Kleine SUVs im großen Marktüberblick

Von Dacia Duster bis VW T-Cross: Die besten Mini-SUVs

Praktisch und günstig oder doch lieber klein und fein? Die kunterbunte Welt der Mini-SUVs bietet für jeden Geschmack etwas Passendes. Ein Überblick.

  • Markus Schönfeld
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  • Veröffentlicht am 03/12/2020, 5:15 PM
  • Aktualisiert am 03/12/2020, 6:57 PM
Ein roter VW T-Cross von vorne
Quelle: Volkswagen Obwohl der VW T-Cross noch nicht lange auf dem Markt ist, verkauft er sich schon prächtig

SUVs sind ein bisschen in Verruf geraten. Gekauft werden sie trotzdem. Längst nicht alle SUVs sind schwer, dreckig und unvernünftig. Gerade die kleinen und kompakten City-Modelle bieten die Vorteile konventioneller Kleinwagen: Sparsame Motoren gehören hier genauso zum Standard wie moderne Spritspartechnik und effiziente Aerodynamik. Hinzu kommen die SUV-Vorteile: erhöhte Sitzposition, leichterer Einstieg und mehr Platz. Kein Wunder, dass gerade der Markt der kleinen Stadt-SUVs stark gewachsen ist. Wir zeigen die besten Mini-SUVs auf dem Markt – egal, ob neu oder gebraucht.

Dacia Duster: Der Preisbrecher 

Das Angebot klingt verlockend. „Ab 11.790 Euro“ steht auf dem Verkaufsschild beim Dacia-Händler. Wohlgemerkt für einen nagelneuen Duster, der mit 4,34 Metern Außenlänge eigentlich fast zu groß für ein Mini-SUV ist. Wer schaut da noch nach einem Gebrauchtwagen? Doch auch bei Dacia sind die Basispreise ein Stück weit Lockangebote. Mit etwas Ausstattung und stärkeren Motoren steigt der Verkaufspreis schnell.


Dacia Duster II
Der Dacia Duster II

Der günstigste Weg zum SUV führt über Dacia. 2018 schicken die Rumänen das Erfolgsmodell in die zweite Generation.


Der empfehlenswerte Vierzylinder-Benziner mit 131 PS (TCe 130) kostet beispielsweise schon 16.150 Euro. Dennoch bleibt der beliebte Rumäne auch in seiner zweiten Generation, die seit Ende 2017 gebaut wird, ein echtes Schnäppchen. Als Gebrauchtwagen wird der Duster übrigens nicht viel günstiger gehandelt. Unter 10.000 Euro ist kaum ein Modell der zweiten Generation zu haben, obwohl derzeit rund 4.500 Autos bei mobile.de in Deutschland gelistet sind. 

Du willst mehr über den Dacia Duster wissen? Hier findest Du unsere Kaufberatung für den Dacia Duster II.

VW T-Cross: Der Knackige 

Obwohl der VW T-Cross erst seit 2019 auf dem Markt ist, bewegen sich die Verkaufszahlen in seinem Segment schon im Spitzenfeld. Dabei ist der hochbeinige Polo-Ableger nicht einmal besonders günstig. Mindestens 18.695 Euro will VW für das Basismodell haben. Dafür bekommt der Käufer auf einer Gesamtlänge von gerade einmal 4,10 Metern reichlich Platz geboten. Die Rückbank lässt sich serienmäßig verschieben, das Kofferraumvolumen beträgt beachtliche 385 bis 1.096 Liter.


T Cross VW 25
Mini-SUV aus Wolfsburg

Optisch ist er ein kleiner Tiguan, technisch ein großer Polo: Der VW T-Cross.


Positiv ist zudem das agile, narrensichere Handling. Auch der Komfort ist akzeptabel. Adaptive Dämpfer gibt es hingegen nicht einmal als Option, ebenso wenig elektrifizierte Antriebe. Als Motorisierung empfiehlt sich der stärkere der beiden Dreizylinder-Benziner (1.0 TSI), der mit 115 PS genug Leistung für das Leichtgewicht hat und den Wagen in knapp zehn Sekunden auf Tempo 100 beschleunigt. VW bietet für sportliche Fahrer auch einen Vierzylinder mit 150 PS an (1.5 TSI). 

Wir haben das kleine SUV schon getestet. Wie es sich schlägt, liest Du in unserem Alltagstest des VW T-Cross.

