VW Polo Dreitürer (Typ 9N)Seit 2001

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(35 Testberichte)
VW Polo Dreitürer (Typ 9N) Bewertung 3.7/5 basierend auf 35 Testberichte.
    • Motoren
    • Modell im Test
    • Design
    Fahrzeugeinordnung

    Der Polo IV wurde im September 2001 auf der Frankfurter IAA vorgestellt. Optisch nahm der Kleinwagen deutliche Anleihen beim kleineren VW Lupo, wie an den vier Rundscheinwerfern deutlich zu sehen. Die vierte Generation des Polo teilte sich die Plattform PQ24 / A04 mit dem Seat Ibiza, dem ersten Škoda Fabia und dem Seat Cordoba. Das zeigte sich auch in den Ausmaßen: Gegenüber dem Vorgänger 6N legte die Karosserie in der Länge um mehr als 15 Zentimeter auf 3,89 Meter zu. Neben dem Dreitürer war der Fünftürer und auch eine Stufenhecklimousine, die ab Oktober 2003 bis 2005 in Brasilien gebaut wurde, erneut Teil des Modellprogramms. Dagegen fiel der Kombi Variant dem Rotstift zum Opfer.

     

    Bei der Modellpflege im Jahr 2005 wurde die Optik grundlegend überarbeitet. Der Polo erhielt nun das neue Volkswagen-Markengesicht mit V-förmigem Wappengrill, einteilige Scheinwerfer und veränderte Rückleuchten. Diese Version wurde bis zum Mai 2009 produziert. Zu den zahlreichen Konkurrenten des VW Polo zählten neben seinen Konzern-Kollegen Seat Ibiza und Skoda Fabia als wichtigste der Opel Corsa, Ford Fiesta, Peugeot 207, Renault Clio, und Toyota Yaris.

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    Stärken
    • souveränes Fahrverhalten
    • mehr Platz als bisher
    • gute Verarbeitung
    Schwächen
    • mäßige Qualität
    • schwache Einstiegsmotoren
    • schlechte Übersicht nach hinten
    Daten
    Motorenwerte
    Leistung
    40 kW / 55 PS
    Motorenwerte
    0 - 100 km/h
    17,5 s
    Motorenwerte
    Höchst­geschwindigkeit
    152 km/h
    Motorenwerte
    CO2-Ausstoß (komb.)*
    - g/km
    Motorenwerte
    Verbrauch (komb.)*
    - l/100km
    Motorenwerte
    Energieeffizienzklasse*
    -

    * Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem 'Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch, die offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den offiziellen Stromverbrauch neuer Pkw' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der 'Deutschen Automobil Treuhand GmbH' unentgeltlich erhältlich ist unter www.dat.de.

    Design

    Design

    • VW Polo IV 9N Dreitürer Innenansicht statisch Studio Vordersitze und Armaturenbrett fahrerseitig
    • VW Polo IV 9N Dreitürer Facelift Aussenansicht Seite statisch dunkelblau
    • VW Polo IV 9N Dreitürer Aussenansicht statisch Detail Motor
    • VW Polo IV 9N Dreitürer Facelift Aussenansicht statisch Studio Lenkrad und Armaturenbrett fahrerseitig
    • VW Polo IV 9N Dreitürer Aussenansicht Front schräg dynamisch grau
    • VW Polo IV 9N Dreitürer Aussenansicht Seite schräg erhöht dynamisch grau
    • VW Polo IV 9N Dreitürer Aussenansicht Front schräg statisch grau
    • VW Polo IV 9N Dreitürer Aussenansicht Heck schräg statisch grau
    Modell im Test

    Modell im Test (Neu- und Gebrauchtwagen)

    Der VW Polo IV beeindruckte mit seiner neuen Größe und seinem guten Verarbeitungs-Niveau. So ist es kein Wunder, dass sich der Wolfsburger in den meisten Vergleichstests aufgrund der ausgewogenen Eigenschaften gegen die Konkurrenz durchsetzte und lediglich vom technischen Verwandten Skoda Fabia bisweilen in die Schranken gewiesen wurde.

