Deutschlands größter Fahrzeugmarkt

Peugeot Bipper

Kombi20092015
(2 Bewertungen)
Gebraucht ab
2.000 €
Fahrzeugeinordnung

Der Peugeot Bipper kam 2009 als Hochdachkombi beziehungsweise Van sowie als Kastenwagen auf den Markt. Der Bipper war baugleich mit Citroën Nemo und Fiat Fiorino und wurde im Jahr 2009 zum „Van of the Year“ gewählt. Allerdings gab es auch Probleme: Bei einem Ausweichmanöver während eines ADAC-Tests kippte 2010 der Citroën Nemo um. Daraufhin stattete PSA alle Fahrzeuge, also auch den Bipper, mit ESP aus. Zu den Konkurrenten des Peugeot Bipper zählten neben seinen Technik-Zwillingen der Opel Combo, der Renault Kangoo und der VW Caddy Life.

Stärken
  • variabler Innenraum
  • leichter Zugang durch Schiebetüren
  • wendig
Schwächen
  • relativ kleines Kofferraumvolumen
  • anfällig für Seitenwind
  • recht straff gefedert
Leistung
54 kW / 73 PS
0 - 100 km/h
-
Höchstgeschwindigkeit
155 km/h
CO2-Ausstoß (komb.)*
152 g/km
Verbrauch (komb.)*
6,6 l/100km
Energieeffizienzklasse*
-

Design

Modell im Test (Neu- und Gebrauchtwagen)

Mit dem 3,96 Meter langen Bipper stieg Peugeot in das Segment der Kleinwagen-Vans ein und wollte damit vor allem Familien mit Kindern zum Kauf animieren. Argumente für den Bipper waren der variable Innenraum, der praktische Zugang zum Fond durch seitliche Schiebetüren und die vielen Ablagen. Auf einer Länge von 3,96 Metern passten bei normaler Bestuhlung 356 Liter in den Kofferraum, klappte man die ausbaubare Rückbank nach vorne, stieg das Volumen auf 884 Liter. Die Kehrseite der Praktikabilität eines Nutzfahrzeugs war der hohe Hartplastikanteil im Innenraum. Hilfreich war auch die Wendigkeit in der Stadt dank des kleinen Wendekreises. Dass allerdings der technische Bruder Citroën Nemo 2010 bei einem Ausweichtest umkippte, war kein Ruhmesblatt. Erst danach stattete Konzernmutter PSA den Citroën Nemo und den Peugeot Bipper mit ESP aus.

Communitybewertungen

5 Sterne
1
4 Sterne
1
3 Sterne
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2 Sterne
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1 Sterne
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Karosserie
Antrieb
Fahrdynamik
Komfort
Emotion

john-it
Preis/Leistung ist bei diesem Fahrzeug spitze. Man bekommt für vergleichsweise wenig Geld ein sehr zuverlässiges und geräumiges Auto. Mit Start-Stop und Tempomat lassen sich Verbrauchswerte von unter 5 Litern ausserorts (Autobahn) erziehlen. Klare Empfehlung.

Motoren

Für den Peugeot Bipper standen zwei Motorisierungen zur Auswahl: ein 1,4-Liter-Benziner mit 73 PS sowie ein 1,3-Liter-Diesel mit 75 PS, dessen 5-Gang-Handschaltung durch ein automatisiertes 5-Gang-Schaltgetriebe ersetzt werden konnte. Die Verbräuche rangierten zwischen 4,1 Litern (107 g/km CO2) beim Diesel und 6,1 Litern (152 g/km CO2) beim Benziner. Die Höchstgeschwindigkeit belief sich in beiden Modellvarianten auf 155 km/h. Mit einem maximalen Drehmoment, das bereits bei 1.750 Umdrehungen bereitstand, war man im Diesel entspannt unterwegs.

  • je ein Benziner und Diesel
  • 5-Gang-Handschaltung, automatisiertes 5-Gang-Schaltgetriebe

Motordetails anzeigen

Sicherheit

Der Peugeot Bipper teilte sich mit dem Citroën Nemo und Fiat Fiorino die Technik. Deswegen ist das Ergebnis von nur drei von fünf möglichen Sternen, die der Nemo im Euro-NCAP-Crashtest erhielt, auch für den Bipper aussagekräftig. Obwohl dabei die Fahrgastzelle stabil blieb, stellte das Armaturenbrett eine Gefahr für die Beine der Insassen dar. Die schlechte Wertung von 59 Prozent im Erwachsenschutz kam durch das Fehlen von Vorhang-Airbags zustande, weswegen der seitliche Pfahltest nicht durchgeführt wurde und dafür null Punkte gerechnet wurden. Insgesamt waren zwei Front- und zwei Seitenairbags enthalten. Das ESP folgte erst nach 2010, nachdem ein Citroën Nemo bei einem ADAC-Ausweichstest umgekippt war. 

Zur Sicherheitsausstattung zählten:

  • vier Airbags
  • ESP (ab 2010)
  • Notbrems-Assistent

Ausstattung

Bei einem Kleinwagen-Van wie dem Peugeot Bipper, der letztendlich ein Derivat eines Nutzfahrzeugs war, sind viele Ausstattungsvarianten eher unüblich. Auch für den Bipper standen nur zwei Ausstattungslinien zur Wahl. Zur Basisversion „Active“ gesellte sich die Variante „Outdoor“, bei der die Bodenfreiheit um zehn Millimeter erhöht war. Schon im „Active“ ab 13.550 Euro waren zwei Schiebetüren links und rechts enthalten, die das Einsteigen erleichterten. Zum Umfang dieser Ausstattungslinie gehörten außerdem elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber vorne und eine Zentralverriegelung mit Fernbedienung. Für eine Klimaanlage musste man mindestens das „Komfort Paket 1“ für 1.390 Euro ordern, in dem dann auch ein CD/MP3-Radio enthalten war. 