Peugeot 2008: Der Futuristische 

Deutlich größer ist sie geworden, die zweite Generation des Peugeot 2008. Ihren Vorgänger überragt die seit Ende 2019 erhältliche Version um etwa 15 Zentimeter. Dadurch gibt es im Innenraum viel mehr Platz. Zudem hat Peugeot die Qualität deutlich verbessert. Die Materialien fühlen sich nicht nur edler an, sie sind auch feiner verarbeitet. Geschmacksache: Über dem kleinen Lenkrad thront wie gehabt das “i-Cockpit“, und zwar nunmehr digital.


Peugeot 2008 Autohaus Dornig GmbH & Co. KG
Der Peugeot 2008

Groß geworden: Im Vergleich zum Vorgänger bietet der Peugeot 2008 II mehr Platz.


Diese Verbesserungen haben ihren Preis. Mindestens 21.500 Euro kostet das Basismodell mit 102 PS starkem Dreizylinder-Benziner. Dafür rollt der kleine Franzose immerhin schon im „Active“-Anzug vor. Der beinhaltet unter anderem serienmäßig eingebaute LED-Scheinwerfer, die hintere Einparkhilfe und einen Spurhalteassistenten. Für 35.250 Euro gibt es den 2008 übrigens auch als reines Elektroauto mit 100 kW (136 PS). 

Ausführliche Infos findest Du in unserem ersten Test zum neuen Peugeot 2008.

Opel Crossland X: Der Unterschätzte 

Nach klassischem SUV sieht der Opel Crossland X nicht aus. Dennoch zielt er als variables Crossover-Modell mit hohem Aufbau und aufrechter Sitzposition auf die gleiche Zielgruppe. Mit seinen 4,21 Metern Länge bietet er in seinem Innenraum Platz für fünf Erwachsene. Das gilt vor allem dann, wenn die serienmäßig verschiebbare Rückbank ganz nach hinten geschoben ist. Im Kofferraum bleiben dann immerhin noch 410 Liter fürs Gepäck.


Opel Crossland X
Opel Crossland X

Minivan + SUV = Crossland X. Der Meriva-Nachfolger bietet ordentlich Platz im Innenraum.


Als Nachfolger des Meriva ist der Crossland X eines der Volumenmodelle von Opel. Interessenten dürfen sich also über ein breites Motorenspektrum und eine bunte Auswahl auf dem Gebrauchtwagenmarkt freuen. Modern, drehfreudig und effizient bringen die Dreizylinder-Turbobenziner bis zu 130 PS auf die Straße. Der Crossland X ist in Zusammenarbeit mit dem französischen PSA-Konzern entstanden. Peugeot 2008 und Citroën C3 Aircross sind also enge Verwandte. 2020 kommt das erste Facelift – dann könnten die Preise der bisherigen Version sinken. 

Mehr über seine Stärken und Schwächen liest Du in unserer Kaufberatung zum Opel Crossland X.

Opel Mokka X: Der Bodenständige 

Den Nachfolger des aktuellen Opel Mokka X zeigt Opel im Sommer 2020, aktuell gibt es das kleine SUV von Opel nur noch gebraucht. Der Opel Mokka X könnte zu einer echten Gebrauchtwagen-Empfehlung werden. Die Technik ist solide, die Ausstattungsvielfalt und das Angebot sind groß. Der Mokka X, der bis zur Modellpflege von 2016 nur Mokka heißt, gilt nicht umsonst seit 2012 als Opels erfolgreichstes SUV.


Opel Mokka
Der Opel Mokka

2016 überarbeitet Opel den Mokka. Seitdem hört das Kompakt-SUV auf den Namen Mokka X.


Die Motorenpalette reicht von 115 bis 152 PS. Beliebtester Antrieb ist der 1.4 Turbobenziner mit 140 PS, der vor allem mit Schaltgetriebe regelrecht sportlich wirkt. Solche Modelle werden als neuwertige Angebote mit guter Ausstattung bei mobile.de schon für knapp 18.000 Euro vom Händler angeboten.

Der kleine Opel könnte das richtige Auto für Dich sein? Hier geht es zu unserer Kaufberatung des Opel Mokka X.

Ford Ecosport: Der Aufrichtige 

Dass der Ecosport der kleinere Verwandte des hierzulande extrem beliebten Kuga ist, sieht man dem 4,10 Meter langen Ford Ecosport erst so richtig seit dem Facelift von 2017 an. Seitdem stimmen beim kleinen Ford-SUV endlich Optik, Qualität und Motorenauswahl. Kunden schätzen am Ecosport vor allem den hohen, luftigen Aufbau und die aufrechte Sitzposition. Für geteilte Meinungen sorgt hingegen die zur Seite öffnende Hecktür.


