Mercedes B-Klasse (Serie)

Alle Modelle mit Tests, Daten, Preisen und Kosten

Die Mercedes-Benz B-Klasse wird auf dem Genfer Salon im März 2005 vorgestellt und geht kurz darauf auch in den Verkauf. Mit dem 4,27 Meter langen Modell setzen die Schwaben die „Ver-Vanung“ ihrer Einstiegsmodelle fort und zielen zugleich direkt ins Herz der Golf-, sprich Kompaktklasse. Noch übernimmt der T245 das Sandwich-Konzept der A-Klasse, bei der bei einem Frontalaufprall Motor und Getriebe unter die Fahrgastzelle gleiten. Der 2011 erschienene Nachfolger W246 gibt dann ebenso wie die aktuelle Generation der A-Klasse dieses Doppelboden-Konzept auf. Das Design des auf 4,36 Meter gestreckten Modells präsentiert sich im neuen Mercedes-Design mit mehr Sicken und Kanten sowie flacheren Scheinwerfern, behält aber die Van-artige Grundform bei. Neben einem großen Angebot an Verbrennungsmotoren erscheint 2014 die Elektroversion Electric Drive (W242). Auch eine bivalente Erdgasversion ist im Angebot. Ebenfalls 2014 spendiert Daimler seinem B-Modell ein kleines Facelift.

Daten

Daten

Das Leistungsspektrum reicht vom B 160 d mit 90 PS bis zum 211 PS starken B 250. Je zwei Diesel und Benziner gibt es auch mit Allradantrieb. Eine echte Sportversion fehlt, doch macht die AMG Line zumindest optisch einiges her. Neben einer bivalenten Erdgasvariante (12 Liter Benzin-/20 Kilo CNG-Tank) ist der 250e das erste batterieelektrische Großserienmodell von Mercedes (W242). Der B 250 e teilt sich mit der Erdgasversion das modulare Karosseriekonzept Energy Space mit doppeltem Boden unter der Rückbank. Der elektrische Antriebsstrang stammt von Tesla. Die Reichweite von 200 Kilometer schrumpft in der realen Fahrpraxis auf gut 150 Kilometer. Nicht gerade üppig, zumal auch keine Schnellladefunktion existiert. Für 900 Euro extra gibt es das Range Plus-Paket für laut Werk 30 zusätzliche Kilometer.

  • breite Auswahl von Benzin- und Dieselmotoren zwischen 90 und 211 PS
  • Allradversionen ab Werk mit Siebenstufen-Doppelkupplungsgetriebe
  • alternative Antriebe (Erdgas/CNG und batterieelektrischer Antrieb)
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Test

Test

Die B-Klasse zeichnet sich auch in der zweiten Generation durch ein gutes Platzangebot, einen bequemen Einstieg, hochwertige Materialien und einen großen Kofferraum aus. Richtig variabel wird der Konkurrent des BMW 2er Active Tourer und Golf Sportsvan jedoch erst mit dem optionalen Easy-Vario-Plus-System. Damit lässt sich die Rückbank im Verhältnis 1/3 zu 2/3 längs verschieben und die Lehne des Beifahrersitzes umklappen. Zu empfehlen sind die B 180-Typen als Benziner und Diesel, dazu das komfortable und rund 2000 Euro teure Doppelkupplungsgetriebe sowie das 670 Euro teure Easy-Vario-Plus-System. Erdgasbehälter und Reserve-Benzintank oder singulär die Batterie sind jeweils unter der Rückbank verstaut, sodass der Kofferraum nicht schrumpft.

  • gutes Platzangebot und bequemer Einstieg
  • hochwertige Materialien und sehr angenehmer Fahrkomfort
  • schlechte Rundumsicht und nicht sonderlich dynamisches Fahrwerk
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Preise

Preise

Neben der Basisversion bietet Daimler die B-Klasse in den Lines Style, Urban und AMG Line an. Letztere bietet für 2.730 Euro extra unter anderem die Direktlenkung, ein adaptives Fahrwerk, 18-Zoll-Felgen, Teillederpolsterung und ein Sportlederlenkrad. Ab Werk sind alle B-Klassen unter anderem mit sieben Airbags, Kollisionswarner, Lichtsensor, Müdigkeitswarner, geteilter Rückbank und Start-Stopp-System bestückt. Der günstigste Benziner ist für 26.600, der günstigste Diesel für 28.400 Euro zu haben. Das 156 PS starke Erdgas-Modell steht mit 33.420, die Elektrovariante mit 39.150 Euro in der Preisliste – beides keine Schnäppchen. Der Golf Sportsvan beginnt schon bei knapp unter 20.000 Euro; hingegen konkurriert der BMW 2er Active Tourer auf nahezu identischem Preislevel – als hätten sich da zwei abgesprochen.

  • Einstiegspreise liegen rund 7.000 Euro über denen des VW Golf Sportsvan
  • Großes Angebot an Otto- und Dieselmotoren plus Varianten mit Allradantrieb
  • Erdgasvariante ist gegenüber dem vergleichbaren Benziner fast 4.000 Euro teurer
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Beschreibung

Serienbeschreibung

Mit 1,60 Meter Höhe liegt die erste und von Mercedes als Sports Tourer angepriesene B-Klasse auf einem Niveau mit Kompaktvans wie Ford Focus C-MAX, Opel Zafira oder Renault Scénic. Aber auch in einer Höhenlage mit dem ebenfalls nach oben strebenden Golf Plus.


