Renault Twingo (III)Seit 2014

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(3 Testberichte)
Renault Twingo (III) Bewertung 3.9/5 basierend auf 3 Testberichte.
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  • Motoren
  • Modell im Test
  • Design
Fahrzeugeinordnung

Der 2014 vorgestellte Renault Twingo ist erst der dritte Vertreter der Baureihe seit ihrer Markteinführung 1993. Vor allem die erste Generation war ein großer Erfolg und wurde 14 Jahre gebaut. Der dritte Twingo bricht radikal mit dem technischen Layout der Vorgänger. Er ist ein Ergebnis der Zusammenarbeit von Renault und Daimler und teilt sich die Plattform mit dem Smart Forfour, was eine Umstellung vom bisherigen Frontantrieb auf ein Heckmotorkonzept mit sich brachte. In der Folge punkten beide Modelle mit dem kleinsten Wendekreis ihrer Klasse. Der Twingo gehört trotz seiner serienmäßigen fünf Türen zur Fahrzeuggattung der Kleinstwagen und konkurriert dort unter anderem mit dem VW Up!, dem Hyundai i10 und dem Fiat 500, dem er in seiner Rundlichkeit optisch ähnelt.

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Stärken
  • extrem kleiner Wendekreis
  • serienmäßig vier Türen
  • ausreichend Platz bei kompakter Länge
Schwächen
  • empfindlich gegen Seitenwind
  • Motor und Wischwasser schwer zugänglich
  • zum Teil einfache Materialien
Daten
Motorenwerte
Leistung
51 kW / 69 PS
Motorenwerte
0 - 100 km/h
15,6 s
Motorenwerte
Höchst­geschwindigkeit
155 km/h
Motorenwerte
CO2-Ausstoß (komb.)*
102 g/km
Motorenwerte
Verbrauch (komb.)*
4,5 l/100km
Motorenwerte
Energieeffizienzklasse*
B

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem 'Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch, die offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den offiziellen Stromverbrauch neuer Pkw' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der 'Deutschen Automobil Treuhand GmbH' unentgeltlich erhältlich ist unter www.dat.de.

Design

Design

  • Renault Twingo III Aussenansicht Heck statisch orange
  • Renault Twingo III Innenansicht statisch Studio Vordersitze und Armaturenbrett beifahrerseitig
  • Renault Twingo III Aussenansicht Seite schräg statisch gelb blau
  • Renault Twingo III Innenansicht statisch Studio Detail Tacho
  • Renault Twingo III Aussenansicht Seite schräg statisch weiss
  • Renault Twingo III Aussenansicht Seite schräg dynamisch gelb
  • Renault Twingo III Aussenansicht Front schräg statisch orange
  • Renault Twingo III Aussenansicht Seite statisch orange
  • Renault Twingo III Innenansicht statisch Studio Detail Mittelkonsole
  • Renault Twingo III Aussenansicht Seite schräg dynamisch gelb
  • Renault Twingo III Innenansicht statisch Studio Detail Mittelkonsole und Schalthebel
  • Renault Twingo III Aussenansicht Front schräg dynamisch blau
  • Renault Twingo III Aussenansicht Heck schräg statisch orange
  • Renault Twingo III Innenansicht statisch Studio Vordersitze und Armaturenbrett beifahrerseitig
Modell im Test

Modell im Test (Neu- und Gebrauchtwagen)

Ob sich Renault wirklich einen Gefallen getan hat, den Twingo zusammen mit Smart zu entwickeln und dabei auf ein Heckmotorkonzept umzustellen? Zweifel sind auch einige Zeit nach dem Verkaufsstart noch angebracht, denn an den großen Erfolg der ersten Generation scheint die dritte nicht anknüpfen zu können. Der Heckmotor beschert dem Twingo wie seinem technischen Bruder Smart eine unerreichte Wendigkeit in der Stadt, aber er bringt eben auch Nachteile mit sich. Dazu zählen ein relativ kleines und unflexibles Ladeabteil und hohe Seitenwindempfindlichkeit auf der Autobahn. Vielleicht sind manche Käufer aber auch durch die Vorstellung abgeschreckt, dass ihre Einkäufe im Kofferraum direkt über dem Motor liegen. Der erste Twingo war ein genial einfaches Auto, der dritte ist mit seinem Antriebskonzept fast schon exotisch – vielleicht zu exotisch für einen Bestseller.

