Volvo XC90 (Serie)

Alle Modelle mit Tests, Daten, Preisen und Kosten

Mit dem XC90 hat alles begonnen – zumindest, wenn es bei Volvo um das Marktsegment der SUVs geht. Denn der XC90, intern als „Typ C“ bezeichnet, war das erste reinrassige SUV von Volvo. Zwar kombinierte mit dem 1998 gestarteten V70 XC CrossCountry bereits ein früheres Model Freizeit- mit Geländetauglichkeit. Dieses Auto aber war kein SUV, sondern lediglich ein höher gelegter Kombi mit Allradantrieb – der jedoch bis heute viele Nachahmer (Audi Allroad, VW Alltrack) finden sollte. Mit dem XC90 reagierte Volvo nicht zuletzt auch auf die Erfolge, den die Premium-Konkurrenten Mercedes mit der M-Klasse und BMW mit dem X5 seit 1997 respektive 1999 feiern konnten.

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Daten

Daten

Wie die gesamte XC90-Palette setzt auch die Variante „T8 Twin Engine AWD“ auf ein 8-Gang-Automatikgetriebe, das den mehr als 2,3 Tonnen schweren SUV in nur 5,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 230 km/h. Volvo gibt für den Plug-in Hybrid, der etwa 40 Kilometer rein elektrisch fahren soll, einen sehr theoretischen Normverbrauch von 2,1 Litern an. In der alltäglichen Praxis erreicht der XC90 diesen Wert selbstverständlich nie. Der Verbrauch pendelt sich hier eher um die acht Liter, auf der Autobahn schnell auch einmal bei über zehn Litern ein. Günstiger machen es naturgemäß die beiden Diesel. So liegt die 190 PS-Variante bei knapp 6,5 Litern, die stärkere 235 PS-Version bei knapp sieben Litern. Alle XC90-Motorisierungen erfüllen die Euro 6-Norm. 

  • Plug-in Hybrid: Mehr als 2,3 Tonnen schwer, aber in 5,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h
  • 190-PS-Diesel verbrauchsgünstigster Motor
  • alle Motorisierungen mit Ausnahme des 190 PS-Diesels mit Allradantrieb gekoppelt
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Test

Test

Vorbildlich ist der XC90 in Sachen Sicherheit. Für ihn sind die neusten Assistenzsysteme verfügbar, wenn auch nicht zwingend serienmäßig. Der ADAC bescheinigte dem XC90 dank seiner exzellenten Sicherheitsausstattung gar „eines der sichersten Fahrzeuge zu sein, die man aktuell kaufen kann“. Und auch als Zugfahrzeug überzeugt der XC90: Mit 2,7 Tonnen Anhängelast eignet sich dieser Volvo sowohl für einen Familienurlaub mit mehr als nur Kind und Kegel als auch notfalls für Arbeiten, die nach größerem Gerät verlangen. Als schlichtes Arbeitsfahrzeug aber wäre der edel anmutende XC90 viel zu schade. Schließlich ist der mit feinsten Materialien wie Leder, Holz und Aluminium ausgestattete Innenraum nicht nur ein Augenschmaus, sondern auch haptisch ein besonderes Erlebnis.

Das gilt nicht zuletzt für das riesige, neun Zoll große Display in der Mitte des Armaturenbretts, das in seiner senkrechten Ausrichtung nicht von ungefähr an ein Apple iPad erinnert. Nahezu alle Funktionen, von der Klimaregulierung bis zur Bedienung des Multimediasystems, werden über dieses „Sensus“ genannte System gesteuert. Die Einarbeitung erfordert allerdings ein wenig Eingewöhnung. Dafür wirkt das System eleganter als viele Bediensysteme der Konkurrenz und die Verarbeitung liegt auf höchstem Niveau. Zu sehen ist das sogar im Kofferraum, der mit einem sehr robusten, nichtsdestotrotz ansehnlichen Stoff ausgekleidet ist. Apropos Kofferraum: Mit einem Fassungsvermögen zwischen 475 und 1.935 Litern überzeugt der XC90 auch bei der Ladekapazität. Ordert man allerdings die beiden optionalen Notsitze für die potenzielle dritte Sitzreihe und nutzt diese auch, bleiben nur noch 210 Liter übrig – was nichts daran ändert, dass der XC90 ein hervorragendes und sicheres Reisemobil ist, was er nicht zuletzt durch die volle Wertung von fünf Sternen im NCAP zeigt. 

