Der Seat Ateca ist das erste SUV der spanischen VW-Tochter und teilt sich die technische Basis mit dem VW Tiguan und Skoda Kodiaq, die beide spürbar größer geraten sind. Der Ateca wurde 2016 vorgestellt, stieß rasch auf große Nachfrage und hatte bald lange Lieferfristen. Das 4,36 Meter lange Kompakt-SUV bietet viel Platz und solide VW-Technik zu relativ günstigen Preisen. Im hart umkämpften Markt der kompakten SUVs ist der Ateca eines der meistverkauften Modelle. Konkurrenten sind neben den Konzernbrüdern ein Ford Kuga, Nissan Qashqai, Kia Sportage und Renault Kadjar.
Stärken
gutes Platzangebot
gutes Preis/Leistungs-Verhältnis
leicht verständliche Bedienung
Schwächen
eingeschränkte Sicht nach schräg hinten
etwas erhöhter Verbrauch
mäßige Bremsen
Beta
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Bereits kurze Zeit nach der Markteinführung gab es lange Lieferfristen für den Seat Ateca. Das erste Kompakt-SUV der spanischen VW-Tochter überzeugt mit klarem, modernen Design, solider VW-Technik und guter Serienausstattung. Der Ateca bietet dazu für ein Kompakt-SUV ein gutes Platzangebot und einen Kofferraum, der von 485 Liter bis 1604 Liter Kapazität hat.
Das klingt alles sehr vernünftig, zumal der Ateca auch noch relativ günstig in der Anschaffung. Schwächen hat der neue Seat kaum. Er bietet mit dem 190 PS starken Zweiliter-Diesel auch recht flotte Fahrleistungen. Inklusive der besten Ausstattungslinie und einigen weiteren Extras ist der Ateca dann allerdings auch kein Schnäppchen mehr.
Testberichte
ADAC Auto-Test
Testergebnis vom 29. März 2017
SEAT Ateca 1.4 ECO TSIFünftüriges SUV der unteren Mittelklasse (110 kW / 150 PS)
Für den Seat Ateca gibt es zwei Benzin- und drei Dieselmotoren. Das Einstiegsmodell ist ein Dreizylinder-Benzinmotor mit 1,0 Liter Hubraum und 115 PS sowie 6-Gang-Schaltgetriebe und Frontantrieb. Die zweite Benzinvariante ist der 1,4 Liter TSI mit 150 PS, der mit 6-Gang-Schaltgetriebe, 6- oder 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe und Allradantrieb kombiniert werden kann.
Dazu gibt es drei Dieselversionen, einen 1,6-Liter-TDI mit 115 PS und 6-Gang-Schaltgetriebe sowie einen 2,0-Liter-TDI mit 150 PS und 6-Gang-Schaltgetriebe oder 190 PS mit 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Die beiden 2,0-Liter-Diesel fahren serienmäßig mit Allradantrieb.
Drei- und Vierzylinder-Benziner, Vierzylinder-Diesel
6-Gang-Schaltgetriebe, 6- oder 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe
Sieben Airbags inklusive Knieairbag für den Fahrer sind im Seat Ateca immer an Bord. Zur Serienausstattung gehören außerdem eine City-Notbremsfunktion und eine Müdigkeitserkennung. In den höheren Ausstattungsversionen ist außerdem noch eine Geschwindigkeitsregelanlage, eine Einparkhilfe hinten und eine Rückfahrkamera serienmäßig. Weitere Assistenzsysteme sind in fünf verschiedenen Fahrassistenzpaketen versteckt.
sieben Airbags
Müdigkeitserkennung
City-Notbremsfunktion
Im Seat Ateca gehören sieben Airbags inklusive Knieairbag für den Fahrer wie auch eine City-Notbremsfunktion und eine Müdigkeitserkennung zur Grundausstattung. Ab der Version Style sind auch eine Geschwindigkeitsregelanlage und eine Einparkhilfe hinten ab Werk mit an Bord. In der Topausstattung Xcellence findet sich dann auch noch eine serienmäßige Rückfahrkamera. Dazu sind fünf Fahrassistenz-Pakete im Angebot, unter anderem mit automatischer Distanzregelung, Fernlicht-, Spurhalte- und Stauassistenten sowie einer Verkehrszeichenerkennung.
Den Euro-NCAP-Crashtest absolvierte der Seat Ateca mit der Fünf-Sterne-Höchstwertung sowie 93 Prozent für die Insassensicherheit, 84 Prozent für die Kindersicherheit sowie 71 Prozent für die Fußgängersicherheit.
Ausstattung
Grundsätzlich gibt es drei Ausstattungsversionen für den Seat Ateca, die allerdings nicht für alle Modelle verfügbar sind. Die Einstiegsvariante Reference wird nur für die 150-PS-Benzin- und Dieselmotoren angeboten. Alle weiteren Motoren starten erst in der nächsthöheren Style-Ausstattung. Nur mit dem 190 PS starken Diesel ist die Topausstattung Xcellence serienmäßig verbaut. Wie bei den Marken von Volkswagen üblich ist die Liste mit Zubehörpaketen und einzelnen Extras sehr lang und bietet viele Optionen, mit denen auch der Preis des an sich relativ günstigen Ateca spürbar wachsen kann.
