Deutschlands größter Fahrzeugmarkt
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Bildmontage mit 5 E-Autos
Quelle: Stellantis, Renault, Cupra, Volkswagen AG
Zahlreiche Hersteller wie Fiat, Citroën, Renault, Cupra oder VW (im Uhrzeigersinn) wollen günstige E-Autos auf den Markt bringen.

Die Zulassungszahlen von Elektroautos steigen in Deutschland beständig an. Doch die heftigen Zuwächse bei der Elektromobilität, die man vor allem 2022 beobachten konnte, flauten zuletzt ab. Da die staatliche Förderung zum September 2023 für gewerblich genutzte E-Autos und im Dezember dann für alle Stromer gestrichen wurde, ist der Markt etwas abgekühlt. Unter dem Strich wurden 2023 in Deutschland trotzdem so viele Elektroautos wie noch nie verkauft.

Der Fiat Topolino in grün vor einem Laden.
Quelle: Fiat
Ist ab 9.890 Euro erhältlich, aber kein vollwertiges Auto: der Fiat Topolino.

Laut Kraftfahrt-Bundesamt hatten reine E-Autos hierzulande im vergangenen Jahr einen Marktanteil von 18,4 Prozent. Damit lagen die Stromer vor den klassischen Dieseln.

Um sie bei den Verkaufszahlen auf Augenhöhe mit den noch immer dominierenden Benzinern zu bringen, muss jedoch noch einiges passieren. Neben der „Reichweitenangst“ und anderen Vorurteilen dürften vor allem die hohen Neuwagenpreise potenzielle Kunden davon abschrecken, sich ein neues E-Auto zu kaufen.

Dieser Nachteil wurde bisher durch den Umweltbonus entkräftet, der die teils üppige Preisdifferenz zu einem vergleichbaren Verbrenner deutlich verkleinerte. Angesichts des Wegfalls der staatlichen Förderung ist es umso wichtiger, dass die Hersteller erschwinglichere E-Autos anbieten.

Dies wird allerdings durch die kostenintensive Batterieproduktion erschwert. Der Stromspeicher allein macht bei einem Elektroauto laut Branchenkennern wie Ferdinand Dudenhöffer bis zu 40 Prozent der Herstellungskosten aus. Experten prognostizieren für die kommenden Jahre zwar sinkende Kosten, aktuell spiegelt sich das Dilemma aber in dem äußerst überschaubaren Modellangebot wider.

Es gibt zwar elektrische Leichtfahrzeuge wie den Opel Rocks-e, den Microlino oder den neuen Fiat Topolino, diese dürften aber aufgrund ihres spärlichen Raumangebots, mangelnden Komforts und eingeschränkter Fahrleistungen für die meisten Autofahrer nicht als Ersatz für ihren bisherigen Verbrenner infrage kommen. Nachdem Volkswagen den beliebten e-Up aus dem Programm genommen hat, werden in Deutschland derzeit nur drei vollwertige Elektroautos angeboten, deren regulärer Listenpreis bei unter 30.000 Euro beginnt.

Modellreg. PreisWLTP-Reichweite
Dacia Springab 22.750 €227 km
Renault Twingo E-Techab 28.000 €190 km
Fiat 500 Elektroab 29.490 €190 km
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Dacia Spring: Sparmeister aus Fernost mit Mega-Rabatt

Die rumänische Renault-Tochter bietet mit dem 3,73 Meter langen Spring seit 2021 das günstigste E-Auto Deutschlands an. Der Kleinwagen startet nach Liste bei moderaten 22.750 Euro. Nachdem der staatliche Umweltbonus eingestellt wurde, hat der Hersteller im Januar 2024 bekannt gegeben, dass er in Eigeninitiative einen Elektrobonus in Höhe von 10.000 Euro gewährt.

