BMW 4er-Reihe (G26)

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Fahrzeugeinordnung

Seit Ende 2021 ergänzt die BMW 4er-Reihe (G26) als Gran Coupé mit fünf Türen die Mittelklasse der Marke. Sie basiert auf der CLAR-Fahrzeugarchitektur des 3er und verbindet die gestreckte Coupé-Silhouette mit praktischen Alltagsqualitäten wie großer Heckklappe und variablem Innenraum. Parallel nutzt der vollelektrische BMW i4 die gleiche Karosserie.

In der Modellpalette ordnet sich das 4er Gran Coupé oberhalb des 3er und unterhalb der Oberklasse-Limousinen ein. Es richtet sich an Fahrer, die eine sportlich gestaltete Karosserieform anstelle der klassischen Stufenheck-Limousine bevorzugen und dabei Wert auf Langstreckenkomfort und ein vertrautes BMW-Fahrgefühl legen.

Stärken
  • Gute Kombination aus Reichweite und Fahrdynamik
  • Hochwertiger Innenraum mit viel Technik
  • Alltagspraktisches Karosseriekonzept mit großer Heckklappe
Schwächen
  • Preisniveau und Aufpreise relativ hoch
  • Assistenzsysteme im Detail nicht voll überzeugend
  • Straffes Fahrwerk in sportlichen Varianten
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Motoren

Im BMW i4 arbeitet stets eine fremderregte Synchronmaschine, deren Leistung je nach Version von 210 kW (286 PS) bis 442 kW (601 PS) reicht. Der Elektromotor reagiert spontan auf Leistungsanforderungen und läuft nahezu lautlos, was gut zum ruhigen Charakter dieses Gran Coupés passt. In den Varianten eDrive35 und eDrive40 treibt ein Motor die Hinterachse an und sorgt für typischen Heckantrieb mit gut dosierbarer Leistungsentfaltung. Die Allradmodelle M50 und M60 nutzen je einen Motor pro Achse, was vor allem bei starker Beschleunigung für sichere Traktion sorgt.

Zwei Batteriegrößen mit rund 60 und 80 kWh Batteriekapazität decken unterschiedliche Ansprüche ab. Der effizient abgestimmte eDrive40 erreicht im WLTP-Zyklus bis zu 590 Kilometer, während die stärkeren Versionen etwas früher nachladen müssen. Eine feste Übersetzung ersetzt das klassische Getriebe und überträgt die Kraft ohne Schaltunterbrechung. Die Rekuperation lässt sich stufenweise anpassen und ermöglicht in der Stadt weitgehend ein Ein-Pedal-Fahren.

Sicherheit

Im Crashtest erreichte der i4 vier von fünf Sternen, die Teilwertungen für Erwachsene und Kinder lagen jeweils bei 87 Prozent. Die Sicherheitsstruktur baut auf einer steifen Fahrgastzelle mit definierten Deformationszonen auf. Mehrere Airbags stützen Kopf und Oberkörper bei Kollisionen ab. Ein Mittenairbag zwischen Fahrer und Beifahrer fehlt, Knieairbags ebenfalls, was die Schutzreserven in bestimmten Crashkonstellationen verringert. Eine aktive Motorhaube mindert den Aufprall auf die Karosserie und verbessert so den Fußgängerschutz. Serienmäßige Assistenzsysteme wie Spurhalteassistent und Frontkollisionswarnung mit Notbremsfunktion unterstützen im Alltag, reagieren im Ernstfall aber nicht in allen Situationen optimal. Vor allem die Fußgängererkennung beim Rückwärtsfahren und in komplexen Abbiegesituationen zeigt Schwächen. Optional erhältlicher Abstandsregeltempomat und erweiterte Spurführung entlasten auf langen Autobahnfahrten die Konzentration und steigern den Komfort.

Ausstattung

In der seit 2021 gebauten BMW 4er-Reihe (G26) fällt die Serienausstattung für die Mittelklasse vergleichsweise umfangreich aus. Ein großes, leicht zum Fahrer geneigtes Curved Display kombiniert digitales Kombiinstrument und zentralen Touchscreen und bündelt Infotainment sowie Navigation. Eine Dreizonen-Klimaautomatik hält unterschiedliche Temperaturbereiche im Innenraum, Sportsitze geben auf langen Strecken besseren Halt.

