Peugeot 108 (Serie)

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Der Peugeot 108 ist ein Drilling – nur sieht man es ihm nicht an. Als Kleinstwagen ist er baugleich mit dem Citroen C1 und dem Toyota Aygo, die allesamt sehr eigenständig gestaltet wurden. Das Revier des knapp dreieinhalb Meter langen 108 ist klar definiert: Er ist wie seine Geschwister ein typischer Stadtflitzer. Klein genug für Parklücken und quirlig genug für den schnellen Ampelstart. Dabei ist er auch ohne alternative Antriebstechnik oder Dieselmotoren ein genügsamer Begleiter – sofern man ihn nicht über Gebühr quält. Die beiden Dreizylinder unter der Haube benötigen je gut vier Liter, der CO2-Ausstoß bleibt – auf dem Papier zumindest – unter 100 Gramm pro Kilometer.

Daten

Daten

Mit einer Länge von 3,48 Metern zählt das Modell zu den Kleinstwagen. Das Leergewicht liegt unter einer Tonne, der Wendekreis bei 9,6 Metern, die Zuladung bis zu 325 Kilogramm. Sein Kofferraum fasst mit Reifenpannenset 196 Liter. Ist ein Notrad an Bord, bleiben 180 Liter. Durch Umklappen der Rücksitzbank sind maximal 780 Liter möglich. Der Tank schluckt 35 Liter, was beim genormten Bestverbrauch des 1,0-Liter-Dreiyzlinder-Motors mit 69 PS von 4,1 Litern eine theoretische Reichweite von 850 Kilometern ergibt. Nur wenig mehr benötigt mit 4,3 Liter Super das 82 PS starke 1,2-Liter-Aggregat. Der CO2-Ausstoß liegt bei 95 und 99 g/km, die Höchstgeschwindigkeit bei 160 km/h und 170 km/h. Bei der Beschleunigung von 0 auf 100 km/h ist der größere Dreizylinder mit 10,9 Sekunden etwas schneller als die 1,0-Liter-Version (13,0 Sekunden).

  • verbrauchsarme Dreizylinder
  • keine Diesel
  • kleiner Wendekreis  
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Test

Test

Der Peugeot 108 erfüllt die Erwartungen, die man angesichts des Preises und seiner Natur als Stadtauto haben kann. Anders ausgedrückt: Für die Autobahn eignet er sich nur bedingt, weil dann die Motoren zu dröhnen beginnen und der Verbrauch weit über die Normwerte steigt. Seine Reiseeigenschaften sind aufgrund des kleinen Kofferraums und den beengten Platzverhältnissen im Fond ohnehin beschnitten. Doch zu zweit in der Stadt unterwegs, gibt es kaum was zu meckern.

Die Platzverhältnisse für Fahrer- und Beifahrer werden als ausreichend bis großzügig bewertet, die Übersicht ist ebenfalls gut – ein wichtiges Kriterium für die Rangierarbeit in urbanen Räumen, die auch durch den kleinen Wendekreis erleichtert wird. Bei der Materialanmutung im Innenraum gibt es trotz des großen Touchscreens aufgrund des vielen Hartplastiks Abzüge, doch dürfte das viele Kunden in der Preisklasse kaum stören. Die Federungs- und Abrolleigenschaften gelten als recht komfortabel, auch wenn der kurze Radstand ein klein wenig Tribut fordert. Positiv hervorgehoben wird das für die Klasse recht umfangreiche Angebot an Assistenzsystemen und Komfort-Extras.

  • viel Platz für Fahrer und Beifahrer
  • beengter Fond
  • gute Rundumsicht
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Preise

Preise

Wer es sich nicht mit den Fondpassagieren verscherzen will, sollte 450 Euro investieren, um den Zwei- zum Viertürer zu machen. Eine Klimaanlage kostet 540 Euro, ein Navigationssystem ab 500 Euro, die Sitzheizung vorn 250 Euro. Damit sind die Extras nicht überaus teuer, doch muss man im 108 für so einiges extra zahlen – ansonsten wäre der Einstiegspreis, der sich mit 9990 Euro für die Version mit 69 PS (1.0 VTi) noch knapp unter den 10.000-Euro-Marke bewegt, nicht zu halten. Selbst die Kofferraumbeleuchtung muss extra bezahlt werden. Wer die etwas spritzigere Version 1.2 Puretech 82 wählt, zahlt ab 11.900 Euro. Die günstigste Version mit elektrischem Stoff-Faltdach (sie heißt Top!) steht mit 12.600 Euro in der Liste. Die Neuwagengarantie liegt bei dürftigen zwei Jahren.