Nach Abzug dieses Aktionsrabatts, der den Preis fast halbiert, kostet die Basisversion des Spring weniger als 13.000 Euro. Somit zählt der Stromer kurzzeitig zu den günstigsten Pkw-Modellen überhaupt – unabhängig von der Antriebsart. Interessenten sollten aber schnell sein. Die Ermäßigung gilt nur für Exemplare, die bis zum 31. März 2024 neu zugelassen werden.

  • Alltagstaugliche Reichweite: Die Batterie hat eine nutzbare Kapazität von 26,8 kWh. Da der Spring sparsam mit dem Strom umgeht, ermöglicht dies eine WLTP-Reichweite von bis zu 227 Kilometern. Auch wenn daraus unter realen Bedingungen eher 150 Kilometer werden, dürfte dies für den Großteil der Käufer ausreichend sein.
  • Eingeschränkte Fahrleistungen: Die Fahrer des Dacia Spring müssen auf diesem Gebiet Abstriche machen. Die Basisversion wird von einem 44 PS starken E-Motor angetrieben, der ihn in 19,1 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigt. Bei 125 km/h ist Schluss. Ab 24.550 Euro gibt es die stärkere Variante, die 65 PS leistet und so 5,4 Sekunden schneller auf 100 km/h beschleunigt.
  • Bedingt langstreckentauglich: Ein CCS-Ladeanschluss für Schnellladestationen ist nur bei der leistungsstärkeren Version verfügbar und kostet 800 Euro Aufpreis. Die maximale Ladeleistung fällt mit 33 kW aber immer noch bescheiden aus. Laut dem Hersteller dauert es weniger als eine Stunde, um den Ladestand wieder auf 80 Prozent zu bringen.
Der Dacia Spring auf einer Straße vor einem Bürogebäude.
Quelle: Dacia
Der günstige Dacia Spring verlangt dem Käufer einige Kompromisse ab.

Im direkten Vergleich zu einem Benziner derselben Preisklasse muss man sich beim rund 1.000 Kilo schweren Spring erwartungsgemäß an einigen Stellen in Verzicht üben. Dacia hat sich bei der Konzeption seines ersten Elektroautos nämlich auf die Markenphilosophie „Back to Basics“ besonnen.

Der niedrige Preis konnte nur durch den Verzicht auf kostenintensive Komfort- und Sicherheits-Features und dank der einfach gehaltenen Technik sowie dank viel Hartplastik im Innenraum erreicht werden.

Ebenfalls hilfreich ist, dass es sich beim Spring um keine Neuentwicklung handelt. Im Grunde ist der Spring die europäische Version des Renault City K-ZE, der bereits seit 2019 in China angeboten wird. Wie sein Bruder für den fernöstlichen Markt wird auch der elektrische Dacia im chinesischen Wuhan gefertigt.

Der Spring wurde vor allem für die Stadt entwickelt und wird wohl kaum für längere Geschäftsreisen oder Urlaubsfahrten genutzt werden. Für Letztere wäre auch der 290 Liter fassende Kofferraum zu klein. Wenn die zweite Sitzreihe flach liegt, beträgt das Kofferraumvolumen 1.100 Liter. Erwachsenen ist das Platzangebot im Fond nur auf kürzeren Distanzen zumutbar.

Dacia Spring in weiß
Dacia Spring in weiß
Dacia Spring

Gebraucht ist der Spring ab etwa 13.000 Euro zu haben.

Renault Twingo E-Tech: Elektrischer Smart-Bruder aus Frankreich

Aus demselben Konzern kommt mit dem Renault Twingo E-Tech ein E-Auto in einem ähnlichen Format, das den Qualitätsansprüchen der europäischen Kundschaft eher gerecht wird. 

Die dritte Twingo-Generation ist technisch eng mit dem mittlerweile nicht mehr angebotenen Smart Forfour verwandt und 2014 mit klassischen Benzinmotoren auf den Markt gekommen. Seit 2020 ist der kleine Franzose auch als reines E-Auto erhältlich. Preislich geht es hier bei 28.000 Euro los.