     

    Ebenfalls positiv war das gut abgestimmte Fahrwerk. Im Laufe der Zeit traten allerdings immer mehr Mängel auf, die Motor, Fahrwerk und Elektrik betrafen, weswegen der Polo IV als Gebrauchtwagen eine durchwachsene Figur macht. Wenn möglich, sollte man ein Modell nach der Modellpflege 2005, in der VW viele Mängel beseitigte, wählen. Wer einen Kompromiss zwischen Verbrauch und Dynamik sucht, ist bei den 1,4-Liter-Benzinern mit 80 PS und 101 PS am besten beraten.

    Communitybewertungen

    5 Sterne
    7
    4 Sterne
    22
    3 Sterne
    5
    2 Sterne
    1
    1 Sterne
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    Karosserie
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    Antrieb
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    Fahrdynamik
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    Komfort
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    Emotion
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    ReneG60 am 18. Juni 2011

    „Motor sehr spritzig für die Leistung sehr sparsam sehr gute Sitze großer Kofferraum geräumiger Innenraum Hohe Innenhöhe gutes Fahrverhalten“

    ...
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    ulliundsunny am 20. Juni 2011

    „das Design die guten Sitze eigentlich alles“

    ...
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    thegerman1 am 9. April 2012

    „Siehe Bericht, absolut Empfehlenswert;)“

    ...
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    Motoren

    Motoren

    Erstmals gehörte beim Polo IV ein Dreizylinder-Benziner zur Motorenauswahl. Das schwächere der beiden 1,2-Liter-Einstiegs-Aggregate leistete 55 PS. Bei den Benzinern ging die Leistungskurve hoch bis zum Polo GTI „Cup Edition“ (ab 2006) mit 180 PS, bei den Diesel-Aggregaten reichte die Spannbreite von 64 PS bis 130 PS. Eine große Zäsur stellte die Modellpflege 2005 dar, bei der überholte Motorisierungen wie der 1.9 SDI und knapp ein Jahr später der 1.6 FSI aus dem Programm fielen. Geschaltet wurde mit einem manuellen Fünfgang- oder Sechsgang-Getriebe (nach der Modellpflege), Viergang-Automatik sowie Sechsgang-Tiptronic-Automatikgetriebe.

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    Sicherheit

    Sicherheit

    Bei der Sicherheit machte der VW Polo Typ 9N im Vergleich zu dem Vorgänger einen großen Schritt nach vorne. ABS, Front- und Seitenairbags waren in allen Polo serienmäßig verbaut, optional war auch ein Kopfairbagsystem erhältlich. Wer ESP orderte, bekam einen hydraulischen Bremsassistenten dazu.

     

    Beim Euro-NCAP-Crashtest holte der VW Polo IV nur vier von fünf Sternen. Während das Kollisionsverhalten des Fahrzeugs die Prüfer überzeugte, wurde der Fußgängerschutz als „schlecht“ eingestuft.

     

    Zur Sicherheitsausstattung zählen:

    • ABS
    • Front- und Seitenairbags
    • ESP
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    Ausstattung

    Ausstattung

    Mit einem Einstiegspreis von rund 11.250 Euro war der VW Polo im Klassen-Umfelde traditionell nicht der günstigste.

    Volkswagen bot den neuen Kleinwagen während seiner gesamten Bauzeit in drei Ausstattungslinien an: „Trendline“, „Comfortline“ und „Highline“ (nach dem Facelift „Sportline“). Front- und Seitenairbags waren in allen Polo serienmäßig verbaut, gegen Aufpreis war auch ein Kopfairbagsystem erhältlich. Ein großer Fortschritt waren Servolenkung und ABS in Serie. Dennoch war die Grundausstattung des VW-Kleinwagen eher karg, auch wenn sie während des Modellzyklus bis zum Jahr 2009 stetig erweitert wurde. Immerhin waren die Außenspiegel rechts und links von innen einstellbar. Doch wenn schon Beifahrerlicht und Becherhalter extra erwähnt wurden, spricht das Bände.

     

    In der nächsthöheren Ausstattungslinie „Comfortline“ waren dann die Sitze höhenverstellbar und es gab elektrische Fensterheber. Bei der Top-Variante „Highline“ (später „Sportline“) spendierte VW Alufelgen, Zentralverriegelung, unterschäumtes Armaturenbrett und ein Radio-System. Auch eine Klimaanlage war für die Top-Ausstattungslinie irgendwann serienmäßig, während ESP erst nach der Modellpflege 2005 und nur im 101-PS-Motor ab Werk verbaut war.