Zur Serienausstattung gehörten:

  • elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel
  • elektrische Fensterheber

Modellbeschreibung

Der Peugeot Bipper teilte sich die Technik mit dem Citroën Nemo und Fiat Fiorino und wurde im Jahr 2009 zum „Van of the Year“ gewählt. 


Der Peugeot Bipper hat trotz seiner überschaubaren Länge von 3,96 Metern eine gute Raumökonomie.

Die Idee aus einem Kastenwagen einen Hochdachkombi zu machen, ist nicht neu. Für Peugeot war der Bipper die Gelegenheit, sich im Segment der Kleinwagen-Vans zu etablieren. Zumal der französische Automobilhersteller bei den Nutzfahrzeugen einen guten Namen besaß und der Techniktransfer mit Citroën Nemo und Fiat Fiorino das Vorpreschen in die Kleinwagen-Nische wirtschaftlich attraktiv machte.

ESP erst ab 2010

Doch das Teilen der technischen Plattform und die Ausnutzung des Synergieeffektes barg auch Risiken. Als der Citroën Nemo im Jahr 2010 bei einem ADAC-Ausweichtest umkippte, wurde deutlich, dass der Schleuderverhinderer ESP auch beim Peugeot Bipper fehlte. Also rüstete der PSA-Konzern, zu dem Citroën und Peugeot gehören, dieses Feature beim Bipper nach. Auch bei der Sicherheit machten sich die Gemeinsamkeiten nachtteilig bemerkbar. Der Citroën Nemo erhielt im Euro-NCAP-Crashtest aufgrund des Fehlens von Vorhang-Airbags beim seitlichen Pfahltest keine Punkte und erreichte deswegen nur drei von fünf Sterne. 

Der Bipper 1.4 „Active“ mit 73 PS kostete mindestens 13.550 Euro und bot eine für einen Kleinwagen eine angemessene Ausstattung. Das bedeutete aber auch, dass zum Beispiel eine Klimaanlage nicht serienmäßig war und als Paket, in dem auch ein CD/MP3-Radio enthalten war, dazugekauft werden musste. Seine Herkunft als Nutzfahrzeug konnte der Bipper im Innenraum nicht verbergen, da der Hartplastikanteil im Cockpit ziemlich hoch war. Auch mit der Verarbeitung stand es nicht immer zum Besten. 

Sparsame Diesel

Für den Peugeot Bipper standen nur je ein Diesel und ein Benziner zur Auswahl. Auch wenn die Aggregate mit einer Höchstgeschwindigkeit von 155 km/h allesamt keine Temperamentsbündel waren, zeichnete sich der Diesel durch einen geringen Durchschnittsverbrauch von 4,1 Litern nach Norm aus. Der Bipper war 3,96 Meter lang und bot aufgrund seiner kastenförmigen Bauweise eine gute Raumökonomie. Bei normaler Bestuhlung passten 356 Liter in den Kofferraum, klappte man die ausbaubare Rückbank nach vorne, wuchs das Gepäckabteil-Volumen auf 884 Liter. Hilfreich war auch die Wendigkeit in der Stadt, wenn auch das Fahrwerk ziemlich straff abgestimmt war.

Die Fixkosten-Bilanz des Bippers war eher durchwachsen. Die Aufwendungen für Reparaturen der Verschleißteile waren hoch, dafür nur alle 35.000 Kilometer oder 24 Monate eine Wartung fällig. Die Einstufungen der Kaskoversicherungen waren beim Peugeot Bipper gut, allerdings war die Haftpflichtversicherung teuer. Das Gebrauchtwagenangebot ist übersichtlich. Bei mobile.de sind 126 Peugeot Bipper geführt. Das günstigste Modell ist für weniger als 2.000 Euro zu haben, wenn auch aus dem Baujahr 2009 und noch ohne ESP. Eine Diesel-Variante aus dem Jahr 2013 wird für 8.500 Euro angeboten (Stand Mai 2018). 

Fazit zum Peugeot Bipper

Der Peugeot Bipper hat seine Wurzeln im Nutzfahrzeuge-Segment. Deswegen besitzt der Kleinwagen-Van trotz seiner überschaubaren Länge von 3,96 Metern eine gute Raumökonomie. Die Nutzfahrzeug-Herkunft des Bippers machte sich allerdings durch den hohen Hartplastikanteil im Innenraum und die straffe Abstimmung des Fahrwerks bemerkbar. Die Motorisierungen zeichneten sich nicht durch ein übermäßiges Temperament aus, reichten aber für den Kleinwagen-Van, zumal sich der 75-PS-Diesel nach Norm mit 4,1 Litern zufrieden gab. Bei der Sicherheit schnitt der Bipper mit drei von fünf Sternen im Euro-NCAP-Crashtest (geprüft wurde das Schwestermodell Citroën Nemo) nicht besonders überragend ab, zumal ESP auch erst nach 2010 serienmäßig verbaut war – Grund für die Nachrüstung war das Umkippen eines Citroën Nemo bei einem ADAC-Ausweichtest. 

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