  • Stadtauto mit eingeschränkter Reichweite: Der Stromspeicher des Twingo E-Tech hat eine Nettokapazität von 21,4 kWh. Nach der WLTP-Norm soll das für eine Reichweite von bescheidenen 190 Kilometern sorgen – für die Stadt durchaus in Ordnung, Langstrecken werden damit zu einer Tortur.
  • Ordentliche Fahrleistungen: In Sachen Dynamik hat der Twingo die Nase vorn: Im Heck sitzt ein 82 PS starker Elektromotor, der eine Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h ermöglicht. Von 0 auf 100 km/h geht es in 12,9 Sekunden.

Nur für AC-Ladesäulen geeignet: Der größte Nachteil des Twingo E-Tech: Eine Schnellladefunktion bekommt man nicht einmal für Geld und gute Worte. Mit Wechselstrom kann mit maximal 22 kW geladen werden. Unter idealen Bedingungen ist die leere Batterie so nach knapp einer Stunde wieder voll.

der Twingo in der Farbe Orange
Quelle: Renault
Der Twingo basiert auf einem fast zehn Jahre alten Verbrenner, was man ihm teilweise auch anmerkt.

Die rund 5.000 Euro Mehrpreis im Vergleich zum Dacia Spring sind spürbar. Der französische Kleinstwagen wirkt insgesamt ausgereifter, bietet eine höhere Fahrstabilität und im Innenraum eine etwas angenehmere Atmosphäre. 

Das Platzangebot auf der Rückbank fällt klassenüblich dürftig aus. Seine Auslegung als Hecktriebler macht sich beim Kofferraumvolumen ebenso negativ bemerkbar wie die kompakten Außenabmessungen. In der Normalkonfiguration fasst das Gepäckabteil 219 Liter, nochmals deutlich weniger als beim Dacia Spring. Wenn man die Rückbank umklappt, werden es beim 3,61 Meter langen Twingo E-Tech maximal 980 Liter.

Fiat 500 Elektro: Verkaufsschlager im Retro-Design

Fiat hat sein Modellangebot 2020 um eine rein elektrisch angetriebene Neuinterpretation seines legendären Kleinstwagens ergänzt. Im Gegensatz zum Renault Twingo E-Tech handelt es sich bei ihm aber nicht einfach nur um eine Elektro-Konversion des bereits seit 2007 erhältlichen Retro-Dauerbrenners mit Benzinmotoren.

Der 500 Elektro basiert auf einer neuen Plattform und wurde von Grund auf als Stromer entwickelt. Im Vergleich zu seinen direkten Konkurrenten bringt das einige Vorteile mit sich, geht aber auch mit höheren Entwicklungskosten einher. Mit einem regulären Basispreis von 29.490 Euro ist er normalerweise ein ganzes Stück teurer als seine Konkurrenten aus dem Hause Renault. Genau 500 Euro mehr kostet das Sondermodell 500 Elektro Red, das damit ebenfalls noch knapp unter die 30.000-Euro-Marke rutscht.

Im Gegensatz zu Renault gibt Fiat aber vorübergehend Rabatt auf seinen Elektro-Kleinstwagen. Kunden, die bis zum 31. März 2024 bei einem teilnehmenden Händler den Kaufvertrag unterschreiben, winkt ein Preisnachlass von 5.000 Euro. Damit rutscht der Italiener sogar unter die 25.000-Euro-Marke. Das Basismodell schlägt dann mit 24.490 Euro zu Buche, der 500 Elektro Red kostet im Aktionszeitraum 24.990 Euro. 

