VW ID. Polo: Was steckt im Elektro-Hoffnungsträger?
Im ID.Polo stecken viele Hoffnungen: Der Elektro-Kleinwagen soll die Wolfsburger in der E-Technologie an die Spitze bringen. Hat das 25.000 Euro teure E-Auto das Potential dafür?
- Das Wichtigste im Überblick
- Motoren und Batterie: Was steckt im VW ID. Polo?
- Reichweite und Ladefähigkeit des VW ID. Polo
- Weniger Touch, mehr Knöpfe: Der Innenraum des VW ID. Polo
- Abmessungen und Kofferraum: Raumwunder
- Assistenten und Sicherheitssysteme
- Erste Fahreindrücke
- Preis des VW ID. Polo
- Technische Daten und Vergleichsmodelle
- VW ID. Polo: Ein erstes Fazit
Das Wichtigste im Überblick
- Der VW ID. Polo ist ab April 2026 bestellbar.
- Das Einstiegsmodell soll weniger als 25.000 Euro kosten.
- VW verspricht beim ID. Polo eine Reichweite von bis zu 450 Kilometern.
Noch dominieren Verbrennungsmotoren die deutschen Straßen. Doch E-Autos gewinnen immer mehr Käufer. 2025 meldeten Autokäufer insgesamt rund 2,9 Millionen Fahrzeuge an. Davon waren 545.142 Elektrofahrzeuge, wie das Kraftfahrt-Bundesamt mitteilt. Das sind rund 19 Prozent aller Neuzulassungen aus dem vergangenen Jahr und ein Plus von 43,2 Prozent.
Rund ein Fünftel davon waren Autos von VW – 102.339 um genau zu sein. Wenn die Wolfsburger es richtig anstellen, könnte die Zahl 2026 nochmals deutlich nach oben gehen.
Denn ab Sommer 2026 soll aus der Autostadt ein neuer elektrischer Hoffnungsträger vom Band rollen: der VW ID. Polo – bestellbar ab April. Was haben die Wolfsburger mit der elektrischen Version eines Klassikers geplant? Wir schauen uns an. Was der ID. Polo zu bieten hat.
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Motoren und Batterie: Was steckt im VW ID. Polo?
1975 feierte der VW Polo seine Premiere in Wolfsburg. Rund 50 Jahre später kommt der kultige Kleinwagen als E-Auto in der Zukunft an. Geplant ist der Start des VW ID. Polo im April – laut den Wolfsburgern wird es den elektrischen Polo mit zwei Batteriegrößen geben: 37 sowie 52 kWh. Ob beide Varianten direkt zum Verkaufsstart bereitstehen, ist bislang nicht bekannt.
In vier unterschiedlichen Leistungsvarianten hat VW den ID. Polo geplant. Die Einstiegsmodelle kommen mit 85 sowie 99 kW (116 und 135 PS) Leistung. Wer mehr PS unter der Haube möchte, findet mit dem 115 kW (211 PS) starken Modell seinen VW ID. Polo. Später im Jahr erscheint der ID. Polo GTI mit 166 kW (226 PS).
Ursprünglich sollte der VW ID. Polo der modernen Nomenklatur folgen und einfach ID. 2 heißen. Doch VW hat sich entschieden, die bekannteren Bezeichnungen zurückzuholen.
Der ID. Polo setzt auf dem Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) auf. Dieser wurde für den Elektro-Kleinwagen überarbeitet. Die Akkus sind leichter und günstiger in der Produktion. Der E-Motor ist ebenfalls neu entwickelt und kommt mit weniger Teilen aus – damit sinkt auch die Fehleranfälligkeit. All das erlaubt es VW, den Elektro-Polo günstiger zu machen.
Seit 1975 rollt der Polo bei Volkswagen vom Band und ist seit Jahrzehnten einer der beliebtesten Kleinwagen.
Reichweite und Ladefähigkeit des VW ID. Polo
Offizielle Messwerte gibt es zum VW ID. Polo nicht. Deshalb muss man den Werbeaussagen von Volkswagen zunächst glauben. Demnach schafft der ID. Polo mit der großen 52-kWh-Batterie bis zu 450 Kilometer. Wie weit das E-Auto mit dem kleineren Akku kommt, behalten die Wolfsburger noch für sich.
Geht dem ID. Polo der Strom aus, lässt er sich an DC-Ladesäulen mit bis zu 130 kW laden. In weniger als 30 Minuten lädt sich der Kleinwagen von zehn auf 80 Prozent wieder auf.
Weniger Touch, mehr Knöpfe: Der Innenraum des VW ID. Polo
Der Innenraum des VW ID. Polo dürfte viele Fans finden. Denn die Wolfsburger rücken von der Touchbedienung der ID-Familie ab. Zentrale Funktionen lassen sich über physische Knöpfe bedienen. Zudem überarbeitet VW das Cockpit. Das Armaturenbrett wird von einem 10,25 Zoll großen Display und einem rund 13 Zoll großen Touchscreen dominiert.
Auch am Lenkrad gibt es wieder richtige Tasten, genauso wie auf dem Mitteltunnel. Lautstärke, Klimaanlage und andere Einstellungen stellt man wieder klassisch ein. Wer das moderne Aussehen der E-Auto-Instrumente nicht mag, kann dies mit einem Knopfdruck ändern. Die digitalen Instrumente nehmen das Design der analogen Anzeigen des Golf I an.
Citroën zeigt, was geht: ein günstiges E-Auto, gefertigt in Europa.
