Mercedes SLS AMG Electric Drive (C197)Seit 2009

    • Motoren
    • Modell im Test
    • Ausstattung
    Fahrzeugeinordnung

    2013 ergänzte AMG die Modellreihe des Supersportwagens SLS AMG um eine rein elektrisch angetriebene Coupé-Version. Der Mercedes SLS AMG Electric Drive wird von vier Synchron-Elektromotoren angetrieben, die jeweils an einem Rad angeschlossen sind und somit einen echten Allradantrieb realisieren. Mit 751 PS ist der SLS AMG Electric Drive deutlich stärker als die anderen Modellversionen, wurde aber auch nur ein Jahr lang produziert. Konkurrenten bei den Elektromobilen waren die stärkste Version des Tesla Model S und bei den konventionellen Supersportwagen Audi R8, Ferrari 458 und Porsche Turbo.

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    Stärken
    • Außergewöhnliche Fahrleistungen
    • Extrem direkte Leistungsentfaltung
    • Sehr sportliche Fahreigenschaften
    Schwächen
    • Hohe Anschaffungskosten
    • Begrenzte Reichweite bei flotter Fahrweise
    • Beschränkte Rundumsicht
    Daten
    Motorenwerte
    Leistung
    552 kW / 750 PS
    Motorenwerte
    0 - 100 km/h
    3,9 s
    Motorenwerte
    Höchst­geschwindigkeit
    250 km/h
    Motorenwerte
    CO2-Ausstoß (komb.)*
    - g/km
    Motorenwerte
    Verbrauch (komb.)*
    - l/100km
    Motorenwerte
    Energieeffizienzklasse*
    -

    * Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem 'Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch, die offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den offiziellen Stromverbrauch neuer Pkw' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der 'Deutschen Automobil Treuhand GmbH' unentgeltlich erhältlich ist unter www.dat.de.

    Modell im Test

    Modell im Test (Neu- und Gebrauchtwagen)

    Mit dem SLS AMG Electric Drive lieferte Mercedes-Benz ein eindrucksvolles Beispiel dafür, was mit rein elektrischem Antrieb möglich ist. Auf der Basis des konventionellen SLS AMG Coupés mit Aluminium-Gitterrohrrahmen und Aluminium-Karosserie entstand ein Sportwagen mit 751 PS und 1000 Nm Drehmoment, der auf dem Papier kaum besser dasteht als die „konventionellen“ SLS AMG, aber mit unglaublich direkter Leistungsentfaltung und einem extrem dynamischen Fahrverhalten glänzt. Das liegt vor allem an den vier Elektromotoren an den Rädern, die diesen Allradantrieb extrem direkt umsetzen. Das Fahrgefühl lebt von dem souveränen Fahrwerk sowie dem sportlichen und hochwertigen Interieur. Wie die Verbrenner-Varianten besitzt auch der Electric Drive die beiden spektakulären Flügeltüren.

    Motoren

    Motoren

    Mit dem Mercedes-Benz SLS AMG Electric Drive präsentierte AMG 2013 nicht nur den teuersten, sondern auch den stärksten Supersportwagen der schwäbischen Marke. Die vier Synchron-Elektromotoren, die jeweils ein Rad antreiben, sorgen für 751 PS und ein maximales Drehmoment von 1000 Nm, das im Unterschied zu Verbrennungsmotoren aus dem Stand und permanent verfügbar ist. Die über 500 Kilogramm schwere Lithium-Ionen-Batterie hat 60 kWh Kapazität und soll für 250 Kilometer Reichweite gut sein. Dabei stehen die drei Fahrprogramme City, Sport und Sport Plus zur Verfügung. AMG bot außerdem eine spezielle Wall-Box an, mit der sich der SLS AMG Electric Drive in drei Stunden aufladen ließ.

    • Elektroantrieb
    • Vier Elektromotoren
    • Allradantrieb
    • Stufenloses Automatikgetriebe
    Motordetails anzeigen
    null
    Sicherheit

    Sicherheit

    Wie die Komfortausstattung stammte auch das Sicherheitsgerüst des SLS AMG Electric Drive von seinen Coupé-Bruder mit V8-Turbobenziner. Dazu gehörten serienmäßig acht Airbags inklusive Knieairbags für Fahrer und Beifahrer. Teil der Serienausstattung waren auch ein Fahrlichtassistent und ein Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzung. 