  • Kleine Batterie beim Basismodell: Die kleinere der beiden verfügbaren Batterien hat eine nutzbare Kapazität von 21,3 kWh (brutto 23,8 kWh) und soll bei einem Normverbrauch von 13 kWh auf 100 Kilometern eine kombinierte Reichweite von 190 Kilometern bieten.
  • Flotte Beschleunigung: Schon mit der Basismotorisierung lässt der kleine Fiat den Dacia und den Renault an der Ampel stehen. Ein 70 kW beziehungsweise 95 PS starker E-Motor an der Vorderachse beschleunigt den Retro-Knirps in 9,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h, bei 135 km/h wird der Vortrieb elektronisch begrenzt.
  • Fiat bietet die modernste Ladetechnik: Der elektrische 500 ist ab Werk immer mit einem CCS-Ladeanschluss ausgestattet. Die maximale Ladeleistung der Einstiegsversion liegt bei 50 kW, womit der Ladestand innerhalb von 24 Minuten von 10 auf 80 Prozent erhöht werden kann. Damit ist der Fiat in dieser Disziplin über eine viertel Stunde schneller als der Dacia.
Fiat 500 Elektro
Quelle: Stellantis / Fiat
Den Fiat 500 Elektro gibt es regulär ab 29.490 Euro. Wer bis Ende März bestellt, kann weitere 5.000 Euro sparen.

Mit dem 3,63 Meter kurzen Knirps muss man im Vergleich zu den beiden Konkurrenten aus dem Renault-Konzern deutlich weniger Kompromisse eingehen. Zum einen wären da das zeitgemäße Infotainmentsystem, das höhere Qualitätsniveau und das ausgewogenere Fahrverhalten. Zum anderen handelt es sich einfach um eine deutlich jüngere Konstruktion, die im Gegensatz zu der des Dacia Spring oder des Renault Twingo E-Tech auf die aktuellen Sicherheitsvorschriften zugeschnitten ist.

Der elektrische Fiat 500 erhielt beim Euro-NCAP-Crashtest vier von fünf Sternen, während der Dacia mit einem Stern abgestraft wurde. Die dritte Generation des Twingo ist als Verbrenner bereits seit 2014 auf dem Markt und dürfte nach dem aktuellen Reglement auch nicht wirklich besser abschneiden.

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Der 1,3 Tonnen schwere 500 Elektro ist nochmals knapp zehn Zentimeter kürzer als der Spring, ein Raumwunder sollten Interessenten also definitiv nicht erwarten. Ähnlich wie beim Twingo fühlen sich in der zweiten Sitzreihe nur Kinder wohl. Das Gepäckabteil schluckt gerade mal 185 Liter. Selbst wenn die Rückbank umgelegt wurde, beträgt das Ladevolumen nur 550 Liter. 

Auch wenn sich Fiats erster Großserien-Stromer in Sachen Geräumigkeit dem Dacia Spring und dem Renault Twingo E-Tech geschlagen geben muss, bietet er unter dem Strich das beste Gesamtpaket. Das scheinen auch die Autokäufer so zu sehen: Seit dem Marktstart Ende 2020 wurden in Deutschland bereits über 50.000 Stück neu zugelassen. 2022 war der sympathische Italiener das drittmeist verkaufte Elektroauto Deutschlands.

Außerdem bietet Fiat beim 500 Elektro auch eine gehobene Variante mit einem deutlich größeren Akku an, die den Kleinstwagen noch mal deutlich aufwertet. Sie ist mit 118 PS (87 kW) leistungsstärker und bietet vor allem deutlich mehr Reichweite. Die Energiekapazität beträgt 42,2 kWh, von denen 37,3 kWh nutzbar sind. Bei dieser Version kommt man mit einer Batterieladung bis zu 330 Kilometer weit, allerdings steigt auch der Preis auf rund 35.000 Euro.

Fiat 500 Elektro in weiß
Fiat 500 Elektro in weiß
Fiat 500 Elektro

Den aktuellen Fiat 500 Elektro gibt es als Gebrauchtwagen ab etwa 17.000 Euro.