     

    Zu den aufpreispflichtigen Sonderausstattungen zählten unter anderem Park-Sensoren, die Coming-Home-Nachleucht-Funktion der Scheinwerfer und Navigationssysteme. Auch CD-Wechsler oder Tempomat mussten extra geordert werden.

    Wie beim Golf gab es auch vom VW Polo zahlreiche Sondermodelle, die mit speziell geschnürten Ausstattungspaketen und Lackierungen den Kaufanreiz erhöhten. Dazu zählten unter anderem „Cricket“ mit viel Ausstattung oder der blaue Polo „S04 Edition“, die nur 100 Mal gebaut wurde und dem Fußballclub „Schalke 04“ gewidmet war.

     

    Zur Serienausstattung gehören:

    • Front- und Seitenairbags
    • Servolenkung
    Ausstattungsdetails anzeigen
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    Beschreibung

    Modellbeschreibung

    Die vierte Generation des VW Polo sorgte bei ihrem Debüt 2001 aufgrund der deutlich gewachsenen Dimensionen für einen Aha-Effekt. Der Kleinwagen rückte damit dem Golf auf den Pelz, weswegen er bisweilen den Spitznamen „Golo“ bekam.


    Die Basismotorisierungen waren beim Polo IV schon immer etwas schlapp.

    Das Attribut, das der Polo IV am häufigsten verliehen bekam, lautete „erwachsen“. Das lag nicht nur an der Länge von 3,89 Metern, die den Kleinwagen fast eine Klasse höher erscheinen ließ, sondern auch an der verbesserten Verarbeitung.

     

    Technischer Kniff spart Geld

     

    Einen Kniff, den viele Kunden beim Polo IV zu schätzen wussten, waren die variablen Wartungsabstände. Die Inspektionen liefen nicht länger nach einer starren Tabelle, sondern die Elektronik ermittelte aufgrund von verschiedenen (Sensor-)Daten den richtigen Zeitpunkt. Das sparte Wartungskosten und relativierte den hohen Anschaffungspreis des VW Polo IV. Auf einem anderen Blatt steht allerdings, dass der Polo im Laufe der Zeit immer defektanfälliger wurde, was den insgesamt guten Qualitätseindruck minderte. Mit der Modellpflege im Jahr 2005 wurden viele dieser Probleme von VW abgestellt, so dass der Polo IV langfristig nicht zum „Mängelzwerg“ mutierte.

     

    Schlappe Einstiegsmotoren

     

    Die Motorisierungen des Polo IV waren über den gesamten Modellzeitraum sehr vielfältig, wobei nach und nach die Antriebsplatte aufgefrischt wurde. Vor allem bei der Modellpflege 2005 tat sich einiges. So bekamen einige Dieselmotorisierungen einen Partikelfilter und der betagte 1,9-Liter-SDI-Selbstzünder fiel aus dem Programm. Die Basismotorisierungen waren beim Polo IV schon immer mau, bei den Benzinern empfehlten sich die lebhaften 1,4-Liter-Vierzylinder. Die sportliche Sperrspitze bildeten die GTI-Modelle mit 150 PS beziehungsweise 180 PS (Cup Edition).

     

    Bei der Ausstattung blieb der Polo IV der VW-Tradition treu und hatte sowohl in der Basis- als auch in den höheren Versionen nur wenig Serien-Details zu bieten. Bei der Sicherheit ergab sich ebenfalls ein ambivalentes Bild: Während im Crashtest die Insassen gut geschützt waren, erhielt der Fußgängerschutz nur einen Stern, was unter dem Strich nur eine Gesamt-Wertung von vier von fünf Sternen ergab.

     

    Fazit zum Polo IV (Typ 9N)

     

    Um mehr als 15 Zentimeter auf eine Länge von 3,89 Metern gestreckt entwuchs die vierte Generation des VW Polo scheinbar dem Kleinwagen-Segment. Das souveräne Fahrverhalten und die gute Qualitätsanmutung beeindruckten zu Beginn, aber im Laufe der Zeit traten beim Polo IV eine ganze Reihe von Anfälligkeiten auf, die das Bild nachhaltig trübten. Dass die Ausstattung im Klassenvergleich eher dürftig ausfiel, hatte bei VW Tradition. Dafür sparten technische Kniffe wie die variablen Wartungsabstände die laufenden Betriebskosten.

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