter die Haube montiert bekommt. Fast das Doppelte wird für die Topversion, den 63 S AMG, fällig: 126.676 Euro beim Coupé, 121.559 Euro beim regulären SUV. Wer den GLE 500 e möchte, muss mindestens 74.197 Euro bezahlen. Dazu kommen insgesamt hohe Fixkosten. Trost spenden die gute Wertstabilität und die niedrigen Betriebskosten des kleinen Diesels. Kritik erntet – wie so oft bei so genannten Premiummarken – die Aufpreispolitik. So muss selbst ein angesichts der Preisklasse selbstverständliches Detail wie eine Kofferraumabdeckung teils extra bezahlt werden.

  • hohe Anschaffungspreise
  • hohe Wertstabilität
  • niedrige Betriebskosten beim Diesel
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Beschreibung

Serienbeschreibung

Im März 2015 kündigte Mercedes die Namensänderung im Rahmen der Modellpflege an. Und es gab es noch eine Neuigkeit zu verkünden. Erstmals elektrifizierte der Hersteller die Baureihe, der GLE wurde Mercedes’ erster Geländewagen, der auch elektrisch fuhr.


Vorderansicht - schräg
Der GLE war Mercedes’ erster Geländewagen, der auch elektrisch fuhr.
Seitenansicht

Der Plug-in-Hybrid GLE 500 e kam mit den anderen Motorisierungen allerdings erst im Spätsommer des Jahres auf den Markt. Seinem 333 PS starken V6-Benziner stellten die Ingenieure einen Elektromotor mit 116 PS zur Seite – gut für 130 rein elektrische km/h und 30 Kilometer Reichweite aus Batteriekraft. Als offiziellen Normverbrauch gab Mercedes 3,3 Liter auf 100 Kilometer an (CO2-Ausstoß: 78 g/km).

Allrad beim einzigen Diesel aufpreispflichtige Option

Die Modellüberarbeitung brachte aber auch Änderungen der Optik und neue Ausstattung, darunter das "intelligente" LED-Lichtsystem, ein Head-up-Display und einen aktiven Wankausgleich. Beim Antrieb hielt eine neue Neunstufen-Automatik Einzug, die dazu beitrug, dass die Normverbräuche der übrigen Aggregate leicht sanken. Nur bei den stärkeren AMG-Versionen und dem Plug-in-Hybrid erfolgt die Kraftübertragung noch mit der 7G-Tronic.Mit dem 204 PS starken GLE 250 d brachten die Stuttgarter außerdem erstmals eine Version ohne serienmäßigen Allradantrieb in die Baureihe (Aufpreis 4Matic: 2800 Euro). Außerdem ist es der einzige Vierzylinder, den man für den GLE bekommen kann. Vorteil für den Kunden: ein Normverbrauch von 5,4 Litern Diesel – verbrauchsgünstiger kann man den Geländegänger nicht bekommen.Für Freunde des Sports markiert der GLE 63 S mit 585 PS aus einem 5,5-Liter-V8 das Ende der Fahnenstange (11,8 Liter Superplus; CO2: 276 g/km). Eine Stufe darunter tritt der 63 AMG mit 557 PS an, daneben gibt es noch den 43 AMG mit 367 PS aus sechs Zylindern, der allerdings weniger leistet als der reguläre 500 mit V8 und 455 PS.Noch bevor die konventionelle SUV-Karosse auf den Markt kam, lieferte Mercedes aber das Auto aus, das man der eher konservativ ausgerichteten Marke nicht zugetraut hätte: das GLE Coupé, ein Trumm von einem aufgebockten Fließheck, das dem BMW X6 in der Aufdringlichkeit seiner Erscheinung in nichts nachsteht.

Das Coupé – schon ohne Spiegel zwei Meter breit

Wie der BMW-Pionier, der wider Erwarten ein Bestseller wurde, ist auch das klobige Modell aus Stuttgart ein aufgebocktes Gefährt mit vier Türen, großen Rädern und Anleihen beim SUV wie der hohe Sitzposition, viel Bodenfreiheit und breiten Abmessungen. Gegenüber dem regulären GLE ist vor allem die Frontpartie noch etwas bulliger gestaltet. Und das Coupé geht um sieben Zentimeter mehr in die Breite – schon ohne Spiegel sind das zwei Meter. Das Kofferraumvolumen ist dafür von 690 auf 650 Liter geschrumpft.Im Januar 2015 auf der Messe in Detroit debütierte das 4,90-Meter-Coupé, im Juli konnten Kunden es beim Händler abholen - zum Startpreis von 66.700 Euro und damit knapp 13.000 Euro teurer als der günstigste GLE (250 d), der ein paar Monate später folgte. Bei den Motoren setzt Mercedes die gleiche Palette wie beim GLE ein. Nur den Plug-in-Hybrid sowie den Vierzylinder kann man im Coupé nicht bestellen. Damit ist der schnittige Riesenkeil mit vier Türen auch immer ein Allradler.