  • dank exzellenter Sicherheitsausstattung eines der sichersten Autos überhaupt
  • hervorragende Transporteigenschaften
  • edel anmutender, mit feinsten Materialien ausgestatteter Innenraum
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Preise

Preise

Ab 54.050 Euro beginnt das XC90-Erlebnis mit dem 190 PS-Diesel D4 (allerdings ohne Allradantrieb) in der Basis-Ausstattung „Momentum“. Darin enthalten ist bereits ein eng geknüpftes Sicherheitsnetz, bestehend aus Aufmerksamkeits- und Kollisionswarner inklusive Kreuzungsbremsassistent, Geschwindigkeitsregelanlage mit Abstandsautomatik, „Pilot Assist“ für teilautonomes Fahren bis 130 km/h, aktiven Spurhalte-Assistent mit Lenkeingriff bei Überfahren der Mittellinie sowie dem „Road Edge Detection“-System zum Schutz vor unbeabsichtigtem Verlassen der Fahrbahn durch Lenk- und Bremseingriffe. Ebenso an Bord ist hier bereits das Infotainment-System mit 9-Zoll-Touchscreen, Internetzugang und Sprachsteuerung.

Wer angesichts der aktuellen Debatte um den Diesel lieber zu einem Benziner greift, der findet ein identisch umfassendes Angebot im Modell T5 AWD, das über Allradantrieb verfügt und 250 PS leistet. Für dieses Modell verlangt Volvo in der „Momentum“-Ausstattung allerdings schon 59.850 Euro. Nach oben sind wie immer kaum Grenzen gesetzt. So mag das Modell T8 Twin Engine AWD im Verbrauch noch ein Sparmobil sein, beim Kaufpreis ist es angesichts der modernen Plug-in Hybrid-Technik und entsprechenden Leistungsdaten mit mindestens 74.650 Euro, die bei entsprechender Ausstattung schnell auf 100.000 Euro und mehr anwachsen können, sicher nicht. Etwa, wenn man die höchste Ausstattungsstufe, „Excellence“ wählt, die überhaupt nur für das Plug-in Hybrid-Modell angeboten wird. Dann sind sage und schreibe 123.650 Euro fällig – zweieinhalbmal so viel wie für den Basis-XC90. Dann allerdings hat Volvos Topmodell ein Ausstattungs- und Wohlfühl-Niveau erreicht, das kaum ein Audi, Mercedes oder BMW übertreffen kann.

  • mit dem D4-Diesel startet der XC90 ab rund 54.000 Euro
  • Basis-Ausstattung „Momentum“ bereits mit zahlreichen Assistenz-Systemen
  • Plug-in Hybrid in Topausstattung zweieinhalbmal so teuer wie der Basis-XC90
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Beschreibung

Serienbeschreibung

So startete die erste Generation des XC90 2002 und wurde bis 2014 gebaut. 2006 erhielt das Auto eine Modellpflege, bei der Front und Heck überarbeitet wurden. Für den „Typ C“ waren zunächst zwei Benzinmotoren (Fünf- und Sechs-Zylinder) mit 210 PS und 272 PS sowie ein Fünfzylinder-Dieselmotor mit 163 PS verfügbar.


Vorderansicht - schräg
Der XC90 war das erste SUV von Volvo.
Seitenansicht

2004 erweiterte Volvo das Angebot bei den Benzinern um einen 4,4-Liter-V-8-Motor, der 315 PS leistete. Dieser Motor wurde allerdings 2010 aus dem Programm genommen, da die Schweden ihn aufgrund seines hohen Verbrauchs als nicht mehr zeitgemäß betrachtete. Während alle Modelle mit Benzinmotoren serienmäßig mit einem Allradantrieb ausgestattet wurden, bot Volvo bei den Dieseln zwischen 2010 und 2014 die kleinste Motor-Variante mit 163 PS als Fronttriebler an.

 

XC90 führt Volvos neue Designsprache ein

Anfang 2015 startete schließlich die zweite, aktuelle Generation des XC90. Für Volvo schon deshalb kein schlichter Modellwechsel, weil mit diesem Modell die neue Design-Sprache der Marke etabliert werden sollte, an der sich seit 2016 bereits Limousine S90 und Kombi V90 orientierten und auch in Zukunft weiteren Modellreihen orientieren werden. Im Vergleich mit dem neuen, hochmodern anmutenden Erscheinungsbild des XC90 wirkt der konservativ gezeichnete Vorgänger heute beinahe schon aus der Zeit gefallen. Kein Wunder also, dass zum Modellstart der zweiten Generation das in Anlehnung an das Volvo-Gründungsjahr auf 1927 Stück limitierte, mehr als 90.000 Euro teure, allerdings komplett ausgestattete Sondermodell „First Edition“ in gerade einmal 47 Stunden weltweit ausverkauft war. Zum Einsatz kommen beim XC90 ausschließlich moderne Vierzylinder-Motoren. Bei den Dieseln handelt es sich um zwei Motoren mit 190 PS und 235 PS, die beiden Benziner verfügen über 254 PS respektive 320 PS. Top-Modell der Baureihe aber ist das Allrad-Modell „T8 Twin Engine AWD“, ein Plug-in Hybrid mit einer Systemleistung von stolzen 407 PS. Volvo scheint mit dem XC90 also gut gerüstet für den Konkurrenzkampf mit Mercedes GLE, BMW X5, Audi Q7 oder Lexus RX 450h.

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