Gegen Aufpreis ergänzen adaptive LED-Scheinwerfer mit Matrixfunktion und ein Head-up-Display die Serienausstattung. Sie erleichtern das Fahren bei Nacht, weil sie die Fahrbahn gezielt ausleuchten und wichtige Informationen ins Sichtfeld projizieren. Überwiegend weiche Oberflächen und eine präzise Verarbeitung lassen den Innenraum sachlich und aufgeräumt wirken. Optional schärfen M Sportpaket und adaptive Fahrwerksregelung das Fahrverhalten, indem sie Lenkung und Dämpfer straffer abstimmen. Größere Leichtmetallräder verstärken den sportlichen Eindruck. Ein optionales Harman Kardon Soundsystem und ein Panoramadach erhöhen den Komfort auf längeren Fahrten. Damit deckt die Baureihe viele typische Anforderungen im Alltag und auf der Langstrecke ab.

Modellbeschreibung

Seit 2021 ergänzt der BMW i4 (G26) das Mittelklasseprogramm von BMW als vollelektrisches Gran Coupé. Er gilt als elektrische Variante des BMW 4er Gran Coupé und nutzt dessen Karosseriekonzept. Die flache, fünftürige Form wirkt alltagstauglich und langstreckentauglich. Er fährt reichweitenstark und komfortabel, erscheint jedoch vergleichsweise teuer.


BMW 4er-Reihe (G26) side
BMW i4 verbindet Elektroreichweite mit klassischem Gran-Coupé-Gefühl
BMW 4er-Reihe (G26) angular front

Karosserie und Konzept

Der seit 2021 angebotene BMW i4 orientiert sich beim Grundkörper am 4er Gran Coupé (G26). Lange Motorhaube, flache Dachlinie und große Heckklappe erhalten die klassische Silhouette und schaffen eine praktische Öffnung nach hinten. Im Unterschied zum früheren 4er mit Benzin- und Dieselmotoren fährt der BMW i4 ausschließlich elektrisch. Optisch wirkt er vertraut, läuft aber deutlich leiser und lokal emissionsfrei. Seine Abmessungen ordnen ihn in die gehobene Mittelklasse ein und sprechen Käufer an, denen eine klassische Limousinen-Silhouette wichtiger erscheint als ein SUV-Auftritt.

Design und Innenraum

Das Design polarisiert weniger stark als beim 4er Coupé und wirkt insgesamt zurückhaltend. Markante Lichtsignaturen vorn und hinten sowie glatte Flächen verbessern den Luftwiderstand. Innen dominiert ein großes Curved Display mit leicht zum Fahrer geneigter Bedienstruktur das Cockpit. Materialien und Verarbeitung liegen auf markentypischem Premium-Niveau. Vorn sitzen Erwachsene bequem, im Fond begrenzt die flache Dachlinie die Kopffreiheit. Die große Heckklappe erleichtert den Zugang zum Kofferraum und vereinfacht das Beladen. Der Kofferraum fasst rund 470 Liter und wächst nach Umklappen der Rückbank auf bis zu etwa 1.290 Liter, was den Alltags- und Familienbedarf gut abdeckt.

Antrieb und Fahrverhalten

Der BMW i4 deckt mit Hinterrad- und Allradvarianten ein breites Spektrum ab, von effizienten Versionen für Vielfahrer bis zu sehr leistungsstarken Topmodellen. Der Elektromotor spricht spontan an, bleibt in den zivileren Ausführungen jedoch gut dosierbar. Auf der Autobahn rollt das Auto leise und liegt auch bei hohem Tempo stabil. Das Fahrwerk fällt eher straff aus, bietet mit kleineren Felgen aber noch ausreichend Komfort für lange Strecken. Die stärkeren M-Modelle wirken deutlich sportlicher, gehen auf schlechten Straßen jedoch spürbar härter zur Sache.

Reichweite und Laden

Je nach Motorisierung und Batteriegröße sind im Normzyklus Reichweiten bis etwa 590 Kilometer möglich, im gemischten Alltagsbetrieb erreichen viele Ausführungen gut 400 Kilometer. Das Gleichstrom-Schnellladen mit bis zu 200 kW ermöglicht unter idealen Bedingungen in rund einer halben Stunde eine deutliche Nachladung und erleichtert damit lange Etappen. Beim Wechselstrom-Laden stehen in der Regel dreiphasige 11 kW zur Verfügung, was den heimischen Ladepunkt sinnvoll ergänzt.

Alltagstauglichkeit und Fazit

Im Alltag überzeugt der BMW i4 mit leiser Fortbewegung und solider Assistenztechnik. Der Kofferraum nimmt auch Urlaubsgepäck für eine kleine Familie auf. Die umfassende Menüstruktur erfordert zunächst etwas Eingewöhnung, arbeitet danach jedoch schlüssig. Das hohe Preisniveau, vor allem bei umfangreicher Sonderausstattung, bleibt ein wesentlicher Kritikpunkt. Insgesamt präsentiert sich der BMW i4 als effizientes, fahrdynamisch stimmiges Elektro-Gran-Coupé, das sich besonders für lange Strecken und den Dienstwageneinsatz eignet und eine Alternative zu einem SUV bietet.

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