Update: Strom-Vivaro mit Antrieb aus dem Elektro-Corsa

Opel Vivaro-e: Elektro-Kastenwagen startet 2020

Opel startet 2020 mit dem elektrischen Vivaro-e. Am sauberen Strom-Transporter führt vor allem in Städten künftig kein Weg vorbei. Erfahre hier mehr.

  • Björn Tolksdorf
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  • Veröffentlicht am 04/30/2020, 05:49 PM
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Quelle: Opel Der elektrische Opel Vivaro basiert auf der Nutzfahrzeug-Version der Plattform EMP2, die auch den Peugeot 3008 trägt. Der Elektroantrieb entspricht weitgehend dem im elektrischen Corsa

Der Durchbruch des Elektroautos könnte im Nutzfahrzeug-Segment schneller erreicht sein als beim Pkw, denn hier trifft meist der Taschenrechner die Entscheidung. Stichwort: „Total Cost of Ownership“. Fährt der Elektro-Transporter unterm Strich günstiger, wartungsärmer und zweckmäßiger als ein Diesel? Dann wird der höhere Kaufpreis des Elektroautos für Fuhrparkbetreiber kein Kaufhindernis sein.

Opel gehört zu den Herstellern, die bei dem Boom vorn mit dabei sein wollen. Wenn er denn kommt und nicht von der Corona-Krise abgewürgt wird, bevor er begonnen hat. Die Rüsselsheimer bringen 2020 eine rein elektrische Version ihres Eintonnen-Transporters Vivaro. Im Vorteil könnte der Vivaro-e vor allem im städtischen Lieferverkehr sein. In den Innenstädten müssen Logistik-Unternehmen vielerorts mit strengeren Emissionsvorschriften rechnen. An denen könnten die Diesel-Transporter scheitern, die heute zum großen Teil die Waren zu den Kunden bringen.

Mit großem Akku und bis zu 330 Kilometern Reichweite kann der elektrische Opel Vivaro theoretisch sogar die Mittelstrecke abdecken – und allemal größere Ballungsräume bespielen. Der Stromer wird ab dem Sommer 2020 bestellbar sein. Die Auslieferungen starten noch 2020.


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Opel Vivaro

Transporter oder Minibus: Der Opel Vivaro ist ein praktischer Allrounder.


Corsa-Antrieb im Opel-Transporter

Für den Antrieb sorgt wie im Elektro-Corsa ein Elektromotor mit 100 kW (136 PS) und 260 Nm Drehmoment. Bis zu 100 kW Ladeleistung ermöglichen eine 80-Prozent-Ladung in 30 Minuten. Klingt wenig, ist es aber nicht: 136 PS platzieren den elektrischen Vivaro mitten im Motorensortiment des Modells (102-177 PS). In der Stadt spielt die Spitzenleistung beim Elektroauto (wie auch beim Verbrenner) ohnehin keine große Rolle. Die Höchstgeschwindigkeit drosseln die Rüsselsheimer bei 130 km/h. Wettbewerber Daimler setzt im eVito auf nur 85 kW Spitzenleistung (116 PS), aber auf etwas mehr Drehmoment (295 Nm).

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Quelle: Opel Opel deckelt die Spitzengeschwindigkeit des Vivaro-e bei 130 km/h - mit großem Akku beträgt die Reichweite 330 Kilometer

Opels Mutterkonzern PSA hatte bereits 2018 angekündigt, in seiner Nutzfahrzeugflotte neben dem Diesel einen rein elektrischen Antrieb anbieten zu wollen. Im Opel Vivaro kündigt der Hersteller nun die Wahl zwischen zwei Batteriegrößen an. Je nach Einsatzzweck können sich Kunden für niedrigere Kosten oder eine größere Reichweite entscheiden. Ein 50-kWh-Akku soll eine Reichweite von bis zu 230 Kilometern ermöglichen. Mit einem 75-kWh-Akku fährt der Opel Vivaro-e bis zu 330 Kilometer weit, gemessen jeweils im WLTP-Zyklus. Opel gibt auf die Batterie eine Garantie von acht Jahren oder 160.000 Kilometer.