  • Basispreis unter 10.000 Euro
  • dürftige Grundausstattung
  • nur zwei Jahre Garantie
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Beschreibung

Serienbeschreibung

Es gab mal einen Peugeot 104, einen 106 und einen 107 – nach dem Genfer Autosalon 2014 war der Öffentlichkeit klar: der aktuelle Kleinstwagen des französischen Herstellers bekommt die Nummer 108 ans Blech montiert. 


Vorderansicht - schräg
Er sollte zur kleinen Riege der günstigsten Autos am Markt gehören.
Seitenansicht

Es gab mal einen Peugeot 104, einen 106 und einen 107 – nach dem Genfer Autosalon 2014 war der Öffentlichkeit klar: der aktuelle Kleinstwagen des französischen Herstellers bekommt die Nummer 108 ans Blech montiert. Klar war ebenfalls: Er sollte zur kleinen Riege der günstigsten Autos am Markt gehören. Wie sein Vorgänger und die Schwestermodelle startete er unter 10.000 Euro.

Als 3,47 Meter langer Zwei- oder Viertürer rollte der 108 in den Handel. Sein Kofferraumvolumen gab Peugeot mit knapp 200 Litern an – genug für die täglichen Einkäufe. Der Wendekreis ist mit 9,60 Metern ein guter Wert für die gefragte Wendigkeit beim Rangieren, Kurbeln und Parken.

Zwei weitere Trends sollte Peugeots Kleinster ebenso bedienen: die Individualisierung und Digitalisierung. Ersteres geschah mittels verschiedener Design-Pakete und Zweifarblackierung des Daches, letzteres über ein Infotainment-System inklusive Online-Anbindung via Smartphone. Auch Klimaautomatik, Rückfahrkamera oder ein schlüsselloses Zugangs- und Startsystem waren optional verfügbar.

Ungewöhnliche Sicherheits-Assistenten für die Klasse

Ein Jahr nach dem Marktstart rüstete Peugeot bei den Assistenzsystemen nach. Es kam die City-Notbremse „Active City Brake“, die nach wie vor nur in der gehobenen Ausstattungslinie Allure im Paket mit der ebenfalls neu eingeführten Spurverlassenswarnung für 350 Euro extra zu haben ist. Das System warnt zunächst bei drohendem Aufprall und bremst im Zweifel selbstständig. Der Spurassistent belässt es bei einer Warnung, unterstützt aber nicht durch Lenkeingriffe.

Serienmäßig immer an Bord sind sechs Airbags, ABS, ESP, Berganfahrhilfe und besagter Notbremsassistent, was den 108 zu einem Kleinwagen mit guten Sicherheitseigenschaften macht. Immer dabei sind außerdem elektrische Servolenkung und ein Bordcomputer  – Radio, Navigation, Bluetooth-Freisprecheinrichtung, elektrische Fensterheber sowie eine Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung kosten Aufpreis oder sind den höheren Ausstattungslinien vorbehalten. Mit einem optionalen Faltstoffdach in der Version Top wird der Peugeot 108 sogar zum kleinen Frischluftauto.

Gab es im von 2005 bis 2014 gebauten Vorgänger 107 noch einen Dieselmotor, belässt es der Hersteller beim 108 bei zwei Dreizylinder-Benzinern mit 1,0 und 1,2 Liter Hubraum, die mit 69 PS und 82 PS für gemessen am Einsatzzweck ordentliche Fahrleistungen sorgen und vor allem auch unter Realbedingungen recht sparsam sind. Der kleinere Motor lässt sich statt des 5-Gang-Handschalters auch mit dem automatisierten Fünf-Stufen-Schaltgetriebe ETG5 bestellen.

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