BMW 4er (Serie)

Alle Modelle mit Tests, Daten, Preisen und Kosten

Technisch sind die 4er Modelle nahezu identisch mit dem 3er. Kräftige Benzin- und Dieselmotoren sind eine Selbstverständlichkeit und gipfeln in den bis zu 450 PS starken M-Versionen, die es auch von Cabrio und Coupé gibt. Mit Ausnahme des viertürigen Gran Coupé mit angehobener und verlängerter Dachlinie sowie größerem Kofferraumvolumen, das Mitte 2014 als dritte Variante in den Handel kam, und bislang noch nicht von der BMW M GmbH angefasst wurde.

Daten

Daten

Wie nicht anders zu erwarten, fährt der 4er als typischer BMW schon in den Basisausführungen mit kräftigen Motoren vor. Schon der schwächste Benziner im 420i leistet bereits 184 PS und sprintet in 7,3 Sekunden auf 100 km/h. Mit 236 km/h Höchstgeschwindigkeit ist er dennoch der "langsamste" Ottomotor. Kleinster Diesel ist der nur im Gran Coupé verfügbare 418d, der 150 PS entwickelt und in 9,0 Sekunden auf Tempo 100 und weiter bis 213 km/h rennt.Man kann aber auch zum M4 mit Sechszylindermotor in der Ausbaustufe mit Competition Paket und 450 PS greifen, der nach 4,2 Sekunden die Marke 100 passiert und bei 250 km/h abgeregelt ist. Als stärkster Diesel steht ein 435d mit 313 PS parat, den es allerdings nur mit Allradantrieb gibt. Ist xDrive verbaut, liegen die Fahrleistungen etwas niedriger und der Verbrauch in der Regel etwas höher. Die Spritdurst der Benziner reicht nach Norm von 5,8 Litern Super (420i) bis 9,1 Liter Super (M4 Cabrio). Die Selbstzünder liegen zwischen 4,2 Litern (420d Coupé) bis 5,9 Liter (435d Cabrio).

  • kräftige Motoren
  • teils verbrauchsgünstige Diesel
  • sportliche Fahrleistungen
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Test

Test

Sportliches Fahrverhalten, Top-Verarbeitung und gefälliges Design – so lassen sich viele Testergebnisse für den BMW 4er zusammenfassen. Positiv hervorgehoben werden immer wieder die durchzugsstarken Motoren und das adaptive Fahrwerk, das dem agilen Handling und einer sportlichen Fahrweise sehr zugutekommt. Kritik gibt es an der Lenkung, die um die Mittellage herum an Präzision vermissen lasse, untypisch für BMW. Zu erwarten war, dass auch den Testern das zumindest bei Coupé und Cabrio mangelnde Raumangebot in Fond und Ladeabteil auffällt. Das Gran Coupé kann hier mit deutlich mehr Platz und dem bequemen Einsteigen punkten. Dem M4 wird neben einer sportlichen Soundkulisse eine brachiale Kraftentwicklung attestiert, die sogar bei aktivem Sperrdifferential immer wieder für Traktionsverlust sorgen kann.

  • sportliche und sichere Fahreigenschaften
  • sehr gute Verarbeitung
  • wenig Platz im Fond
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Preise

Preise

Autos von BMW sind ohnehin immer teuer. Noch ein bisschen mehr jedoch müssen Kunden beim Coupé und Cabrio drauflegen. Auch das Gran Coupé kostet mehr als ein vergleichbarer Viertürer der 3er-Reihe, wenn auch nicht mehr als der zweitürige 4er. So decken die Benziner über alle Karosserievarianten eine Spanne von 39 650 Euro (420i Coupé/GranCoupé) bis 89.300 Euro ab, die für das Cabrio M4 3.0 mit 450 PS mindestens anfallen. Die Diesel stehen mit 40.650 Euro (Gran Coupé 418d) aber auch 67.800 Euro in der Liste (Cabrio 435d). Günstigste Allradler sind die 420i-Versionen von Coupé und Gran Coupé mit je 42 150 Euro. Die Wertstabilität gilt als gut, die laufenden Kosten sind dagegen hoch.

  • hohe Wertstabilität
  • hohe Anschaffungskosten
  • hohe Fixkosten
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Beschreibung

Serienbeschreibung

Seit Ende 2013 sind die Cabrio- und Coupé-Versionen des BMW 3er um eine Ziffer nach oben gesprungen und heißen BMW 4er. Die numerische Aufwertung markiert den feinen Unterschied, den diese teureren Karosserievarianten schon immer darstellten. Sowohl der offene wie geschlossene Zweitürer ist minimal länger als der 3er, fährt mit rahmenlosen Türen und hat zur besseren Entlüftung der Radkästen winkelförmige Schlitze in den Radkasten. Um den gesteigerten sportlichen Anspruch zu untermauern, wurde auch die Heckpartie etwas gedrungener und damit kraftvoller gestaltet.