Communitybewertungen

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4 Sterne
1
3 Sterne
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2 Sterne
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1 Sterne
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Karosserie
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Antrieb
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Fahrdynamik
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Komfort
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Emotion
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M.Hey am 17. Januar 2015

„Als Fazit lässt sich sagen: Der neue Twingo trumpft mit einer bisher nie gekannten Wendigkeit und endlich wieder mit einem tollen Design auf. Der mutige Schritt "Heckmotor" muss nicht bereut werden und zeichnet sich hoffentlich auch noch in 5 Jahren mit Langlebigkeit aus. Meiner Meinung nach ist der neue Renault Twingo ein perfektes Stadtfahrzeug, klein, wendig, geräumig und passt somit perfekt in unsere aktuelle Gesellschaft. Spielereien wie die App von Renault und moderner Features wie ein Spurhalteassistent oder ein kostenloses Navi begeistern vor allem junge Käufer.“

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Alex.A.1983 am 11. Februar 2017

„Ich bin begeistert von dem Fahrzeug und finde rund um ein toller Kleinwagen mit toller Ausstattung und Qualität die man spürt. Das Fahrverhalten animiert mich spritzig unterwegs zu sein und macht einfach nur Spaß. Rückfahrkamera habe ich auch als sehr hilfreich empfunden auch wenn es ein Kleinwagen ist.“

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victorschmid am 9. Februar 2015

„Dieser Twingo III SCe 70 ist ein echter Hingucker und ach schön zum Fahren. Der Wagen ist gut verarbeitet, obwohl er in Rumänien hergestellt wurde. Das R&GO funktioniert mit dem iPhone 4 sehr gut. Leider wird über das Radio nicht die ganze Absage ausgesprochen. In steilen schneebedeckten Rampen bricht die Hinterachse plötzlich seitlich aus. Dann beginnt das ESP/ASR zu arbeiten und bringt den Wagen wieder auf Kurs. Die automatische ESP/ASR Regelung wird im Display rot angezeigt und funktioniert gut, kommt aber zu spät.“

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Motoren

Motoren

Wenn man die fahrdynamischen Vorteile des Heckmotorkonzepts ausschöpfen will, braucht man dafür den passenden Motor. Doch der schwächere der beiden im Renault Twingo erhältlichen Dreizylinder-Benziner ist ein eher müder Geselle. Richtig Fahrspaß kommt mit dem 90-PS-Turbo auf, mit dem der Twingo an die legendären Sportversionen des Renault 5 erinnert. Beide Motoren sind aber nicht besonders sparsam und fallen auf der Autobahn durch hohen Schadstoffausstoß auf.

  • Dreizylinder (Benziner)
  • Heckmotoren
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Sicherheit

Sicherheit

Im Crashtest schneidet der Renault Twingo nur durchschnittlich ab. Zwar kann man von einem preisgünstigen Kleinstwagen nicht erwarten, dass er alle Assistenzsysteme mitbringt, die in höheren Klassen inzwischen üblich sind. Ein City-Notbremssystem würde den Stadtflitzer aber gut zu Gesicht stehen. Lieferbar ist jedoch nur ein Spurhaltewarner.

  • vier Airbags
  • Seitenwind-Assistent
Sicherheitsausstattung anzeigen
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Ausstattung

Ausstattung

Der Renault Twingo ist in den drei Ausstattungslinien Life, Experience und Intens erhältlich. Zum Kampfpreis von 9690 Euro ist er nicht sehr reichhaltig ausgestattet, kann aber um eine Klimaanlage, Radio und elektrische Fensterheber vorn erweitert werden. Insgesamt liegt der Schwerpunkt der Extras eher auf einer Veredelung der Optik als einer Erweiterung des Funktionsumfangs. Zu den wenigen Assistenzsystemen gehört eine Rückfahrkamera mit Parksensoren hinten, die aber bei einem 3,60 Meter langen Auto trotz der mäßigen Übersichtlichkeit nicht zwingend erforderlich ist.

