Der Ford KA (RU 8) ist ein Kleinstwagen von Ford, der unterhalb des Erfolgsmodells Fiesta angesiedelt ist. Die erste Serie (1996–2008) war zudem der Begründer der Kleinstwagen-Klasse in Deutschland. Ford positioniert das Fahrzeug mit seinen kompakten Abmessungen als wendiges Zweit- und Stadtfahrzeug. Daher empfiehlt sich der Ka auch für Führerscheinneulinge.
Die Motorcharakteristik und -leistung lassen Überlandfahrten zu, sind aber nicht gerade für die Langstrecke ausgelegt. Der Ford Ka trifft in diesem Segment auf Konkurrenten wie den konservativen VW Fox, den pragmatischen Opel Agila oder den stylischen Fiat 500. Gerade letzterer mit seinem pfiffigen Retro-Look und seinem Design im "Kindchen"-Schema macht dem Kölner das Leben besonders schwer.
Citroën C1, Peugeot 107 und Toyota Aygo heißen weitere Revierkollegen.
Stärken
Gute aktive und passive Sicherheit
Geringer Verbrauch, günstige Unterhaltskosten
Sehr gute Verarbeitung
Schwächen
Durchzugsschwache Motoren
Mäßige Serienausstattung (Trend)
Schlechte Bremsleistungen, mäßige Heizung
Beta
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Der Ford Ka (RU 8) spielt seine Rolle als Kleinstwagen für die Stadt oder als Zweitwagen überzeugend. Er bietet eine für seine Klasse ordentliche Sicherheitsausstattung, ist ausreichend motorisiert und hat zahlreiche Komfortextras an Bord, die sich bei der Konkurrenz nicht finden. Seine Größe und Wendigkeit helfen bei der Parkplatzsuche, er bleibt in engen Parkhäusern nirgends hängen und darf dank Euro 6 und geringem CO2-Ausstoß noch lange in Umweltzonen einfahren (Benziner).
Soll es auf eine längere Reise gehen, kommt er allerdings schnell an seine Grenze. Dieses Revier muss er anderen überlassen. Die Konkurrenz auf dem Markt ist groß, optisch teilweise attraktiver und bietet ein weiteres Einsatzspektrum. Sein Einstandspreis auf dem Gebrauchtwagenmarkt empfiehlt ihn für einen zweiten Blick und einen genaueren Check.
Motoren
Im Ford Ka (RU 8) stehen zwei sparsame Motoren mit 69 PS (Benzin) oder 75 PS (Diesel) zur Wahl. Sie reichen für das natürliche Revier des Ka – Kurzstrecken und Stadtfahrten – aus. Dort kann er noch gut mithalten; kommen diese Aggregate jedoch auf der Autobahn oder gar einer längeren Reise zum Einsatz, stoßen sie schnell an ihre Grenze. Vor allem Laufruhe und Elastizität lassen bei solchen Vorhaben deutlich zu wünschen übrig.
Sparsame, aber antriebsschwache 4-Zylinder-Motoren
Mit einer Vier-Sterne-Wertung zählt der Ford KA zu den sicheren Fahrzeugen in diesem Segment und bietet eine ausreichende Sicherheitsausstattung für Fahrer und Beifahrer. Ein Plus sind das zu einem moderaten Preis von ca. 400 Euro erhältliche ESP und die zusätzlich erhältlichen Kopf- und Schulterairbags für rund 300 Euro.
Vier Airbags
ABS
ESP (optional)
Der Ford Ka (RU 8) erzielt im Euro-NCAP-Crashtest 4 von 5 möglichen Sternen. Beim Insassenschutz von Erwachsenen erhält er 4 Sterne, 3 Sterne hingegen nur für den Schutz von Kindern. Die serienmäßige Sicherheitsausstattung mit ABS, ESP und vier Airbags verhindert das Schlimmste und ist klassenüblich. Der Fußgängerschutz rangiert mit 2 Sternen im untersten Bereich.
Ein Ergebnis, das offenbar der zu dieser Zeit erst beginnenden Entwicklung von Maßnahmen zum Schutz der schwächsten Verkehrsteilnehmer geschuldet ist. Erweitert und aufgewertet werden kann die Sicherheitsausstattung im Ka mit einem Park-Pilot-System hinten für rund 350 Euro, dem Notbremslicht für ca. 400 Euro, ESP für rund 400 Euro Aufpreis oder durch zusätzliche Kopf- und Schulterairbags für rund 300 Euro.
Ausstattung
Ford hat für den Ka zwei in sich schlüssige und vernünftige Ausstattungspakete geschnürt. Schon in der Version Trend bringt er alles mit, was man zum Autofahren benötigt. Die darauf aufbauende Linie Titanium erweitert diese sinnvoll. Wer auf den Euro achten muss oder will, wird mit der Linie Concept / Ambiente glücklich und erhält das sprichwörtliche Lenkrad mit vier Rädern.
Zur Serienausstattung gehören:
Servolenkung
Funkfernbedienung
Sitzheizung
Der Ford Ka (RU 8) ist in den zwei Ausstattungsvarianten Trend und Titanium erhältlich. Der einfachere Trend kommt mit vier Airbags, einem Antiblockiersystem inkl. elektronischem Bremskraftverteiler, einer elektrischen Servolenkung, Bordcomputer sowie Drehzahlmesser zu seinen Kunden. Auf den Felgen sitzen Reifen im preisgünstigen Format 175/65 R14, die Lenksäule und der Fahrersitz sind höhenverstellbar.
Der Kofferraum lässt sich durch eine umklappbare Rücksitzlehne (50/50) vergrößern. Ab Baujahr 2010 bringt der Ka außerdem noch elektrische Fensterheber vorn, eine Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung und elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel mit.