GWM Ora 03: Dank Rabatten unter 30.000 Euro

3 Fahrzeuge der Ora-03-Modellreihe
Quelle: Great Wall Motor
GWM bietet bis Ende März 12.000 Euro Rabatt auf die Ora-03-Modellreihe.

Noch bis zum 31. März 2024 gibt es auch den Ora 03 von GWM (Great Wall Motor) für unter 30.000 Euro. Der chinesische Hersteller geht bei seinem Elektro-Kompaktmodell, das bis vor Kurzem noch Ora Funky Cat hieß, aktuell deutlich mit dem Preis herunter. Satte 12.000 Euro Rabatt bietet GWM auf die gesamte Baureihe. So ist die Einstiegsvariante Ora 03 300 mit einer 48-kWh-Batterie und 126 kW (171 PS) derzeit ab 26.990 Euro erhältlich. Die etwas besser ausgestattete Pro-Variante mit gleicher Technik unterschreitet während des Aktionszeitraums mit 28.990 Euro ebenfalls die 30.000-Euro-Marke.

Erschwingliche E-Auto-Neuheiten bis 2026

Mittlerweile haben immer mehr Hersteller das Problem der noch zu teuren E-Mobilität erkannt. Sie arbeiten an attraktiven Elektromodellen, die auch für Menschen mit kleinerem Geldbeutel erschwinglich sein sollen.

Diese günstigen E-Autos planen die Hersteller:

  • Citroën ë-C3
  • Fiat Panda
  • Renault 5
  • VW ID. 2all
  • Cupra Raval
  • BYD Seagull
  • Hyundai Crossover

Günster Elektro-Citroën kommt noch im Frühjahr

Den Anfang hat Citroën im vergangenen Herbst mit der Premiere der vierten Generation seines Bestsellers C3 gemacht. Aus dem herkömmlichen Kleinwagen wird mit dem Modellwechsel ein trendiger Crossover. Noch wichtiger: Die Franzosen werden erstmals eine Elektroversion des C3 anbieten, die nahezu konkurrenzlos günstig ist.

Beim Marktstart im Frühjahr dieses Jahres beginnen die Preise bei 23.300 Euro. Nur der Dacia Spring ist günstiger. Im Vergleich zu dem Low-Budget-Stromer der rumänischen Marke ist der 4,01 Meter kurze Citroën aber technisch deutlich moderner und insgesamt hochwertiger – sowohl was die Materialauswahl als auch die Ausstattung angeht.

Der Citroën ë-C3 auf einer Straße
Quelle: Stellantis / Citroën
Der Citroën ë-C3 ist mit seinem Preis-Leistungs-Verhältnis eine echte Ansage. Es liegen schon über 10.000 Vorbestellungen vor.

Ein 44 kWh großer LFP-Akku soll laut den Franzosen eine WLTP-Reichweite von 320 Kilometern ermöglichen. Im Gegensatz zu seinem Konkurrenten von Dacia verfügt der ë-C3 über eine zeitgemäße Ladetechnik. In der Spitze lädt das kleine E-Auto mit 100 kW. So soll sich der Ladestand der Batterie innerhalb von nur 26 Minuten von 20 auf 80 Prozent erhöhen lassen.

Auch bei den Fahrleistungen ist der ë-C3 keine lahme Ente. Das Mini-SUV, für das bis dato bereits über 10.000 Vorbestellungen vorliegen, beschleunigt mit seinem 113 PS (83 kW) leistenden E-Motor in knapp 11 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 135 km/h. Wer noch günstiger elektrisch fahren möchte, sollte mit der Bestellung noch warten. Citroën möchte 2025 eine abgespeckte Variante nachschieben, die eine Reichweite von 200 Kilometern bieten und sogar weniger als 20.000 Euro kosten soll.