Vorderansicht - schräg
Das M4 Cabrio ist das teuerste Mittelklasseauto von BMW – mit einer Ausnahme.
Seitenansicht

Den Marktstart für die neue 4er-Modellreihe markierte im Oktober 2013 das Coupé, das zum Jahresbeginn auf der North American Auto Show in Detroit vorgestellt worden war. Der gegenüber der viertürigen 3er-Limousine vier Zentimeter flachere und ein paar Millimeter längere Zweitürer übernahm die Technik der Limousine: Die zur Wahl stehenden Antriebs- und Ausstattungsvarianten waren nahezu identisch. Mit Ausnahme des 184 PS starken 420i als Basismodell, das leicht verspätet in den Handel kam. Ansonsten reichte bei den Benzinern die Leistungsspanne zunächst bis 306 PS, generiert aus einem Sechszylinder mit 3,9 Litern Hubraum. Die Diesel deckten im Zuge der Markteinführung Leistungen bis 313 PS ab. Das sparsamste Aggregat arbeitete im 420d mit 184 PS, der mit 4,7 Liter Diesel nach Norm (CO2-Ausstoß: 124 g/km) auskommen sollte. Für das Einstiegsmodell 420i mit 184 PS verlangte BMW zum Marktstart 2013 ab 35.750 Euro, vier Jahre später kostete es 2000 Euro mehr.Ab Frühjahr 2014 folgte dem Coupé das knapp 7000 Euro teurere Cabrio in die BMW-Showrooms. Wie beim Vorgänger-Modell 3er Cabrio sorgte auch hier ein variables Dach aus Blech und Kunststoff für das Frischluftvergnügen. Die stabile Verdeckkonstruktion lässt sich in rund 20 Sekunden und bei bis zu 18 km/h öffnen. Bei offenem Dach schrumpft jedoch das Stauvolumen im Cabrio von 370 auf 220 Liter. Zum grundsätzlich verfügbaren Allradantrieb xDrive konnten Kunden des Coupés zunächst nur beim 428i greifen. Mittlerweile ist xDrive aber für fast alle Motoren erhältlich.

Der Zusatz "Gran" für mehr Raum

Das gilt auch für das seit Juni 2014 angebotene 4er Gran Coupé für die Kunden, denen der edlere Anspruch des geschlossenen Zweitürers zwar gefällt, es jedoch an Nutzwert mangelt. Diese Version verfügt über vier Türen und bietet dank einer etwas höher und weiter nach hinten gezogenen Dachlinie mehr Raum bei gleicher Fahrzeuglänge von 4,64 Metern. Das Stauvolumen liegt bei 480 Litern und damit immerhin um 35 Liter höher als im Coupé. Der Einstieg in den Fond ist dank der zusätzlichen Türen bequemer, auch die Kopffreiheit ist etwas größer als beim Zweitürer.Dafür decken sich die Preise des Gran Coupés mit denen des Zweitürers. Den Einstieg zum Markenstart markiert hier wie dort der 420i, den BMW zunächst zum Preis von 35.750 Euro anbot. Mittlerweile ist der Einstiegspreis um 2000 Euro gestiegen und das Motorenangebot mit dem von Coupé und Cabrio nahezu identisch – nur die M-Versionen sind bislang noch den Zweitürern vorbehalten.Mit deren Einführung des M4 3.0 in Coupé und Cabrio, ebenfalls Mitte 2014, drehte BMW die Leistungsspirale noch eine Drehung weiter auf bis zu 450 PS. Die Höchstmarke hatte bis dahin der 306 PS starke 435i gesetzt. BMW sorgte aber auch für Verwirrung bei der Namensgebung. Aus dem zuvor zweitürigen M3 wurde das M4 Coupé, der technisch identische Viertürer firmiert weiter als M3. Das von der M GmbH frisierte Cabrio wiederum trägt die Bezeichnung M4.

Als Ausnahme mal ein Ausnahmesportler

Doch auch die Spitzenversionen traf das Downsizing. Den Vorgänger trieb noch ein V8 an, im neuen Topsportler muss ein Sechszylindermotor genügen, der sowohl in Viertürer wie Coupé verbaut wird. Trotzdem stieg die Leistung anfangs von zuvor 420 PS auf 431 PS an. Auch dank des maximalen Drehmoments von 550 Nm sprintet der M4 in 4,1 Sekunden auf Tempo 100, wenn ein siebenstufiges Doppelkupplungsgetriebe für die Gangwechsel sorgt – als Handschalter ist er 0,2 Sekunden langsamer. Technisch markiert der M4 auch beim Verbrauch einen Fortschritt. Je nach Motor-Getriebe-Kombination liegt der Verbrauch bei 8,3 bis 8,8 Litern und damit niedriger als beim alten M3. Mit 72.200 Euro wurde der Sportwagen als Coupé in den Markt eingeführt. Das M4 Cabrio, das BMW im Spätsommer 2014 nachreichte, war mit 78.200 Euro noch teurer. Mittlerweile kostet es ab 79.700 Euro und in einer weiteren Ausbaustufe als Competition-Paket mit 450 PS (das es auch im Coupé gibt), sogar mindestens 86.100 Euro. Damit ist das M4 Cabrio das teuerste Mittelklasseauto von BMW.Eine Ausnahmeerscheinung in doppelter Hinsicht ist der M4 GTS, der 2016 zu 142.600 Euro angeboten wurde. Jedoch war die Kleinserie von 700 Exemplaren des 500-PS-Renners mit Straßenzulassung, Gewindefahrwerk und Carbonbauteilen bereits kurz nach der Ankündigung ausverkauft. Fahrer freuen sich über einen Sprintwert von 3,8 Sekunden und maximal möglichen 305 km/h.

Ein Facelift 2016 brachte unter anderem Retuschen an Front und Heck sowie serienmäßige LED-Scheinwerfer.