Opel KarlSeit 2015

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(1 Testberichte)
Opel Karl Bewertung 4.2/5 basierend auf 1 Testberichte.
Fahrzeugeinordnung

Der Opel Karl wurde 2015 als Nachfolger des Agila eingeführt. Er ist im Opel-Programm unterhalb des Corsa angesiedelt und zählt damit zur Gattung der Kleinstwagen, obwohl er serienmäßig fünf Türen hat und ordentliche Platzverhältnisse bietet. Schon äußerlich hebt sich der Karl von seinen Markenbrüdern ab, ist er doch betont vernünftig und praktisch gestaltet und verzichtet auf alle Lifestyle-Attribute, die etwa den schicken Dreitürer Adam kennzeichnen. Der Adam läuft in Korea vom Band – zusammen mit dem Chevrolet Spark, der seit dem Rückzug von Chevrolet in Deutschland nicht mehr erhältlich ist. Zu den Konkurrenten des Opel Karl zählen VW Up!, Hyundai i10 oder Renault Twingo.

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Stärken
  • günstiger Einstandspreis
  • gute Raumausnutzung
  • vier Türen serienmäßig
Schwächen
  • Schwächen bei der Sicherheit
  • zum Teil einfache Materialien
  • nacktes Basismodell
Daten
Motorenwerte
Leistung
55 kW / 74 PS
Motorenwerte
0 - 100 km/h
15 s
Motorenwerte
Höchst­geschwindigkeit
170 km/h
Motorenwerte
CO2-Ausstoß (komb.)*
105 g/km
Motorenwerte
Verbrauch (komb.)*
4,6 l/100km
Motorenwerte
Energieeffizienzklasse*
C

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem 'Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch, die offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den offiziellen Stromverbrauch neuer Pkw' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der 'Deutschen Automobil Treuhand GmbH' unentgeltlich erhältlich ist unter www.dat.de.

Modell im Test

Modell im Test (Neu- und Gebrauchtwagen)

Der Opel Karl trägt einen urdeutschen Vornamen. Das ist ein bisschen Etikettenschwindel, denn der Karl läuft in Korea zusammen mit dem Chevrolet Spark vom Band und ist ein Spross der globalen Markenstrategie der Opel-Mutter General Motors. Auch wenn sich die Entwickler und Designer alle Mühe gegeben haben, dem Karl deutsche Eigenschaften und Opel-Familienähnlichkeit mitzugeben, so fehlt ihm doch ein bisschen der Stallgeruch. So recht hat sich der originelle Name noch nicht herumgesprochen, und auch auf den Straßen ist der Karl eine eher seltene Erscheinung. Das ist ungerecht, denn der Karl gehört zu den überzeugendsten Vertretern der automobilen Einstiegsklasse. Mit VW Up!, Hyundai i10 oder Citroen C1 kann er im Preis-Leistungs-Verhältnis locker mithalten. Was ihm ein bisschen fehlt, ist der Pep, der in der Kleinstwagenklasse anscheinend dazugehört. Er ist eben durch und durch vernünftig, der Karl, und macht seinem deutschen Namen damit alle Ehre.

Testberichte

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ADAC Auto-Test

Testergebnis vom 18.04.2017
OPEL Karl 1.0
Fünftürige Schräghecklimousine der Kleinstwagenklasse (55 kW / 75 PS)
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  • ADAC-Urteil Technik/Umwelt
    rating
    3,6
  • ADAC-Urteil Autokosten
    rating
    1
Karosserie/Kofferraum: 3,6
Innenraum: 3,5
Komfort: 3,6
Motor/Antrieb: 3,6
Fahreigenschaften: 2,6
Umwelt/EcoTest: 4
Sicherheit: 3,6

Communitybewertungen

5 Sterne
0
4 Sterne
1
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Sterne
0
Karosserie
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Antrieb
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Fahrdynamik
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Komfort
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Emotion
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ww-audi am 25. Juli 2016

„Alle hier gemachten Bewertungen sind vor dem Hintergrund zu sehen, dass es sich um einen Kleinstwagen für deutlich unter 13 T€ handelt, ein Viertel unseres Erstwagens. Einsatzgebiet sind die Strecken um den Kirchturm. Was Opel für das Geld bietet, ist beeindruckend. Eigentlich wollten wir ein Fahrzeug ein bis zwei Klassen höher kaufen und haben uns mehr oder weniger halbherzig in den Wagen gesetzt, Probefahrt gemacht, gekauft! Der Preissprung und ein Corsa-Design, das mir nicht gefällt (Scheinwerfer und Grill versetzt ergibt ein Fischmaul) haben zur Entscheidung beigetragen. Sitzkomfort, Ausstattung, Fahrverhalten, Spritverbrauch, Design mit toller Farbe -unverständlich, dass es unser Auswurfgrün nicht mehr gibt- begeistern wirklich. Dies ist der erste Eindruck und ich bin auf die Langzeitqualität gespannt!“

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Motoren

Motoren

Die Motorisierung weist den Opel Karl als typisches Einstiegsmodell aus. Es gibt nur einen einzigen Antrieb. Immerhin ist dieser mit 75 PS ausreichend kräftig, um den Karl auch außerhalb der Stadt nicht zum Verkehrshindernis werden zu lassen. Die Möglichkeit, den Karl zu einem flotten Edel-Mini hochzurüsten, besteht anders als beim VW Up! nicht.