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Auch der neue Fiat Panda wird elektrisch 

Der Stellantis-Konzern plant auf derselben Basis, der CMP-Plattform, einen weiteren günstigen Stromer. Die vierte Generation des Fiat Panda soll sich optisch am kastigen Original aus dem Jahre 1980 orientieren. 2019 haben die Italiener mit dem Concept Car „Centoventi“ einen ersten Ausblick auf den Kleinwagen gegeben, der in der Basis weniger als 25.000 Euro kosten soll. Der Panda soll auch als Benziner kommen und dann noch mal ein ganzes Stück weniger kosten.

Renault R5 und R4: Französische Kultautos setzen auf Strom

Nicht nur Fiat fährt bei seinen Elektromodellen die Retro-Schiene, auch Renault besinnt sich auf seine Markenhistorie. 2021 haben die Franzosen mit dem Prototypen „Renault 5 Electric“ für Begeisterung gesorgt. Im Februar 2024 soll auf dem Genfer Autosalon die Serienversion der Neuinterpretation des legendären Kleinwagens aus den 1970er- und 1980er-Jahren enthüllt werden. Das neueste Familienmitglied soll den erfolgreichen Zoe ablösen. Der Autobauer hat bereits bekannt gegeben, dass die Einstiegsversion des Renault 5 E-Tech Electric bei 25.000 Euro starten soll. Bis zu 400 Kilometer Reichweite, bidirektionales Laden und eine sportliche Alpine-Version gelten ebenfalls als gesetzt.

Der elektrische R5 in gelb
Quelle: Renault
2021 hat Renault einen Ausblick auf die Serienversion des elektrischen R5 gegeben, die im Frühjahr 2024 präsentiert wird.

Der R5 ist aber nicht das einzige Kultmodell, das Renault wiederbelebt. Auch der Renault 4 soll 2025 sein Comeback als praktisches Mini-SUV in Retro-Optik feiern. Pünktlich zum 30. Geburtstag des Twingo hat der französische Hersteller im vergangenen Herbst außerdem ein Show Car präsentiert, mit dem er das niedliche Design des Ur-Twingo in die Neuzeit transportiert. Die Studie zeigt, wie die vierte Generation des Kleinstwagens ungefähr aussehen dürfte. Diese soll ebenfalls 2025 auf den Markt kommen und das elektrische Einstiegsmodell in der erneuerten Modellpalette von Renault werden.

VW legt mit günstigem Stromer nach

Seit dem Aus des e-Up hat Volkswagen kein einziges Elektromodell im Niedrigpreissegment mehr im Angebot. Dies wird sich voraussichtlich 2025 ändern. Dann soll endlich die Serienversion der Studie „ID. 2all“ das Angebot mit einem Einstiegspreis von weniger als 25.000 Euro nach unten abrunden. Während der ID.3 von der Stammkundschaft der Wolfsburger wegen seines ungewohnten Designs und des reduzierten Bedienkonzepts teils verschmäht wurde, will sich VW bei dem neuen Kleinwagen auf seine Markentugenden besinnen. Kein Wunder also, dass das Concept Car mit seinen vertrauten Proportionen optisch deutlich näher am aktuellen Polo als am ID.3 ist.

Animation der Studie „ID. 2all“ in blau
Quelle: Volkswagen AG
Im Vergleich zu anderen ID-Modellen aus dem Hause VW ist das Design der Studie „ID. 2all“ deutlich konventioneller.

Wenn es um die technischen Daten geht, gibt sich Volkswagen betont schmallippig. Klar ist, dass der ID. 2all auf der neuesten Ausbaustufe des Modularen E-Antriebs-Baukastens (MEB) stehen soll. Im Gegensatz zu den bisherigen ID-Modellen hat das elektrische Polo-Pendant allerdings Front- statt Heckantrieb. Das Concept Car wird von einem 226 PS (166 kW) starken Elektromotor angetrieben, der den 4,05 Meter kurzen Kleinwagen in weniger als 7 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen soll. Bei 160 km/h ist Schluss.

