smart forfour (EQ II)

Seit 2021
Gebraucht ab
450 €
Fahrzeugeinordnung

Seit Januar 2020 ist der smart forfour EQ II (W 453) als rein elektrischer Viertürer im Kleinstwagen-Segment erhältlich. Er basiert auf der gemeinsam mit Renault entwickelten Heckmotor-Plattform und ist auf kurze Wege in dicht bebauten Innenstädten und im stadtnahen Umland ausgelegt.

Im Modellprogramm von smart liegt der forfour EQ II zwischen dem zweisitzigen fortwo und klassischen Kompaktwagen. Er bietet vier vollwertige Sitzplätze und richtet sich an Haushalte, die einen wendigen Alltagswagen mit lokal emissionsfreiem Antrieb suchen. Als Wettbewerber gelten vor allem elektrische Varianten von Renault Twingo, Volkswagen up und Fiat 500.

Stärken
  • Wendet eng und bietet gute Übersicht
  • Fährt lokal emissionsfrei in Innenstädten
  • Zusätzliche Türen erleichtern den Alltag mit Kindern
Schwächen
  • Kurze Reichweite schränkt Langstrecken deutlich ein
  • Straffe Federung wirkt auf schlechten Straßen nervös
  • Verarbeitungsqualität und Materialien nur durchschnittlich
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Motoren

Im smart forfour (EQ II) arbeitet an der Hinterachse eine permanenterregte Synchronmaschine, die 60 kW (82 PS) und 160 Nm liefert und die Hinterräder antreibt. Das Ein-Gang-Reduktionsgetriebe passt die Drehzahl des Elektromotors an und überträgt die Leistung ohne Schaltpausen, wodurch der Antrieb im Stadtverkehr sehr harmonisch wirkt.

Von null auf 100 km/h vergehen zwar über zwölf Sekunden, im unteren Geschwindigkeitsbereich reagiert der Motor jedoch spontan und ermöglicht zügiges Mitschwimmen im Verkehr. Bei 130 km/h endet die Beschleunigung elektronisch begrenzt, darüber hinaus nimmt der Vortrieb deutlich ab. Die Lithium-Ionen-Batterie speichert 17,6 kWh brutto und erlaubt nach WLTP eine Reichweite von rund 130 Kilometern, in der Praxis liegen die Werte je nach Temperatur oft näher an etwa 100 Kilometern. Ein optionaler 22-kW-Bordlader verkürzt an geeigneten AC-Ladestationen die Ladezeit deutlich. Eine radarbasierte Rekuperation unterstützt effizientes Gleiten und entlastet die mechanische Bremse.

Sicherheit

Die Sicherheitsausstattung des forfour EQ orientiert sich am Klassendurchschnitt, nutzt aber zeitgemäße Technik. Eine stabile Fahrgastzelle mit definierten Knautschzonen bildet die Basis, mehrere Front-, Seiten- und Kopfairbags schützen die Insassen bei einem Aufprall. Ergänzend verringern ein Knieairbag und ein spezielles System für den Fußgängerschutz das Verletzungsrisiko in bestimmten Crashszenarien.

Ein elektronisches Stabilitätsprogramm und eine Traktionskontrolle helfen, das Fahrzeug in kritischen Situationen beherrschbar zu halten. Ein hydraulischer Bremsassistent unterstützt zusätzlich bei starken Verzögerungen. Die serienmäßige Reifendruckkontrolle warnt früh vor schleichendem Druckverlust, was die Fahrsicherheit erhöht. Hinten angebrachte Isofix-Halterungen erleichtern die sichere Befestigung von Kindersitzen, auch wenn nur zwei Plätze geeignet sind. Optional verbessern LED-Scheinwerfer die Ausleuchtung der Fahrbahn. Nebelscheinwerfer sorgen bei schlechter Sicht für mehr Reserven. Ein Lichtsensor und ein Regensensor entlasten den Fahrer im Alltag. Eine Rückfahrkamera mit Einparkhilfe erhöht die Übersicht beim Rangieren auf engem Raum.

Ausstattung

Beim im Jahr 2020 angebotenen smart forfour (EQ II) liegt der Schwerpunkt der Ausstattung klar auf urbaner Nutzung. Serienmäßig hält eine Klimaanlage den Innenraum auf Temperatur und entlastet den Elektroantrieb, weil die Fenster seltener geöffnet werden. Eine Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung vereinfacht das Verriegeln in engen Parklücken.

Das serienmäßige Audiosystem mit digitalem Radio sorgt für einfache Unterhaltung auf kurzen Wegen. Optional ergänzt ein Bildschirm mit Touchfunktion den Armaturenbereich und bindet das Smartphone ein, was die Navigation in der Stadt erleichtert. Eine Einparkhilfe hinten lässt sich mit einer Rückfahrkamera kombinieren und unterstützt beim Rangieren im dichten Verkehr. Leichtmetallräder und farbige Interieur-Akzente verändern den optischen Eindruck, die verwendeten Kunststoffe wirken jedoch teilweise schlicht. Gegen Aufpreis stehen LED-Scheinwerfer und eine Metallic-Lackierung zur Verfügung. Ein stärkerer Bordlader verkürzt an passenden Stationen die Ladezeiten. Der Kofferraum fasst 185 Liter und wächst mit umgeklappter Rückbank auf bis zu 975 Liter, was den Alltagsnutzen erhöht.