  • Dreizylinder (Benzin)
  • LPG-Variante lieferbar
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Sicherheit

Sicherheit

Vier Sterne im Euro-NCAP-Crashtest stellen dem Opel Karl in der Disziplin Sicherheit kein besonders gutes Zeugnis aus. Zwar waren die Kriterien für den Test zuvor verschärft worden, und Konkurrenten wie der Smart Forfour oder der Hyundai i10 erreichen auch kein besseres Ergebnis. Magere 74 Prozent der Höchstpunktzahl bei der Insassensicherheit sind aber kein Ruhmesblatt. Auch die Zahl der lieferbaren Assistenzsysteme ist schmal.

  • sechs Airbags
  • ESP plus
Sicherheitsausstattung anzeigen
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Ausstattung

Ausstattung

Wer den günstigsten Opel Karl für 9500 Euro bestellt, erhält ein nacktes Fahrzeug auf dem Niveau von Kleinwagen der 1980er-Jahre. Klimaanlage und Radio lassen sich zwar dazu bestellen, Zentralverriegelung und Fensterheber jedoch nicht. Als vernünftige Wahl erscheint somit erst die dritte Ausstattungslinie Active, die zu einem Aufpreis von 2490 Euro über all das und zusätzlich über Leichtmetallfelgen verfügt. Mit 11.990 Euro ist der Karl dann zwar kein Preisbrecher mehr, aber für das Gebotene immer noch recht günstig.

Zur Serienausstattung gehören:

  • Berganfahrassistent
  • Bordcomputer
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Beschreibung

Modellbeschreibung

Opel verfügt inzwischen unter allen Herstellern über eines der breitesten Angebote an Klein- und Kleinstwagen. Zum 1982 und damit Jahre nach dem VW Polo eingeführten Corsa gesellen sich seit neuestem noch Adam und Karl. Dabei übernimmt der Karl die Rolle des günstigen Praktikers ohne Lifestyle-Ambitionen. Im Vergleich zum schicken Adam ist er zwei Zentimeter kürzer, bietet aber spürbar mehr Platz auf der Rückbank und zudem dank seiner serienmäßigen hinteren Türen auch den deutlich komfortableren Zustieg. Der Laderaum reicht nach strenger ADAC-Messung von 165 bis 875 Liter.


Vorderansicht - schräg
Im Innenraum präsentiert sich der Karl eher als Kleinwagen alter Schule.
Seitenansicht

Im Innenraum präsentiert sich der Karl eher als Kleinwagen alter Schule. Zwar glänzt hier und da eine Oberfläche in Klavierlack-Optik, doch insgesamt dominiert mattes Hartplastik, das auch gegen Geld nicht mit Farbtupfern aufgelockert werden kann. Die Verarbeitung geht insgesamt in Ordnung, doch reiht sich der Karl auch in dieser Beziehung hinter den teureren Brüdern Adam und Corsa ein.

Das Haupteinsatzgebiet des Karl ist die Stadt, und dort spielt der Karl auch seine Stärken aus. Er ist mit seinen 75 PS ausreichend temperamentvoll, wetzt trotz der etwas gefühllosen Lenkung recht agil um die Kurven und federt manierlich. Nur auf Kopfsteinpflaster werden unangenehme Dröhn-Frequenzen in den Innenraum übertragen, wie der ADAC bemängelt.

In Vergleichstests hat sich der Karl gegen die versammelte Kleinstwagenkonkurrenz gut behauptet und konnte sogar einen Prestigeerfolg gegen den VW Up! für sich verbuchen.

Fazit zum Opel Karl

Der Opel Karl ist noch neu auf dem Markt und im Straßenverkehr trotz seines günstigen Einstandspreises nicht allzu häufig anzutreffen. Im Sturm hat er die Herzen der Käufer nicht gerade erobert, aber das war auch nicht unbedingt sein Ziel. Der Karl ergänzt die Klein- und Kleinstwagenpalette von Opel nach unten um ein durch und durch vernünftiges Modell ohne Lifestyle-Ambitionen, aber mit vielen praktischen Talenten. Mit 3,68 Metern Länge macht er sich klein, wenn es um die Parkplatzsuche geht. Gleichzeitig ermöglichen seine serienmäßigen vier Türen, die ausreichend geräumige Rückbank ohne übertriebene Verrenkungen zu erreichen. Auch beim Fahren gibt sich der kleine Karl durchaus erwachsen. Der fehlende fünfte Stern beim Crashtest ist ein Schönheitsfehler.