Vorderansicht - schräg
Das Biedermann-Image scheint der B-Klasse nicht zu schaden.
Seitenansicht

Das Raumkonzept der vor allem bei „Best Agern“ auf viel Zuspruch treffenden B-Klasse bietet viel Bewegungsfreiheit: Auf 4,27 Meter Länge gibt es fünf vollwertige Sitzplätze und einen 544 Liter großen Kofferraum. Bei umgeklapptem Beifahrersitz (und umgelegter Rückbank) passen bis zu 2.245 Liter hinein – mehr als beispielsweise beim Opel Zafira oder VW Touran, die allerdings den Vorteil von optionalen Versionen mit bis zu sieben Sitzen bieten.

Mercedes offeriert die B-Klasse mit den identischen Motoren aus der A-Klasse. Als B 150 (95 PS), B 170 (116 PS), B 200 (136 PS), B 200 Turbo (193 PS) sowie als B 180 CDI und B 200 CDI Diesel mit 109 respektive 140 PS. Die günstigste Variante mit 95 PS kostet 21.800 Euro, der Einstiegs-Diesel 25.310 Euro, wobei für einen Partikelfilter 545 Euro zusätzlich fällig werden.

2008 folgt die Modellvariante B 170 NGT, ein Erdgasfahrzeug mit einem zusätzlich zum 54 Liter großen Benzintank ins Auto montierten 16 Kilo-Erdgasreservoir. Eine Brennstoffzellen-Version (F-Cell) wird ebenfalls vorgestellt, geht jedoch nicht in den Verkauf.

Im Juni 2008 erhält die B-Klasse ein Facelift sowie weitere Modellpflegemaßnahmen. Die Gesichtsveränderungen an der Front umfassen eine Kühlermaske mit drei chromverzierten Querlamellen und stärkerer Pfeilung für Motorhaube und Stoßfänger. Am Heck klaren die Leuchten auf und die Heckklappe erhält (endlich) einen praktischen Griff.

Für die stark nachgefragten Modelle B 150 und B 170 gibt es eine Start-Stopp-Automatik, die den Motor an einer roten Ampel ausschaltet. Ebenfalls neu: Ein Einparkassistent.

Für die Jahre 2009 bis 2011 wird aus dem B 150 und 170 der B 160 und B 180 – weiterhin mit 95 und 116 PS, jedoch als BlueEFFICIENCY-Version mit gesenkten Verbräuchen und Emissionen. Das Erdgasmodell erhält auch eine neue Bezeichnung: B 180 NGT BlueEFFICIENCY.

Nach mehr als 700.000 im Werk Rastatt produzierten Modellen – davon rund ein Drittel für den deutschen Markt – läuft die erste B-Klasse im Juni 2011 aus. Sie hat ihre Rolle perfekt ausgefüllt und neue Kunden an den Stern von Untertürkheim herangeführt. Dabei zeigte sie keine wirklichen Schwächen: Ausgewogenes Handling, hochwertiges Finish und exzellentes Raumangebot – dazu noch eine Mercedes-typische Optik.

Zweite B-Generation debütiert auf der IAA des Jahres 2011

Auf der Frankfurter IAA von 2011 stellt Daimler die intern als W246 laufende zweite Generation der B-Klasse vor. Die Produktion startet am 27. September, die Markeinführung folgt am 19. November 2011. Der Radstand ist mit 2.699 mm kürzer als beim Vorgänger (2.778 mm). Dennoch nimmt der Neue in der Länge von 4,27 auf 4,36 Meter zu. Bei nahezu identischer Breite sinkt die Höhe von 1,60 auf nur noch 1,56 Meter – Folge des nun auch hier, wie in der A-Klasse, aufgegebenen Sandwich-Bodens.

Die Grundform erinnert zwar noch an den Vorgänger, doch werden die Flanken durch nach hinten zulaufende Sicken gegliedert. Die Kühlermaske ist zumindest im oberen Teil nicht mehr in die Motorhaube integriert, sondern steht steiler und ist als komplett eigenes Element ausgeführt. Die mandelförmigeren Scheinwerfer tragen auf Wunsch LED-Tagfahrlichtbänder und der Tankdeckel wandert – untypisch für Mercedes – auf die linke Seite.

Das Interieur glänzt mit einem deutlich aufgewerteten Ambiente – unter anderem mit gleich fünf großen, im Stil von Bullaugen gestylten, Lüftungsdüsen und einem, analog zur A-Klasse, hochstehenden Zentral-Display in iPad-Anmutung.

Ein erstes, aber nur sehr dezentes Facelift, kommt im November 2014. Es bringt leicht modifizierte Stoßfänger und auf Wunsch Voll-LED-Scheinwerfer. Das LED-Tagfahrlicht wird in Form langer Bänder in die Scheinwerfer integriert, anstatt in den seitlichen Einlässen der Bugschürze. Am Heck gibt es ebenfalls einen neuen Stoßfänger, die Endrohrblenden sind in diesen integriert.

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