Über der Linie Trend rangiert die Version Titanium. Sie bringt äußerliche Aufwertungen mit Reifen der Größe 195/50 R15 und Nebelscheinwerfern mit, dazu eine Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber, eine Klimaanlage und einen Bordcomputer. Ab 2010 komplettieren ein CD-Radio, eine verchromte Auspuffblende, ein Lederlenkrad und Türgriffe im Chrom-Dekor die bisherige Ausstattung.
Ford koppelt ab Mitte 2009 den 1,3-Liter-Dieselmotor mit der Linie Titanium. Erst ab 2011 ist dieser Antrieb wieder in der Ausstattungsvariante Trend zu kaufen.
Den Winter besser ertragen helfen optional erhältliche beheizte Vordersitze, und die Angst vor dem Einparken nimmt ein aufpreispflichtiges Park-Pilot-System hinten. Für die Linie Titanium kann man es sich optional zudem auf einer Teillederpolsterung mit Sitzheizung bequem machen und sich von einer Klimaautomatik die Hitze im Sommer mildern lassen.
Wer will, kann zu einem der drei Ford Individual Designthemen greifen. Sie heißen "Grand Prix" für eine besonders sportliche Note (u. a. Kontraststreifen auf Dach und Motorhaube), "Tattoo" für Exzentriker (u. a. Tattoo auf Dach und Sitzen) und "Digital" (außen mittelgrüne Abzeichen auf schwarzem Lack, innen mittelgrünes Lenkrad und Armaturenbrett).
Drei Pakete gibt es zusätzlich als Option: Cool & Sound (Radio und Klimaanlage) für ca. 1.200 Euro, Sommer X Paket (Klimaautomatik und Panoramadach) für rund 900 Euro und ein Winterpaket (Sitzheizung und beheizbare Frontscheibe) für günstige 300 Euro.
Ein besonders sparsam und auf das Wesentliche reduziertes Modell erscheint ab Januar 2010: Das Modell Concept, das ab 2011 Ambiente heißt, mit einer geringeren Basisausstattung und stark gekürzter Aufpreisliste. So finden sich dort nur zwei Airbags, außerdem fehlen die bei der Linie Trend serienmäßigen Extras.
Ford sucht mit dem Launch des Ford Ka (RU 8) der zweiten Generation den Anschluss an die nachgefragte Konkurrenz wie Opel Agila oder VW Fox. Das Design ist gegenüber dem Vorgänger massentauglicher, ohne ins Langweilige abzudriften, und die Ausstattung komfortabler. So kann man ihn mit beheizbarer Frontscheibe oder Sitzheizung ordern. Selbst ein großes Panoramadach ist zu bekommen.
Die robuste Ford-Technik garantiert langen Fahrspaß und verzeiht schluderigen Umgang mit ihr.
Ford Ka – gutes Design und verborgene Stärken
Die nackten Fakten wie etwa die Motorleistung wirken zunächst abschreckend, lässt man sich aber auf ihn ein, lernt man rasch seine Kompaktheit und die klaren und übersichtlichen Bedienelemente zu schätzen. In der Stadt gibt es – ähnlich wie beim Smart – nur wenige Parklücken, an denen man vorbeifahren muss. Die leichtgängige Lenkung und der kleine Wendekreis steuern das Ihrige dazu bei.
Im Innenraum finden vier Passagiere dennoch ausreichend Platz, der Kofferraum reicht auch für größere Shopping-Anfälle. Und der Ford Ka sieht auf den zweiten Blick – innen wie außen – gar nicht schlecht aus. Zwar dominiert innen schnödes Hartplastik, einen gewissen Chic kann man der Gestaltung dennoch nicht absprechen.
Sicherheit dank ESP und Co. – nicht immer üblich
Viele Kleinstwagen und Kleinwagen aus dieser Zeit bieten ABS und ESP weder serienmäßig noch gegen Aufpreis. Ford hingegen liefert den Ka stets mit ABS und gegen einen moderaten Aufpreis auch mit ESP. Weitere Sicherheitsfeatures wie Notbremslicht und Kopf- und Schulterairbags runden das Thema Sicherheit ab. Hinzu kommen optionale Parkpiepser für hinten, die mit der rückwärtig unübersichtlichen Karosserie versöhnen.
Der Floh aus Köln – qualitativ an der Spitze in seinem Segment
Die Spaltmaße beim Ka befinden sich – im Gegensatz zu manchem Konkurrenten aus Fernost – im vertretbaren Rahmen, die Verarbeitung ist routiniert. Es klappert und knarzt auch nach vielen Jahren nichts. Das beweist der Ford Ka auf einer Dauertestreise durch alle Länder Europas im Jahr 2010. Mit dem Ford Ka erhielt und erhält der Autokäufer ein Fahrzeug, das qualitativ vielen seiner Konkurrenten überlegen ist.
Fazit zum Ford KA (RU 8)
Ford stellt mit dem Ka einen guten Kompromiss aus Ausstattung, Preis und Motorisierung auf den Kleinstwagen-Markt. Es ist sicher kein Auto, in das man sich auf den ersten Blick verliebt – wie beispielsweise der Fiat 500. Sein Konzept aus den Komponenten "auf jedem Gebiet ein bisschen was" und "auf keinem Gebiet totaler Verzicht" empfiehlt ihn durchaus für eine Probefahrt.
Das Design ist nach wie vor ansehnlich und zeitgemäß, der Innenraum ausreichend wohnlich und bietet genügend Platz. Die Anschaffung ist günstig und die Kosten danach bleiben überschaubar und überfordern auch schmale Budgets nicht.