E-Transporter mit großer Karosserieauswahl

Opel bietet das komplette Karosserieprogramm des Basismodells an: Der Vivaro-e wird als Transporter, Doppelkabine, Kombi und als Basis für Sonderaufbauten erhältlich sein. Bei einem Fahrzeuggewicht zwischen 2,8 und 3,1 Tonnen beträgt die Nutzlast bis zu 1.275 Kilo. Zum Vergleich: Mit Zweiliter-Dieselmotor kann der Opel Vivaro bis zu 1.405 Kilo laden.

In der kürzesten Version misst der Vivaro-e 4,60 Meter fährt mit 11,3 Meter Wendekreis auch in der Stadt handlich. Er lädt bis zu 5,1 Kubikmeter Ladung ein. In den meisten Varianten ist der Opel 1,90 Meter hoch und passt damit durch die Tore der meisten Tiefgaragen. Darüber rangieren Versionen mit 4,95 und 5,30 Meter Länge, die ein Ladevolumen von 5,8 bzw. 6,6 Kubikmeter aufweisen. Zudem kündigt Opel an: Der elektrische Vivaro kann ab Werk mit Anhängerkupplung bestellt werden und Anhänger bis zu einer Tonne Anhängelast ziehen.

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Quelle: Opel Das Cockpit des Opel Vivaro-e: Von den E-Auto-spezifischen Anzeigen abgesehen, entspricht es dem Diesel-Modell

Opel Vivaro-e: Preise noch nicht bekannt

Zu den Preisen des Opel Vivaro-e verrät Opel noch nichts. Wir rechnen mit einem Listenpreis zwischen 40.000 und 50.000 Euro netto, je nach Ausstattung und Karosserievariante. Der Mercedes eVito startet bei rund 40.000 Euro netto, Ford verlangt für den Transit Custom Plug-in-Hybrid mindestens 47.995 Euro zuzüglich Umsatzsteuer.


Elektrifizierter Kleinwagen

Der elektrifizierte Corsa ist Opels Startschuss in die Elektro-Offensive.


Opel kündigt an: Bis zum Jahr 2024 existiert in allen Baureihen ein elektrischer Ableger. Das schließt die Nutzfahrzeuge mit ein – und damit den größeren Movano, der bisher noch auf Basis des Renault Master entsteht. Den Vivaro in der Eintonnen-Klasse hat Opel bereits aus der Kooperation mit Renault gelöst. Er basiert nun auf der Technik des Mutterkonzerns PSA. Ein logischer Schritt, denn Renault ist immerhin der Hauptkonkurrent des PSA-Konzerns. PSA produziert den Kastenwagen im ehemaligen Eurovan-Werk Sevel-Nord für die eigenen Marken Citroën und Peugeot sowie für Toyota. Opel dagegen produziert den Vivaro im englischen Vauxhall-Stammwerk Luton. Für die Produktion des neuen Vivaro stockt der Konzern 2019 die Kapazität des Werks auf rund 100.000 Fahrzeuge pro Jahr auf.


Opel Vivaro-e Bilder

  • Gelber Vivaro steht neben einer Ladesäule und wird über ein Kabel geladen
    Quelle: Opel Für den Vivaro-e sind zwei Akku-Größen verfügbar. Mit dem 50-kWh-Akku sind bis zu 200 Kilometer Reichweite drin. Wer den größeren 75-kWh-Akku nimmt, legt bis zu 300 Kilometer zurück
  • Gelber Transporter mit Vivaro-e Schriftzug auf der Seite fährt über ein Hafengelände
    Quelle: Opel Opel setzt seinen Transporter Vivaro unter Strom. 2020 soll der Vivaro-e starten
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    Quelle: Opel Der elektrische Opel Vivaro basiert auf der Nutzfahrzeug-Version der Plattform EMP2, die auch den Peugeot 3008 trägt. Der Elektroantrieb entspricht weitgehend dem im elektrischen Corsa
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    Quelle: Opel Opel deckelt die Spitzengeschwindigkeit des Vivaro-e bei 130 km/h - mit großem Akku beträgt die Reichweite 330 Kilometer
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    Quelle: Opel Das Cockpit des Opel Vivaro-e: Von den E-Auto-spezifischen Anzeigen abgesehen, entspricht es dem Diesel-Modell