Zur Serienausstattung gehören:

  • Zentralverriegelung mit Fernbedienung
  • Seitenwind-Assistent
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Beschreibung

Modellbeschreibung

Der erste Renault Twingo war wegen seines eigenwilligen Designs 1993 eine kleine Sensation, der dritte ist es – nach der blässlichen Zwischengeneration – wieder. Es gehört für einen Massenhersteller Mut dazu, in der preissensiblen Kleinstwagenklasse mit einem exotischen Heckmotorkonzept an den Start zu gehen.


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Heckmotor und Heckantrieb – wie im Smart.
Seitenansicht

Das fällt Smart, dem Kooperationspartner, mit dem fast baugleichen Forfour leichter, schließlich ist diese Marke für Heckmotoren bekannt und in einer höheren Preisklasse unterwegs. Während der billigste Twingo 9690 Euro kostet, geht der Smart Forfour erst bei über 11.000 Euro an den Start – eine Preisdifferenz, die sich neben dem höheren Image mit etwas besseren Materialien im Innenraum erklärt. Das Hartplastik im Twingo wirkt in den höheren Ausstattungslinien zwar bunt und peppig, bleibt aber Hartplastik.

Das neue Antriebskonzept bot die Chance, den Radstand bei verkürzter Außenlänge um 13 Zentimeter zu strecken. So steht den Insassen nun mehr Platz zur Verfügung, aber das ist nur die halbe Wahrheit. Die verschiebbare Rückbank, die den Innenraum früher im Twingo so flexibel machte, gehört der Vergangenheit an. Auf den hinteren Sitzen der neuen Generation finden Personen bis etwa 1,70 Meter ausreichend Platz, aber auch für sie ist die Haltung wegen der steilen Rückenlehne nicht gerade bequem.

Der Kofferraum ist wegen des darunter liegenden Motors sehr flach, aber größer, als man es angesichts der technischen Hypothek erwartet. Der ADAC kam in seiner strengen Messung auf Werte zwischen 160 und 745 Liter. Immerhin kann der Beifahrersitz umgeklappt werden, was den Transport auch sperriger Güter erlaubt. Zusätzlichen Platz unter der vorderen Haube gibt es übrigens nicht. Sie gewährt nur äußerst fummeligen Zugang zu Batterie und Wischwasser.

Das Alleinstellungsmerkmal von Twingo und Smart Forfour ist der extrem kleine Wendekreis. Er liegt bei 8,65 Metern und damit etwa zwei Meter unter dem der frontgetriebenen Konkurrenz, deren Räder längst nicht so weit einschlagen können. Dieses Merkmal verbunden mit dem kompakten Format und der leichtgängigen Lenkung stempelt den Twingo zum perfekten Stadtwagen, der Parklücken in einem Zug besetzt, während Fahrer anderer Modelle kräftig kurbeln oder ganz passen müssen. Außerhalb der Stadt zeigen sich dann die Schattenseiten des Konzepts. Der Twingo ist zwar wegen des früh eingreifenden ESPs stets fahrsicher, aber auch ein bisschen unruhig und anfällig für Seitenwind.

Fazit zum Renault Twingo III

Heckantrieb wie ein BMW, Heckmotor wie ein Porsche und das alles für unter 10.000 Euro – der Twingo ist mit seinem Antriebskonzept in der Klasse der Kleinstwagen ein Paradiesvogel. Sein extrem geringer Wendekreis wird sonst nur vom Technikbruder Smart Forfour erreicht, was den knuffigen Franzosen zum König des Stadtverkehrs macht. Auf der Autobahn fühlt sich der Twingo aber nicht mehr ganz so wohl, und auch die Bedienung leidet unter dem Antriebskonzept. Wer echten Fahrspaß will, muss den 90-PS-Turbo bestellen und am besten noch das elektrische Faltdach. So ausgerüstet spielt der Twingo seine Sonderrolle im Automarkt voll aus, kostet aber auch mindestens 13.000 Euro.

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