Modellbeschreibung

Seit 2020 ergänzt der smart forfour (EQ II) das elektrische Kleinstwagenangebot der Marke. Der viertürige Stadtwagen richtet sich vor allem an den urbanen Alltag. Er bietet sehr kompakte Abmessungen, vier zugelassene Sitzplätze und einen kleinen Wendekreis. Die Bedienung bleibt bewusst einfach. Im Gegenzug fallen Reichweite, Federungskomfort und Materialqualität im Innenraum begrenzt aus.


smart forfour (EQ II) side
Elektrischer Stadtvierer fährt sehr wendig, stößt aber an klare Grenzen
smart forfour (EQ II) angular front

Der 2020 eingeführte smart forfour (EQ II) markiert den Schritt der Marke zum rein elektrischen Viertürer und nutzt eine gemeinsam mit Renault entwickelte Heckmotorplattform.

Einordnung und Konzept

Der smart forfour (EQ II) bleibt mit knapp dreieinhalb Metern Länge im Kleinstwagensegment, bietet aber vier Türen und vier vollwertige Sitzplätze. Seine Technik teilt er sich mit dem Renault Twingo Electric, was die Kombination aus Heckmotor, Hinterradantrieb und sehr kleinem Wendekreis ermöglicht. Im Vergleich zum vorherigen forfour mit Benzinmotor entfällt die Motorenvielfalt, dafür fährt das Modell lokal emissionsfrei und mit deutlich ruhigerem Antriebslauf. Der Schwerpunkt liegt klar auf kurzer Alltagsmobilität in der Stadt und im näheren Umland.

Design und Raumgefühl

Optisch wirkt der smart forfour (EQ II) erwachsen, bleibt aber kompakt und gut überschaubar. Die hohe Sitzposition und die großen Fensterflächen erleichtern die Rundumsicht in engen Straßen. Im Innenraum dominiert eine verspielte Gestaltung mit farbigen Stoffen und runden Luftdüsen. Die verwendeten Kunststoffe fallen eher einfach aus, Grate und harte Oberflächen bleiben sichtbar. Vorn sitzen Erwachsene ausreichend bequem, im Fond reicht der Platz für größere Mitfahrer nur knapp. Der Kofferraum fasst 185 Liter und wirkt für einen Kleinstwagen alltagstauglich, stößt bei Urlaubsgepäck jedoch schnell an Grenzen. Mit umgeklappter Rückbank wächst das Kofferraum-Volumen auf bis zu 975 Liter und nimmt dann deutlich mehr Gepäck auf.

Cockpit, Bedienung und Vernetzung

Das Kombiinstrument mit kleinem Farbdisplay informiert klar über Geschwindigkeit und Reichweite. Ein zusätzliches Instrument zeigt Ladezustand und Leistungsabgabe und unterstützt damit effizientes Fahren. Optional erweitert ein Touchscreen mit Smartphone-Integration die Funktionen um Navigation und Mediensteuerung, bleibt in Darstellung und Reaktionsgeschwindigkeit jedoch schlicht. Je nach Bauzeit ermöglicht eine App Fahrzeugstatusabfragen und Vorklimatisierung, was vor allem bei kaltem Wetter den Komfort erhöht.

Fahreindruck und Antrieb

Im Stadtverkehr fühlt sich der smart forfour (EQ II) sehr agil an. Der Elektromotor reagiert spontan, das Ein-Gang-Getriebe arbeitet ruckfrei und passt gut zum häufigen Anfahren und Abbremsen. Oberhalb von Autobahntempo lässt der Vortrieb spürbar nach, längere Strecken verlaufen daher eher gelassen. Die kleine Batterie begrenzt die Reichweite auf stadtnahe Distanzen, im Gegenzug bleiben Verbrauch und Energiekosten moderat. Die straff abgestimmte Federung gibt kurze Wellen und Querfugen deutlich weiter, bleibt insgesamt aber kontrollierbar. Die leichtgängige Lenkung erleichtert das Rangieren, könnte jedoch direkter ansprechen.

Alltagstauglichkeit und Fazit

Im Alltag überzeugt der smart forfour (EQ II) mit kompakten Abmessungen, vier Türen und unkomplizierter Bedienung. Sicherheits- und Komfortausstattung fallen für die Klasse angemessen aus, Reichweite und Preisniveau wirken dagegen weniger konkurrenzfähig. Für überwiegend innerstädtische Fahrten mit Lademöglichkeit zu Hause oder am Arbeitsplatz eignet sich das Modell gut und fährt sehr wendig durch enge Gassen. Insgesamt bietet der smart forfour (EQ II) einen klar auf die Stadt ausgerichteten Elektro-Kleinstwagen mit hohem Alltagsnutzen, aber deutlich eingeschränkter Langstreckentauglichkeit.

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