Ford Ecosport Autohaus Markötter GmbH
Ford Ecosport

Mit dem Facelift 2017 wird der Ford Ecosport deutlich hochwertiger.


Die Geländewagen-Optik verspricht zwar echten 4x4-Spaß, als Allrader ist der Ecosport aber nur mit dem 1,5-Liter-Diesel und 125 PS zu bekommen. Deutlich häufiger wird der rundum zufriedenstellende 1,0-Liter-Turbobenziner mit gleicher Leistung und Sechsgang-Handschaltung verkauft. 

Hier findest Du unsere Kaufberatung des Ford Ecosport.

Skoda Kamiq: Der Sympathische 

Als erfolgreichste Importmarke in Deutschland hat Skoda mittlerweile ein stattliches SUV-Angebot. Neben Kodiaq und Karoq steht der kleine Kamiq im Autohaus. So hochbeinig wie seine Marken-Geschwister ist der Skoda Kamiq aber nicht. Dafür bietet er innen erstaunlich viel Platz für ein 4,24 Meter langes Crossover-Modell. Selbst Erwachsene können auf der Rückbank bequem sitzen.


Skoda Kamiq
Der Skoda Kamiq

Nach dem großen Kodiaq und dem mittleren Karoq bringt Skoda mit dem Kamiq sein drittes SUV auf die Straße.


Die Palette aus kleinen Motoren steht dem Kamiq gut und hält den Verbrauch ebenso wie die Unterhaltskosten niedrig. Ein gutes Beispiel für die Effizienz ist der Dreizylinder-Turbobenziner mit 115 PS, der den Kamiq in knapp zehn Sekunden auf Tempo 100 beschleunigt. Er soll mit durchschnittlich fünf Litern Super auf 100 Kilometern auskommen. 

Hier kannst Du nachlesen, wie uns der Skoda Kamiq im ersten Test gefallen hat. 

Citroën C3 Aircross: Der Auffällige 

Zusammen mit dem Peugeot 2008 und dem Opel Crossland X steht der Citroën C3 Aircross zwar auf einer gemeinsamen Plattform. Seine außergewöhnliche Optik aber lässt den Franzosen deutlich aus der Masse herausragen. Auch im Inneren geht Citroën eigene Wege. Mit extravaganten Details hält sich der C3 Aircross allerdings zurück, was die Bedienung vereinfacht.


Citroen C3 Aircross Autohaus Bleker GmbH
Der Citroën C3 Aircross

Extravagant aber nicht mühsam: Das kleine SUV sticht heraus.


Bei den Motoren dominieren die vernünftigen 1,2-Liter-Dreizylinder-Benziner den Markt. Als PureTech leistet der 4,15 Meter lange Aircross immerhin bis zu 130 PS. Das reicht für ausreichend Vortrieb bei moderatem Verbrauch.  

Wir haben den Franzosen mit einem engen Verwandten verglichen. Lies hier unseren Vergleich Citroën C3 Aircross vs Opel Crossland X

Nissan Juke (2020): Der Trendsetter 

Einst galt der außergewöhnlich gestylte Nissan Juke als Pionier der kleinsten SUVs. Zehn Jahre nach der Premiere der ersten Generation mit den markant ausgestellten Glubschaugen kommt nun der Juke II auf den Markt. Der trägt zwar immer noch runde Scheinwerfer, ist insgesamt aber weniger aufregend gestaltet. Dafür wachsen neben der Außenlänge (4,21 Meter) die Platzverhältnisse im Inneren. Im Kofferraum gibt es jetzt Raum für 455 bis 1.088 Liter. Erwachsene finden auf der Rückbank genügend Bein- und Kopffreiheit.


Nissan Juke Moll Automobile
Nissan Juke II

Mit der zweiten Generation wird der Nissan Juke optisch konventioneller.


Die Motorenauswahl hat Nissan zum Modellwechsel gehörig eingeschränkt. Ein 117 PS starker Dreizylinder-Turbobenziner ist derzeit das Maß der Dinge. Das reicht für alle Alltagssituationen locker aus und der Verbrauch dürfte sich im Alltag bei gut sechs Litern einpendeln. Geschaltet wird manuell über sechs oder per Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Gängen. 

Wie sich der Nissan Juke im Fahrbericht schlägt, kannst Du bei uns im Magazin nachlesen. 

Fiat 500 X: Der Sportliche

Name und optische Anleihen beim Original sind nicht zu übersehen – doch sonst hat der Fiat 500 X wenig mit der kleinen Knutschkugel 500 gemein. Vielmehr teilt sich das SUV eine technische Plattform mit dem Jeep Renegade. Allerdings ist der 4,25 Meter lange Italiener dynamischer abgestimmt. Sehr zur Freude sportlicher Fahrer.