Abmessungen und Kofferraum: Raumwunder
Der VW ID. Polo siedelt sich im Bereich der Kleinwagen – wie Citroën ë‑C3, BYD Dolphin Surf, Dacia Spring oder Renault 5 E‑Tech – an. Mit einer Länge von 4,05 Metern und einer Breite von 1,82 Metern bietet das E-Auto die typischen Abmessungen für die Klasse.
Zum Vergleich: Der aktuelle VW Polo mit Verbrennungsmotor ist 4,07 Meter lang und 1,75 Meter breit. Die Elektroversion ist also fast genauso lang, aber etwas breiter.
Spannend ist auch die Frage nach dem Platz im Kofferraum. Der VW ID. Polo bietet ein Ladevolumen von 435 bis 1.243 Litern. Ein gutes Plus gegenüber dem klassischen Polo mit 351 bis 1.125 Litern.
Damit setzt der neue Elektro-Kleinwagen von Volkswagen ein Ausrufezeichen in dieser Klasse; ausreichend Platz für den Wocheneinkauf oder eine Urlaubsreise. Ein Frunk fehlt allerdings.
Ebenfalls positiv fällt das Gewicht auf. Durch den überarbeiteten MEB bringt der VW ID. Polo wahrscheinlich knapp 1,5 Tonnen auf die Waage.
BYD greift mit dem Dolphin Surf den günstigen Kleinwagenmarkt an. Und der kleine E-Flitzer kann überzeugen.
Assistenten und Sicherheitssysteme
Der erneuerte MEB erlaubt moderne Assistenzsysteme im ID. Polo – etwa der Travel Assist. Dieser hilft bei der Quer- und Längsführung und beim Spurwechsel auf der Autobahn. Der Assistent verfügt erstmals auch über eine Erkennung von Ampeln und Stoppschildern.
Erste Fahreindrücke
Der ADAC konnte den VW ID. Polo schon auf einer ersten Testfahrt ausprobieren. Der Automobilverband kommt zu dem Schluss, dass der Elektro-Polo durchaus überzeugen kann. Die Federung bezeichnen die Tester als komfortabel und die Lenkung ist präzise. Sie ziehen mit Blick auf das Fahrgefühl einen gewagten Vergleich: Der VW ID. Polo fahre sich stellenweise wie der alte Golf.
Preis des VW ID. Polo
Motordaten, Reichweiten und Kofferraum sind nur so lange interessant, bis der Preis ins Spiel kommt. Und hier muss der VW ID. Polo vorn mitspielen, will er konkurrenzfähig sein. Nach aktuellem Stand könnte das E-Auto aus Wolfsburg es schaffen, mit BYD, Dacia, Citroën oder Renault mitzuspielen.
Das Einstiegsmodell des VW ID. Polo soll unter 25.000 Euro kosten. Der genaue Preis ist bisher nicht bekannt. Ebenfalls unklar: Welche Ausstattung bietet das E-Auto für den Preis? Sicher ist, wer mehr Leistung und mehr Reichweite möchte, muss auch mehr bezahlen – Preise ab 30.000 Euro sind hier zu erwarten.
Trotz sehr kompakter Abmessungen und einem geringen Platzangebot für den Akku verspricht der Inster eine Reichweite von 370 Kilometern.
Technische Daten und Vergleichsmodelle
Auf dem Datenblatt wirkt der VW ID. Polo wie ein souveräner Kleinwagen. Um sich aber ein besseres Bild zu verschaffen, lohnt sich ein Blick auf die technischen Daten im Vergleich mit Konkurrenzmodellen.
| Modell | Leistung | Reichweite | Verbrauch | Kofferraum | Preis ab |
|---|---|---|---|---|---|
| VW ID. Polo | 85 bis 166 kW (116 bis 226 PS) | 300 bis 450 km | unbekannt | 435 bis 1.243 Liter | 25.000 Euro |
| BYD Dolphin Surf | 65 bis 115 kW (88 bis 156 PS) | 220 bis 310 km | 15,5 bis 16 kWh/100 km | 220 bis 990 Liter | 22.990 Euro |
| Citroën ë‑C3 | 83 kW (113 PS) | 204 bis 325 km | 16,5 bis 17,3 kWh/100 km | 310 bis 1.200 Liter | 19.990 Euro |
| Dacia Spring | 52 kW (71 PS) | 221 bis 226 km | 12,4 bis 12,7 kWh/100 km | 308 bis 1.004 Liter | 16.900 Euro |
| Hyundai Inster | 71 bis 85 kW (97 bis 115 PS) | 327 bis 370 km | 14,3 bis 15,1 kWh/100 km | 238 bis 1.059 Liter | 24.400 Euro |
| Renault 5 E‑Tech | 90 bis 110 kW (122 bis 150 PS) | 306 bis 412 km | 14,5 bis 15,3 kWh/100 km | 326 bis 1.106 Liter | 28.000 Euro |
VW ID. Polo: Ein erstes Fazit
Der VW ID. Polo klingt nach dem, was vielen gefehlt hat: ein alltagstauglicher Elektro‑Kleinwagen mit vernünftiger Reichweiten‑Option, viel Nutzwert (bis 435 Liter Kofferraum) und einem Bedien‑Konzept, das wieder stärker Richtung "einfach nutzen" geht. Was der elektrische Polo aber am Ende kann, muss sich zeigen, wenn er endlich auf der Straße fährt.