Zur Serienausstattung gehören:
Klimaanlage
Audiosystem mit 5-Zoll-Monochrom-Touchscreen
City-Notbremsfunktion
Drei verschiedene Ausstattungsversionen bietet Seat für den Ateca an. Basis ist die Version Reference, die es aber nur mit jeweiligem Benzin- und Diesel-Einstiegsmotor gibt. Die anderen Versionen haben als Basis die zweite Ausstattungsstufe Style, die sich unter anderem durch Leichtmetallräder, Klimaautomatik und Einparkhilfe unterscheidet.
Die Topausstattung Xcellence ist mit dem stärksten und teuersten 190-PS-Diesel serienmäßig ausgerüstet, ansonsten sind mit Ausnahme der Basismotoren alle anderen gegen Aufpreis zu haben. Darüber hinaus lässt sich der Seat Ateca mit Business-, Design- und Sportpaketen sowie einer lange Liste an Einzelextras und Zubehör aufwerten.
Serienmäßige Ausstattung Reference:
Berganfahrassistent
Bordcomputer
Fensterheber vorne und hinten elektrisch
Klimaanlage
Müdigkeitserkennung
Audiosystem mit 5-Zoll-Monochrom-Touchscreen
Umfeldbeobachtungssystem "Front Assist" mit City-Notbremsfunktion
Der Seat Ateca als kleinstes und günstigstes Modell im technisch verwandten Kompakt-SUV-Trio des VW-Konzerns freut sich mit.
Günstiger als die Konzernbrüder VW Tiguan und Skoda Skodiaq.
Bei der zweiten Generation seines kompakten Tiguan-SUV hat der VW-Konzern auch an seine Töchter Seat und Skoda gedacht. So dürfen die Spanier endlich ihr erstes eigenes SUV präsentieren – auf das die Kunden offensichtlich brennend gewartet haben, wenn man den reißenden Absatz sieht. Der Ateca ist zwar das günstigste Modell der drei Technikzwillinge aus dem VW-Konzern, wirkt aber keineswegs billiger als Tiguan und Kodiaq.
Mit einer Länge von 4,36 Metern und einer Breite von 1,84 Metern tritt der Seat recht stattlich auf, bietet auch großzügige Platzverhältnisse für diese Klasse. Der Kofferraum zählt mit 485 Litern und 1604 Litern bei umgeklappten Rücksitzlehnen zu den größten seiner Klasse. Der Seat gefällt generell mit guter Alltagstauglichkeit. Dank großer Türausschnitte ist der Einstieg bequem, die Sitze bieten guten Komfort und die Ergonomie ist sehr klar und übersichtlich.
Viel Platz und gute Alltagstauglichkeit
Der Ateca wird mit zwei Benzin- und drei Dieselversionen angeboten. Dabei bilden der 1,0-Liter-TSI-Dreizylinder-Benzinmotor und der 1,6-Liter-Vierzylinder-Diesel mit jeweils 115 PS die Einstiegsmodelle. Die Topversionen sind ganz klar die beiden Diesel mit 150 PS und 190 PS, die darüber hinaus serienmäßig mit Allradantrieb fahren. Bei der stärkeren Variante ist sogar die Topausstattung Xcellence serienmäßig.
Doch auch schon in der Basis ist der Ateca, serienmäßig mit Audio- und Klimaanlage sowie Müdigkeitserkennung und City-Notbremsfunktion, vernünftig ausgestattet. Lobenswert ist auch die Sicherheitsausstattung, die sieben Airbags umfasst und – gegen Aufpreis – zahlreiche weitere Assistenzsysteme bietet.
Straffes Fahrwerk und mäßige Bremsleistung
Der Seat fährt sich eher sportlich straff, wobei man beim Komfort keine nennenswerten Abstriche machen muss. Abzüge gibt es für die etwas indirekte Lenkung und die im Testbetrieb eher schwächliche Bremsanlage. Auch muss der Ateca-Fahrer im Vergleich zu den deutlich teureren Konzernbrüdern Kodiaq und Tiguan noch hier und dort kleine Zugeständnisse bei der Ausstattung und Materialwahl machen. Wer sich bei der langen Optionsliste zurück hält, kann mit dem Ateca relativ günstig fahren und sich vor allem über einen geringen Wertverlust freuen. Gefragt sind alle drei SUVs aus dem VW-Konzern.
Fazit zum Seat Ateca
Kompakt-SUVs sind keine Autos, die man aus rein rationaler Überlegung kauft. Sie sind trendy, bieten Lifestyle und ein mehr oder weniger souveränes Fahrgefühl. Solche Qualitäten sind auch für den Erfolg des Seat Ateca mit ausschlaggebend. Das Kompakt-SUV der spanischen VW-Tochter sieht gut aus, ist solide ausgestattet und fährt sich angenehm. Der Seat ist kürzer als der Tiguan und Kodiaq, man sitzt etwas tiefer und das geringere Gewicht sorgt für dezent bessere Fahrleistungen als bei der familieninternen Konkurrenz.
Und wer sich nicht in den zahlreichen Sonderausstattungen verliert, fährt auch um ein schönes Stück billiger.