Der ID. 2all soll mit zwei unterschiedlich großen Batterien erhältlich sein. Zu den Eckdaten der kleineren Variante schweigt sich VW noch aus, die größere Variante soll aber eine Kapazität von 56 kWh haben und so eine Reichweite von rund 450 Kilometern ermöglichen. Dank einer Ladeleistung von maximal 125 kW soll der Ladestand der Batterie in nur 20 Minuten von 10 auf 80 Prozent gebracht werden können. Enthusiasten dürfen sich zudem auf eine potenzielle GTI-Version freuen: Mit der IAA-Studie „ID. GTI Concept“ hat Volkswagen im September 2023 die Vorfreude auf den elektrischen Kompaktsportler gesteigert.

Schwestermodelle von Cupra und Škoda 

Die VW-Töchter Cupra und Škoda arbeiten aktuell auf derselben Basis an eigenen elektrischen Einstiegsmodellen. Während sich die Kernmarke auf die Wurzeln besinnt und einen klassischen Kleinwagen auf die Räder stellt, sollen das elektrische Pendant zum Škoda Fabia sowie der Cupra Raval trendige Crossover werden. Die beiden Konzernbrüder werden wohl einen Großteil der Technik vom VW ID. 2all übernehmen. Von dem Wolfsburger soll 2026 auch eine SUV-Version folgen.

Cupra Crossover Raval
Quelle: Cupra
Cupra hat bereits den Namen seines zukünftigen Einstiegsstromers veröffentlicht: Der sportlich gestylte Crossover wird Raval heißen.

Kompaktauto von Tesla?

Bereits seit 2021 wird darüber spekuliert, ob die Elektropioniere von Tesla ihr Modellprogramm um einen günstigen kleinen Bruder für das Tesla Model 3 erweitern. Der Marktstart des Tesla Model 2 wurde oft heraufbeschworen, passiert ist bisher nichts. Ende 2023 hat aber Elon Musk höchstpersönlich in einem Interview mit dem Tesla-Kritiker Sandy Munro die Gerüchteküche wieder ordentlich angeheizt. Seiner Aussage zufolge arbeitet Teslas Ingenieurteam mit Hochdruck an dem zukünftigen Einstiegsmodell, das den Namen Model 2 tragen könnte. Die Entwicklung sei angeblich schon stark fortgeschritten. Die Preisprognose liegt bei 25.000 Dollar, umgerechnet also rund 23.500 Euro. Auch über eine SUV-Variante namens Model Q wird spekuliert. Das Duo könnte in der neuen Gigafactory Mexiko sowie in Shanghai vom Band laufen. Laut eines Reuters-Berichts hat Elon Musk im Rahmen eines Besuchs der Gigafactory Grünheide auch das deutsche Tesla-Werk als Produktionsstandort ins Gespräch gebracht. Wann die beiden Modelle ungefähr enthüllt werden, ist aktuell noch nicht bekannt.

Neue Preisbrecher auch aus Asien

Doch was planen die Autobauer in Fernost? Es wurden bereits Erlkönige eines elektrischen Mini-SUV aus dem Hause Hyundai gesichtet. Es dürfte auf dem Crossover Hyundai Casper basieren, der in seinem Heimatland Südkorea bereits erfolgreich als Verbrenner verkauft wird. Konkrete technische Daten sind noch nicht bekannt, das Einstiegsmodell dürfte aber bei seinem Marktstart in Europa preislich deutlich unter 30.000 Euro beginnen. Auch aus China werden wohl einige Modellneuheiten kommen, zum Beispiel der BYD Seagull, der in China dank seiner neuartigen Natrium-Ionen-Batterie umgerechnet nur knapp über 10.000 Euro kostet. Das Auto dürfte auch seinen Weg nach Europa finden – allerdings zu einem höheren Preis.

BYD Seagull in gelb
Quelle: picture alliance / Kyodo
Falls der BYD Seagull wirklich nach Europa kommt, könnte er das günstigste E-Auto auf dem Markt werden.
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