    • Acht Airbags
    • Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer
    • Fahrlichtassistent
    Sicherheitsausstattung anzeigen
    null
    Ausstattung

    Ausstattung

    Die Ausstattung übernahm der Mercedes-Benz SLS AMG Electric Drive von der konventionellen Verbrenner-Version, die bereits einige Komfort-Hghlights wie Navigationssystem, Ledersitze mit Sitzheizung, Einparkhilfe und Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer beinhaltete. Serienmäßig waren auch Leichtmetallräder im 19- und 20-Zoll-Format. Außerdem gab es umfangreiche Möglichkeiten zur Individualisierung mit AMG-Accessoires und individuellen Farbtönen.

    Zur Serienausstattung gehörten:

    • Klimaautomatik
    • 19-Zoll- und 20-Zoll-Leichtmetallräder
    • Ledersitze mit Sitzheizung
    • Navigationssystem
    Ausstattungsdetails anzeigen
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    Beschreibung

    Modellbeschreibung

    Der Mercedes-Benz SLS AMG Electric Drive war die kräftigste und teuerste Version der Supersportwagen-Baureihe mit einem innovativen und extrem durchzugsstarken Elektroantrieb.


    Mit 751 PS ist der SLS AMG Electric Drive deutlich stärker als die anderen Modellversionen.

    Anfang 2013 präsentierte AMG das derzeit teuerste Modell der gesamten Mercedes-Benz-Palette. Der SLS AMG Electric Drive überbot die ohnehin schon recht teuren konventionellen Supersportwagen der SLS-Baureihe um mehr als das Doppelte. 416.500 Euro kostete das elektrisch angetriebene Flügeltüren-Coupé. Dafür gab es ein einzigartiges Sportcoupé, das von vier Synchron-Elektromotoren in den Rädern angetrieben wurde, damit also einen echten Allradantrieb darstellte. Mit 751 PS und schier unglaublichen 1000 Nm Drehmoment lieferte der SLS AMG Electric Drive spektakuläre Fahrleistungen. Zwar war er mit 3,9 Sekunden auf 100 km/h nicht schneller als die konventionellen SLS AMG, was vor allem an dem mit über zwei Tonnen deutlich höheren Leergewicht lag. Dafür faszinierte der Elektro-Blitz aber mit der extrem spontanen und direkten Leistungscharakteristik.

     

    751 PS und Rekordzeiten am Nürburgring

    Das Coupé mit den markanten Flügeltüren in Anlehnung an den legendären Mercedes-Benz 300 SL aus den fünfziger Jahren wurde mit viel Hightech ausgestattet. Für jedes der vier Räder gab es eine variable Drehmomentverteilung. Der eigens entwickelte Lithium-Ionen-Akku stellte damals mit 60 kWh einen Spitzenwert dar. Die angegebene Reichweite von 250 Kilometern war aber nur mit moderatem Gasfuß realistisch. Wer die Leistung ausnutzte, musste mit deutlich weniger rechnen. Bei Testfahrten auf der Nordschleife des Nürburgrings erreichte der SLS AMG Electric Drive mit 7 Minuten und 56 Sekunden einen Rundenrekord für Elektrofahrzeuge.

     

    Hightech und Flügeltüren 

    Neben den eindrucksvollen Fahrleistungen bot der SLS AMG Electric Drive analog zu den anderen Modellen dieser Baureihe eine sehr hochwertige Ausstattung in bester Verarbeitungsqualität. Aber ebenso einige gewöhnungsbedürftige Eigenheiten wie die Flügeltüren, die das Ein- und Aussteigen etwas umständlich machen sowie die begrenzte Rundumsicht.

      

    Fazit zum Mercedes-Benz SLS AMG Electric Drive

    Der Mercedes-Benz SLS AMG Electric Drive war mehr ein Imageträger als ein Umsatzbringer. Das mit 416.500 Euro sündhaft teure Flügeltüren-Coupé sollte zeigen, was 2013 mit einem rein elektrischen Antrieb in Sachen Fahrdynamik möglich war. Und das war nicht gerade wenig. Der SLS AMG Electric Drive, der seine 751 PS aus vier Elektromotoren an allen vier Rädern entwickelte, beschleunigte mit dem gewaltigen Drehmoment von 1000 Nm in 3,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Faszinierend war vor allem die direkte Leistungsumsetzung. Auf der Nordschleife des Nürburgrings stellte der elektrische Flügel-Blitz mit weniger als acht Minuten einem Rundenrekord für Elektroautos auf. Trotzdem war bereits ein Jahr später das Produktionsende.

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