Fiat 500X Sport
Fiat 500X Sport

Zu Fiats 500er-Baureihe gesellt sich eine Sport-Variante. Der Fiat 500X Sport mischt das Segment der Mini-SUVs kräftig auf.


Die ausreichend kräftigen Turbomotoren stehen also nicht zufällig im Sortiment. Wer einen Benziner wie den 150 PS starken 1,3-Liter-Vierzylinder wählt, sollte die Gänge lieber per Hand und nicht über das optionale Doppelkupplungsgetriebe schalten. Bei den Dieselmodellen sind die Automaten besser abgestimmt. 

Was er im Alltag drauf hat, musste der Fiat 500X Sport im Test beweisen.

Skoda Yeti: Der Traditionelle 

Auch wenn er seit 2017 nicht mehr gebaut wird, ist der Skoda Yeti für viele immer noch der erfrischendste Allrounder unter den SUVs. Das Raumgefühl ist großzügig, die Platzgestaltung variabel und übersichtlich ist der Yeti ohnehin. Kein Wunder also, dass der Tscheche in Deutschland mehr als 160.000 mal verkauft wurde und als Gebrauchter sehr beliebt geblieben ist.


Skoda Yeti Volkswagen Automobile Berlin GmbH
Der Skoda Yeti

Großzügig, variabel und übersichtlich: Der Yeti ist ein Allrounder für den Alltag.


Das Preisniveau ist hoch und beginnt bei etwa 9.000 Euro für die 105 PS starken Basisbenziner. Wer mehr Leistung oder gar einen 2.0 TDI sucht, muss tiefer in die Tasche greifen. Empfehlenswert sind die späten 1.4-TSI-Modelle mit 125 oder 150 PS mit Sechsgang-Handschaltung und Frontantrieb. Für ein gutes Modell muss man da aber schon knapp 15.000 Euro hinlegen. 

Alle wichtigen Infos und wie zuverlässig das kleine SUV ist, liest Du in unserem Skoda Yeti Gebrauchtwagentest.


Die besten Mini-SUVs in Bildern

  • Der Citroën C3 Aircross unterwegs auf der Landstraße
    Quelle: Citroën Mit dem C3 Aircross führt Citroën ein Mini-SUV im Programm, das sich optisch deutlich von der Konkurrenz abhebt
  • Der Dacia Duster II auf der Landstraße
    Quelle: Dacia Der Dacia Duster gehört neu zu den günstigsten SUVs. Trotzdem lohnt der Blick auf gebrauchte Duster
  • Ein blauer Fiat 500X in der Ausstattung Urban
    Quelle: Fiat Der Fiat 500X erinnert nur äußerlich an den kleinen Fiat 500, unter dem Blech steckt eine andere Plattform
  • Ein blauer Ford Ecosport auf der Landstraße
    Quelle: Ford Ford hat das Mini-SUV Ecosport 2017 gründlich überarbeitet, seitdem passt auch die Materialqualität
  • Ein Nissan Juk in rot von hinten
    Quelle: Nissan Generation zwei des Trendsetters Nissan Juke gestaltet der Hersteller etwas konventioneller als den Vorgänger
  • Ein blauer Opel Crossland X mit weißem Dach
    Quelle: Opel Der Opel Crossland X fährt irgendwo zwischen Van und SUV. Viel Platz und eine dezent obuste Optik zeichnen ihn aus
  • Ein weißer Opel Mokka in Fahrt
    Quelle: Opel Der Opel Mokka X gehört zu den erfolgreichsten SUVs auf dem europäischen Markt. Vor 2016 hieß er nur Mokka
  • Ein Peugeot 2008 in kupferfarbenem Lack
    Quelle: Peugeot Der Peugeot 2008 wächst mit der 2. Generation deutlich, dazu ist er als rein elektrischer e-2008 erhältlich
  • Ein roter Skoda Kamiq in der dreiviertel Frontansicht
    Quelle: Skoda Unterhalb von Karoq und Kodiaq fährt der Kamiq im SUV-Programm von Skoda
  • Ein grüner Skoda Yeti auf der grünen Wiese
    Quelle: Skoda Den Yeti führt Skoda nicht mehr im Programm. Er bietet viel Platz, Variabilität und eine ungewöhnliche Optik
  • Ein roter VW T-Cross von vorne
    Quelle: Volkswagen Obwohl der VW T-Cross noch nicht lange auf dem Markt ist, verkauft er sich schon prächtig